Germania Magna: Unterschied zwischen den Versionen

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==<center>'''GERMANIA MAGNA'''<br>''und''<br>'''VOLK DER GERMANEN'''</center>==
 
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<center>'''500 BC - 511 AD'''</center>
  
<center>'''500 BC - 395 AD'''</center>
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<center>'''''Folgende Aufstellung aus Sicht der heutigen Bundesrepublik Deutschland:'''''</center>
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<center>'''''Folgende Aufstellung aus deutscher Sicht'''''</center>
 
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| style="color:blue;background-color:#f6f610;"| <center>'''vor [[Chronik 500 BC|500 BC]]'''</center>  || style="color:blue;background-color:#f6f610;"|  '''[[Deutschland - Vorzeit|hier geht es zur erdgeschichtlichen Entwicklung Deutschlands]]'''
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| <center>'''[[Chronik 2500 BC|2500 BC]]''' <br> [[Datei:Ger.png|70px]] </center>  || '''[[Volk der Germanen]]''' <br>
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[[Datei:Großsteingrab Lancken-Granitz.jpg|thumb|150px|''Großsteingrab in Lancken-Granitz auf Rügen'']]'''[[Volk der Germanen]]''' <br>
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Das Gebiet des heutigen Süd- und Mittelschweden ist von altgermanischen Stämmen besiedelt. Im heutigen westlichen Norwegen entsteht die sogenannte Fosna-Kultur altgermanischer Stämme. In der Jungsteinzeit werden Großsteingräber, aus Findlingen gebaute Grabstätten, innerhalb abgezirkelter sog. Hünenbetten angelegt, etwa die Großsteingräber bei Lancken-Granitz, der Riesenberg von Nobbin und das Herzogsgrab auf dem Mönchgut.
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Dieser Zeitraum der Trichterbecherkultur ist der Übergang vom wandernden Normaden zum sesshaften Bauern und Viehzüchter. <br>
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| <center>'''[[Chronik 2200 BC|2194 BC]]'''</center>  || '''[[Skandinavien]] / [[Volk der Germanen]] / [[Stamm der Friesen]]''' <br>
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Der Überlieferung nach wird Fasta die erste "Volksmutter" der Friesen die Priesterin Fasta. Das Oera-Linda-Buch, das von eine Anzahl Geschichtsforscher als eine Fälschung aus dem 13. Jahrhundert angesehen wird, beschreibt, dass es im Gebiet des heutigen Friesland viele Tempel gibt, in denen von jeweils 28 Priesterinnen in Sechs-Stunden-Schichten das heilige, ewig brennende Feuer bewacht wird. Die Hierarchie dieser Priesterinnen bestimmt auch die Regierung der friesischen Gesellschaft. Fasta ist der gleichen Überlieferung zufolge direkt von Frya ernannt worden, die von den Friesen als die Gründerin ihres Volkes angesehen wird. Die Beauftragung Fastas durch Frya erfolgt der Sage nach, als diese während einer schrecklichen Flut zu den Sternen auffährt. Frya gehört zu den Wanen, einem der beiden Göttergeschlechter der nordischen Mythologie. Ihr Bruder ist Frey (altisländisch Freyr), ihr Vater der Meergott Njörd, als Mutter wird Skadi, Tochter des Riesen Thiazi genannt. Ihr Gatte ist in der eddischen Mythologie der Gott Óthr. Mit ihm hat sie die Töchter Hnoss und Gersimi (beide Namen sind Synonyme und bedeuten „Kostbarkeit“). Frya gilt als die „berühmteste von den Göttinnen“ (Gylfaginning, Kap. 23). Sie gilt als die Göttin der Fruchtbarkeit und des Frühlings, des Glücks und der Liebe, sowie als Lehrerin des Zaubers (seithr). Frya besitzt ein von Zwergen geschmiedetes Halsband, Brisingamen, einen von Waldkatzen gezogenen Wagen und ein Falkengewand, mit dem man wie ein Falke durch die Lüfte gleiten kann. Nach dem Gedicht Hyndluljóð reitet sie auch auf dem Eber Hilisvini. Auch in der Gylfaginning tritt Frya auf. Danach weint sie goldene Tränen, als Oðr fortfährt. Nach der Grímnismál heißt ihr Hof Fólkvangr. Ihr Saal heißt Sessrúmnir. Nach der Ynglinga-Saga, die später Snorris niederschreiben wird, lehrte sie die Asen den Zauber. Aber ihre Hauptaufgabe liegt darin, dass sie als Anführerin der Walküren auf den Schlachtfeldern daheim ist und die Hälfte der gefallenen Recken beanspruchen darf, während Odin (der oberste Gott, Gott des Krieges) die andere Hälfte zusteht. Frya spielt in den eddischen Texten Hyndluljóth, Lokasenna und Thrymskvitha eine bedeutende Rolle. In Grímnismál erscheint sie als Todesgöttin und in der Völuspá schimmert sie durch den Gesang Ods Braut (Óths mey). Auch die Zauberinnen Gullveig und Heid, die in den Strophen davor den Krieg zwischen Asen und Vanen entfachen, werden für Hypostasen der Göttin Frya gehalten. Die Friesen leben zu diesem Zeitpunkt in Schonen im heutigen südlichen Schweden. <br>
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|  <center>'''[[Chronik 2000 BC|2000 BC]]'''</center>  || '''[[Volk der Germanen]]''' <br>
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* Einwanderung der Indogermanen nach Mitteleuropa. Aus der Vermischung dieser mit der ansässigen Urbevölkerung sowie durch separate Entwicklungen aufgrund räumlicher Isolation entwickeln sich in der Folge verschiedene indogermanische Volks- und Sprachgruppen, wie beispielsweise die Kelten, Germanen, Griechen und die Italiker.
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* Im bereits seit der Altsteinzeit besiedelten Gebiet des heutigen Deutschland beginnt man mit der Verarbeitung von Bronze. Es bildet sich eine Kultur aus, die die Funktion des Kriegers und den Beruf des Händlers (Kupfer- und Zinnhandel) kennt. Es werden Grab- und Kultbauten monumentaler Form errichtet (zum Beispiel Hünengräber in der Lüneburger Heide).
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| style="color:blue;background-color:#eeffcc |  <center>'''[[Chronik 2200 BC|nach 2145 BC]]'''</center>  || style="color:blue;background-color:#eeffcc |  '''[[Volk der Germanen]] / [[Stamm der Friesen]]''' <br>
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Nach 49 Jahren übergibt die friesische Volksmutter Fasta der Überlieferung zufolge ihr Amt an Medea. <br>
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| style="color:blue;background-color:#f6f610;"| <center>'''vor [[Chronik 500 BC|500 BC]]'''</center>  || style="color:blue;background-color:#f6f610;"|  '''[[Deutschland - Vorzeit|hier geht es zur erdgeschichtlichen Entwicklung Deutschlands]]''' <br>
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2200 BC - Frya wird Gründerin der vereinigten friesischen Stämme. <br>
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2194 BC - Die Führerinnen der Friesen werden von nun an Volksmütter genannt; erste "Volksmutter" wird Fasta. <br>
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2000 BC - Am nördlichen Rand Europas kommt das Volk der Teutonen (protogermanisch Theudanoz) auf, das später als "Germanen" bezeichnet werden wird. Die "Teutonen" leben im Gebiet des heutigen Mittel- und Südnorwegen, Mittel- und Südschweden, Dänemark und unmittelbar an Dänemark angrenzende Gebieten in Deutschland. Der Mittelpunkt der germanischen Völker scheint in der Umgebung des Skagerraks zu liegen. <br>
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800 BC - Im Süden Skandinaviens im Siedlungsgebiet der Kimbern hört die Warmzeit auf und eine Abkühlung des Klimas beginnt, was die Senkung des Meeresspiegels und Sturmfluten zur Folge haben wird. <br>
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750 BC - Germanische Stämme wandern in den Nordwesten des heutigen Polen ein und beginnen ihre Ausbreitung südwärts. <br>
 
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| style="color:blue;background-color:#f6f610;"| <center>'''[[Chronik 500 BC|500 BC]] - [[Chronik 58 BC|58 BC]]'''</center>  || style="color:blue;background-color:#f6f610;"|  '''[[Volk der Germanen|Germanen besiedeln das heutige Norddeutschland]]<br>[[Stamm der Kelten|Kelten besiedeln das heutige Süddeutschland]]'''
 
| style="color:blue;background-color:#f6f610;"| <center>'''[[Chronik 500 BC|500 BC]] - [[Chronik 58 BC|58 BC]]'''</center>  || style="color:blue;background-color:#f6f610;"|  '''[[Volk der Germanen|Germanen besiedeln das heutige Norddeutschland]]<br>[[Stamm der Kelten|Kelten besiedeln das heutige Süddeutschland]]'''
 
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| style="color:blue;background-color:#f6f610;"| <center>'''[[Chronik 58 BC|58 BC]] - [[Chronik 357|AD 357]]'''<br>'''''in Halbjahrhunderten und Dekaden'''''</center>  || style="color:blue;background-color:#f6f610;"|  '''[[Germania Magna]]''' <br>
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| style="color:blue;background-color:#f6f610;"| <center>'''[[Chronik 58 BC|58 BC]] - [[Chronik 511|AD 511]]'''<br>'''''in Halbjahrhunderten und Quinquennien'''''</center>  || style="color:blue;background-color:#f6f610;"|  '''[[Germania Magna 1|Germania Magna]]''' <br>
'''[[Imperium Romanum]] ([[Provincia Romana Germania Superior]], [[Provincia Romana Germania Inferior]] und [[Provincia Romana Raetia]])''' <br>
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'''[[Imperium Romanum]] ([[Römische Provinzen in Germanien 1|Römische Provinzen in Germanien]])''' <br>
 
