Germania Magna: Unterschied zwischen den Versionen
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==<center>'''GERMANIA MAGNA'''<br>''und''<br>'''VOLK DER GERMANEN'''</center>== | ==<center>'''GERMANIA MAGNA'''<br>''und''<br>'''VOLK DER GERMANEN'''</center>== | ||
+ | <center>'''500 BC - 511 AD'''</center> | ||
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− | <center>'''''Folgende Aufstellung aus Sicht | + | <center>'''''Folgende Aufstellung aus deutscher Sicht'''''</center> |
{| class="wikitable" | style="color:blue;background-color:#ffffcc;" cellpadding="2" cellspacing="0" border="2" | {| class="wikitable" | style="color:blue;background-color:#ffffcc;" cellpadding="2" cellspacing="0" border="2" | ||
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| '''[[Jahreschroniken|Jahres-Chroniken]]''' <!--Column 2 occupied by cell --> | | '''[[Jahreschroniken|Jahres-Chroniken]]''' <!--Column 2 occupied by cell --> | ||
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{| class="wikitable" | style="color:blue;background-color:#ffffcc;" cellpadding="5" cellspacing="0" border="2" | {| class="wikitable" | style="color:blue;background-color:#ffffcc;" cellpadding="5" cellspacing="0" border="2" | ||
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! style="width:20%"| <center> </center> !! style="width:80%"| <center>Ereignis</center> | ! style="width:20%"| <center> </center> !! style="width:80%"| <center>Ereignis</center> | ||
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− | | style="color:blue;background-color:#f6f610;"| <center>'''vor [[Chronik 500 BC|500 BC]]'''</center> || style="color:blue;background-color:#f6f610;"| '''[[Deutschland - Vorzeit|hier geht es zur erdgeschichtlichen Entwicklung Deutschlands]]''' | + | | <center>'''[[Chronik 2500 BC|2500 BC]]''' <br> [[Datei:Ger.png|70px]] </center> || '''[[Volk der Germanen]]''' <br> |
+ | [[Datei:Großsteingrab Lancken-Granitz.jpg|thumb|150px|''Großsteingrab in Lancken-Granitz auf Rügen'']]'''[[Volk der Germanen]]''' <br> | ||
+ | Das Gebiet des heutigen Süd- und Mittelschweden ist von altgermanischen Stämmen besiedelt. Im heutigen westlichen Norwegen entsteht die sogenannte Fosna-Kultur altgermanischer Stämme. In der Jungsteinzeit werden Großsteingräber, aus Findlingen gebaute Grabstätten, innerhalb abgezirkelter sog. Hünenbetten angelegt, etwa die Großsteingräber bei Lancken-Granitz, der Riesenberg von Nobbin und das Herzogsgrab auf dem Mönchgut. | ||
+ | Dieser Zeitraum der Trichterbecherkultur ist der Übergang vom wandernden Normaden zum sesshaften Bauern und Viehzüchter. <br> | ||
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+ | | <center>'''[[Chronik 2200 BC|2194 BC]]'''</center> || '''[[Skandinavien]] / [[Volk der Germanen]] / [[Stamm der Friesen]]''' <br> | ||
+ | Der Überlieferung nach wird Fasta die erste "Volksmutter" der Friesen die Priesterin Fasta. Das Oera-Linda-Buch, das von eine Anzahl Geschichtsforscher als eine Fälschung aus dem 13. Jahrhundert angesehen wird, beschreibt, dass es im Gebiet des heutigen Friesland viele Tempel gibt, in denen von jeweils 28 Priesterinnen in Sechs-Stunden-Schichten das heilige, ewig brennende Feuer bewacht wird. Die Hierarchie dieser Priesterinnen bestimmt auch die Regierung der friesischen Gesellschaft. Fasta ist der gleichen Überlieferung zufolge direkt von Frya ernannt worden, die von den Friesen als die Gründerin ihres Volkes angesehen wird. Die Beauftragung Fastas durch Frya erfolgt der Sage nach, als diese während einer schrecklichen Flut zu den Sternen auffährt. Frya gehört zu den Wanen, einem der beiden Göttergeschlechter der nordischen Mythologie. Ihr Bruder ist Frey (altisländisch Freyr), ihr Vater der Meergott Njörd, als Mutter wird Skadi, Tochter des Riesen Thiazi genannt. Ihr Gatte ist in der eddischen Mythologie der Gott Óthr. Mit ihm hat sie die Töchter Hnoss und Gersimi (beide Namen sind Synonyme und bedeuten „Kostbarkeit“). Frya gilt als die „berühmteste von den Göttinnen“ (Gylfaginning, Kap. 23). Sie gilt als die Göttin der Fruchtbarkeit und des Frühlings, des Glücks und der Liebe, sowie als Lehrerin des Zaubers (seithr). Frya besitzt ein von Zwergen geschmiedetes Halsband, Brisingamen, einen von Waldkatzen gezogenen Wagen und ein Falkengewand, mit dem man wie ein Falke durch die Lüfte gleiten kann. Nach dem Gedicht Hyndluljóð reitet sie auch auf dem Eber Hilisvini. Auch in der Gylfaginning tritt Frya auf. Danach weint sie goldene Tränen, als Oðr fortfährt. Nach der Grímnismál heißt ihr Hof Fólkvangr. Ihr Saal heißt Sessrúmnir. Nach der Ynglinga-Saga, die später Snorris niederschreiben wird, lehrte sie die Asen den Zauber. Aber ihre Hauptaufgabe liegt darin, dass sie als Anführerin der Walküren auf den Schlachtfeldern daheim ist und die Hälfte der gefallenen Recken beanspruchen darf, während Odin (der oberste Gott, Gott des Krieges) die andere Hälfte zusteht. Frya spielt in den eddischen Texten Hyndluljóth, Lokasenna und Thrymskvitha eine bedeutende Rolle. In Grímnismál erscheint sie als Todesgöttin und in der Völuspá schimmert sie durch den Gesang Ods Braut (Óths mey). Auch die Zauberinnen Gullveig und Heid, die in den Strophen davor den Krieg zwischen Asen und Vanen entfachen, werden für Hypostasen der Göttin Frya gehalten. Die Friesen leben zu diesem Zeitpunkt in Schonen im heutigen südlichen Schweden. <br> | ||
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+ | | <center>'''[[Chronik 2000 BC|2000 BC]]'''</center> || '''[[Volk der Germanen]]''' <br> | ||
+ | * Einwanderung der Indogermanen nach Mitteleuropa. Aus der Vermischung dieser mit der ansässigen Urbevölkerung sowie durch separate Entwicklungen aufgrund räumlicher Isolation entwickeln sich in der Folge verschiedene indogermanische Volks- und Sprachgruppen, wie beispielsweise die Kelten, Germanen, Griechen und die Italiker. | ||
+ | * Im bereits seit der Altsteinzeit besiedelten Gebiet des heutigen Deutschland beginnt man mit der Verarbeitung von Bronze. Es bildet sich eine Kultur aus, die die Funktion des Kriegers und den Beruf des Händlers (Kupfer- und Zinnhandel) kennt. Es werden Grab- und Kultbauten monumentaler Form errichtet (zum Beispiel Hünengräber in der Lüneburger Heide). | ||
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+ | | style="color:blue;background-color:#eeffcc | <center>'''[[Chronik 2200 BC|nach 2145 BC]]'''</center> || style="color:blue;background-color:#eeffcc | '''[[Volk der Germanen]] / [[Stamm der Friesen]]''' <br> | ||
+ | Nach 49 Jahren übergibt die friesische Volksmutter Fasta der Überlieferung zufolge ihr Amt an Medea. <br> | ||
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+ | | style="color:blue;background-color:#f6f610;"| <center>'''vor [[Chronik 500 BC|500 BC]]'''</center> || style="color:blue;background-color:#f6f610;"| '''[[Deutschland - Vorzeit|hier geht es zur erdgeschichtlichen Entwicklung Deutschlands]]''' <br> | ||
