Chronik 1945.01-II: Unterschied zwischen den Versionen

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== <center> '''Das Generalgouvernement wird nach der Besetzung des Verwaltungssitzes in Kraków aufgelöst''' </center> ==
 
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== <center> '''Schwer verwundete Kriegsgefangene sollen In der Schweiz ausgetauscht werden''' </center> ==
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== <center> '''Schwer verwundete Kriegsgefangene sollen in der Schweiz ausgetauscht werden''' </center> ==
  
 
<center> [[Datei:Map Deutschland 1945-01-15.jpg|800px]] </center> <br> <center> '''Deutschland am 15. Januar 1945; nur in den weißen Gebieten stehen noch keine feindlichen Truppen. <br>Die dunkelrot gefärbten Gebiete gingen Deutschland in den letzten zwei Wochen verloren.''' </center>
 
<center> [[Datei:Map Deutschland 1945-01-15.jpg|800px]] </center> <br> <center> '''Deutschland am 15. Januar 1945; nur in den weißen Gebieten stehen noch keine feindlichen Truppen. <br>Die dunkelrot gefärbten Gebiete gingen Deutschland in den letzten zwei Wochen verloren.''' </center>
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| style="color:blue;background-color:#f6f890;" | '''''Hier geht es zu den Ereignissen der Monate des Jahres [[Chronik 1944|1944]]''''' || style="color:blue;background-color:#f6f890;" | '''[[Chronik 1944.01|Januar]] / [[Chronik 1944.02|Februar]] / [[Chronik 1944.03|März]] / [[Chronik 1944.04|April]] / [[Chronik 1944.05|Mai]] / [[Chronik 1944.06|Juni]] / [[Chronik 1944.07|Juli]] / [[Chronik 1944.08|August]] / [[Chronik 1944.09|September]] / [[Chronik 1944.10|Oktober]] / [[Chronik 1944.11|November]] / [[Chronik 1944.12|Dezember]]''' <br>
 
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:'''  <br>
* Der Anfang der 22. Infanteriedivision bei Vi&scaron;egrad. Zwischen Save und Drau verstärken sich die Banden. Die Räumung der Straße Brod-Sarajewo wird eingeleitet. Bei Virovitica begann der Angriff von Westen und Süden.
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* Der Anfang der 22. Infanteriedivision bei Vi&scaron;egrad. Zwischen Save und Drau verstärken sich die Banden. Die Räumung der Straße Brod-Serajewo (heute Sarajewo) wird eingeleitet. Bei Virovitica begann der Angriff von Westen und Süden.
 
* In der Ägäis sind wieder feindliche Kreuzer aufgetaucht.
 
* In der Ägäis sind wieder feindliche Kreuzer aufgetaucht.
 
* Ein Feindbericht bespricht die Lage der Deutschen auf Kreta; diese Fakten sind vielleicht als Anzeichen für einen bevorstehenden Angriff zu werten.  
 
* Ein Feindbericht bespricht die Lage der Deutschen auf Kreta; diese Fakten sind vielleicht als Anzeichen für einen bevorstehenden Angriff zu werten.  
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:'''  <br>
* Nach Artilleriefeuer von 3 bis 4 Uhr und 7 bis 8 Uhr begann am Vortag um 8 Uhr der seit langem erwartete Großangriff des Feindes aus dem Brückenkopf von Baranow, und zwar in zwei Gruppen, die durch Panzer unterstützt wurden (78 abgeschossen). Bisher wurden im Einsatz erkannt: 14 Schützen-Divisionen, 2 Panzerkorps, Teile der 4. Panzerarmee. Es fehlen noch deren Reste sowie die drei  Garde-Panzerarmeen. Es gelangen dem Feind bis zu 15 km Tiefe Einbrüche, mit mehreren Panzern konnte er die „Irene"=Stellung überschreiten. Bereitgestellt zum Gegenangriff sind: <br>
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* Nach Artilleriefeuer von 3 bis 4 Uhr und 7 bis 8 Uhr begann am Vortag um 8 Uhr der seit langem erwartete Großangriff des Feindes aus dem Brückenkopf von Baranow, und zwar in zwei Gruppen, die durch Panzer unterstützt wurden (78 abgeschossen). Bisher wurden im Einsatz erkannt: 14 Schützen-Divisionen, 2 Panzerkorps, Teile der 4. Panzerarmee. Es fehlen noch deren Reste sowie die drei  Garde-Panzerarmeen. Es gelangen dem Feind bis zu 15 km Tiefe Einbrüche, mit mehreren Panzern konnte er die „Irene"=Stellung überschreiten. Bereitgestellt zum Gegenangriff sind:
1. das XXIV. Panzerkorps mit der 16 . und 17 . Panzerdivisionen und der 20. Panzergrenadierdivision sowie der Werferbrigade 3, die sich im Raum von Chmjelnik versammelte. Ferner werden eingesetzt die Kampfgruppe Hohn  <br>
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** das XXIV. Panzerkorps mit der 16 . und 17 . Panzerdivisionen und der 20. Panzergrenadierdivision sowie der Werferbrigade 3, die sich im Raum von Chmjelnik versammelte. Ferner werden eingesetzt die Kampfgruppe Hohn  <br>
2. Die Sturmregimenter des Panzer-Armeeoberkommandos 4, ein Regiment der 168. Infanteriedivision. Im nördlichen Angriffsraum von Pu&lstrok;awy gleichfalls Angriffsvorbereitungen. Ferner heute kleinere Angriffe im Südosten der ostpreußischen Front sowie regimentsstarke Angriffe gegen Memel.   
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** Die Sturmregimenter des Panzer-Armeeoberkommandos 4, ein Regiment der 168. Infanteriedivision. Im nördlichen Angriffsraum von Pu&lstrok;awy gleichfalls Angriffsvorbereitungen. Ferner heute kleinere Angriffe im Südosten der ostpreußischen Front sowie regimentsstarke Angriffe gegen Memel.   
 
* Bei der Heeresgruppe Nord sind 2 Schützenkorps aus der Front verschwunden - vermutlich, um einen neuen Schwerpunkt zu bilden. Im Raum von Lemberg sind Truppen aufgetreten, die vor einem viertel Jahr aus Finnland verschwanden.
 
* Bei der Heeresgruppe Nord sind 2 Schützenkorps aus der Front verschwunden - vermutlich, um einen neuen Schwerpunkt zu bilden. Im Raum von Lemberg sind Truppen aufgetreten, die vor einem viertel Jahr aus Finnland verschwanden.
 
* Die Luftwaffe konnte in Ungarn und bei der Heeresgr. A nur wenig eingreifen; jedoch lebhafte Tätigkeit in Ostpreußen, insgesamt 2 700 feindliche Einsätze und 357 eigene; 13 Abschüsse und 8 Verluste.
 
* Die Luftwaffe konnte in Ungarn und bei der Heeresgr. A nur wenig eingreifen; jedoch lebhafte Tätigkeit in Ostpreußen, insgesamt 2 700 feindliche Einsätze und 357 eigene; 13 Abschüsse und 8 Verluste.
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* In Horusea in der englischen Grafschaft Yorkshire schlägt ein deutsches Raketengeschoß vom Typ V 1 ein, das zum von einem Kampfflugzeug aus gestartet wurde.
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* In Horusea in der englischen Grafschaft Yorkshire schlägt ein deutsches Raketengeschoß vom Typ V 1 ein, das zum letzten Mal von einem Kampfflugzeug aus gestartet wurde.
 
* Kampfverbände der Royal Air Force werfen über den Leuna-Chemiewerken nahe Merseburg in Mitteldeutschland insgesamt 2100 Tonnen Bomben ab.
 