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| <center>'''[[Germania Magna 500 BC|500-451 BC]]'''</center>  ||   
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| <center>'''[[Chronik 500 BC|500 BC]]''' <br> [[Datei:Ger.png|70px]] </center>  ||  '''[[Germania Magna 500 BC|Germania Magna]]''' <br>
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Aufgrund der Abkühlung des Klimas beginnen kleine Teile einiger in Südskandinavien lebenden germanischen Stämme, vor allem der Kimbern, mit der Abwanderung nach Süden. Die meisten Einwohner des Nordens können sich nicht zur Abwanderung entschließen. <br>
 
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| <center>'''[[Germania Magna 450 BC|450-401 BC]]'''</center>  ||
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| <center>'''[[Germania Magna 450 BC|450-401 BC]]'''</center>  || ca. 450 BC - Der Überlieferung nach verlassen die Vorfahren der Franken unter Antenor II. das Schwarze Meer in Richtung Westen. <br>
 
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| <center>'''[[Germania Magna 400 BC|400-351 BC]]'''</center>  ||
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| <center>'''[[Germania Magna 400 BC|400-351 BC]]'''</center>  || 358 BC - Der Stamm der Kimmerer wechselt seine Bezeichnung in Sicambrer zu Ehren der Mutter des fränkischen Herrschers Priamus. <br>
 
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| <center>'''[[Germania Magna 350 BC|350-301 BC]]'''</center>  ||
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| <center>'''[[Germania Magna 350 BC|350-301 BC]]'''</center>  || 304 BC - Adel I. Friso wird der erste männliche Häuptling Frieslands. <br>
 
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| <center>'''[[Germania Magna 300 BC|300-251 BC]]'''</center>  ||   
 
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| <center>'''[[Germania Magna 250 BC|250-201 BC]]'''</center>  ||
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| <center>'''[[Germania Magna 250 BC|250-201 BC]]'''</center>  || 250 BC - Die Bastarner siedeln im Gebiet des heutigen Moldawien. <br>
 
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| <center>'''[[Germania Magna 200 BC|200-151 BC]]'''</center>  ||   
 
| <center>'''[[Germania Magna 200 BC|200-151 BC]]'''</center>  ||   
 
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| <center>'''[[Germania Magna 150 BC|150-101 BC]]'''</center>  ||   
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| <center>'''[[Germania Magna 150 BC|150-101 BC]]'''</center>  || ca. 120 BC - Teurobachus der Gigant wird der Anführer der Kimbern. <br>
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| <center>'''[[Germania Magna 100 BC|100-51 BC]]'''</center> || 100 BC - Die germanischen Völker beginnen eine Wanderung von Jütland in Richtung Süden. <br>
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| <center>'''[[Germania Magna 50 BC|50-1 BC]]'''</center>  ||  Mitte 1. Jahrhundert BC - Die Chatten (Hessische Franken) beginnen ihr Siedlungsgebiet von der Weser an den Main zu verlagern. Die Sueben siedeln in Nordmitteldeutschland, die Semnonen, ein Unterstamm der Sueben, siedelt im Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt. <br>
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50 BC - Die frühen Goten siedeln im unteren Weichselbecken. <br>
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50 BC - Die Cherusker siedeln im mittleren Rheinland, möglicherweise unter Sigimer. <br>
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39 BC - Einer Überlieferung zufolge sieden die Sikambrischen Franken unter ihrem Häuptling Franco zwischen den Flüssen Ruhr und Sieg.  <br>
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6 BC - Tudrus wird der erste namentlich überlieferte Häuptling der Quaden. <br>
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4 BC - Die Bataver, die im Gebiet der heutigen Niederlande leben und mit den Chatten verwandt sind, kommen unter die Herrschaft des Imperium Romanum. <br>
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| <center> '''[[Germania Magna 1|1-4 AD]]'''</center>  || 1 - Die Heruler, ein germanischer Stamm aus Südskandinavien, siedeln in Jütland unter ihrem Häuptling Vislaus. <br>
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3 - Der Markomannenkönig Marbod vereinigt Hermunduren, Quaden, Langobarden und Semnonen in seinem Reich in Böhmen zu einer Allianz gegen Rom. <br>
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4 - Im nördlichen Rheintal treffen Delegationen des Imperium Romanum und der Cherusker aufeinander und schließen einen Freundschaftspakt. <br>
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| <center> '''[[Germania Magna 5|5-9 AD]]'''</center>  || 5 - General Tiberius Caesar Augustus schlägt zusammen mit der römischen Marine die Langobarden am Unterlauf der Elbe. <br>
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6 - Das Imperium Romanum beginnt einen Feldzug gegen die Markomannen, die sich mit den Hermunduren, Langobarden, Semnonen und Vandalen verbündet haben. <br>
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7 - Der Cherusker Arminius verlässt die Armee Roms, nachdem die Römer unter Varus versuchten, ihr Herrschaftsgebiet bis zur Weser und zur Elbe auszuweiten. Arminius beginnt damit, germanische Stämme zu verbünden. <br>
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8 - Das Imperium Romanum schließt einen Freundschaftsvertrag mit den Markomannen, die den Status eines Klientelreiches erhalten. <br>
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9 - In der Varusschlacht im Teutoburger Wald erlebt das Imperium Romanum eine der größten Niederlagen in ihrer Geschichte. <br>
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| <center> '''[[Germania Magna 10|10-14]]'''</center>  || 10 - Immer mehr germanische Stämme schließen sich dem König der Markomannen, Marbod, an. <br>
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10 - Die Burgunder und die Gepiden siedeln im Gebiet des heutigen Zentralpolen. <br>
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10 - Die Langobarden siedeln entlang der Elbe in Norddeutschland. <br>
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10 - Die Rugier ziehen nach Nordpolen, um der Expansion der baltischen Völker zu entgehen. <br>
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11 - Das Imperium Romanum plant die Schaffung einer menschenleeren Pufferzone am rechten Rheinufer und fordert die Auslieferung und Bestrafung des "Hochverräters" Arminius. <br>
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| <center> '''[[Germania Magna 15|15-19]]'''</center>  || 16 - Römische Truppen überschreiten die Weser und begegnen den Cheruskern, die ihnen unterliegen. <br>
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17 - Der römische Feldherr Germanicus zieht im Triumph nach Rom mit dem Cheruskerfürsten Segestes, dessen Tochter Thusnelda und ihrem Sohn Thumelicus als Gefangene. <br>
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19 - Der Markomannenkönig Marbod wird durch den Goten Katwalda gestürzt; zum ersten Mal treten Goten geschichtlich in den Vordergrund. <br>
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19 - Der erste namentlich bekannte Häuptling der Chatten (Hessischen Franken) ist Adgandestrius. <br>
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| <center> '''[[Germania Magna 20|20-24]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 25|25-29]]'''</center>  || 28 - Aufstand der Friesen gegen die Römer wegen der Höhe der Tributleistungen. <br> 
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29 - Die Römer schlagen den Aufstand der Friesen nieder. <br>
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| <center> '''[[Germania Magna 30|30-34]]'''</center>  || 30 - Die Hermunduren sind vermutlich der einzige germanische Stamm, der mit dem Imperium Romanum umfangreichen Handel betreibt. Ihr Häuptling heißt Vibil, römisch Vibilius. <br>
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| <center> '''[[Germania Magna 35|35-39]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 40|40-44]]'''</center>  || 40 - Die Quaden, ein mit den Markomannen verwandter Stamm, siedelt sich im heutigen Mähren und in der Westslowakei an. <br>
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| <center> '''[[Germania Magna 45|45-49]]'''</center>  || 47 - Die Friesen werden unter Asconius zu einem Klientelstaat des Imperium Romanum. <br>
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| <center> '''[[Germania Magna 50|50-54]]'''</center>  || 50 - Plinius der Ältere bereist die Nordseeküste und schreibt darüber einen Bericht. <br>
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| <center> '''[[Germania Magna 55|55-59]]'''</center>  || 58 - Die Hermunduren und die Chatten führen einen Krieg um Salzquellen. <br>
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| <center> '''[[Germania Magna 60|60-64]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 65|65-69]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 70|70-74]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 75|75-79]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 80|80-84]]'''</center>  || 83 - Die Chatten (Hessische Franken) beginnen Bündnisse mit anderen germanischen Stämmen gegen das Imperium Romanum einzugehen. <br>
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84 - Die Römer bauen zwischen mittlerem Rhein und oberer Donau den Obergermanisch-Rätischen Limes. <br>
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| <center> '''[[Germania Magna 85|85-89]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 90|90-94]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 95|95-99]]'''</center>  || 98 - Der römische Geschichtsschreiber Tacitus schreibt die "Germania". <br>
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| <center> '''[[Germania Magna 100|100-104]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 105|105-109]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 110|110-114]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 115|115-119]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 120|120-124]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 130|130-134]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 135|135-139]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 140|140-144]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 145|145-149]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 150|150-154]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 155|155-159]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 160|160-164]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 165|165-169]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 170|170-174]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 175|175-179]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 180|180-184]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 185|185-189]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 190|190-194]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 195|195-199]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 200|200-204]]'''</center>  || 200 - Zusammenschluss der Usipiter, Tenkterer, Sugambrer und Brukterer zum Stammesverband der Franken <br>
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200 - Die Semnonen, ein Unterstamm der Sueben, gehen auf im Stamm der Alamannen. <br>
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200 - Die Goten und die Gepiden, die bisher im Gebiet des heutigen Zentralpolen siedelten, migrieren in das Gebiet des heutigen Südpolen. <br>
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200 - Die Rugier, die seit rund 190 Jahren im Gebiet des heutigen Nordpolen leben, ziehen nach Schlesien und in die Karpaten. <br>
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200 - Die in Jütland siedelnden Heruler ziehen unter Häuptling Dietric weiter in das untere Elbe-Becken. <br>
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200 - Die bisher in Norddeutschland siedelnden Langobarden siedeln im Gebiet des heutigen Nordostdeutschland und Nordwestpolen. <br>
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| <center> '''[[Germania Magna 205|205-209]]'''</center>  ||
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| <center> '''[[Germania Magna 210|210-214]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 215|215-219]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 220|220-224]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 225|225-229]]'''</center>  || 225 - Die vor 25 Jahren nach Schlesien und nach Galizien migrierten Goten ziehen weiter nach Moldawien und in die Westukraine. <br>
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225 - Die südskandinavischen Heruler, die über Jütland an die Elbe kamen, ziehen weiter in Richtung Schlesien, der Slowakei und in die Karpathen. <br>
 