+ | 2200 BC - Frya wird Gründerin der vereinigten friesischen Stämme. <br> | ||
+ | 2194 BC - Die Führerinnen der Friesen werden von nun an Volksmütter genannt; erste "Volksmutter" wird Fasta. <br> | ||
+ | 2000 BC - Am nördlichen Rand Europas kommt das Volk der Teutonen (protogermanisch Theudanoz) auf, das später als "Germanen" bezeichnet werden wird. Die "Teutonen" leben im Gebiet des heutigen Mittel- und Südnorwegen, Mittel- und Südschweden, Dänemark und unmittelbar an Dänemark angrenzende Gebieten in Deutschland. Der Mittelpunkt der germanischen Völker scheint in der Umgebung des Skagerraks zu liegen. <br> | ||
+ | 800 BC - Im Süden Skandinaviens im Siedlungsgebiet der Kimbern hört die Warmzeit auf und eine Abkühlung des Klimas beginnt, was die Senkung des Meeresspiegels und Sturmfluten zur Folge haben wird. <br> | ||
+ | 750 BC - Germanische Stämme wandern in den Nordwesten des heutigen Polen ein und beginnen ihre Ausbreitung südwärts. <br> | ||
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| style="color:blue;background-color:#f6f610;"| <center>'''[[Chronik 500 BC|500 BC]] - [[Chronik 58 BC|58 BC]]'''</center> || style="color:blue;background-color:#f6f610;"| '''[[Volk der Germanen|Germanen besiedeln das heutige Norddeutschland]]<br>[[Stamm der Kelten|Kelten besiedeln das heutige Süddeutschland]]''' | | style="color:blue;background-color:#f6f610;"| <center>'''[[Chronik 500 BC|500 BC]] - [[Chronik 58 BC|58 BC]]'''</center> || style="color:blue;background-color:#f6f610;"| '''[[Volk der Germanen|Germanen besiedeln das heutige Norddeutschland]]<br>[[Stamm der Kelten|Kelten besiedeln das heutige Süddeutschland]]''' | ||
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− | | style="color:blue;background-color:#f6f610;"| <center>'''[[Chronik 58 BC|58 BC]] - [[Chronik | + | | style="color:blue;background-color:#f6f610;"| <center>'''[[Chronik 58 BC|58 BC]] - [[Chronik 511|AD 511]]'''<br>'''''in Halbjahrhunderten und Quinquennien'''''</center> || style="color:blue;background-color:#f6f610;"| '''[[Germania Magna 1|Germania Magna]]''' <br> |
− | '''[[Imperium Romanum]] ([[ | + | '''[[Imperium Romanum]] ([[Römische Provinzen in Germanien 1|Römische Provinzen in Germanien]])''' <br> |
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− | | <center>'''[[ | + | | <center>'''[[Chronik 500 BC|500 BC]]''' <br> [[Datei:Ger.png|70px]] </center> || '''[[Germania Magna 500 BC|Germania Magna]]''' <br> |
+ | Aufgrund der Abkühlung des Klimas beginnen kleine Teile einiger in Südskandinavien lebenden germanischen Stämme, vor allem der Kimbern, mit der Abwanderung nach Süden. Die meisten Einwohner des Nordens können sich nicht zur Abwanderung entschließen. <br> | ||
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− | | <center>'''[[Germania Magna 450 BC|450-401 BC]]'''</center> || | + | | <center>'''[[Germania Magna 450 BC|450-401 BC]]'''</center> || ca. 450 BC - Der Überlieferung nach verlassen die Vorfahren der Franken unter Antenor II. das Schwarze Meer in Richtung Westen. <br> |
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− | | <center>'''[[Germania Magna 400 BC|400-351 BC]]'''</center> || | + | | <center>'''[[Germania Magna 400 BC|400-351 BC]]'''</center> || 358 BC - Der Stamm der Kimmerer wechselt seine Bezeichnung in Sicambrer zu Ehren der Mutter des fränkischen Herrschers Priamus. <br> |
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− | | <center>'''[[Germania Magna 350 BC|350-301 BC]]'''</center> || | + | | <center>'''[[Germania Magna 350 BC|350-301 BC]]'''</center> || 304 BC - Adel I. Friso wird der erste männliche Häuptling Frieslands. <br> |
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| <center>'''[[Germania Magna 300 BC|300-251 BC]]'''</center> || | | <center>'''[[Germania Magna 300 BC|300-251 BC]]'''</center> || | ||
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− | | <center>'''[[Germania Magna 250 BC|250-201 BC]]'''</center> || | + | | <center>'''[[Germania Magna 250 BC|250-201 BC]]'''</center> || 250 BC - Die Bastarner siedeln im Gebiet des heutigen Moldawien. <br> |
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| <center>'''[[Germania Magna 200 BC|200-151 BC]]'''</center> || | | <center>'''[[Germania Magna 200 BC|200-151 BC]]'''</center> || | ||
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− | | <center>'''[[Germania Magna 150 BC|150-101 BC]]'''</center> || | + | | <center>'''[[Germania Magna 150 BC|150-101 BC]]'''</center> || ca. 120 BC - Teurobachus der Gigant wird der Anführer der Kimbern. <br> |
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+ | | <center>'''[[Germania Magna 100 BC|100-51 BC]]'''</center> || 100 BC - Die germanischen Völker beginnen eine Wanderung von Jütland in Richtung Süden. <br> | ||
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+ | | <center>'''[[Germania Magna 50 BC|50-1 BC]]'''</center> || Mitte 1. Jahrhundert BC - Die Chatten (Hessische Franken) beginnen ihr Siedlungsgebiet von der Weser an den Main zu verlagern. Die Sueben siedeln in Nordmitteldeutschland, die Semnonen, ein Unterstamm der Sueben, siedelt im Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt. <br> | ||
+ | 50 BC - Die frühen Goten siedeln im unteren Weichselbecken. <br> | ||
+ | 50 BC - Die Cherusker siedeln im mittleren Rheinland, möglicherweise unter Sigimer. <br> | ||
+ | 39 BC - Einer Überlieferung zufolge sieden die Sikambrischen Franken unter ihrem Häuptling Franco zwischen den Flüssen Ruhr und Sieg. <br> | ||
+ | 6 BC - Tudrus wird der erste namentlich überlieferte Häuptling der Quaden. <br> | ||
+ | 4 BC - Die Bataver, die im Gebiet der heutigen Niederlande leben und mit den Chatten verwandt sind, kommen unter die Herrschaft des Imperium Romanum. <br> | ||
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+ | | <center> '''[[Germania Magna 1|1-4 AD]]'''</center> || 1 - Die Heruler, ein germanischer Stamm aus Südskandinavien, siedeln in Jütland unter ihrem Häuptling Vislaus. <br> | ||
+ | 3 - Der Markomannenkönig Marbod vereinigt Hermunduren, Quaden, Langobarden und Semnonen in seinem Reich in Böhmen zu einer Allianz gegen Rom. <br> | ||
+ | 4 - Im nördlichen Rheintal treffen Delegationen des Imperium Romanum und der Cherusker aufeinander und schließen einen Freundschaftspakt. <br> | ||
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+ | | <center> '''[[Germania Magna 5|5-9 AD]]'''</center> || 5 - General Tiberius Caesar Augustus schlägt zusammen mit der römischen Marine die Langobarden am Unterlauf der Elbe. <br> | ||
+ | 6 - Das Imperium Romanum beginnt einen Feldzug gegen die Markomannen, die sich mit den Hermunduren, Langobarden, Semnonen und Vandalen verbündet haben. <br> | ||