* Kampfverbände der Royal Air Force werfen über den Leuna-Chemiewerken nahe Merseburg in Mitteldeutschland insgesamt 2100 Tonnen Bomben ab.
 
* Der Wehrmachtsbericht besagt, dass sich die Winterschlacht in den Ardennen zu neuer Heftigkeit gesteigert hat.  
 
* Der Wehrmachtsbericht besagt, dass sich die Winterschlacht in den Ardennen zu neuer Heftigkeit gesteigert hat.  
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* Wegen der Winteroffensive der Roten Armee verlässt Hitler sein Hauptquartier Adlerhorst in Hessen und fährt mit seinem Sonderzug nach Berlin. Eigentliches Ziel war Berchtesgaden, doch kurzfristig hat der Diktator entschieden, den Krieg von der Reichshauptstadt weiter zu verfolgen. Der "Stellvertreter des Führers" Martin Bormann notiert: "Wegen des Großangriffs im Osten nachmittags 16.30 Uhr Abfahrt des Führerzuges nach Berlin - Ankunft 16. Januar 8.30 Uhr."  
 
* Wegen der Winteroffensive der Roten Armee verlässt Hitler sein Hauptquartier Adlerhorst in Hessen und fährt mit seinem Sonderzug nach Berlin. Eigentliches Ziel war Berchtesgaden, doch kurzfristig hat der Diktator entschieden, den Krieg von der Reichshauptstadt weiter zu verfolgen. Der "Stellvertreter des Führers" Martin Bormann notiert: "Wegen des Großangriffs im Osten nachmittags 16.30 Uhr Abfahrt des Führerzuges nach Berlin - Ankunft 16. Januar 8.30 Uhr."  
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* Nachdem die sowjetische Offensive erfolgreich vorangekommen ist, befiehlt Generalstabschef Heinz Guderian, in allen 20 Wehrkreisen des Reiches, die bislang noch nicht unmittelbar von Kampfhandlungen am Boden betroffen waren, jeweils ein Bataillon auszuheben. Innerhalb einer Woche sollten diese in das Wartheland verlegt werden, um dort die sowjetische Offensive mit aufzuhalten.
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* Im Wehrmachtsbericht ist zu lesen, dass im Einbruchsraum zwischen der Weichsel und den Südhängen der Lysa-Gora die schweren Kämpfe mit nach Westen vordringenden Infanterie- und Panzerverbänden der "Bolschewisten" andauern. Teile der 4. Ukrainischen Front durchbrechen bei Kielce die deutschen Verteidigungslinien und stoßen auf die polnische Stadt Krakau vor.
 
* Reichspropagandaminister Joseph Goebbels schreibt in sein Tagebuch: "Abends zeigt sich, dass die Entwicklung im Osten durchaus nicht so läuft, wie das für uns wünschenswert wäre. Die Lage im Baranow-Brückenkopf ist außerordentlich gespannt. Unsere Gegenangriffe, die im großen Stil ausgeführt wurden, sind nicht durchgeschlagen. Ein ernster, sorgenvoller Abend."
 
* Reichspropagandaminister Joseph Goebbels schreibt in sein Tagebuch: "Abends zeigt sich, dass die Entwicklung im Osten durchaus nicht so läuft, wie das für uns wünschenswert wäre. Die Lage im Baranow-Brückenkopf ist außerordentlich gespannt. Unsere Gegenangriffe, die im großen Stil ausgeführt wurden, sind nicht durchgeschlagen. Ein ernster, sorgenvoller Abend."
 
* Anordnung des Reichsjustizministeriums: In der Öffentlichkeit dürfen keine Missverständnisse entstehen. Staatsanwaltschaft und Gericht dürfen nicht vor den Augen des Publikums gemeinsam in das Beratungszimmer gehen. Nach Berichten finden immer noch Beratungen zwischen Staatsanwalt und Gericht in einer Form statt, die dem Ansehen der Rechtspflege abträglich sind. In einem Falle hat der Angeklagte vom Flur durch eine offen stehende Tür die Beratung des Gerichts in Anwesenheit seines Staatsanwaltes mitverfolgen können.  
 
* Anordnung des Reichsjustizministeriums: In der Öffentlichkeit dürfen keine Missverständnisse entstehen. Staatsanwaltschaft und Gericht dürfen nicht vor den Augen des Publikums gemeinsam in das Beratungszimmer gehen. Nach Berichten finden immer noch Beratungen zwischen Staatsanwalt und Gericht in einer Form statt, die dem Ansehen der Rechtspflege abträglich sind. In einem Falle hat der Angeklagte vom Flur durch eine offen stehende Tür die Beratung des Gerichts in Anwesenheit seines Staatsanwaltes mitverfolgen können.  
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:'''  <br>
* Nachdem die sowjetische Offensive erfolgreich vorangekommen ist, befiehlt Generalstabschef Heinz Guderian, in allen 20 Wehrkreisen des Reiches, die bislang noch nicht unmittelbar von Kampfhandlungen am Boden betroffen waren, jeweils ein Bataillon auszuheben. Innerhalb einer Woche sollten diese in das Wartheland verlegt werden, um dort die sowjetische Offensive mit aufzuhalten.  
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* Südlich des Angriffsraums gehen die Vorbereitungen weiter. Im bisherigen Raum greift der Feind mit zwei Panzerkorps in Richtung Krakau an. Mit einer ungefähr gleich starken Gruppe setzte er zum Stoß weiter nördlich an. Bis zur Weichsel hin wurde der Gegner abgewiesen; jedoch drang er anschließend mit Panzerspitzen über die A1-Stellung in Richtung Krakau vor, ebenso auch nach Osten. Die 17. Panzerdivision kämpfte sich zur 16. Panzerdivision nach Norden durch. Die Regiments-Gruppe Hohn setzte sich nach Nordwesten ab. In diesem Raum hat der Gegner wesentliche Erfolge erzielt. Im nördlich anschließenden Raum begann am 14.1. der Angriff bei Pu&lstrok;awy und Magnuszew. Dabei trat eine neue Armee auf. Im wesentlichen wurde der Angriff aufgefangen. Gegen einen Durchstoß wurde die 10. Panzergrenadierdivision angesetzt. Angriffe in dem „Nassen Dreieck" wurden abgewiesen.
* Im Wehrmachtsbericht ist zu lesen, dass im Einbruchsraum zwischen der Weichsel und den Südhängen der Lysa-Gora die schweren Kämpfe mit nach Westen vordringenden Infanterie- und Panzerverbänden der "Bolschewisten" andauern. Teile der 4. Ukrainischen Front durchbrechen bei Kielce die deutschen Verteidigungslinien und stoßen auf die polnische Stadt Krakau vor. <td></tr></table>
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* In Ostpreußen griff der Feind zwischen Ostenburg und Scharfenwiese an. Auf dem rechten Flügel wurde er aufgefangen; doch gelangen ihm an zwei Stellen Durchbrüche. Zum Gegenangriff wird das XXIII. Armeekorps mit der 7. Panzerdivision usw. angesetzt. Der Gegner führt hier 21 Schützendivisionen (zum Teil solche aus der Karelischen Front) zum Angriff vor.
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* Vorbereitungen im Raum Goldap - Rominten. Im bisherigen Raum wurde der Gegner im wesentlichen abgewiesen. Memel wurde aus der Luft angegriffen. Bei der Heeresgruppen Mitte wurden bisher 133 Panzer abgeschossen.  
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* Bei der Heeresgruppe Nord keine Kampfhandlungen.
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Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage: <br>
 
Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage: <br>
''Die Truppen der 1. Ukrainischen Front setzen die Offensive fort und haben das polnische Verwaltungs- und Industriezentrum Kielce und 400 weitere Ortschaften eingenommen. Die Truppen der 1. Ukrainischen Front setzten den schnellen Vormarsch fort. Die in den Wäldern südlich von Kielce aktiven sowjetischen Einheiten trafen auf erbitterten Widerstand der Deutschen. Der Gegner hatte seine Truppen mit einer weiteren Panzerdivision verstärkt und unternahm zahlreiche Gegenangriffe. Die Hitleristen versuchten mit allen Mitteln, die Stadt Kielce zu halten. Unsere Truppen drängten den Feind bis hinter den Fluss Czarna Nida zurück. Dann setzten die sowjetischen Abteilungen über den Fluss über und begannen Kämpfe im Vorraum von Kielce. Die sowjetischen Panzerbesatzungen und Infanteristen sowie die Artillerie brachen den Widerstand des Feindes mit einem entschiedenen und vernichtenden Schlag und nahmen Kielce heute ein. Hier konzentriert sich die Produktion von Waffen, Sprengstoff und Munition. In der Schlacht um Kielce erlitten die deutschen Truppen riesige Verluste. Allein im Vorfeld der Stadt wurden mehr als 1600 deutsche Soldaten und Offiziere vernichtet sowie 40 Panzer und Selbstfahrlafetten des Gegners in Brand geschossen. Der Gegner weicht unter den Schlägen der sowjetischen Truppen zurück und hat erhebliche Verluste an Mensch und Technik. Allein in den ersten beiden Tagen unserer Offensive wurden nach unvollständigen Angaben 116 deutsche Panzer, 379 Geschütze unterschiedlichen Kalibers, ca. 1000 Automobile mit verschiedenen Gütern und zahlreiche Lager mit Munition und Militärgut erbeutet. Der an der 1. Ukrainischen Front gefangen genommene Obergefreite des 188. Regiments der 68. Deutschen Infanteriedivision Willi Heinz erzählte: „Die Soldaten haben voller Angst auf die russische Offensive gewartet. Die Offiziere sagten immer wieder, dass unsere Stellungen sehr stark befestigt sind und wir sie um jeden Preis halten müssen. Am 18. Dezember musste jeder Soldat ein Papier lesen und unterschreiben, in dem Folgendes stand: Ich wurde darüber in Kenntnis gesetzt, dass im Falle meines Wechsels zu den Russen meine ganze Familie – Vater, Mutter, Frau, Kinder und Enkel – erschossen wird. Die Soldaten waren empört, aber alle unterschrieben schweigend dieses Papier. Aber das Getöse der russischen Geschütze war furchtbarer als alle Drohungen der deutschen Führung. Das war die wahre Hölle. So etwas Furchtbares haben wir noch nie erlebt. Durch das Artilleriefeuer hatten wir riesige Verluste. In den Gräben lagen verwundete und getötete Soldaten durcheinander. Die Verwundeten flehten um Hilfe, aber die gab ihnen keiner. Einige Soldaten sind wahnsinnig geworden. Die Russen haben uns einen fürchterlichen Schlag versetzt. An Widerstand war nicht mal zu denken. Zusammen mit anderen Soldaten habe ich mich ergeben.''  
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Die Truppen der 1. Ukrainischen Front setzen die Offensive fort und haben das polnische Verwaltungs- und Industriezentrum Kielce und 400 weitere Ortschaften eingenommen. Die Truppen der 1. Ukrainischen Front setzten den schnellen Vormarsch fort. Die in den Wäldern südlich von Kielce aktiven sowjetischen Einheiten trafen auf erbitterten Widerstand der Deutschen. Der Gegner hatte seine Truppen mit einer weiteren Panzerdivision verstärkt und unternahm zahlreiche Gegenangriffe. Die Hitleristen versuchten mit allen Mitteln, die Stadt Kielce zu halten. Unsere Truppen drängten den Feind bis hinter den Fluss Czarna Nida zurück. Dann setzten die sowjetischen Abteilungen über den Fluss über und begannen Kämpfe im Vorraum von Kielce. Die sowjetischen Panzerbesatzungen und Infanteristen sowie die Artillerie brachen den Widerstand des Feindes mit einem entschiedenen und vernichtenden Schlag und nahmen Kielce heute ein. Hier konzentriert sich die Produktion von Waffen, Sprengstoff und Munition. In der Schlacht um Kielce erlitten die deutschen Truppen riesige Verluste. Allein im Vorfeld der Stadt wurden mehr als 1600 deutsche Soldaten und Offiziere vernichtet sowie 40 Panzer und Selbstfahrlafetten des Gegners in Brand geschossen. Der Gegner weicht unter den Schlägen der sowjetischen Truppen zurück und hat erhebliche Verluste an Mensch und Technik. Allein in den ersten beiden Tagen unserer Offensive wurden nach unvollständigen Angaben 116 deutsche Panzer, 379 Geschütze unterschiedlichen Kalibers, ca. 1000 Automobile mit verschiedenen Gütern und zahlreiche Lager mit Munition und Militärgut erbeutet. Der an der 1. Ukrainischen Front gefangen genommene Obergefreite des 188. Regiments der 68. Deutschen Infanteriedivision Willi Heinz erzählte: „Die Soldaten haben voller Angst auf die russische Offensive gewartet. Die Offiziere sagten immer wieder, dass unsere Stellungen sehr stark befestigt sind und wir sie um jeden Preis halten müssen. Am 18. Dezember musste jeder Soldat ein Papier lesen und unterschreiben, in dem Folgendes stand: Ich wurde darüber in Kenntnis gesetzt, dass im Falle meines Wechsels zu den Russen meine ganze Familie – Vater, Mutter, Frau, Kinder und Enkel – erschossen wird. Die Soldaten waren empört, aber alle unterschrieben schweigend dieses Papier. Aber das Getöse der russischen Geschütze war furchtbarer als alle Drohungen der deutschen Führung. Das war die wahre Hölle. So etwas Furchtbares haben wir noch nie erlebt. Durch das Artilleriefeuer hatten wir riesige Verluste. In den Gräben lagen verwundete und getötete Soldaten durcheinander. Die Verwundeten flehten um Hilfe, aber die gab ihnen keiner. Einige Soldaten sind wahnsinnig geworden. Die Russen haben uns einen fürchterlichen Schlag versetzt. An Widerstand war nicht mal zu denken. Zusammen mit anderen Soldaten habe ich mich ergeben.''  
 
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage im Nordraum.''' <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage im Nordraum.''' <br>
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* Neue Verminung des Oslo-Fjords.
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* Trotz der Angriffe von See aus und aus der Luft ist der Abtransport aus dem Norden über Erwarten gut gegangen. Entschieden ist bereits, dass das XVIII. Gebirgsjägerkorps in die Vogesen kommt. Die Entscheidung über den Einsatz des XXXVI. Armeekorps ist noch offen. Die weiter abzutransportierenden 161. und 169. Infanteriedivision waren ursprünglich für den Osten vorgesehen, kommen jetzt jedoch als Ersatz für die 712. und 269. Infanteriedivision in den Westen. Es fragt sich, ob die Entwicklung der Lage im Osten diese Entscheidung noch abändern wird.
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* Abzug aus Dänemark kommt nicht in Frage, da es sich nur um Ausbildungseinheiten handelt. Weitgreifende Operationen des Gegners werden im Augenblick nicht für wahrscheinlich angesehen.
 
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:'''  <br>
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* Bis zur Donau  gleiche Lage; nördlich davon kam ein eigener Angriff voran. Die 20. Panzerdivision stellte die Verbindung zur 8. Panzerdivision her. Der Gegner will anscheinend seinen Brückenkopf über den Gran halten. In Budapest gleiche Lage; trotz schlechten Wetters wurde die Versorgung durchgeführt. Sie verschluckt einen wesentlichen Anteil der der Luftwaffe am rechten Flügel der Ostfront zur Verfügung stehenden Betriebsstoffmenge. Bei der 8. Armee Fortgang der Kämpfe; auf dem linken Flügel ging Lucenec verloren. Der Feind drang in Richtung Kalinec vor. Entsprechende Kampfhandlungen auf dem rechten Flügel der 8. Armee.
  