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| <center>'''[[Germania Magna 100 BC|100-51 BC]]'''</center>  ||
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| <center> '''[[Germania Magna 230|230-234]]'''</center>  ||  
 
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| <center>'''[[Germania Magna 50 BC|50-1 BC]]'''</center>  ||
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| <center> '''[[Germania Magna 235|235-239]]'''</center>  ||  
 
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| <center> '''[[Germania Magna 1|1-9 AD]]'''</center>  ||   
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| <center> '''[[Germania Magna 240|240-244]]'''</center>  ||   
 
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| <center> '''[[Germania Magna 10|10-19]]'''</center>  ||   
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| <center> '''[[Germania Magna 245|245-249]]'''</center>  || 249 - Eine Vorhut der Goten trifft im Gebiet des heutigen Bulgarien und in Thrakien ein. <br>  
 
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| <center> '''[[Germania Magna 20|20-29]]'''</center>  ||   
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| <center> '''[[Germania Magna 250|250-254]]'''</center>  || 250 - Die im Gebiet des heutigen Zentralpolen lebenden Gepiden ziehen ihrem Häuptling Fastida nach Siebenbürgen. <br>
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250 - Die Burgunder siedeln aus dem Gebiet des heutigen Zentralpolen in das heutige Mitteldeutschland. <br>
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250 - Die Schwaben siedeln im Gebiet Alamanniens und bilden mit den dortigen Einwohnern bald eine Volksgemeinschaft. <br>
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253 - Chroc gründet das Herzogtum der Alemannen. <br>
 
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| <center> '''[[Germania Magna 30|30-39]]'''</center>  ||  
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| <center> '''[[Germania Magna 255|255-259]]'''</center>  ||
 
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| <center> '''[[Germania Magna 40|40-49]]'''</center>  ||   
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| <center> '''[[Germania Magna 260|260-264]]'''</center>  || 260 - Die Heruler erreichen die Donau im Gebiet der heutigen bulgarisch-rumänischen Grenze. <br>  
 
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| <center> '''[[Germania Magna 50|50-59]]'''</center>  ||   
+
| <center> '''[[Germania Magna 265|265-269]]'''</center>  || 268 - Ein Teil der Goten zieht unter dem Häuptling Cannabas in das Gebiet des heutigen Thrakien und Bulgarien. <br>  
 
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| <center> '''[[Germania Magna 60|60-69]]'''</center>  ||  
+
| <center> '''[[Germania Magna 270|270-274]]'''</center>  || 270 - Die Goten teilen sich in zwei Horden auf, die östliche und die westliche Horde. Die Ostgoten ziehen unter Häuptling Respa in das Gebiet der heutigen Ukraine, die Westgoten ziehen unter ihrem Häuptling Cannabas in das Gebiet des heutigen Moldawien und der Walachei. <br> 
 
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| <center> '''[[Germania Magna 70|70-79]]'''</center>  ||  
+
| <center> '''[[Germania Magna 275|275-279]]'''</center>  || 275 - Die Burgunder, die vor 25 Jahren noch im Gebiet des heutigen Polen lebten, siedeln ins Rheinland, ihr Hauptort ist in der Nähe des heutigen Worms. <br> 
 +
275 - Die ursprünglich südskandinavischen Heruler kommen unter die Herrschaft der Ostgoten. <br>
 
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| <center> '''[[Germania Magna 80|80-89]]'''</center>  ||  
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| <center> '''[[Germania Magna 280|280-284]]'''</center>  || 280 - Die Bastarner, die seit 250 BC im Gebiet des heutigen Moldawien siedeln, ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Nordostbulgarien. <br>
 +
280 - Nachdem die Alamannen nach Süden wanderten, übernehmen die Thuringii das Gebiet zwischen Mitteldeutschland und der Harzer Gebirgsregion. <br>
 
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| <center> '''[[Germania Magna 90|90-99]]'''</center>  ||
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| <center> '''[[Germania Magna 285|285-289]]'''</center>  ||  
 
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| <center> '''[[Germania Magna 100|100-109]]'''</center>  ||   
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| <center> '''[[Germania Magna 290|290-294]]'''</center>  ||   
 
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| <center> '''[[Germania Magna 110|110-119]]'''</center>  ||
+
| <center> '''[[Germania Magna 295|295-299]]'''</center>  || 297 - Die Batavier, seit 4 BC unter der Herrschaft Roms, kommen unter die Herrschaft der Franken. <br>
 
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| <center> '''[[Germania Magna 120|120-129]]'''</center>  ||  
+
| <center> '''[[Germania Magna 300|300-304]]'''</center>  || 300 - Nachdem die Rugier vor 100 Jahren nach Schlesien und in die Karpaten zogen, siedeln sie nunmehr wieder gemeinsam in Galizien im heutigen Südpolen. <br>
 
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| <center> '''[[Germania Magna 130|130-139]]'''</center>  ||   
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| <center> '''[[Germania Magna 305|305-309]]'''</center>  ||   
 
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| <center> '''[[Germania Magna 140|140-149]]'''</center>  ||   
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| <center> '''[[Germania Magna 310|310-314]]'''</center>  ||   
 
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| <center> '''[[Germania Magna 150|150-159]]'''</center>  ||  
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| <center> '''[[Germania Magna 315|315-319]]'''</center>  || 317 - Die salischen Franken unter ihrem Häuptling Genobald siedeln sich im Rheinland in heute deutschem und niederländischen Gebiet an. 
 
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| <center> '''[[Germania Magna 160|160-169]]'''</center>  ||   
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| <center> '''[[Germania Magna 320|320-324]]'''</center>  ||   
 
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| <center> '''[[Germania Magna 170|170-179]]'''</center>  ||   
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| <center> '''[[Germania Magna 325|325-329]]'''</center>  ||   
 
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| <center> '''[[Germania Magna 180|180-189]]'''</center>  ||   
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| <center> '''[[Germania Magna 330|330-334]]'''</center>  ||   
 
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| <center> '''[[Germania Magna 190|190-199]]'''</center>  ||
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| <center> '''[[Germania Magna 335|335-339]]'''</center>  ||  
 
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| <center> '''[[Germania Magna 200|200-209]]'''</center>  ||  '''200 - Zusammenschluss der Usipiter, Tenkterer, Sugambrer und Brukterer zum [[Stammesverband der Franken]]''' <br>
+
| <center> '''[[Germania Magna 340|340-344]]'''</center>  ||   
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| <center> '''[[Germania Magna 345|345-349]]'''</center>  || 
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| <center> '''[[Germania Magna 350|350-354]]'''</center>  || 4. Jahrhundert - die Bastarner, die seit 280 im Gebiet des heutigen Nordostbulgarien siedelten, werden von den Goten und den Hunnen assimiliert. <br>
 +
350 BC - Die Wandalen werden zu arianischen Christen. <br>
 +
350 BC - Die germanischen Stämme, die vor 450 Jahren Skandinavien nicht verließen, um sich im übrigen Europa niederzulassen, beginnen identifizierbare Stammesnationen zu werden. <br>
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| <center> '''[[Germania Magna 355|355-359]]'''</center>  || 355 - Fränkische Kämpfer stürmen erstmals eine römische Stadtmauer und plündern Colonia Claudia Ara Agrippinensium (heute Köln). <br>
 +
355 - Erste Erwähung der Lentienser, eines alamannischen Teilstamms. <br>
 +
356 - Truppen der Alamannen und des Imperium Romanums treffen mehrmals aufeinander, nachdem Juthungen und Alamannen in die römische Provinz Raetia einfielen. <br>
 +
357 - Der römische Heermeister Barbatio besiegt die Alamannen unter Chnodomar und Agenarich bei Augst. <br>
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358 - Der römische Caesar Iulian gestattet in Nordgallien den Salfranken, sich in Toxandrien anzusiedeln. <br>
 +
358 - Die fränkischen Foederaten kommen zum Militärdienst des Imperium Romanum. <br>
 +
 
 
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| <center> '''[[Germania Magna 210|210-219]]'''</center>  ||   
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| <center> '''[[Germania Magna 360|360-364]]'''</center>  ||   
 