+ | 7 - Der Cherusker Arminius verlässt die Armee Roms, nachdem die Römer unter Varus versuchten, ihr Herrschaftsgebiet bis zur Weser und zur Elbe auszuweiten. Arminius beginnt damit, germanische Stämme zu verbünden. <br> | ||
+ | 8 - Das Imperium Romanum schließt einen Freundschaftsvertrag mit den Markomannen, die den Status eines Klientelreiches erhalten. <br> | ||
+ | 9 - In der Varusschlacht im Teutoburger Wald erlebt das Imperium Romanum eine der größten Niederlagen in ihrer Geschichte. <br> | ||
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+ | | <center> '''[[Germania Magna 10|10-14]]'''</center> || 10 - Immer mehr germanische Stämme schließen sich dem König der Markomannen, Marbod, an. <br> | ||
+ | 10 - Die Burgunder und die Gepiden siedeln im Gebiet des heutigen Zentralpolen. <br> | ||
+ | 10 - Die Langobarden siedeln entlang der Elbe in Norddeutschland. <br> | ||
+ | 10 - Die Rugier ziehen nach Nordpolen, um der Expansion der baltischen Völker zu entgehen. <br> | ||
+ | 11 - Das Imperium Romanum plant die Schaffung einer menschenleeren Pufferzone am rechten Rheinufer und fordert die Auslieferung und Bestrafung des "Hochverräters" Arminius. <br> | ||
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+ | | <center> '''[[Germania Magna 15|15-19]]'''</center> || 16 - Römische Truppen überschreiten die Weser und begegnen den Cheruskern, die ihnen unterliegen. <br> | ||
+ | 17 - Der römische Feldherr Germanicus zieht im Triumph nach Rom mit dem Cheruskerfürsten Segestes, dessen Tochter Thusnelda und ihrem Sohn Thumelicus als Gefangene. <br> | ||
+ | 19 - Der Markomannenkönig Marbod wird durch den Goten Katwalda gestürzt; zum ersten Mal treten Goten geschichtlich in den Vordergrund. <br> | ||
+ | 19 - Der erste namentlich bekannte Häuptling der Chatten (Hessischen Franken) ist Adgandestrius. <br> | ||
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+ | | <center> '''[[Germania Magna 20|20-24]]'''</center> || | ||
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+ | | <center> '''[[Germania Magna 25|25-29]]'''</center> || 28 - Aufstand der Friesen gegen die Römer wegen der Höhe der Tributleistungen. <br> | ||
+ | 29 - Die Römer schlagen den Aufstand der Friesen nieder. <br> | ||
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+ | | <center> '''[[Germania Magna 30|30-34]]'''</center> || 30 - Die Hermunduren sind vermutlich der einzige germanische Stamm, der mit dem Imperium Romanum umfangreichen Handel betreibt. Ihr Häuptling heißt Vibil, römisch Vibilius. <br> | ||
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+ | | <center> '''[[Germania Magna 35|35-39]]'''</center> || | ||
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+ | | <center> '''[[Germania Magna 40|40-44]]'''</center> || 40 - Die Quaden, ein mit den Markomannen verwandter Stamm, siedelt sich im heutigen Mähren und in der Westslowakei an. <br> | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 45|45-49]]'''</center> || 47 - Die Friesen werden unter Asconius zu einem Klientelstaat des Imperium Romanum. <br> | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 50|50-54]]'''</center> || 50 - Plinius der Ältere bereist die Nordseeküste und schreibt darüber einen Bericht. <br> | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 55|55-59]]'''</center> || 58 - Die Hermunduren und die Chatten führen einen Krieg um Salzquellen. <br> | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 60|60-64]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 65|65-69]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 70|70-74]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 75|75-79]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 80|80-84]]'''</center> || 83 - Die Chatten (Hessische Franken) beginnen Bündnisse mit anderen germanischen Stämmen gegen das Imperium Romanum einzugehen. <br> | ||
+ | 84 - Die Römer bauen zwischen mittlerem Rhein und oberer Donau den Obergermanisch-Rätischen Limes. <br> | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 85|85-89]]'''</center> || | ||
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+ | | <center> '''[[Germania Magna 90|90-94]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 95|95-99]]'''</center> || 98 - Der römische Geschichtsschreiber Tacitus schreibt die "Germania". <br> | ||
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+ | | <center> '''[[Germania Magna 100|100-104]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 105|105-109]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 110|110-114]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 115|115-119]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 120|120-124]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 125|125-129]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 130|130-134]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 135|135-139]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 140|140-144]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 145|145-149]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 150|150-154]]'''</center> || | ||
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+ | | <center> '''[[Germania Magna 155|155-159]]'''</center> || | ||
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+ | | <center> '''[[Germania Magna 160|160-164]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 165|165-169]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 170|170-174]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 175|175-179]]'''</center> || | ||
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+ | | <center> '''[[Germania Magna 180|180-184]]'''</center> || | ||
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+ | | <center> '''[[Germania Magna 185|185-189]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 190|190-194]]'''</center> || | ||
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+ | | <center> '''[[Germania Magna 195|195-199]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 200|200-204]]'''</center> || 200 - Zusammenschluss der Usipiter, Tenkterer, Sugambrer und Brukterer zum Stammesverband der Franken <br> | ||
+ | 200 - Die Semnonen, ein Unterstamm der Sueben, gehen auf im Stamm der Alamannen. <br> | ||
+ | 200 - Die Goten und die Gepiden, die bisher im Gebiet des heutigen Zentralpolen siedelten, migrieren in das Gebiet des heutigen Südpolen. <br> | ||
+ | 200 - Die Rugier, die seit rund 190 Jahren im Gebiet des heutigen Nordpolen leben, ziehen nach Schlesien und in die Karpaten. <br> | ||
+ | 200 - Die in Jütland siedelnden Heruler ziehen unter Häuptling Dietric weiter in das untere Elbe-Becken. <br> | ||
+ | 200 - Die bisher in Norddeutschland siedelnden Langobarden siedeln im Gebiet des heutigen Nordostdeutschland und Nordwestpolen. <br> | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 205|205-209]]'''</center> || | ||
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+ | | <center> '''[[Germania Magna 210|210-214]]'''</center> || | ||