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:'''  <br>
TBD <br>
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* Die 297. Infanteriedivision erreichte Serajewo (heute Sarajewo). Die Straße Serajewo (heute Sarajewo) - Brod ist freigekämpft, so daß der Abmarsch flüssig verläuft. Zu eigenen Unternehmungen an der Syrmischen Front werden die Regimenter 15 und 14 herangeführt. Das Überschreiten der Bulgaren über die Donau ist nunmehr bestätigt. Ihr Einsatz gegen das Panzer Armeeoberkommando 2 ist wahrscheinlicher als der an der Drau=Front. Bei Virovitica gehen die eigenen Angriffe gegen sich verstärkenden feindl. Widerstand weiter.
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* In Triest Sabotage an einem Schiff. Ein Geleit nach Leros kam durch.
 
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Der US-amerikanische General George Patton schreibt in sein Notizbuch: "Ich fuhr zu den Houffalize angreifenden Truppen. Ein deutscher Maschinengewehrschütze muss nach seinem Tod sofort gefroren sein, da er sich mit ausgestreckten Armen und einem Munitionsgurt in der Hand in halb hockender Stellung befand. Eine weitere Folge des schnellen Erfrierens Gefallener ist ihre weinrote Verfärbung, ein unangenehmer Anblick." <br>
 
Der US-amerikanische General George Patton schreibt in sein Notizbuch: "Ich fuhr zu den Houffalize angreifenden Truppen. Ein deutscher Maschinengewehrschütze muss nach seinem Tod sofort gefroren sein, da er sich mit ausgestreckten Armen und einem Munitionsgurt in der Hand in halb hockender Stellung befand. Eine weitere Folge des schnellen Erfrierens Gefallener ist ihre weinrote Verfärbung, ein unangenehmer Anblick." <br>
 
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:'''  <br>
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* Wieder 1000 viermotorige Bomber, davon 600 gegen Industrieanlagen in Mitteldeutschland; dabei Vernichtung eines Truppenbenzinlagers und Angriffe auf Fallersleben, Magdeburg und so weiter 40 Abschüsse, davon 37 in der Luft durch die Berliner Division (189 Einsätze), 78 Verluste. Eine amerikanische Division griff Köln an. Die Hohe Zeile ist eingleisig befahrbar. 200 Briten gegen den Raum westlich von Saarbrücken, ferner 1000 Jäger. 215 eigene Einsätze vor Bastogne und bei der Heeresgruppe G. Erfolgreicher Einsatz von Blitzbombern.
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* Nachts ein stärker ausgeklügelter Angriff als bisher mit viermotorigen Bombern und Moskitos sowie Tarnflugzeugen gegen Leuna, mit Teilen gegen Berlin und andere Orte. Dagegen 250 Nachtjäger, die 12 feindlichen Flugzeuge abschossen und sechs eigene Verluste hatten.
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* Die 7. US-Panzerdivision wird wahrscheinlich nach Malmedy verschoben, vermutlich um den dortigen Angriff zu verstärken und damit die tiefe Flanke des Aachener Raums auszuschalten. Im Orscholzer Riegel hat der Gegner sich anscheinend verstärkt.
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* Gegen die Gironde-Festungen sollen 15.000 Mann französiche Kolonial-Truppen eingesetzt werden. Es fragt sich, ob der Gegner jetzt Ernst mit seinem Angriff machen wird, der nur Erfolg verspricht, wenn er starke Luftwaffen-Einsätze durchführt und starke Heerestruppen einsetzt.
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* Bei der Heeresgruppe B weiter starke Angriffe gegen die Nordfront. Dabei Einbrüche südlich Malmedy, wo eine neue Hauptkampflinie aufgebaut wird. Bei Vilsalm wurden Angriffe abgewehrt. Es entstand eine Krise auf dem linken Flügel der 6. Panzerarmee (116. Panzerdivision und 560. Volksgrenadierdivision). Die 2. SS-Panzerdivision mußte hier wieder eingesetzt werden; eine durchgehende Hauptkampflinie besteht nicht überall. An der Südfront entspannt sich die Lage durch eigene Vorstöße. Die Führer-Begleit-Brigade ist wieder herausgezogen. Bei der 7. Armee nur örtliche Kampfhandlungen.
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* Heeresgruppe G: Gegen feindliche Angriffe konnte Rittershofen gehalten werden. Sonst keine wesentlichen Ereignisse.
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* Beiderseits der Maas ist eine weitgehende Auflockerung erfolgt. Deutlich tritt heraus, daß die Engländer sich vor allem für Holland interessieren, während die Amerikaner nach Osten ausgerichtet sind. Wenn auch der Angriffskeil abgestumpft wurde, um eine Gefährdung der Spitze zu verhindern, so besteht doch nach wie vor das Bestreben, die operative Initiative in der Hand zu behalten und durch kleinere und größere Unternehmungen die feindlichen Kräfte zu zersplittern und zu stören. An den Osten werden abgegeben: die bisher an der unteren Maas eingesetzte 712. Infanteriedivisionen, die bisher als Reserve des Armeeoberkommando 19 eingesetzte 269. Infanteriedivision, die beiden Volks-Artillerie-Korps 405 und 408, die Volks-Werferbrigade 18 und die radfahrbewegliche Heeres-Pionier-Brigade 633. Dafür erhält der Oberbefehlshaber West die beiden Divisionen, die noch aus dem Nordraum heruntergeführt werden.
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* Aus den Gauen Baden-Elsaß werden 22 Volkssturm-Bataillone, aus Westmark neun und Moselland sechs eingesetzt. Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht fordert vom Oberbefehlshaber West Meldung über Herauslösen der Volkssturm-Battailone aus dem Einsatz.
 
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'''Wehrmachtsbericht: Die Lage im Südraum:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht: Die Lage im Südraum:'''  <br>
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* In der Luft und auf der Erde geringe Kampftätigkeit. Die 157. Reservedivision wird jetzt nach der Auffrischung an den Tagliamento verschoben.
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* Die 356. Infanteriedivision wird in den Osten befohlen.
 
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! style="width:20%" | !! style="width:80%"| <center>  '''[[Chronik 1945.05|16.01.1945]]''' </center>
 
! style="width:20%" | !! style="width:80%"| <center>  '''[[Chronik 1945.05|16.01.1945]]''' </center>
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|  <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> ''siehe Fußnote'' </center>  ||  '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]]''' <br>
 
  
 
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* Als Termin für die kommende Dreierkonferenz, die in der feindlichen Presse einen breiten Raum einnimmt, wird jetzt Ende Januar bzw. Anfang Februar genannt, als Ort der Zusammenkunft bevorzugt der mittlere Osten vermutet.
 
* Als Termin für die kommende Dreierkonferenz, die in der feindlichen Presse einen breiten Raum einnimmt, wird jetzt Ende Januar bzw. Anfang Februar genannt, als Ort der Zusammenkunft bevorzugt der mittlere Osten vermutet.
 
* An allen Fronten wird schwer gekämpft, nur in Italien kommt es laut Wehrmachtbericht zu keinen Kampfhandlungen von Bedeutung.  
 