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| <center> '''[[Germania Magna 220|220-229]]'''</center>  ||  
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| <center> '''[[Germania Magna 365|365-369]]'''</center>  ||
 
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| <center> '''[[Germania Magna 230|230-239]]'''</center>  ||  
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| <center> '''[[Germania Magna 370|370-374]]'''</center>  ||
 
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| <center> '''[[Germania Magna 240|240-249]]'''</center>  ||  
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| <center> '''[[Germania Magna 375|375-379]]'''</center>  || 375 - Die [[Reich der Xiong-nu 370|Hunnen]] überschreiten den Fluss Don und rücken nach Europa vor. Im Osten Europas beginnt die Völkerwanderung; Völker und Stämme fliehen vor den Hunnen oder suchen ohnehin schon neue Siedlungsgebiete. Die Markomannen werden von den Hunnen überfallen und in alle Richtungen verjagt. Das Königreich der Markomannen hört auf zu existieren. <br>
 +
375 - Vor den Hunnen ausweichende Goten drängen viele Vandalen nach Westen. <br>
 +
375 - Die Sueben flüchten vor den Hunnen ins Gebiet des heutigen Ungarn. <br>
 +
376 - Die im Gebiet der heutigen Ukraine lebenden Ostgoten werden Teil des Reiches der Xiong-nu (Hunnen), mit ihnen die bisher von ihnen selbst unterdrückten ehemals südskandinavischen Heruler. <br>
 
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| <center> '''[[Germania Magna 250|250-259]]'''</center>  || '''[[Chronik 253|253]]-[[Chronik 496|496]] - [[Herzogtum der Alemannen]]'''  <br>
+
| <center> '''[[Germania Magna 380|380-384]]'''</center>  || 380 - Die Hunnen überfallen Siebenbürgen und beginnen mit der Integration der Gepiden in ihr Reich. <br>
 +
380 - Agelmund, der erste namentlich bekannte Häuptling der Langobarden, wird erwähnt. Der germanische Stamm lebt vorwiegend im Gebiet des heutigen Ostdeutschlands und Mährens. <br>
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380 - Die Hunnen greifen den Stamm der Quaden an, die den Reiterhorden aus Asien bald unterliegen. <br>
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382 - Auf der Flucht vor den anrückenden Hunnen ziehen die Westgoten in das Gebiet des heutigen Bulgarien. <br>
 
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| <center> '''[[Germania Magna 260|260-269]]'''</center>  ||  
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| <center> '''[[Germania Magna 385|385-389]]'''</center>  ||
 
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| <center> '''[[Germania Magna 270|270-279]]'''</center>  ||  
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| <center> '''[[Germania Magna 390|390-394]]'''</center>  || 390 - Die zwischen 10 und 200 entlang der Elbe in Norddeutschland gesiedelten Langobarden, die dann in das Gebiet des heutigen Nordostdeutschland und Nordwestpolens weiterwanderten, ziehen nunmehr in das Gebiet des heutigen Ostdeutschlands und Mährens. <br>
 +
390 - Die Hunnen besiegen die Rugier. <br>
 +
390 - Gebicca ist der erste namentlich bekannte Häuptling der ins Rheinland eingewanderten Burgunder. <br>
 
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| <center> '''[[Germania Magna 280|280-289]]'''</center>  ||  
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| <center> '''[[Germania Magna 395|395-399]]'''</center>  || 395 - Die seit 382 im Gebiet des heutigen Bulgarien siedelnden Westgoten ziehen auf die Halbinsel Hellas. <br>
 +
398 - Die auf Hellas seit drei Jahren niedergelassenen Westgoten ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Albanien. <br>
 
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| <center> '''[[Germania Magna 290|290-299]]'''</center>  ||
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| <center> '''[[Germania Magna 400|400-404]]'''</center>  || 400 - Die Langobarden kommen unter die Herrschaft der Hunnen. <br>
 +
400 - Die nach den Verschiebungen durch die Hunnen noch übrig gebliebenen Markomannen und Quaden nehmen Zuflucht bei den Rugiern, Sueviern, Vandalen und Alamannen. <br>
 +
401 - Die Westgoten, die erst vor drei Jahren im Gebiet des heutigen Albanien eintrafen, ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Serbien und Kroatien. <br>
 +
404 - Die salischen Franken gehen eine Personalunion mit den sicambrischen Franken ein. <br>
 
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| <center> '''[[Germania Magna 300|300-309]]'''</center>  ||
+
| <center> '''[[Germania Magna 405|405-409]]'''</center>  || 406 - Die seit fünf Jahren in Südslawien siedelnden Westgoten ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Slowenien. <br>
 +
406 - Die Vandalen setzen mit nicht germanischen Alanen und mit germanischen Sueben über den Rhein und plündern Gallien. <br>
 +
408 - Die seit zwei Jahren im Gebiet des heutigen Slowenien siedelnden Westgoten ziehen unter ihrem Häuptling Alarich I. weiter auf die Apenninenhalbinsel. <br>
 +
409 - Die Vandalen ziehen auf die Iberische Halbinsel. <br>
 +
409 - Hermeric wird der erste namentlich bekannte Häuptling der Sueben. <br>
 
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| <center> '''[[Germania Magna 310|310-319]]'''</center>  ||  
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| <center> '''[[Germania Magna 410|410-414]]'''</center>  || 410 - Nach einem vierjährigen Aufenthalt auf der Apenninenhalbinsel ziehen die Westgoten weiter in das Gebiet des heutigen Südfrankreich. <br>
 +
411 - Die Vandalen lassen sich in der Baetica und in der Gallaecia auf der Iberischen Halbinsel nieder. <br>
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412 - Die seit zwei Jahren im Gebiet des heutigen Südfrankreich lebenden Westgoten ziehen weiter auf die Iberische Halbinsel. <br>
 
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| <center> '''[[Germania Magna 320|320-329]]'''</center>  ||   
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| <center> '''[[Germania Magna 415|415-419]]'''</center>  || 415 - Die Westgoten gründen unter Theoderic II. ein Reich in Aquitanien und Toulouse. <br>  
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418 - Nach drei Jahren schwerer Niederlagen gegen die für die Römer intervenierenden Westgoten werden die silingischen Vandalen fast vollständig vernichtet. <br>
 
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| <center> '''[[Germania Magna 330|330-339]]'''</center>  ||  
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| <center> '''[[Germania Magna 420|420-424]]'''</center>  || 420 - Saliern und Sicambrer bilden eine Stammesgemeinschaft. <br>
 
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| <center> '''[[Germania Magna 340|340-349]]'''</center>  ||
+
| <center> '''[[Germania Magna 425|425-429]]'''</center>  || 425 - Unter ihrem Häuptling Lethu ziehen die Langobarden aus dem Gebiet des heutigen Ostdeutschlands und Mährens in das Gebiet der heutigen Slowakei. <br>
 +
429 - Die hasdingischen Vandalen dringen zusammen mit den restlichen Silingen und Alanen unter König Geiserich vom Süden der Iberischen Halbinsel aus nach Nordafrika vor und erobern die dortigen römischen Provinzen. <br>
 
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| <center> '''[[Germania Magna 350|350-359]]'''</center>  ||   
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| <center> '''[[Germania Magna 430|430-434]]'''</center>  || 430 - Hippo Regius ist die vandalische Hauptstadt in Nordafrika. <br>  
 
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| <center> '''[[Germania Magna 360|360-369]]'''</center>  ||   
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| <center> '''[[Germania Magna 435|435-439]]'''</center>  || 439 - Der Vandale Geiserich erobert das heutige Tunesien und macht Karthago zur Hauptstadt des Vandalenreiches. <br>  
 
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| <center> '''[[Germania Magna 370|370-379]]'''</center>  ||   
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| <center> '''[[Germania Magna 440|440-444]]'''</center>  ||   
 
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| <center>'''[[Chronik 375|375]] - [[Chronik 395|395]]'''</center>  || '''[[Reich der Xiong-nu]] (Stammesverband der Hunnen) / [[Germania Magna]]''' <br>
+
| <center> '''[[Germania Magna 445|445-449]]'''</center>  ||
Die Hunnen überschreiten den Fluss Don und rücken nach Europa vor. Andere Völker und Stämme fliehen oder suchen ohnehin schon neue Siedlungsgebiete. Die Völkerwanderung beginnt. <br>
 
 
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| <center> '''[[Germania Magna 380|380-389]]'''</center>  ||
+
| <center> '''[[Germania Magna 450|450-454]]'''</center>  || 450 - Die Thuringii werden von den Hunnen besiegt. <br>
 +
453 - Die Hunnen ziehen aus Europa wieder ab, die Langobarden, Gepiden und die Ostgoten sind wieder eigenständige Stämme. Die Langobarden bleiben in der Slowakei, die Gepiden bleiben in Siebenbürgen, und die Ostgoten ziehen in das Gebiet des heutigen Ungarn. Auch die Rugier werden wieder zu einer eigenständigen Einheit, die sich unter ihrem Häuptling Factitheus bald in Böhmen niederlässt. Die Thuringii werden wieder frei. <br>
 
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| <center> '''[[Germania Magna 390|390-399]]'''</center>  ||
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| <center> '''[[Germania Magna 455|455-459]]'''</center>  || 455 Die Vandalen in Nordafrika konfiszieren katholische liturgische Gegenstände und schließen Kirchen. <br>
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458 - Die Salier unter Childeric I. erklären Tournai (heute Belgien) zu ihrem Hauptort. <br>
 