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+ | | <center> '''[[Germania Magna 215|215-219]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 220|220-224]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 225|225-229]]'''</center> || 225 - Die vor 25 Jahren nach Schlesien und nach Galizien migrierten Goten ziehen weiter nach Moldawien und in die Westukraine. <br> | ||
+ | 225 - Die südskandinavischen Heruler, die über Jütland an die Elbe kamen, ziehen weiter in Richtung Schlesien, der Slowakei und in die Karpathen. <br> | ||
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− | | <center>'''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 230|230-234]]'''</center> || |
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− | | <center>'''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 235|235-239]]'''</center> || |
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 240|240-244]]'''</center> || |
|- valign="top" | |- valign="top" | ||
− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 245|245-249]]'''</center> || 249 - Eine Vorhut der Goten trifft im Gebiet des heutigen Bulgarien und in Thrakien ein. <br> |
|- valign="top" | |- valign="top" | ||
− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 250|250-254]]'''</center> || 250 - Die im Gebiet des heutigen Zentralpolen lebenden Gepiden ziehen ihrem Häuptling Fastida nach Siebenbürgen. <br> |
+ | 250 - Die Burgunder siedeln aus dem Gebiet des heutigen Zentralpolen in das heutige Mitteldeutschland. <br> | ||
+ | 250 - Die Schwaben siedeln im Gebiet Alamanniens und bilden mit den dortigen Einwohnern bald eine Volksgemeinschaft. <br> | ||
+ | 253 - Chroc gründet das Herzogtum der Alemannen. <br> | ||
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 255|255-259]]'''</center> || |
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 260|260-264]]'''</center> || 260 - Die Heruler erreichen die Donau im Gebiet der heutigen bulgarisch-rumänischen Grenze. <br> |
|- valign="top" | |- valign="top" | ||
− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 265|265-269]]'''</center> || 268 - Ein Teil der Goten zieht unter dem Häuptling Cannabas in das Gebiet des heutigen Thrakien und Bulgarien. <br> |
|- valign="top" | |- valign="top" | ||
− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 270|270-274]]'''</center> || 270 - Die Goten teilen sich in zwei Horden auf, die östliche und die westliche Horde. Die Ostgoten ziehen unter Häuptling Respa in das Gebiet der heutigen Ukraine, die Westgoten ziehen unter ihrem Häuptling Cannabas in das Gebiet des heutigen Moldawien und der Walachei. <br> |
|- valign="top" | |- valign="top" | ||
− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 275|275-279]]'''</center> || 275 - Die Burgunder, die vor 25 Jahren noch im Gebiet des heutigen Polen lebten, siedeln ins Rheinland, ihr Hauptort ist in der Nähe des heutigen Worms. <br> |
+ | 275 - Die ursprünglich südskandinavischen Heruler kommen unter die Herrschaft der Ostgoten. <br> | ||
|- valign="top" | |- valign="top" | ||
− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 280|280-284]]'''</center> || 280 - Die Bastarner, die seit 250 BC im Gebiet des heutigen Moldawien siedeln, ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Nordostbulgarien. <br> |
+ | 280 - Nachdem die Alamannen nach Süden wanderten, übernehmen die Thuringii das Gebiet zwischen Mitteldeutschland und der Harzer Gebirgsregion. <br> | ||
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 285|285-289]]'''</center> || |
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 290|290-294]]'''</center> || |
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 295|295-299]]'''</center> || 297 - Die Batavier, seit 4 BC unter der Herrschaft Roms, kommen unter die Herrschaft der Franken. <br> |
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 300|300-304]]'''</center> || 300 - Nachdem die Rugier vor 100 Jahren nach Schlesien und in die Karpaten zogen, siedeln sie nunmehr wieder gemeinsam in Galizien im heutigen Südpolen. <br> |
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 305|305-309]]'''</center> || |
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 310|310-314]]'''</center> || |
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 315|315-319]]'''</center> || 317 - Die salischen Franken unter ihrem Häuptling Genobald siedeln sich im Rheinland in heute deutschem und niederländischen Gebiet an. |
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 320|320-324]]'''</center> || |
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 325|325-329]]'''</center> || |
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 330|330-334]]'''</center> || |
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 335|335-339]]'''</center> || |
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 340|340-344]]'''</center> || |
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 345|345-349]]'''</center> || | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 350|350-354]]'''</center> || 4. Jahrhundert - die Bastarner, die seit 280 im Gebiet des heutigen Nordostbulgarien siedelten, werden von den Goten und den Hunnen assimiliert. <br> | ||
+ | 350 BC - Die Wandalen werden zu arianischen Christen. <br> | ||
+ | 350 BC - Die germanischen Stämme, die vor 450 Jahren Skandinavien nicht verließen, um sich im übrigen Europa niederzulassen, beginnen identifizierbare Stammesnationen zu werden. <br> | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center> '''[[Germania Magna 355|355-359]]'''</center> || 355 - Fränkische Kämpfer stürmen erstmals eine römische Stadtmauer und plündern Colonia Claudia Ara Agrippinensium (heute Köln). <br> | ||
+ | 355 - Erste Erwähung der Lentienser, eines alamannischen Teilstamms. <br> | ||
+ | 356 - Truppen der Alamannen und des Imperium Romanums treffen mehrmals aufeinander, nachdem Juthungen und Alamannen in die römische Provinz Raetia einfielen. <br> | ||
+ | 357 - Der römische Heermeister Barbatio besiegt die Alamannen unter Chnodomar und Agenarich bei Augst. <br> | ||
+ | 358 - Der römische Caesar Iulian gestattet in Nordgallien den Salfranken, sich in Toxandrien anzusiedeln. <br> | ||
+ | 358 - Die fränkischen Foederaten kommen zum Militärdienst des Imperium Romanum. <br> | ||
+ | |||
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 360|360-364]]'''</center> || |
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 365|365-369]]'''</center> || |
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 370|370-374]]'''</center> || |
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 375|375-379]]'''</center> || 375 - Die [[Reich der Xiong-nu 370|Hunnen]] überschreiten den Fluss Don und rücken nach Europa vor. Im Osten Europas beginnt die Völkerwanderung; Völker und Stämme fliehen vor den Hunnen oder suchen ohnehin schon neue Siedlungsgebiete. Die Markomannen werden von den Hunnen überfallen und in alle Richtungen verjagt. Das Königreich der Markomannen hört auf zu existieren. <br> |