* An allen Fronten wird schwer gekämpft, nur in Italien kommt es laut Wehrmachtbericht zu keinen Kampfhandlungen von Bedeutung.  
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* Das Verbot des Führers, "hilfswillige Kriegsgefangene" (genannt "Hiwis") slawischer Herkunft in das Protektorat zu verlegen, wird aufrechterhalten. Soweit vorhanden, werden sie durch "Hiwis" nicht-slawischer Herkunft, Turkmenen und so weiter, ersetzt werden.
 
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|  <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]]  [[Datei:Polen 1939-1945.png|70px]] <br> <br> ''siehe Fußnote'' <br>  [[Datei:UdSSR 1923-1955.png|70px]] </center>  ||  '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Generalgouvernement 1945|Generalgouvernement]] / [[Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken 1945|Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken]]''' <br>
 
|  <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]]  [[Datei:Polen 1939-1945.png|70px]] <br> <br> ''siehe Fußnote'' <br>  [[Datei:UdSSR 1923-1955.png|70px]] </center>  ||  '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Generalgouvernement 1945|Generalgouvernement]] / [[Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken 1945|Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken]]''' <br>
Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Polen: <br>
 
 
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* ''Innerhalb von drei Tagen haben die Truppen der 1. Weißrussischen Front, die von zwei Brückenköpfen aus angriffen, sich vereinigt, sind bis zu 60 Kilometer vorgerückt und haben die Frontbreite auf 120 Kilometer erweitert. Um 20 Uhr haben sie mit Unterstützung der Luftstreitkräfte das große polnische Industriezentrum Radom, wo die Deutschen einen Schwerpunkt ihrer Verteidigung hatten, im Sturm genommen. Im Kampf um Radom wurden Teile von zwei Panzer- und zwei Infanteriedivisionen des Gegners vernichtet. In diesen drei Tagen hatte der Feind ungeheure Verluste. Es wurden Tausende deutscher Soldaten und Offiziere vernichtet. Nach unvollständigen Angaben haben unsere Truppen in nur zwei Tagen 75 Panzer und mehrere Hundert Geschütze unterschiedlichen Kalibers zerstört. Es wurden 465 Feldgeschütze, 540 Maschinengewehre und viele andere Trophäen erbeutet. An den Frontabschnitten Czenstochowa und Kraków bauen die Truppen der 1. Ukrainischen Front ihre Offensive weiter aus. Die sowjetischen Infanteristen, Panzerbesatzungen und Artilleristen verfolgen die zersprengten Einheiten des Gegners. Die Truppen setzten über den Fluss Pilica über und nahmen die Stadt Konecgol ein, die sich 40 Kilometer östlich von Czenstochowa befindet. In diesem Raum wurden mehr als 2.000 Hitleristen vernichtet. In den Wäldern südlich und südwestlich von Kielce haben unsere Truppen eine Gruppierung des Gegners eingekreist und liquidiert, die aus Abteilungen und Einheiten der 16. und 17. Deutschen Panzerdivision bestand. Am Frontabschnitt Kraków warf der Gegner frische Kräfte in den Kampf und unternimmt Gegenangriffe. Die sowjetischen Einheiten überwanden den Widerstand der Deutschen und rückten 15 Kilometer vor. Nach einem erbitterten Kampf besetzten unsere Truppen einen Stützpunkt der Deutschen, 20 Kilometer nordöstlich von Kraków gelegen.''  
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Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Polen: <br>
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* ''Innerhalb von drei Tagen haben die Truppen der 1. Weißrussischen Front, die von zwei Brückenköpfen aus angriffen, sich vereinigt, sind bis zu 60 Kilometer vorgerückt und haben die Frontbreite auf 120 Kilometer erweitert. Um 20 Uhr haben sie mit Unterstützung der Luftstreitkräfte das große polnische Industriezentrum Radom, wo die Deutschen einen Schwerpunkt ihrer Verteidigung hatten, im Sturm genommen. Im Kampf um Radom wurden Teile von zwei Panzer- und zwei Infanteriedivisionen des Gegners vernichtet.  
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* In diesen drei Tagen hatte der Feind ungeheure Verluste. Es wurden Tausende deutscher Soldaten und Offiziere vernichtet. Nach unvollständigen Angaben haben unsere Truppen in nur zwei Tagen 75 Panzer und mehrere Hundert Geschütze unterschiedlichen Kalibers zerstört. Es wurden 465 Feldgeschütze, 540 Maschinengewehre und viele andere Trophäen erbeutet.  
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* An den Frontabschnitten Czenstochowa und Kraków bauen die Truppen der 1. Ukrainischen Front ihre Offensive weiter aus. Die sowjetischen Infanteristen, Panzerbesatzungen und Artilleristen verfolgen die zersprengten Einheiten des Gegners. Die Truppen setzten über den Fluss Pilica über und nahmen die Stadt Konecgol ein, die sich 40 Kilometer östlich von Czenstochowa befindet. In diesem Raum wurden mehr als 2.000 Hitleristen vernichtet. In den Wäldern südlich und südwestlich von Kielce haben unsere Truppen eine Gruppierung des Gegners eingekreist und liquidiert, die aus Abteilungen und Einheiten der 16. und 17. Deutschen Panzerdivision bestand.  
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* Am Frontabschnitt Kraków warf der Gegner frische Kräfte in den Kampf und unternimmt Gegenangriffe. Die sowjetischen Einheiten überwanden den Widerstand der Deutschen und rückten 15 Kilometer vor. Nach einem erbitterten Kampf besetzten unsere Truppen einen Stützpunkt der Deutschen, 20 Kilometer nordöstlich von Kraków gelegen.''  
 
* ''Die Luftstreitkräfte der Baltischen Rotbanner-Flotte versenkten auf der Ostsee zwei deutsche Transportschiffe mit einer Wasserverdrängung von 14.000 Tonnen und ein Patrouillenboot des Gegners.'' <td></tr></table>
 
* ''Die Luftstreitkräfte der Baltischen Rotbanner-Flotte versenkten auf der Ostsee zwei deutsche Transportschiffe mit einer Wasserverdrängung von 14.000 Tonnen und ein Patrouillenboot des Gegners.'' <td></tr></table>
 
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:'''  <br>
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* Nun hat der Feind mit drei Schützen- und zwei Panzerdivisionen auch bei Jas&lstrok;o angegriffen und dabei einen 10-12 km tiefen Einbruch erzielt. An der Weichsel Kämpfe; nördlich davon kam der Gegner bis an und über die Piliza vor, das heißt. er steht jetzt nördlich Krakau. Die 17. Panzerdivision, die ihre Panzer eingebüßt hat, kämpft sich jetzt nach Kielce durch. Der Gegner drang mit 100 Panzern in die Stadt ein; ihr Nordrand wird noch gehalten. Die Gruppe Hohn wies alle Angriffe ab und schoss dabei 12 Panzer ab. Die noch an der Weichsel stehenden Kräfte werden jetzt auf die „Irene"-Stellung zurückgenommen. Im Raum von Pu&lstrok;awy kam der Gegner bis Radom vor; in der Stadt Kämpfe. Im Abschnitt von Magnuszew kam der Gegner nach Westen bis an die Piliza heran.
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* An der Heeresgruppennaht bei Nawidrow wurde der Gegner durch die Division „Großdeutschland" aufgehalten. Im anschließenden Abschnitt wurde die Hauptkamflinie gleichfalls im wesentlichen behauptet. An der Ostpreußen-Front, wo jetzt die zweite Stellung besetzt ist, wurden alle Angriffe abgewiesen. Bei der Heeresgruppe Nord keine Kampfhandlungen. Schwerpunkt des Luftwaffen-Einsatzes wiederum in Ostpreußen, und zwar rund 2000 Einsätze. Ferner Luftwaffen-Angriffe über der Danziger Bucht. Memel wurde mit Artillerie beschossen. Wegen der Verminung der Ostsee liegen im Augenblick 89 Schiffe fest.
 