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| <center>'''[[Chronik 429|429]]'''</center>  || '''[[Weströmisches Reich]] ([[Provincia Romana Mauretania Caesarensis]] / [[Provincia Romana Numidia]] / [[Provincia Romana Africa Proconsularis]]) / [[Reich der Vandalen]]''' <br>
+
| <center> '''[[Germania Magna 460|460-464]]'''</center>  || 460 - Von Aquitanien und Toulouse aus breiten sich die Westgoten unter Theoderic II. auch nach Spanien aus. <br>  
80.000 Vandalen setzen bei Gibraltar nach Nordafrika über und nehmen in der Folge die Küstengebiete des heutigen Algerien und des heutigen Tunesien sowie des heutigen Westlibyen in ihren Besitz. <br>
 
 
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| <center>'''435'''</center>  || '''[[Weströmisches Reich]] / [[Stamm der Burgunden]] / [[Reich der Vandalen]]''' <br>
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| <center> '''[[Germania Magna 465|465-469]]'''</center>  ||
Der weströmische Kaiser Valentinian III. überlässt dem Vandalenkönig Geiserich einen Teil der eroberten nordafrikanischen Gebiete. Kurz darauf muss er auch dessen Königsherrschaft anerkennen. Die Burgunder fallen unter ihrem König Gundahar in die römische Provinz Belgica I ein, werden aber vom römischen Herrmeister Flavius Aëtius zurückgeschlagen. <br>
 
 
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| <center>'''[[Chronik 436|436]]'''</center>  || '''[[Weströmisches Reich]] / [[Stamm der Burgunden]] / [[Reich der Xiong-nu]] (Stammesverband der Hunnen)''' <br>
+
| <center> '''[[Germania Magna 470|470-474]]'''</center>  || 470 - Die ehemals südskandinavischen Heruler erreichen das heutige Italien und Österreich. Sie sind seit 470 Jahren über die Gebiete des heutigen Dänemarks, Mitteldeutschlands, Schlesiens, der Slowakei, der Karpathen, Rumäniens und Bulgariens auf die Apenninenhalbinsel gekommen. <br>
Zerstörung des rheinischen Burgundenreiches durch den weströmischen Feldherrn Aetius, der dafür auch Hilfstruppen der Hunnen einsetzt. Gemeinsam besiegen sie die Burgunden, von denen 20.000 Kämpfer in der Schlacht bei Worms ihr Leben lassen. Aëtius siedelt daraufhin einen Großteil der Überlebenden in Gallien an. Sie lassen sich zwischen dem Genfer See und der Rhône nieder. Diese Ereignisse bilden wahrscheinlich den historischen Kern des späteren Nibelungenlieds, das vom Untergang der Burgunder am Hof des Hunnenkönigs Etzel berichtet. <br>
+
470 - Die Salischen Franken siedeln in der Normandie. <br>
 +
474 - Die 453 in das Gebiet des heutigen Ungarn gezogenen Ostgoten ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Serbien. <br>
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474 - Der oströmische Kaiser Zenon erkennt die Herrschaft der Vandalen in Nordafrika an. <br>
 
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| <center>'''[[Chronik 443|443]]'''</center>  || '''[[Weströmisches Reich]] / [[Reich der Burgunden]]''' <br>
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| <center> '''[[Germania Magna 475|475-479]]'''</center>  || 475 - Die Ostgoten ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Bulgarien. <br>
Am Genfer See und an der Rhône entstehen Burgundenreiche. <br>
+
477 - Das Herzogtum der Alemannen wird zum Fränkischen Königreich Alamannien. <br>  
 
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| <center>'''[[Chronik 450|450]]'''</center>  || '''[[Stamm der Angeln]] / [[Stamm der Sachsen]] / [[Stamm der Jüten]]''' <br>
+
| <center> '''[[Germania Magna 480|480-484]]'''</center>  || 481 - Die Salier unter Clovis I. erklären Paris zu ihrer Hauptstadt. <br>
Beginnende Eroberung Englands durch die Stämme der Angeln, Sachsen und Jüten. Sie verdrängen die keltischen Briten nach Wales (Entstehung der Artussage), Irland, Schottland und in die Bretagne. Sie verbreiten die germanische Sprache auf der Insel und legen so den Grundstein für die Entstehung der späteren englischen Sprache. <br>
+
483 - Unter dem Vandalen Hunerich beginnen umfangreiche Katholikenverfolgungen. <br>
 +
484 - Ein Dekret verlangt den Übertritt aller Katholiken, die unter den Vandalen leben, zum Arianismus; sie haben drei Monate Bedenkzeit. <br>
 
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| <center>'''[[Chronik 451|451]]'''</center>  || '''[[Weströmisches Reich]] / [[Stamm der Burgunden]] / [[Stamm der Gepiden]] / [[Reich der Ostgoten]] / [[Reich der Xiong-nu]] (Stammesverband der Hunnen)''' <br>
+
| <center> '''[[Germania Magna 485|485-489]]'''</center>  || 488 - Die über Ungarn und Serbien im Jahre 475 nach Bulgarien gezogenen Ostgoten ziehen in das Gebiet des heutigen Serbien und Kroatien. <br>
Römisch-germanische Truppen unter dem Heerführer Aëtius siegen in der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern gegen ein hunnisch-germanisches Herr unter Attila. Die Ostgoten kämpfen dabei ein letztes Mal auf Seiten der Hunnen und gewinnen durch deren Niederlage ihre Unabhängigkeit zurück. Während sich die Reste der geschlagenen hunnischen Scharen in den Osten zurückziehen, erhalten die Ostgoten einen Föderatenvertrag mit den Römern und werden in Pannonien angesiedelt. Der Sohn des Ostgotenkönigs Thiudimir, Theoderich, kommt als Geisel an den Hof in Konstantinopel. In Ungarn werden die Hunnen vom Germanenstamm der Gepiden besiegt. Ihre Reste ziehen sich nach Asien zurück.  <br>
+
489 - Die Ostgoten ziehen weiter von Kroatien auf die Apenninenhalbinsel. <br>
 
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| <center>'''[[Chronik 451|451]]'''</center>  || '''[[Weströmisches Reich]] / [[Stamm der Burgunden]] / [[Stamm der Westgoten]] / [[Reich der Xiong-nu]] (Stammesverband der Hunnen)''' <br>
+
| <center> '''[[Germania Magna 490|490-494]]'''</center>  || 493 - Ein Überrest der Heruler, die inzwischen auf der Apenninenhalbinsel siedeln, verbleibt in Südmähren. Es gibt auch eine Überlieferung, nach der die Heruler wieder in ihre alte Heimat nach Jütland zurückkehren und von dort nach Norwegen ziehen und schließlich die ersten Siedler auf Island werden wollen. <br>
In der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern wird der Vormarsch der Hunnen und ihrer Verbündeten von Römern und Westgoten aufgehalten. <br>
 
 
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| <center>'''[[Chronik 455|455]]'''</center>  || '''[[Weströmisches Reich]] / [[Reich der Vandalen]]''' <br>
+
| <center> '''[[Germania Magna 495|495-499]]'''</center>  ||  
Die Vandalen unter ihrem König Geiserich setzen mit einer starken Flotte nach Italien über und plündern Rom. Bei den Alamannen setzt ab dieser Zeit eine Expansion nach Gallien und Noricum ein. <br>
 
 
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| <center>'''[[Chronik 457|457]]'''</center>  || '''[[Weströmisches Reich]] / [[Stamm der Alamannen]]''' <br>
+
| <center> '''[[Germania Magna 500|500-504]]'''</center>  || 500 - Die Bajuwaren siedeln im Gebiet des heutigen Böhmens. Hier verbinden sie sich mit den seit weniger als 50 Jahren dort sesshaften Rugiern, mit denen zusammen sie später den Stamm der Bayern bilden werden. <br>
Römische Truppen unter Majorian können ein letztes Mal alamannische Einfälle nach Raetien und Italien abwehren. <br>
 
 
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| <center>'''[[Chronik 476|476]]'''</center>  || '''[[Weströmisches Reich]] / [[Reich des Odoaker]]''' <br>
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| <center> '''[[Germania Magna 505|505-509]]'''</center>  || 508 - Theodo I. wird erster Herrscher der Bajuwaren, die derzeit im Gebiet des heutigen Böhmen leben. <br>
Der letzte weströmische Kaiser Romulus Augustulus wird ermordet. Der Germane Odoakar als Mitglied der kaiserlichen Leibgarde wird von den zum größten Teil aus Germanen bestehenden Truppen zum Kaiser ausgerufen. Er unterstellt sich formal dem oströmischen Kaiser, regiert aber faktisch als König in Italien. <br>
 
 
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| <center>'''[[Chronik 488|488]]'''</center>  || '''[[Oströmisches Reich]] / [[Reich des Odoaker]] / [[Ostgotenreich]]''' <br>
+
| <center> '''[[Germania Magna 510|510-511]]'''</center>  ||  
Der oströmische Kaiser Zenon beauftragt den jungen Ostgoten Theoderich mit einem Feldzug gegen den Skiren Odoaker in Italien. <br>
 