+ | 375 - Vor den Hunnen ausweichende Goten drängen viele Vandalen nach Westen. <br> | ||
+ | 375 - Die Sueben flüchten vor den Hunnen ins Gebiet des heutigen Ungarn. <br> | ||
+ | 376 - Die im Gebiet der heutigen Ukraine lebenden Ostgoten werden Teil des Reiches der Xiong-nu (Hunnen), mit ihnen die bisher von ihnen selbst unterdrückten ehemals südskandinavischen Heruler. <br> | ||
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 380|380-384]]'''</center> || 380 - Die Hunnen überfallen Siebenbürgen und beginnen mit der Integration der Gepiden in ihr Reich. <br> |
+ | 380 - Agelmund, der erste namentlich bekannte Häuptling der Langobarden, wird erwähnt. Der germanische Stamm lebt vorwiegend im Gebiet des heutigen Ostdeutschlands und Mährens. <br> | ||
+ | 380 - Die Hunnen greifen den Stamm der Quaden an, die den Reiterhorden aus Asien bald unterliegen. <br> | ||
+ | 382 - Auf der Flucht vor den anrückenden Hunnen ziehen die Westgoten in das Gebiet des heutigen Bulgarien. <br> | ||
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 385|385-389]]'''</center> || |
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 390|390-394]]'''</center> || 390 - Die zwischen 10 und 200 entlang der Elbe in Norddeutschland gesiedelten Langobarden, die dann in das Gebiet des heutigen Nordostdeutschland und Nordwestpolens weiterwanderten, ziehen nunmehr in das Gebiet des heutigen Ostdeutschlands und Mährens. <br> |
+ | 390 - Die Hunnen besiegen die Rugier. <br> | ||
+ | 390 - Gebicca ist der erste namentlich bekannte Häuptling der ins Rheinland eingewanderten Burgunder. <br> | ||
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 395|395-399]]'''</center> || 395 - Die seit 382 im Gebiet des heutigen Bulgarien siedelnden Westgoten ziehen auf die Halbinsel Hellas. <br> |
+ | 398 - Die auf Hellas seit drei Jahren niedergelassenen Westgoten ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Albanien. <br> | ||
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 400|400-404]]'''</center> || 400 - Die Langobarden kommen unter die Herrschaft der Hunnen. <br> |
+ | 400 - Die nach den Verschiebungen durch die Hunnen noch übrig gebliebenen Markomannen und Quaden nehmen Zuflucht bei den Rugiern, Sueviern, Vandalen und Alamannen. <br> | ||
+ | 401 - Die Westgoten, die erst vor drei Jahren im Gebiet des heutigen Albanien eintrafen, ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Serbien und Kroatien. <br> | ||
+ | 404 - Die salischen Franken gehen eine Personalunion mit den sicambrischen Franken ein. <br> | ||
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 405|405-409]]'''</center> || 406 - Die seit fünf Jahren in Südslawien siedelnden Westgoten ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Slowenien. <br> |
+ | 406 - Die Vandalen setzen mit nicht germanischen Alanen und mit germanischen Sueben über den Rhein und plündern Gallien. <br> | ||
+ | 408 - Die seit zwei Jahren im Gebiet des heutigen Slowenien siedelnden Westgoten ziehen unter ihrem Häuptling Alarich I. weiter auf die Apenninenhalbinsel. <br> | ||
+ | 409 - Die Vandalen ziehen auf die Iberische Halbinsel. <br> | ||
+ | 409 - Hermeric wird der erste namentlich bekannte Häuptling der Sueben. <br> | ||
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 410|410-414]]'''</center> || 410 - Nach einem vierjährigen Aufenthalt auf der Apenninenhalbinsel ziehen die Westgoten weiter in das Gebiet des heutigen Südfrankreich. <br> |
+ | 411 - Die Vandalen lassen sich in der Baetica und in der Gallaecia auf der Iberischen Halbinsel nieder. <br> | ||
+ | 412 - Die seit zwei Jahren im Gebiet des heutigen Südfrankreich lebenden Westgoten ziehen weiter auf die Iberische Halbinsel. <br> | ||
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 415|415-419]]'''</center> || 415 - Die Westgoten gründen unter Theoderic II. ein Reich in Aquitanien und Toulouse. <br> |
+ | 418 - Nach drei Jahren schwerer Niederlagen gegen die für die Römer intervenierenden Westgoten werden die silingischen Vandalen fast vollständig vernichtet. <br> | ||
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 420|420-424]]'''</center> || 420 - Saliern und Sicambrer bilden eine Stammesgemeinschaft. <br> |
|- valign="top" | |- valign="top" | ||
− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 425|425-429]]'''</center> || 425 - Unter ihrem Häuptling Lethu ziehen die Langobarden aus dem Gebiet des heutigen Ostdeutschlands und Mährens in das Gebiet der heutigen Slowakei. <br> |
+ | 429 - Die hasdingischen Vandalen dringen zusammen mit den restlichen Silingen und Alanen unter König Geiserich vom Süden der Iberischen Halbinsel aus nach Nordafrika vor und erobern die dortigen römischen Provinzen. <br> | ||
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 430|430-434]]'''</center> || 430 - Hippo Regius ist die vandalische Hauptstadt in Nordafrika. <br> |
|- valign="top" | |- valign="top" | ||
− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 435|435-439]]'''</center> || 439 - Der Vandale Geiserich erobert das heutige Tunesien und macht Karthago zur Hauptstadt des Vandalenreiches. <br> |
|- valign="top" | |- valign="top" | ||
− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 440|440-444]]'''</center> || |
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− | | <center>'''[[ | + | | <center> '''[[Germania Magna 445|445-449]]'''</center> || |
− | |||
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 450|450-454]]'''</center> || 450 - Die Thuringii werden von den Hunnen besiegt. <br> |
+ | 453 - Die Hunnen ziehen aus Europa wieder ab, die Langobarden, Gepiden und die Ostgoten sind wieder eigenständige Stämme. Die Langobarden bleiben in der Slowakei, die Gepiden bleiben in Siebenbürgen, und die Ostgoten ziehen in das Gebiet des heutigen Ungarn. Auch die Rugier werden wieder zu einer eigenständigen Einheit, die sich unter ihrem Häuptling Factitheus bald in Böhmen niederlässt. Die Thuringii werden wieder frei. <br> | ||
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− | | <center> '''[[Germania Magna | + | | <center> '''[[Germania Magna 455|455-459]]'''</center> || 455 Die Vandalen in Nordafrika konfiszieren katholische liturgische Gegenstände und schließen Kirchen. <br> |
+ | 458 - Die Salier unter Childeric I. erklären Tournai (heute Belgien) zu ihrem Hauptort. <br> | ||
|- valign="top" | |- valign="top" | ||
− | | <center>'''[[ | + | | <center> '''[[Germania Magna 460|460-464]]'''</center> || 460 - Von Aquitanien und Toulouse aus breiten sich die Westgoten unter Theoderic II. auch nach Spanien aus. <br> |
− | |||