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''In Budapest setzten unsere Truppen die Kämpfe zur Liquidierung der eingekesselten Gruppierung des Gegners fort. Die am linken Ufer der Donau aktiven Gardeeinheiten verdrängten die Deutschen aus mehreren Fabriken und besetzten die Artillerie-Kasernen. Andere Abteilungen säuberten die Kunsthochschule, das Kaufhaus Corvin und mehrere weitere Gebäude vom Feind.'' <td></tr></table>
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''In Budapest setzten unsere Truppen die Kämpfe zur Liquidierung der eingekesselten Gruppierung des Gegners fort. Die am linken Ufer der Donau aktiven Gardeeinheiten verdrängten die Deutschen aus mehreren Fabriken und besetzten die Artillerie-Kasernen. Andere Abteilungen säuberten die Kunsthochschule, das Kaufhaus Corvin und mehrere weitere Gebäude vom Feind.''  
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:'''  <br>
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* Die 711. Infanteriedivision südlich Gran wurde etwas zurückgedrängt. Die 44. Infanteriedivision löste die 2. Panzerdivision heraus, die zur Heeresgruppe A kommen soll. Für sie wird aus Italien die 356. Infanteriedivision herangeführt. Der Feind hat die Verlegung der eigenen Schwerpunkte zwischen Donau und Plattensee nach Süden anscheinend erkannt und richtet sich darauf ein. Fortgang der Kämpfe an der Slowakischen Grenze.
  
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:'''  <br>
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* Die Bewegungen auf der Straße Vi&scaron;egrad - Serajewo (heute Sarajewo) gehen flüssig weiter. Es besteht die Absicht, entlang der Donau einen Stoß mit der 7. SS-Division zu führen, der durch die 41. Infanteriedivision unterstützt werden soll. Im Kosaken-Raum gingen die Kampfhandlungen weiter. Durch eine Gewaltaktion wird jetzt versucht, den Zugstau bei Wien und die Gefährdung der Strecke aufzulockern, um die Verpflegung der Heeresgruppe E, die sich noch immer nicht gebessert hat, in Ordnung zu bringen.
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* Vom Feinde wird bekannt, daß er reguläre Kräfte von einer Drina-Brücke in den Slawonischen Raum abzieht, in dem sich bereits Bandenkräfte befinden. Jedoch ist noch nicht bekannt, um wen es sich handelt (Bulgaren? Panzer dabei?). Bestätigt sich diese Nachricht, so könnte es sich um einen Versuch handeln, durch einen Angriff hier und an der Donau die Syrmische Front zu umfassen und zum Einsturz zu bringen.
 
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|  <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] [[Datei:USA 1912-1959.png|70px]]<br> ''siehe Fußnote'' <br><br> [[Datei:Frankreich.png|70px]] [[Datei:Belgien.png|70px]]<br><br>[[Datei:Niederlande.png|70px]] [[Datei:Großbritannien.png|70px]]  </center>  ||  '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Reichsland Elsaß-Lothringen|Reichsland Elsaß-Lothringen]] / [[Vereinigte Staaten von Amerika 1945.01|Vereinigte Staaten von Amerika (USA)]] / [[Französische Republik 1945|Französische Republik]] / [[Königreich Belgien 1945|Königreich Belgien]] / [[Königreich der Niederlande 1945|Königreich der Niederlande]] /  [[Großherzogtum Luxemburg 1945|Großherzogtum Luxemburg]] / [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland 1945|Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland]]''' <br>
 
* Bomberverbände der britischen Luftwaffe fliegen in zwei aufeinander folgenden Nächten Großangriffe auf die Stadt Magdeburg, über der rund 1100 Tonnen Bomben abgeworfen werden. Magdeburg wird fast vollständig zerstört. Nur der große Dom und das romanische Kloster „Unser lieben Frauen“ bleiben weitgehend erhalten. Fast alle anderen Gebäude im Zentrum sind so schwer beschädigt, dass sie als nicht mehr zu retten kategorisiert werden.  
 
* Bomberverbände der britischen Luftwaffe fliegen in zwei aufeinander folgenden Nächten Großangriffe auf die Stadt Magdeburg, über der rund 1100 Tonnen Bomben abgeworfen werden. Magdeburg wird fast vollständig zerstört. Nur der große Dom und das romanische Kloster „Unser lieben Frauen“ bleiben weitgehend erhalten. Fast alle anderen Gebäude im Zentrum sind so schwer beschädigt, dass sie als nicht mehr zu retten kategorisiert werden.  
 
* Britische und US-amerikanische Truppen treffen im Zuge ihrer Gegenoffensive in den Ardennen bei Houffalize (Ostbelgien) aufeinander.
 
* Britische und US-amerikanische Truppen treffen im Zuge ihrer Gegenoffensive in den Ardennen bei Houffalize (Ostbelgien) aufeinander.
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:'''  <br>
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* Der Abzug der Briten nach Norden bestätigt sich. An der Mosel haben die Amerikaner jetzt die bisher vor Lorient benutzte 94. Infanteriedivisionen eingesetzt; dadurch erklärt sich der im Orscholzer Riegel erzielte Überraschungserfolg. Ein Versuch der Kriegsmarine, die Brücke bei Nimwegen zu sprengen, ist gescheitert. Der linke Flügel des Armee-Oberkommando 15 wurde in die Angriffe des Feindes gegen die 6. Panzerarmee mit einbezogen, deren Front wiederum sehr schweren Angriffen ausgesetzt war. Trotz des Wetters, trotz Ermüdung und der Betriebsstoffknappheit haben sich die eigenen Truppen jetzt wieder gefangen. Der eigene Widerstand versteift sich, wofür auch die Zahl der abgeschossenen Panzer spricht, nämlich 75. Die befohlene Hauptkampflinie ist jetzt im wesentlichen eingenommen (Tonglaize - Houffalize und von dort in südlicher Richtung und nach Südosten bis Longwy). Nur an einzelnen Stellen wird noch Vorgelände gehalten. Die Heftigkeit der Kämpfe bindet einen beträchtlichen Teil der eigenen Reserven oder zwang zu deren Wiedereinsetzung.
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* Heeresgruppe G : Im Orscholzer Riegel bei Tattingen erweiterte der Gegner mit der neu eingeschobenen Division seinen Einbruch. Zur Abgabe wurde die 11. Panzerdivision, die zur Zeit in Auffrischung ist, freigegeben. An den unteren Vogesen örtliche Kämpfe; die 6. SS-Gebirgsdivision wird jetzt herausgezogen. Heftige Angriffe des Feindes bei Rittershofen und Hatten, wo der Feind wieder herausgeworfen wurde. Die 43. Infanteriedivision kommt schnell voran. Am Oberrhein entspannte Lage. Bei La Rochelle schlug ein eigener Angriff durch.
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* Angriff von 400 viermotorigen Bombern, vornehmlich gegen Wien. Aus dem Westen 600 viermotorige Bomber gegen Augsburg, Reutlingen, Tübingen; schwere Schäden in Augsburg, ferner 200 Briten gegen Bochum und Umgebung. Nachts nur geringe Tätigkeit. Am letzten Tage fielen 55 Lokomotiven aus.
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* Britische und US-amerikanische Truppen treffen im Zuge ihrer Gegenoffensive in den Ardennen bei Houffalize (Ostbelgien) aufeinander. <br>
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'''Die militärische Lage der Seekriegsführung:'''  <br>
 
'''Die militärische Lage der Seekriegsführung:'''  <br>
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* Es wurden drei Dampfer mit 9 000 BRT versenkt. Ferner kehrte ein U-Boot zurück, das sechs Schiffe (darunter drei Tanker) mit 43.000 BRT vor der Kanadischen Küste versenkte. [Meldung wird am 23.01.1945 im Kriegstagebuch als "Nachtrag" vermerkt].
 