 
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| style="color:blue;background-color:#f6f610;"| <center>'''[[Chronik 511|511]] - [[Chronik 800|24.12.800]]'''</center>  || style="color:blue;background-color:#f6f610;"|  '''[[Fränkisches Reich]]'''
+
| style="color:blue;background-color:#f6f610;"| <center>'''[[Chronik 511|511]] - [[Chronik 800|24.12.800]]'''</center>  || style="color:blue;background-color:#f6f610;"|  '''[[Fränkisches Reich]]''' <br>
 +
511 - Theoderich der Große wird König der Ostgoten und der Westgoten. <br>
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512 - Die Bajuwaren siedeln unter Theodo II. im Gebiet des heutigen Österreichs und des heutigen Bayern. <br>
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534 - Die Herrschaft der Vandalen in Nordafrika endet mit der Eroberung des Gebietes durch den oströmischen Kaiser Iustinian I. <br>
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540 - Unter ihren Häuptlingen Wacho und Waltari beginnen die Langobarden ihre Wanderung vom Gebiet der heutigen Slowakei bis in das Gebiet des heutigen Ungarn. <br>
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550 - Die Thuringii werden von den Franken erobert. <br>
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553 - Das ostgotische Königreich Italien wird vom Oströmischen Reich erobert. <br>
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568 - Die in Siebenbürgen lebenden Gepiden werden von den Awaren ausgerottet. <br>
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568 - Die Langobarden ziehen vom Gebiet des heutigen Ungarn auf die Apenninenhalbinsel. <br>
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585 - Die Sueben gehen auf in dem Stamm der Westgoten. <br>
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600 - Die Chatten werden entgültig fränkisch. <br>
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712 - Eindringende Araber zerstören das Königreich der Westgoten, deren letzter König Oppas heißt und in Toledo regierte. <br>
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734 - Friesland wird Teil des Fränkischen Reiches. <br>
 
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Aktuelle Version vom 2. November 2019, 09:54 Uhr

GERMANIA MAGNA
und
VOLK DER GERMANEN

500 BC - 511 AD


Folgende Aufstellung aus deutscher Sicht
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Die Germania Magna in der "Geographia" des Ptolemaios, 2. Jahrhundert AD (Quelle: mezimbite.com)
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Ereignis
2500 BC
Ger.png
Volk der Germanen
Großsteingrab in Lancken-Granitz auf Rügen
Volk der Germanen

Das Gebiet des heutigen Süd- und Mittelschweden ist von altgermanischen Stämmen besiedelt. Im heutigen westlichen Norwegen entsteht die sogenannte Fosna-Kultur altgermanischer Stämme. In der Jungsteinzeit werden Großsteingräber, aus Findlingen gebaute Grabstätten, innerhalb abgezirkelter sog. Hünenbetten angelegt, etwa die Großsteingräber bei Lancken-Granitz, der Riesenberg von Nobbin und das Herzogsgrab auf dem Mönchgut. Dieser Zeitraum der Trichterbecherkultur ist der Übergang vom wandernden Normaden zum sesshaften Bauern und Viehzüchter.

2194 BC
Skandinavien / Volk der Germanen / Stamm der Friesen

Der Überlieferung nach wird Fasta die erste "Volksmutter" der Friesen die Priesterin Fasta. Das Oera-Linda-Buch, das von eine Anzahl Geschichtsforscher als eine Fälschung aus dem 13. Jahrhundert angesehen wird, beschreibt, dass es im Gebiet des heutigen Friesland viele Tempel gibt, in denen von jeweils 28 Priesterinnen in Sechs-Stunden-Schichten das heilige, ewig brennende Feuer bewacht wird. Die Hierarchie dieser Priesterinnen bestimmt auch die Regierung der friesischen Gesellschaft. Fasta ist der gleichen Überlieferung zufolge direkt von Frya ernannt worden, die von den Friesen als die Gründerin ihres Volkes angesehen wird. Die Beauftragung Fastas durch Frya erfolgt der Sage nach, als diese während einer schrecklichen Flut zu den Sternen auffährt. Frya gehört zu den Wanen, einem der beiden Göttergeschlechter der nordischen Mythologie. Ihr Bruder ist Frey (altisländisch Freyr), ihr Vater der Meergott Njörd, als Mutter wird Skadi, Tochter des Riesen Thiazi genannt. Ihr Gatte ist in der eddischen Mythologie der Gott Óthr. Mit ihm hat sie die Töchter Hnoss und Gersimi (beide Namen sind Synonyme und bedeuten „Kostbarkeit“). Frya gilt als die „berühmteste von den Göttinnen“ (Gylfaginning, Kap. 23). Sie gilt als die Göttin der Fruchtbarkeit und des Frühlings, des Glücks und der Liebe, sowie als Lehrerin des Zaubers (seithr). Frya besitzt ein von Zwergen geschmiedetes Halsband, Brisingamen, einen von Waldkatzen gezogenen Wagen und ein Falkengewand, mit dem man wie ein Falke durch die Lüfte gleiten kann. Nach dem Gedicht Hyndluljóð reitet sie auch auf dem Eber Hilisvini. Auch in der Gylfaginning tritt Frya auf. Danach weint sie goldene Tränen, als Oðr fortfährt. Nach der Grímnismál heißt ihr Hof Fólkvangr. Ihr Saal heißt Sessrúmnir. Nach der Ynglinga-Saga, die später Snorris niederschreiben wird, lehrte sie die Asen den Zauber. Aber ihre Hauptaufgabe liegt darin, dass sie als Anführerin der Walküren auf den Schlachtfeldern daheim ist und die Hälfte der gefallenen Recken beanspruchen darf, während Odin (der oberste Gott, Gott des Krieges) die andere Hälfte zusteht. Frya spielt in den eddischen Texten Hyndluljóth, Lokasenna und Thrymskvitha eine bedeutende Rolle. In Grímnismál erscheint sie als Todesgöttin und in der Völuspá schimmert sie durch den Gesang Ods Braut (Óths mey). Auch die Zauberinnen Gullveig und Heid, die in den Strophen davor den Krieg zwischen Asen und Vanen entfachen, werden für Hypostasen der Göttin Frya gehalten. Die Friesen leben zu diesem Zeitpunkt in Schonen im heutigen südlichen Schweden.

2000 BC
Volk der Germanen
  • Einwanderung der Indogermanen nach Mitteleuropa. Aus der Vermischung dieser mit der ansässigen Urbevölkerung sowie durch separate Entwicklungen aufgrund räumlicher Isolation entwickeln sich in der Folge verschiedene indogermanische Volks- und Sprachgruppen, wie beispielsweise die Kelten, Germanen, Griechen und die Italiker.
  • Im bereits seit der Altsteinzeit besiedelten Gebiet des heutigen Deutschland beginnt man mit der Verarbeitung von Bronze. Es bildet sich eine Kultur aus, die die Funktion des Kriegers und den Beruf des Händlers (Kupfer- und Zinnhandel) kennt. Es werden Grab- und Kultbauten monumentaler Form errichtet (zum Beispiel Hünengräber in der Lüneburger Heide).
nach 2145 BC
Volk der Germanen / Stamm der Friesen

Nach 49 Jahren übergibt die friesische Volksmutter Fasta der Überlieferung zufolge ihr Amt an Medea.

vor 500 BC
hier geht es zur erdgeschichtlichen Entwicklung Deutschlands

2200 BC - Frya wird Gründerin der vereinigten friesischen Stämme.
2194 BC - Die Führerinnen der Friesen werden von nun an Volksmütter genannt; erste "Volksmutter" wird Fasta.
2000 BC - Am nördlichen Rand Europas kommt das Volk der Teutonen (protogermanisch Theudanoz) auf, das später als "Germanen" bezeichnet werden wird. Die "Teutonen" leben im Gebiet des heutigen Mittel- und Südnorwegen, Mittel- und Südschweden, Dänemark und unmittelbar an Dänemark angrenzende Gebieten in Deutschland. Der Mittelpunkt der germanischen Völker scheint in der Umgebung des Skagerraks zu liegen.
800 BC - Im Süden Skandinaviens im Siedlungsgebiet der Kimbern hört die Warmzeit auf und eine Abkühlung des Klimas beginnt, was die Senkung des Meeresspiegels und Sturmfluten zur Folge haben wird.
750 BC - Germanische Stämme wandern in den Nordwesten des heutigen Polen ein und beginnen ihre Ausbreitung südwärts.

500 BC - 58 BC
Germanen besiedeln das heutige Norddeutschland
Kelten besiedeln das heutige Süddeutschland
58 BC - AD 511
in Halbjahrhunderten und Quinquennien
Germania Magna

Imperium Romanum (Römische Provinzen in Germanien)

500 BC
Ger.png
Germania Magna

Aufgrund der Abkühlung des Klimas beginnen kleine Teile einiger in Südskandinavien lebenden germanischen Stämme, vor allem der Kimbern, mit der Abwanderung nach Süden. Die meisten Einwohner des Nordens können sich nicht zur Abwanderung entschließen.

450-401 BC
ca. 450 BC - Der Überlieferung nach verlassen die Vorfahren der Franken unter Antenor II. das Schwarze Meer in Richtung Westen.
400-351 BC
358 BC - Der Stamm der Kimmerer wechselt seine Bezeichnung in Sicambrer zu Ehren der Mutter des fränkischen Herrschers Priamus.
350-301 BC
304 BC - Adel I. Friso wird der erste männliche Häuptling Frieslands.
300-251 BC
250-201 BC
250 BC - Die Bastarner siedeln im Gebiet des heutigen Moldawien.
200-151 BC
150-101 BC
ca. 120 BC - Teurobachus der Gigant wird der Anführer der Kimbern.
100-51 BC
100 BC - Die germanischen Völker beginnen eine Wanderung von Jütland in Richtung Süden.
50-1 BC
Mitte 1. Jahrhundert BC - Die Chatten (Hessische Franken) beginnen ihr Siedlungsgebiet von der Weser an den Main zu verlagern. Die Sueben siedeln in Nordmitteldeutschland, die Semnonen, ein Unterstamm der Sueben, siedelt im Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt.