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− | | <center>''' | + | | <center> '''[[Germania Magna 465|465-469]]'''</center> || |
− | |||
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− | | <center>'''[[ | + | | <center> '''[[Germania Magna 470|470-474]]'''</center> || 470 - Die ehemals südskandinavischen Heruler erreichen das heutige Italien und Österreich. Sie sind seit 470 Jahren über die Gebiete des heutigen Dänemarks, Mitteldeutschlands, Schlesiens, der Slowakei, der Karpathen, Rumäniens und Bulgariens auf die Apenninenhalbinsel gekommen. <br> |
− | + | 470 - Die Salischen Franken siedeln in der Normandie. <br> | |
+ | 474 - Die 453 in das Gebiet des heutigen Ungarn gezogenen Ostgoten ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Serbien. <br> | ||
+ | 474 - Der oströmische Kaiser Zenon erkennt die Herrschaft der Vandalen in Nordafrika an. <br> | ||
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− | | <center>'''[[ | + | | <center> '''[[Germania Magna 475|475-479]]'''</center> || 475 - Die Ostgoten ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Bulgarien. <br> |
− | + | 477 - Das Herzogtum der Alemannen wird zum Fränkischen Königreich Alamannien. <br> | |
|- valign="top" | |- valign="top" | ||
− | | <center>'''[[ | + | | <center> '''[[Germania Magna 480|480-484]]'''</center> || 481 - Die Salier unter Clovis I. erklären Paris zu ihrer Hauptstadt. <br> |
− | + | 483 - Unter dem Vandalen Hunerich beginnen umfangreiche Katholikenverfolgungen. <br> | |
+ | 484 - Ein Dekret verlangt den Übertritt aller Katholiken, die unter den Vandalen leben, zum Arianismus; sie haben drei Monate Bedenkzeit. <br> | ||
|- valign="top" | |- valign="top" | ||
− | | <center>'''[[ | + | | <center> '''[[Germania Magna 485|485-489]]'''</center> || 488 - Die über Ungarn und Serbien im Jahre 475 nach Bulgarien gezogenen Ostgoten ziehen in das Gebiet des heutigen Serbien und Kroatien. <br> |
− | + | 489 - Die Ostgoten ziehen weiter von Kroatien auf die Apenninenhalbinsel. <br> | |
|- valign="top" | |- valign="top" | ||
− | | <center>'''[[ | + | | <center> '''[[Germania Magna 490|490-494]]'''</center> || 493 - Ein Überrest der Heruler, die inzwischen auf der Apenninenhalbinsel siedeln, verbleibt in Südmähren. Es gibt auch eine Überlieferung, nach der die Heruler wieder in ihre alte Heimat nach Jütland zurückkehren und von dort nach Norwegen ziehen und schließlich die ersten Siedler auf Island werden wollen. <br> |
− | |||
|- valign="top" | |- valign="top" | ||
− | | <center>'''[[ | + | | <center> '''[[Germania Magna 495|495-499]]'''</center> || |
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− | | <center>'''[[ | + | | <center> '''[[Germania Magna 500|500-504]]'''</center> || 500 - Die Bajuwaren siedeln im Gebiet des heutigen Böhmens. Hier verbinden sie sich mit den seit weniger als 50 Jahren dort sesshaften Rugiern, mit denen zusammen sie später den Stamm der Bayern bilden werden. <br> |
− | |||
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− | | <center>'''[[ | + | | <center> '''[[Germania Magna 505|505-509]]'''</center> || 508 - Theodo I. wird erster Herrscher der Bajuwaren, die derzeit im Gebiet des heutigen Böhmen leben. <br> |
− | |||
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− | | <center>'''[[ | + | | <center> '''[[Germania Magna 510|510-511]]'''</center> || |
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− | | style="color:blue;background-color:#f6f610;"| <center>'''[[Chronik 511|511]] - [[Chronik 800|24.12.800]]'''</center> || style="color:blue;background-color:#f6f610;"| '''[[Fränkisches Reich]]''' | + | | style="color:blue;background-color:#f6f610;"| <center>'''[[Chronik 511|511]] - [[Chronik 800|24.12.800]]'''</center> || style="color:blue;background-color:#f6f610;"| '''[[Fränkisches Reich]]''' <br> |
+ | 511 - Theoderich der Große wird König der Ostgoten und der Westgoten. <br> | ||
+ | 512 - Die Bajuwaren siedeln unter Theodo II. im Gebiet des heutigen Österreichs und des heutigen Bayern. <br> | ||
+ | 534 - Die Herrschaft der Vandalen in Nordafrika endet mit der Eroberung des Gebietes durch den oströmischen Kaiser Iustinian I. <br> | ||
+ | 540 - Unter ihren Häuptlingen Wacho und Waltari beginnen die Langobarden ihre Wanderung vom Gebiet der heutigen Slowakei bis in das Gebiet des heutigen Ungarn. <br> | ||
+ | 550 - Die Thuringii werden von den Franken erobert. <br> | ||
+ | 553 - Das ostgotische Königreich Italien wird vom Oströmischen Reich erobert. <br> | ||
+ | 568 - Die in Siebenbürgen lebenden Gepiden werden von den Awaren ausgerottet. <br> | ||
+ | 568 - Die Langobarden ziehen vom Gebiet des heutigen Ungarn auf die Apenninenhalbinsel. <br> | ||
+ | 585 - Die Sueben gehen auf in dem Stamm der Westgoten. <br> | ||
+ | 600 - Die Chatten werden entgültig fränkisch. <br> | ||
+ | 712 - Eindringende Araber zerstören das Königreich der Westgoten, deren letzter König Oppas heißt und in Toledo regierte. <br> | ||
+ | 734 - Friesland wird Teil des Fränkischen Reiches. <br> | ||
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| <center>'''nach [[Chronik 800|24.12.800]]'''</center> || '''''[[Deutschland - Übersicht|hier geht es zur Übersicht zum schnelleren Auffinden späterer Epochen Deutschlands]]''''' <br> | | <center>'''nach [[Chronik 800|24.12.800]]'''</center> || '''''[[Deutschland - Übersicht|hier geht es zur Übersicht zum schnelleren Auffinden späterer Epochen Deutschlands]]''''' <br> |
Aktuelle Version vom 2. November 2019, 09:54 Uhr
GERMANIA MAGNA
und
VOLK DER GERMANEN
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VOLK DER GERMANEN
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Volk der Germanen Volk der Germanen Das Gebiet des heutigen Süd- und Mittelschweden ist von altgermanischen Stämmen besiedelt. Im heutigen westlichen Norwegen entsteht die sogenannte Fosna-Kultur altgermanischer Stämme. In der Jungsteinzeit werden Großsteingräber, aus Findlingen gebaute Grabstätten, innerhalb abgezirkelter sog. Hünenbetten angelegt, etwa die Großsteingräber bei Lancken-Granitz, der Riesenberg von Nobbin und das Herzogsgrab auf dem Mönchgut.
Dieser Zeitraum der Trichterbecherkultur ist der Übergang vom wandernden Normaden zum sesshaften Bauern und Viehzüchter. | |||