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'''Wehrmachtsbericht: Die Lage im Südraum:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht: Die Lage im Südraum:'''  <br>
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* An allen Fronten wird schwer gekämpft, nur in Italien kommt es laut Wehrmachtbericht 'zu keinen Kampfhandlungen von Bedeutung'.
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* Keine wesentlichen Ereignisse im Südwesten, bei Gibraltar reger Verkehr.
 
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|  <center> [[Datei:USA 1912-1959.png|70px]] [[Datei:Philippinen 1941-1945.png|70px]] <br><br>[[Datei:Japan 1889-1945.png|70px]] </center> ||  '''[[Vereinigte Staaten von Amerika 1945.01|Vereinigte Staaten von Amerika (USA)]] / [[Republik der Philippinen 1945|Republik der Philippinen]] / [[Kaiserreich Großjapan 1945|Kaiserreich Großjapan]]''' <br>  
 
|  <center> [[Datei:USA 1912-1959.png|70px]] [[Datei:Philippinen 1941-1945.png|70px]] <br><br>[[Datei:Japan 1889-1945.png|70px]] </center> ||  '''[[Vereinigte Staaten von Amerika 1945.01|Vereinigte Staaten von Amerika (USA)]] / [[Republik der Philippinen 1945|Republik der Philippinen]] / [[Kaiserreich Großjapan 1945|Kaiserreich Großjapan]]''' <br>  
  
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| <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] [[Datei:Großbritannien.png|70px]] [[Datei:USA 1912-1959.png|70px]] <br> ''siehe Fußnote'' </center>  || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland 1945|Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland]] / [[Vereinigte Staaten von Amerika 1945.01|Vereinigte Staaten von Amerika]]''' <br>
 
Britische und US-amerikanische Truppen treffen im Zuge ihrer Gegenoffensive in den Ardennen bei Houffalize (Ostbelgien) aufeinander. <br>
 
 
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* Aus dem Brief Pfarrer Dietrich Bonhoeffers an seine Eltern aus der Todeszelle: "... Mit wie wenig der Mensch auskommt, habe ich ja in den letzten zwei vergangenen Jahren gelernt. Wenn man bedenkt, wie viele Menschen jetzt täglich alles verlieren, hat man eigentlich gar keinen Anspruch mehr auf irgendwelchen Besitz."
 
* Aus dem Brief Pfarrer Dietrich Bonhoeffers an seine Eltern aus der Todeszelle: "... Mit wie wenig der Mensch auskommt, habe ich ja in den letzten zwei vergangenen Jahren gelernt. Wenn man bedenkt, wie viele Menschen jetzt täglich alles verlieren, hat man eigentlich gar keinen Anspruch mehr auf irgendwelchen Besitz."
 
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* Urteil des Volksgerichtshofs: "Hermann Kaiser und Busso Thoma machten sich zu Komplizen der meuchlerischen Verräter vom 20. Juli. Sie werden mit dem Tode bestraft. Ihr Vermögen verfällt dem Reich. Wenn es unter den Verrätern des 20. Juli überhaupt eine Steigerung an Gemeinheit geben kann, so ist einer der gemeinsten Hermann Kaiser. Wir alle sind davon zutiefst durchdrungen, dass dies ein uns aufgezwungener Krieg ist, der um unser und unserer Kinder Sein oder Nichtsein geht. Er aber hat die moralische Grundlage dieses Krieges anzuzweifeln gewagt."
  
 
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* Die sowjetische Rote Armee erobert den polnischen Wallfahrtsort Czenstochowa (deutsch: Tschenstochau).
 
* Die sowjetische Rote Armee erobert den polnischen Wallfahrtsort Czenstochowa (deutsch: Tschenstochau).
 
* Die letzten 47 lebenden Insassen des deutschen Vernichtungslagers Chelmno in Polen versuchen einen Aufstand gegen die Wachmannschaften, den lediglich ein Häftling überlebt.
 
* Die letzten 47 lebenden Insassen des deutschen Vernichtungslagers Chelmno in Polen versuchen einen Aufstand gegen die Wachmannschaften, den lediglich ein Häftling überlebt.
* Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Polen: <br>
 
 
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Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Polen: <br>
 
* ''Die Truppen der 1. Weißrussischen Front vollzogen ein schnelles Umgehungsmanöver westlich von Warschau und setzten nördlich von Warschau über die Weichsel über. Auf diese Weise schnitten sie Warschau von Westen her ab. [Heute] eroberten sie zusammen mit der 1. Polnischen Armee durch einen kombinierten Schlag von Norden, Westen und Süden aus die Hauptstadt unseres Verbündeten Polen – einen der wichtigsten strategischen Verteidigungsknoten der Deutschen an der Weichsel.''  
 
* ''Die Truppen der 1. Weißrussischen Front vollzogen ein schnelles Umgehungsmanöver westlich von Warschau und setzten nördlich von Warschau über die Weichsel über. Auf diese Weise schnitten sie Warschau von Westen her ab. [Heute] eroberten sie zusammen mit der 1. Polnischen Armee durch einen kombinierten Schlag von Norden, Westen und Süden aus die Hauptstadt unseres Verbündeten Polen – einen der wichtigsten strategischen Verteidigungsknoten der Deutschen an der Weichsel.''  
 
* ''Die Truppen der 1. Ukrainischen Front bauten ihre Offensive erfolgreich aus; sie setzten über den Fluss Warta über und eroberten durch einen entschlossenen Schlag von Panzereinheiten und Infanterie die Stadt Czenstochowa, einen wichtigen Verteidigungsknoten der Deutschen an der Warta. Im Laufe der Angriffe wurden mehr als 700 Ortschaften eingenommen.''
 
* ''Die Truppen der 1. Ukrainischen Front bauten ihre Offensive erfolgreich aus; sie setzten über den Fluss Warta über und eroberten durch einen entschlossenen Schlag von Panzereinheiten und Infanterie die Stadt Czenstochowa, einen wichtigen Verteidigungsknoten der Deutschen an der Warta. Im Laufe der Angriffe wurden mehr als 700 Ortschaften eingenommen.''
* ''Die Truppen der 2. Weißrussischen Front gingen am 14. Januar nach mächtiger Artillerievorbereitung von zwei Brückenköpfen am Westufer des Narew nördlich von Warschau aus zum Angriff über. Die feindliche Verteidigung bestand in diesem Raum aus Langzeitbefestigungen und gut ausgebauten Verteidigungsanlagen. Dem Feuerwall der Artillerie folgten unsere Sturmbataillone; sie attackierten die vordersten Stellungen des Gegners und drangen in seine Gräben ein. Ihnen schlossen sich unsere Hauptkräfte an. Sie überwanden den hartnäckigen Widerstand der Deutschen, durchbrachen die zweite und dann auch die dritte Verteidigungslinie des Gegners. Die Offensive wurde fortgesetzt und wir eroberten u.a. die Städte Makow und Pultusk. Schließlich wurde auf einem langen Abschnitt die Eisenbahnverbindung nach Ostpreußen abgeschnitten. Der Feind zog in Eile u.a. die SS-Panzerdivision „Großdeutschland“ heran und warf sie in den Kampf. Unsere Truppen wehrten die erbitterten Gegenangriffe des Feindes ab, rückten innerhalb von vier Tagen um 40 Kilometer vor und besetzten mehr als 500 Ortschaften. Der Feind hat riesige Verluste zu verzeichnen. Die Zahl der Gefangenen wächst ständig.'' <td></tr></table>
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* ''Die Truppen der 2. Weißrussischen Front gingen am 14. Januar nach mächtiger Artillerievorbereitung von zwei Brückenköpfen am Westufer des Narew nördlich von Warschau aus zum Angriff über. Die feindliche Verteidigung bestand in diesem Raum aus Langzeitbefestigungen und gut ausgebauten Verteidigungsanlagen. Dem Feuerwall der Artillerie folgten unsere Sturmbataillone; sie attackierten die vordersten Stellungen des Gegners und drangen in seine Gräben ein. Ihnen schlossen sich unsere Hauptkräfte an. Sie überwanden den hartnäckigen Widerstand der Deutschen, durchbrachen die zweite und dann auch die dritte Verteidigungslinie des Gegners.  
* Der Wehrmachtsbericht über die Lage an der Front in Polen: <br>
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* Die Offensive wurde fortgesetzt und wir eroberten u.a. die Städte Makow und Pultusk. Schließlich wurde auf einem langen Abschnitt die Eisenbahnverbindung nach Ostpreußen abgeschnitten. Der Feind zog in Eile unter anderem die SS-Panzerdivision „Großdeutschland“ heran und warf sie in den Kampf. Unsere Truppen wehrten die erbitterten Gegenangriffe des Feindes ab, rückten innerhalb von vier Tagen um 40 Kilometer vor und besetzten mehr als 500 Ortschaften. Der Feind hat riesige Verluste zu verzeichnen. Die Zahl der Gefangenen wächst ständig.''
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''Im Weichselbogen hat sich die Lage verschärft. Im Verlauf schwerer Kämpfe konnten die feindlichen Panzerspitzen bis in den Raum nordöstlich Krakau, in den Raum von Tschenstochau und Tomaschow vordringen. Nördlich Warschau erzielte der Feind im Angriff tiefe Einbrüche.'' <td></tr></table>
 