50 BC - Die frühen Goten siedeln im unteren Weichselbecken.
50 BC - Die Cherusker siedeln im mittleren Rheinland, möglicherweise unter Sigimer.
39 BC - Einer Überlieferung zufolge sieden die Sikambrischen Franken unter ihrem Häuptling Franco zwischen den Flüssen Ruhr und Sieg.
6 BC - Tudrus wird der erste namentlich überlieferte Häuptling der Quaden.
4 BC - Die Bataver, die im Gebiet der heutigen Niederlande leben und mit den Chatten verwandt sind, kommen unter die Herrschaft des Imperium Romanum.

1-4 AD
1 - Die Heruler, ein germanischer Stamm aus Südskandinavien, siedeln in Jütland unter ihrem Häuptling Vislaus.

3 - Der Markomannenkönig Marbod vereinigt Hermunduren, Quaden, Langobarden und Semnonen in seinem Reich in Böhmen zu einer Allianz gegen Rom.
4 - Im nördlichen Rheintal treffen Delegationen des Imperium Romanum und der Cherusker aufeinander und schließen einen Freundschaftspakt.

5-9 AD
5 - General Tiberius Caesar Augustus schlägt zusammen mit der römischen Marine die Langobarden am Unterlauf der Elbe.

6 - Das Imperium Romanum beginnt einen Feldzug gegen die Markomannen, die sich mit den Hermunduren, Langobarden, Semnonen und Vandalen verbündet haben.
7 - Der Cherusker Arminius verlässt die Armee Roms, nachdem die Römer unter Varus versuchten, ihr Herrschaftsgebiet bis zur Weser und zur Elbe auszuweiten. Arminius beginnt damit, germanische Stämme zu verbünden.
8 - Das Imperium Romanum schließt einen Freundschaftsvertrag mit den Markomannen, die den Status eines Klientelreiches erhalten.
9 - In der Varusschlacht im Teutoburger Wald erlebt das Imperium Romanum eine der größten Niederlagen in ihrer Geschichte.

10-14
10 - Immer mehr germanische Stämme schließen sich dem König der Markomannen, Marbod, an.

10 - Die Burgunder und die Gepiden siedeln im Gebiet des heutigen Zentralpolen.
10 - Die Langobarden siedeln entlang der Elbe in Norddeutschland.
10 - Die Rugier ziehen nach Nordpolen, um der Expansion der baltischen Völker zu entgehen.
11 - Das Imperium Romanum plant die Schaffung einer menschenleeren Pufferzone am rechten Rheinufer und fordert die Auslieferung und Bestrafung des "Hochverräters" Arminius.

15-19
16 - Römische Truppen überschreiten die Weser und begegnen den Cheruskern, die ihnen unterliegen.

17 - Der römische Feldherr Germanicus zieht im Triumph nach Rom mit dem Cheruskerfürsten Segestes, dessen Tochter Thusnelda und ihrem Sohn Thumelicus als Gefangene.
19 - Der Markomannenkönig Marbod wird durch den Goten Katwalda gestürzt; zum ersten Mal treten Goten geschichtlich in den Vordergrund.
19 - Der erste namentlich bekannte Häuptling der Chatten (Hessischen Franken) ist Adgandestrius.

20-24
25-29
28 - Aufstand der Friesen gegen die Römer wegen der Höhe der Tributleistungen.

29 - Die Römer schlagen den Aufstand der Friesen nieder.

30-34
30 - Die Hermunduren sind vermutlich der einzige germanische Stamm, der mit dem Imperium Romanum umfangreichen Handel betreibt. Ihr Häuptling heißt Vibil, römisch Vibilius.
35-39
40-44
40 - Die Quaden, ein mit den Markomannen verwandter Stamm, siedelt sich im heutigen Mähren und in der Westslowakei an.
45-49
47 - Die Friesen werden unter Asconius zu einem Klientelstaat des Imperium Romanum.
50-54
50 - Plinius der Ältere bereist die Nordseeküste und schreibt darüber einen Bericht.
55-59
58 - Die Hermunduren und die Chatten führen einen Krieg um Salzquellen.
60-64
65-69
70-74
75-79
80-84
83 - Die Chatten (Hessische Franken) beginnen Bündnisse mit anderen germanischen Stämmen gegen das Imperium Romanum einzugehen.

84 - Die Römer bauen zwischen mittlerem Rhein und oberer Donau den Obergermanisch-Rätischen Limes.

85-89
90-94
95-99
98 - Der römische Geschichtsschreiber Tacitus schreibt die "Germania".
100-104
105-109
110-114
115-119
120-124
125-129
130-134
135-139
140-144
145-149
150-154
155-159
160-164
165-169
170-174
175-179
180-184
185-189
190-194
195-199
200-204
200 - Zusammenschluss der Usipiter, Tenkterer, Sugambrer und Brukterer zum Stammesverband der Franken

200 - Die Semnonen, ein Unterstamm der Sueben, gehen auf im Stamm der Alamannen.
200 - Die Goten und die Gepiden, die bisher im Gebiet des heutigen Zentralpolen siedelten, migrieren in das Gebiet des heutigen Südpolen.
200 - Die Rugier, die seit rund 190 Jahren im Gebiet des heutigen Nordpolen leben, ziehen nach Schlesien und in die Karpaten.
200 - Die in Jütland siedelnden Heruler ziehen unter Häuptling Dietric weiter in das untere Elbe-Becken.
200 - Die bisher in Norddeutschland siedelnden Langobarden siedeln im Gebiet des heutigen Nordostdeutschland und Nordwestpolen.

205-209
210-214
215-219
220-224
225-229
225 - Die vor 25 Jahren nach Schlesien und nach Galizien migrierten Goten ziehen weiter nach Moldawien und in die Westukraine.

225 - Die südskandinavischen Heruler, die über Jütland an die Elbe kamen, ziehen weiter in Richtung Schlesien, der Slowakei und in die Karpathen.

230-234
235-239
240-244
245-249
249 - Eine Vorhut der Goten trifft im Gebiet des heutigen Bulgarien und in Thrakien ein.
250-254
250 - Die im Gebiet des heutigen Zentralpolen lebenden Gepiden ziehen ihrem Häuptling Fastida nach Siebenbürgen.

250 - Die Burgunder siedeln aus dem Gebiet des heutigen Zentralpolen in das heutige Mitteldeutschland.
250 - Die Schwaben siedeln im Gebiet Alamanniens und bilden mit den dortigen Einwohnern bald eine Volksgemeinschaft.
253 - Chroc gründet das Herzogtum der Alemannen.

255-259
260-264
260 - Die Heruler erreichen die Donau im Gebiet der heutigen bulgarisch-rumänischen Grenze.
265-269
268 - Ein Teil der Goten zieht unter dem Häuptling Cannabas in das Gebiet des heutigen Thrakien und Bulgarien.
270-274
270 - Die Goten teilen sich in zwei Horden auf, die östliche und die westliche Horde. Die Ostgoten ziehen unter Häuptling Respa in das Gebiet der heutigen Ukraine, die Westgoten ziehen unter ihrem Häuptling Cannabas in das Gebiet des heutigen Moldawien und der Walachei.
275-279
275 - Die Burgunder, die vor 25 Jahren noch im Gebiet des heutigen Polen lebten, siedeln ins Rheinland, ihr Hauptort ist in der Nähe des heutigen Worms.

275 - Die ursprünglich südskandinavischen Heruler kommen unter die Herrschaft der Ostgoten.

280-284
280 - Die Bastarner, die seit 250 BC im Gebiet des heutigen Moldawien siedeln, ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Nordostbulgarien.

280 - Nachdem die Alamannen nach Süden wanderten, übernehmen die Thuringii das Gebiet zwischen Mitteldeutschland und der Harzer Gebirgsregion.

285-289
290-294
295-299
297 - Die Batavier, seit 4 BC unter der Herrschaft Roms, kommen unter die Herrschaft der Franken.
300-304
300 - Nachdem die Rugier vor 100 Jahren nach Schlesien und in die Karpaten zogen, siedeln sie nunmehr wieder gemeinsam in Galizien im heutigen Südpolen.
305-309
310-314
315-319
317 - Die salischen Franken unter ihrem Häuptling Genobald siedeln sich im Rheinland in heute deutschem und niederländischen Gebiet an.
320-324
325-329
330-334
335-339
340-344
345-349
350-354
4. Jahrhundert - die Bastarner, die seit 280 im Gebiet des heutigen Nordostbulgarien siedelten, werden von den Goten und den Hunnen assimiliert.

350 BC - Die Wandalen werden zu arianischen Christen.
350 BC - Die germanischen Stämme, die vor 450 Jahren Skandinavien nicht verließen, um sich im übrigen Europa niederzulassen, beginnen identifizierbare Stammesnationen zu werden.

355-359
355 - Fränkische Kämpfer stürmen erstmals eine römische Stadtmauer und plündern Colonia Claudia Ara Agrippinensium (heute Köln).

355 - Erste Erwähung der Lentienser, eines alamannischen Teilstamms.
356 - Truppen der Alamannen und des Imperium Romanums treffen mehrmals aufeinander, nachdem Juthungen und Alamannen in die römische Provinz Raetia einfielen.
357 - Der römische Heermeister Barbatio besiegt die Alamannen unter Chnodomar und Agenarich bei Augst.
358 - Der römische Caesar Iulian gestattet in Nordgallien den Salfranken, sich in Toxandrien anzusiedeln.
358 - Die fränkischen Foederaten kommen zum Militärdienst des Imperium Romanum.