Skandinavien / Volk der Germanen / Stamm der Friesen Der Überlieferung nach wird Fasta die erste "Volksmutter" der Friesen die Priesterin Fasta. Das Oera-Linda-Buch, das von eine Anzahl Geschichtsforscher als eine Fälschung aus dem 13. Jahrhundert angesehen wird, beschreibt, dass es im Gebiet des heutigen Friesland viele Tempel gibt, in denen von jeweils 28 Priesterinnen in Sechs-Stunden-Schichten das heilige, ewig brennende Feuer bewacht wird. Die Hierarchie dieser Priesterinnen bestimmt auch die Regierung der friesischen Gesellschaft. Fasta ist der gleichen Überlieferung zufolge direkt von Frya ernannt worden, die von den Friesen als die Gründerin ihres Volkes angesehen wird. Die Beauftragung Fastas durch Frya erfolgt der Sage nach, als diese während einer schrecklichen Flut zu den Sternen auffährt. Frya gehört zu den Wanen, einem der beiden Göttergeschlechter der nordischen Mythologie. Ihr Bruder ist Frey (altisländisch Freyr), ihr Vater der Meergott Njörd, als Mutter wird Skadi, Tochter des Riesen Thiazi genannt. Ihr Gatte ist in der eddischen Mythologie der Gott Óthr. Mit ihm hat sie die Töchter Hnoss und Gersimi (beide Namen sind Synonyme und bedeuten „Kostbarkeit“). Frya gilt als die „berühmteste von den Göttinnen“ (Gylfaginning, Kap. 23). Sie gilt als die Göttin der Fruchtbarkeit und des Frühlings, des Glücks und der Liebe, sowie als Lehrerin des Zaubers (seithr). Frya besitzt ein von Zwergen geschmiedetes Halsband, Brisingamen, einen von Waldkatzen gezogenen Wagen und ein Falkengewand, mit dem man wie ein Falke durch die Lüfte gleiten kann. Nach dem Gedicht Hyndluljóð reitet sie auch auf dem Eber Hilisvini. Auch in der Gylfaginning tritt Frya auf. Danach weint sie goldene Tränen, als Oðr fortfährt. Nach der Grímnismál heißt ihr Hof Fólkvangr. Ihr Saal heißt Sessrúmnir. Nach der Ynglinga-Saga, die später Snorris niederschreiben wird, lehrte sie die Asen den Zauber. Aber ihre Hauptaufgabe liegt darin, dass sie als Anführerin der Walküren auf den Schlachtfeldern daheim ist und die Hälfte der gefallenen Recken beanspruchen darf, während Odin (der oberste Gott, Gott des Krieges) die andere Hälfte zusteht. Frya spielt in den eddischen Texten Hyndluljóth, Lokasenna und Thrymskvitha eine bedeutende Rolle. In Grímnismál erscheint sie als Todesgöttin und in der Völuspá schimmert sie durch den Gesang Ods Braut (Óths mey). Auch die Zauberinnen Gullveig und Heid, die in den Strophen davor den Krieg zwischen Asen und Vanen entfachen, werden für Hypostasen der Göttin Frya gehalten. Die Friesen leben zu diesem Zeitpunkt in Schonen im heutigen südlichen Schweden. | ||||
Volk der Germanen
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Volk der Germanen / Stamm der Friesen Nach 49 Jahren übergibt die friesische Volksmutter Fasta der Überlieferung zufolge ihr Amt an Medea. | ||||
hier geht es zur erdgeschichtlichen Entwicklung Deutschlands 2200 BC - Frya wird Gründerin der vereinigten friesischen Stämme. | ||||
Germanen besiedeln das heutige Norddeutschland Kelten besiedeln das heutige Süddeutschland | ||||
in Halbjahrhunderten und Quinquennien |
Germania Magna | |||
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Germania Magna Aufgrund der Abkühlung des Klimas beginnen kleine Teile einiger in Südskandinavien lebenden germanischen Stämme, vor allem der Kimbern, mit der Abwanderung nach Süden. Die meisten Einwohner des Nordens können sich nicht zur Abwanderung entschließen. | |||
ca. 450 BC - Der Überlieferung nach verlassen die Vorfahren der Franken unter Antenor II. das Schwarze Meer in Richtung Westen. | ||||
358 BC - Der Stamm der Kimmerer wechselt seine Bezeichnung in Sicambrer zu Ehren der Mutter des fränkischen Herrschers Priamus. | ||||
304 BC - Adel I. Friso wird der erste männliche Häuptling Frieslands. | ||||
250 BC - Die Bastarner siedeln im Gebiet des heutigen Moldawien. | ||||
ca. 120 BC - Teurobachus der Gigant wird der Anführer der Kimbern. | ||||
100 BC - Die germanischen Völker beginnen eine Wanderung von Jütland in Richtung Süden. | ||||
Mitte 1. Jahrhundert BC - Die Chatten (Hessische Franken) beginnen ihr Siedlungsgebiet von der Weser an den Main zu verlagern. Die Sueben siedeln in Nordmitteldeutschland, die Semnonen, ein Unterstamm der Sueben, siedelt im Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt. 50 BC - Die frühen Goten siedeln im unteren Weichselbecken. | ||||
1 - Die Heruler, ein germanischer Stamm aus Südskandinavien, siedeln in Jütland unter ihrem Häuptling Vislaus. 3 - Der Markomannenkönig Marbod vereinigt Hermunduren, Quaden, Langobarden und Semnonen in seinem Reich in Böhmen zu einer Allianz gegen Rom. | ||||
5 - General Tiberius Caesar Augustus schlägt zusammen mit der römischen Marine die Langobarden am Unterlauf der Elbe. 6 - Das Imperium Romanum beginnt einen Feldzug gegen die Markomannen, die sich mit den Hermunduren, Langobarden, Semnonen und Vandalen verbündet haben. | ||||
10 - Immer mehr germanische Stämme schließen sich dem König der Markomannen, Marbod, an. 10 - Die Burgunder und die Gepiden siedeln im Gebiet des heutigen Zentralpolen. | ||||
16 - Römische Truppen überschreiten die Weser und begegnen den Cheruskern, die ihnen unterliegen. 17 - Der römische Feldherr Germanicus zieht im Triumph nach Rom mit dem Cheruskerfürsten Segestes, dessen Tochter Thusnelda und ihrem Sohn Thumelicus als Gefangene. | ||||
28 - Aufstand der Friesen gegen die Römer wegen der Höhe der Tributleistungen. 29 - Die Römer schlagen den Aufstand der Friesen nieder. | ||||
30 - Die Hermunduren sind vermutlich der einzige germanische Stamm, der mit dem Imperium Romanum umfangreichen Handel betreibt. Ihr Häuptling heißt Vibil, römisch Vibilius. | ||||
40 - Die Quaden, ein mit den Markomannen verwandter Stamm, siedelt sich im heutigen Mähren und in der Westslowakei an. | ||||
47 - Die Friesen werden unter Asconius zu einem Klientelstaat des Imperium Romanum. | ||||
50 - Plinius der Ältere bereist die Nordseeküste und schreibt darüber einen Bericht. | ||||
58 - Die Hermunduren und die Chatten führen einen Krieg um Salzquellen. | ||||
83 - Die Chatten (Hessische Franken) beginnen Bündnisse mit anderen germanischen Stämmen gegen das Imperium Romanum einzugehen. 84 - Die Römer bauen zwischen mittlerem Rhein und oberer Donau den Obergermanisch-Rätischen Limes. | ||||
98 - Der römische Geschichtsschreiber Tacitus schreibt die "Germania". | ||||
200 - Zusammenschluss der Usipiter, Tenkterer, Sugambrer und Brukterer zum Stammesverband der Franken 200 - Die Semnonen, ein Unterstamm der Sueben, gehen auf im Stamm der Alamannen. | ||||
225 - Die vor 25 Jahren nach Schlesien und nach Galizien migrierten Goten ziehen weiter nach Moldawien und in die Westukraine. 225 - Die südskandinavischen Heruler, die über Jütland an die Elbe kamen, ziehen weiter in Richtung Schlesien, der Slowakei und in die Karpathen. | ||||
249 - Eine Vorhut der Goten trifft im Gebiet des heutigen Bulgarien und in Thrakien ein. | ||||
250 - Die im Gebiet des heutigen Zentralpolen lebenden Gepiden ziehen ihrem Häuptling Fastida nach Siebenbürgen. 250 - Die Burgunder siedeln aus dem Gebiet des heutigen Zentralpolen in das heutige Mitteldeutschland. | ||||
260 - Die Heruler erreichen die Donau im Gebiet der heutigen bulgarisch-rumänischen Grenze. | ||||
268 - Ein Teil der Goten zieht unter dem Häuptling Cannabas in das Gebiet des heutigen Thrakien und Bulgarien. | ||||
270 - Die Goten teilen sich in zwei Horden auf, die östliche und die westliche Horde. Die Ostgoten ziehen unter Häuptling Respa in das Gebiet der heutigen Ukraine, die Westgoten ziehen unter ihrem Häuptling Cannabas in das Gebiet des heutigen Moldawien und der Walachei. | ||||
275 - Die Burgunder, die vor 25 Jahren noch im Gebiet des heutigen Polen lebten, siedeln ins Rheinland, ihr Hauptort ist in der Nähe des heutigen Worms. 275 - Die ursprünglich südskandinavischen Heruler kommen unter die Herrschaft der Ostgoten. | ||||
280 - Die Bastarner, die seit 250 BC im Gebiet des heutigen Moldawien siedeln, ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Nordostbulgarien. 280 - Nachdem die Alamannen nach Süden wanderten, übernehmen die Thuringii das Gebiet zwischen Mitteldeutschland und der Harzer Gebirgsregion. | ||||
297 - Die Batavier, seit 4 BC unter der Herrschaft Roms, kommen unter die Herrschaft der Franken. | ||||
300 - Nachdem die Rugier vor 100 Jahren nach Schlesien und in die Karpaten zogen, siedeln sie nunmehr wieder gemeinsam in Galizien im heutigen Südpolen. | ||||
317 - Die salischen Franken unter ihrem Häuptling Genobald siedeln sich im Rheinland in heute deutschem und niederländischen Gebiet an. | ||||
4. Jahrhundert - die Bastarner, die seit 280 im Gebiet des heutigen Nordostbulgarien siedelten, werden von den Goten und den Hunnen assimiliert. 350 BC - Die Wandalen werden zu arianischen Christen. | ||||
355 - Fränkische Kämpfer stürmen erstmals eine römische Stadtmauer und plündern Colonia Claudia Ara Agrippinensium (heute Köln). 355 - Erste Erwähung der Lentienser, eines alamannischen Teilstamms. | ||||
375 - Die Hunnen überschreiten den Fluss Don und rücken nach Europa vor. Im Osten Europas beginnt die Völkerwanderung; Völker und Stämme fliehen vor den Hunnen oder suchen ohnehin schon neue Siedlungsgebiete. Die Markomannen werden von den Hunnen überfallen und in alle Richtungen verjagt. Das Königreich der Markomannen hört auf zu existieren. 375 - Vor den Hunnen ausweichende Goten drängen viele Vandalen nach Westen. | ||||
380 - Die Hunnen überfallen Siebenbürgen und beginnen mit der Integration der Gepiden in ihr Reich. 380 - Agelmund, der erste namentlich bekannte Häuptling der Langobarden, wird erwähnt. Der germanische Stamm lebt vorwiegend im Gebiet des heutigen Ostdeutschlands und Mährens. | ||||
390 - Die zwischen 10 und 200 entlang der Elbe in Norddeutschland gesiedelten Langobarden, die dann in das Gebiet des heutigen Nordostdeutschland und Nordwestpolens weiterwanderten, ziehen nunmehr in das Gebiet des heutigen Ostdeutschlands und Mährens. 390 - Die Hunnen besiegen die Rugier. | ||||
395 - Die seit 382 im Gebiet des heutigen Bulgarien siedelnden Westgoten ziehen auf die Halbinsel Hellas. 398 - Die auf Hellas seit drei Jahren niedergelassenen Westgoten ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Albanien. | ||||
400 - Die Langobarden kommen unter die Herrschaft der Hunnen. 400 - Die nach den Verschiebungen durch die Hunnen noch übrig gebliebenen Markomannen und Quaden nehmen Zuflucht bei den Rugiern, Sueviern, Vandalen und Alamannen. | ||||
406 - Die seit fünf Jahren in Südslawien siedelnden Westgoten ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Slowenien. 406 - Die Vandalen setzen mit nicht germanischen Alanen und mit germanischen Sueben über den Rhein und plündern Gallien. | ||||
410 - Nach einem vierjährigen Aufenthalt auf der Apenninenhalbinsel ziehen die Westgoten weiter in das Gebiet des heutigen Südfrankreich. 411 - Die Vandalen lassen sich in der Baetica und in der Gallaecia auf der Iberischen Halbinsel nieder. | ||||
415 - Die Westgoten gründen unter Theoderic II. ein Reich in Aquitanien und Toulouse. 418 - Nach drei Jahren schwerer Niederlagen gegen die für die Römer intervenierenden Westgoten werden die silingischen Vandalen fast vollständig vernichtet. | ||||
420 - Saliern und Sicambrer bilden eine Stammesgemeinschaft. | ||||
425 - Unter ihrem Häuptling Lethu ziehen die Langobarden aus dem Gebiet des heutigen Ostdeutschlands und Mährens in das Gebiet der heutigen Slowakei. 429 - Die hasdingischen Vandalen dringen zusammen mit den restlichen Silingen und Alanen unter König Geiserich vom Süden der Iberischen Halbinsel aus nach Nordafrika vor und erobern die dortigen römischen Provinzen. | ||||
430 - Hippo Regius ist die vandalische Hauptstadt in Nordafrika. | ||||
439 - Der Vandale Geiserich erobert das heutige Tunesien und macht Karthago zur Hauptstadt des Vandalenreiches. | ||||
450 - Die Thuringii werden von den Hunnen besiegt. 453 - Die Hunnen ziehen aus Europa wieder ab, die Langobarden, Gepiden und die Ostgoten sind wieder eigenständige Stämme. Die Langobarden bleiben in der Slowakei, die Gepiden bleiben in Siebenbürgen, und die Ostgoten ziehen in das Gebiet des heutigen Ungarn. Auch die Rugier werden wieder zu einer eigenständigen Einheit, die sich unter ihrem Häuptling Factitheus bald in Böhmen niederlässt. Die Thuringii werden wieder frei. | ||||
455 Die Vandalen in Nordafrika konfiszieren katholische liturgische Gegenstände und schließen Kirchen. 458 - Die Salier unter Childeric I. erklären Tournai (heute Belgien) zu ihrem Hauptort. | ||||
460 - Von Aquitanien und Toulouse aus breiten sich die Westgoten unter Theoderic II. auch nach Spanien aus. | ||||
470 - Die ehemals südskandinavischen Heruler erreichen das heutige Italien und Österreich. Sie sind seit 470 Jahren über die Gebiete des heutigen Dänemarks, Mitteldeutschlands, Schlesiens, der Slowakei, der Karpathen, Rumäniens und Bulgariens auf die Apenninenhalbinsel gekommen. 470 - Die Salischen Franken siedeln in der Normandie. | ||||
475 - Die Ostgoten ziehen weiter in das Gebiet des heutigen Bulgarien. 477 - Das Herzogtum der Alemannen wird zum Fränkischen Königreich Alamannien. | ||||
481 - Die Salier unter Clovis I. erklären Paris zu ihrer Hauptstadt. 483 - Unter dem Vandalen Hunerich beginnen umfangreiche Katholikenverfolgungen. | ||||
488 - Die über Ungarn und Serbien im Jahre 475 nach Bulgarien gezogenen Ostgoten ziehen in das Gebiet des heutigen Serbien und Kroatien. 489 - Die Ostgoten ziehen weiter von Kroatien auf die Apenninenhalbinsel. | ||||
493 - Ein Überrest der Heruler, die inzwischen auf der Apenninenhalbinsel siedeln, verbleibt in Südmähren. Es gibt auch eine Überlieferung, nach der die Heruler wieder in ihre alte Heimat nach Jütland zurückkehren und von dort nach Norwegen ziehen und schließlich die ersten Siedler auf Island werden wollen. | ||||
500 - Die Bajuwaren siedeln im Gebiet des heutigen Böhmens. Hier verbinden sie sich mit den seit weniger als 50 Jahren dort sesshaften Rugiern, mit denen zusammen sie später den Stamm der Bayern bilden werden. | ||||
508 - Theodo I. wird erster Herrscher der Bajuwaren, die derzeit im Gebiet des heutigen Böhmen leben. | ||||
Fränkisches Reich 511 - Theoderich der Große wird König der Ostgoten und der Westgoten. | ||||
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