360-364
365-369
370-374
375-379
375 - Die Hunnen überschreiten den Fluss Don und rücken nach Europa vor. Im Osten Europas beginnt die Völkerwanderung; Völker und Stämme fliehen vor den Hunnen oder suchen ohnehin schon neue Siedlungsgebiete. Die Markomannen werden von den Hunnen überfallen und in alle Richtungen verjagt. Das Königreich der Markomannen hört auf zu existieren.

375 - Vor den Hunnen ausweichende Goten drängen viele Vandalen nach Westen.
375 - Die Sueben flüchten vor den Hunnen ins Gebiet des heutigen Ungarn.
376 - Die im Gebiet der heutigen Ukraine lebenden Ostgoten werden Teil des Reiches der Xiong-nu (Hunnen), mit ihnen die bisher von ihnen selbst unterdrückten ehemals südskandinavischen Heruler.

380-384
380 - Die Hunnen überfallen Siebenbürgen und beginnen mit der Integration der Gepiden in ihr Reich.

380 - Agelmund, der erste namentlich bekannte Häuptling der Langobarden, wird erwähnt. Der germanische Stamm lebt vorwiegend im Gebiet des heutigen Ostdeutschlands und Mährens.
380 - Die Hunnen greifen den Stamm der Quaden an, die den Reiterhorden aus Asien bald unterliegen.
382 - Auf der Flucht vor den anrückenden Hunnen ziehen die Westgoten in das Gebiet des heutigen Bulgarien.

385-389
390-394
390 - Die zwischen 10 und 200 entlang der Elbe in Norddeutschland gesiedelten Langobarden, die dann in das Gebiet des heutigen Nordostdeutschland und Nordwestpolens weiterwanderten, ziehen nunmehr in das Gebiet des heutigen Ostdeutschlands und Mährens.

390 - Die Hunnen besiegen die Rugier.
390 - Gebicca ist der erste namentlich bekannte Häuptling der ins Rheinland eingewanderten Burgunder.

395-399
395 - Die seit 382 im Gebiet des heutigen Bulgarien siedelnden Westgoten ziehen auf die Halbinsel Hellas.

398 - Die auf Hellas seit drei Jahren niedergelassenen Westgoten ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Albanien.

400-404
400 - Die Langobarden kommen unter die Herrschaft der Hunnen.

400 - Die nach den Verschiebungen durch die Hunnen noch übrig gebliebenen Markomannen und Quaden nehmen Zuflucht bei den Rugiern, Sueviern, Vandalen und Alamannen.
401 - Die Westgoten, die erst vor drei Jahren im Gebiet des heutigen Albanien eintrafen, ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Serbien und Kroatien.
404 - Die salischen Franken gehen eine Personalunion mit den sicambrischen Franken ein.

405-409
406 - Die seit fünf Jahren in Südslawien siedelnden Westgoten ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Slowenien.

406 - Die Vandalen setzen mit nicht germanischen Alanen und mit germanischen Sueben über den Rhein und plündern Gallien.
408 - Die seit zwei Jahren im Gebiet des heutigen Slowenien siedelnden Westgoten ziehen unter ihrem Häuptling Alarich I. weiter auf die Apenninenhalbinsel.
409 - Die Vandalen ziehen auf die Iberische Halbinsel.
409 - Hermeric wird der erste namentlich bekannte Häuptling der Sueben.

410-414
410 - Nach einem vierjährigen Aufenthalt auf der Apenninenhalbinsel ziehen die Westgoten weiter in das Gebiet des heutigen Südfrankreich.

411 - Die Vandalen lassen sich in der Baetica und in der Gallaecia auf der Iberischen Halbinsel nieder.
412 - Die seit zwei Jahren im Gebiet des heutigen Südfrankreich lebenden Westgoten ziehen weiter auf die Iberische Halbinsel.

415-419
415 - Die Westgoten gründen unter Theoderic II. ein Reich in Aquitanien und Toulouse.

418 - Nach drei Jahren schwerer Niederlagen gegen die für die Römer intervenierenden Westgoten werden die silingischen Vandalen fast vollständig vernichtet.

420-424
420 - Saliern und Sicambrer bilden eine Stammesgemeinschaft.
425-429
425 - Unter ihrem Häuptling Lethu ziehen die Langobarden aus dem Gebiet des heutigen Ostdeutschlands und Mährens in das Gebiet der heutigen Slowakei.

429 - Die hasdingischen Vandalen dringen zusammen mit den restlichen Silingen und Alanen unter König Geiserich vom Süden der Iberischen Halbinsel aus nach Nordafrika vor und erobern die dortigen römischen Provinzen.

430-434
430 - Hippo Regius ist die vandalische Hauptstadt in Nordafrika.
435-439
439 - Der Vandale Geiserich erobert das heutige Tunesien und macht Karthago zur Hauptstadt des Vandalenreiches.
440-444
445-449
450-454
450 - Die Thuringii werden von den Hunnen besiegt.

453 - Die Hunnen ziehen aus Europa wieder ab, die Langobarden, Gepiden und die Ostgoten sind wieder eigenständige Stämme. Die Langobarden bleiben in der Slowakei, die Gepiden bleiben in Siebenbürgen, und die Ostgoten ziehen in das Gebiet des heutigen Ungarn. Auch die Rugier werden wieder zu einer eigenständigen Einheit, die sich unter ihrem Häuptling Factitheus bald in Böhmen niederlässt. Die Thuringii werden wieder frei.

455-459
455 Die Vandalen in Nordafrika konfiszieren katholische liturgische Gegenstände und schließen Kirchen.

458 - Die Salier unter Childeric I. erklären Tournai (heute Belgien) zu ihrem Hauptort.

460-464
460 - Von Aquitanien und Toulouse aus breiten sich die Westgoten unter Theoderic II. auch nach Spanien aus.
465-469
470-474
470 - Die ehemals südskandinavischen Heruler erreichen das heutige Italien und Österreich. Sie sind seit 470 Jahren über die Gebiete des heutigen Dänemarks, Mitteldeutschlands, Schlesiens, der Slowakei, der Karpathen, Rumäniens und Bulgariens auf die Apenninenhalbinsel gekommen.

470 - Die Salischen Franken siedeln in der Normandie.
474 - Die 453 in das Gebiet des heutigen Ungarn gezogenen Ostgoten ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Serbien.
474 - Der oströmische Kaiser Zenon erkennt die Herrschaft der Vandalen in Nordafrika an.

475-479
475 - Die Ostgoten ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Bulgarien.

477 - Das Herzogtum der Alemannen wird zum Fränkischen Königreich Alamannien.

480-484
481 - Die Salier unter Clovis I. erklären Paris zu ihrer Hauptstadt.

483 - Unter dem Vandalen Hunerich beginnen umfangreiche Katholikenverfolgungen.
484 - Ein Dekret verlangt den Übertritt aller Katholiken, die unter den Vandalen leben, zum Arianismus; sie haben drei Monate Bedenkzeit.

485-489
488 - Die über Ungarn und Serbien im Jahre 475 nach Bulgarien gezogenen Ostgoten ziehen in das Gebiet des heutigen Serbien und Kroatien.

489 - Die Ostgoten ziehen weiter von Kroatien auf die Apenninenhalbinsel.

490-494
493 - Ein Überrest der Heruler, die inzwischen auf der Apenninenhalbinsel siedeln, verbleibt in Südmähren. Es gibt auch eine Überlieferung, nach der die Heruler wieder in ihre alte Heimat nach Jütland zurückkehren und von dort nach Norwegen ziehen und schließlich die ersten Siedler auf Island werden wollen.
495-499
500-504
500 - Die Bajuwaren siedeln im Gebiet des heutigen Böhmens. Hier verbinden sie sich mit den seit weniger als 50 Jahren dort sesshaften Rugiern, mit denen zusammen sie später den Stamm der Bayern bilden werden.
505-509
508 - Theodo I. wird erster Herrscher der Bajuwaren, die derzeit im Gebiet des heutigen Böhmen leben.
510-511
511 - 24.12.800
Fränkisches Reich

511 - Theoderich der Große wird König der Ostgoten und der Westgoten.
512 - Die Bajuwaren siedeln unter Theodo II. im Gebiet des heutigen Österreichs und des heutigen Bayern.
534 - Die Herrschaft der Vandalen in Nordafrika endet mit der Eroberung des Gebietes durch den oströmischen Kaiser Iustinian I.
540 - Unter ihren Häuptlingen Wacho und Waltari beginnen die Langobarden ihre Wanderung vom Gebiet der heutigen Slowakei bis in das Gebiet des heutigen Ungarn.
550 - Die Thuringii werden von den Franken erobert.
553 - Das ostgotische Königreich Italien wird vom Oströmischen Reich erobert.
568 - Die in Siebenbürgen lebenden Gepiden werden von den Awaren ausgerottet.
568 - Die Langobarden ziehen vom Gebiet des heutigen Ungarn auf die Apenninenhalbinsel.
585 - Die Sueben gehen auf in dem Stamm der Westgoten.
600 - Die Chatten werden entgültig fränkisch.
712 - Eindringende Araber zerstören das Königreich der Westgoten, deren letzter König Oppas heißt und in Toledo regierte.
734 - Friesland wird Teil des Fränkischen Reiches.

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