 
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:'''  <br>
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* Im Weichselbogen hat sich die Lage verschärft. Im Verlauf schwerer Kämpfe konnten die feindlichen Panzerspitzen bis in den Raum nordöstlich Krakau, in den Raum von Tschenstochau und Tomaschow vordringen. Nördlich Warschau erzielte der Feind im Angriff tiefe Einbrüche.
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* Heeresgruppe A : Abwehr bei der Armeegruppe Heinrici. An der übrigen Front Fortgang des Großangriffs. Von Jas&lstrok;o vorgehend, erreichte der Gegner die Straße Gorlice - Bielitz. Feindliche Panzerspitzen überschritten an mehreren Stellen die A2-Stellung und erreichten den Ostrand von Tschenstochow. Im Bereich der 9. Armee erweitert der Feind die Frontlücke nördlich Radom und erreichte die A2-Stellung bei Sochaczew. Grodziec und Pruszkow (südwestlich Warschau) gingen verloren.
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* Heeresgruppe Mitte: In beiden Großkampfräumen schwere Panzerschlachten, geführt von den erstmalig in den Kampf geworfenen großen feindlichen Panzerverbänden und unterstützt durch die Luftwaffe. Große Einbrüche [in Masowien bei Mieszki-Atle und] bei Zichenau (Zjechanow, später Ciechanow). Dagegen erfolgreiche Abwehr an der ostpreußischen Front.
 
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:'''  <br>
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* Die 711. Infanteriedivision nahm vor überlegenem Feind einen Frontbogen zurück. Nördlich der Donau rückten die eigenen Kräfte acht Kilometer vor. Gegen Budapest rollende Luftangriffe des Feindes; äußerste Anspannung der Munitions- und Betriebsstofflage.
  
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:'''  <br>
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* Die 297. Infanteriedivision beginnt den Weitermarsch von Serajewo (heute Sarajewo). Am 17.1. Beginn des Angriffs in Syrmien mit der 7. SS-Gebirgsdivision und der 117. Jägerdivision entlang des Südufers der Donau; weiteres Vordringen der Kampfgruppe Fischer; im Kosaken-Raum nur örtliche Fortschritte.
 
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:'''  <br>
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* Fortdauer der Ardennen-Abwehrschlacht, wodurch erneut der Einsatz der 2. Panzerdivision und der Führer-Grenadierbrigade erforderlich wird. Mehrere Einbrüche auf der Naht der 15. Armee zur 6. Panzerarmee, die der Befehlshaber des LXVII. Armeekommando übernimmt. Schwerpunkt im Raum zwischen Noville und Oberwambach an der Südfront.
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* Heeresgruppe C : In den unteren Vogesen wurde durch die 6. SS-Gebirgsdivision eine US-amerikanische Kampfgruppe eingeschlossen. Bei Rittershofen - Hatten Wechselvolle Kämpfe und feindlichen Umgruppierungen, erfolgreiche Abwehr im Brückenkopf.
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* 500 - 600 US-amerikanische viermotorige Bomber gegen Magdeburg - Dessau - Dresden - Bitterfeld (Hydrierwerk Schwarzheide nicht getroffen), ferner 330 mittlere zwischen Saar und Mosel, 1000 Jäger über Westdeutschland. In der Nacht Angriff von 250 Flugzeugen erneut gegen Magdeburg und 250 gegen Brüx (später Most in Böhmen), 250 gegen Bochum und Wanne-Eickel. Eigener Einsatz in der Nacht 128, ferner Abschirmung bei Weißenburg.
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|  <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] [[Datei:USA 1912-1959.png|70px]] <br> <br> ''siehe Fußnote''  <br> [[Datei:Polen.png|70px]] [[Datei:UdSSR 1923-1955.png|70px]] </center>  || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Vereinigte Staaten von Amerika 1945.01|Vereinigte Staaten von Amerika (USA)]] / [[Republik Polen 1945|Republik Polen]] / [[Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken 1945|Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken]]''' <br>
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* Die innere Lage Frankreichs gab Anlass zu einer Rundfunkansprache von de Gaulle; er erwähnte die großen Schwierigkeiten der Versorgung mit Kohle und Lebensmitteln, betonte jedoch, dass die Kriegseinschränkungen in Kauf genommen werden müssten, um eine neue französische Armee aufzustellen.
 
* Die innere Lage Frankreichs gab Anlass zu einer Rundfunkansprache von de Gaulle; er erwähnte die großen Schwierigkeiten der Versorgung mit Kohle und Lebensmitteln, betonte jedoch, dass die Kriegseinschränkungen in Kauf genommen werden müssten, um eine neue französische Armee aufzustellen.
 
* Auffällig ist, dass de Gaulle die angelsächsischen Hilfe mit keinem Wort erwähnt, es kann daraus geschlossen werden, dass diese wegen Schiffsraummangels überhaupt nicht oder nur sehr wenig erfolgt ist.
 
* Auffällig ist, dass de Gaulle die angelsächsischen Hilfe mit keinem Wort erwähnt, es kann daraus geschlossen werden, dass diese wegen Schiffsraummangels überhaupt nicht oder nur sehr wenig erfolgt ist.
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* Der Ostteil von Budapest (Pest) ist vollständig in der Hand der Roten Armee. Deutsche Einheiten unternehmen einen erneuten, massiven Entsatzvorstoß auf die von sowjetischen Truppen eingeschlossene ungarische Hauptstadt Budapest.
 
* Die internationale Konferenz des Instituts für Pazifik-Fragen beendete in den USA ihre Tätigkeit mit der Unterzeichnung einer sogenannten Pazifik-Charta.
 
* Die internationale Konferenz des Instituts für Pazifik-Fragen beendete in den USA ihre Tätigkeit mit der Unterzeichnung einer sogenannten Pazifik-Charta.
 
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|  <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]]  [[Datei:Polen 1939-1945.png|70px]] <br> <br> ''siehe Fußnote'' <br>  [[Datei:UdSSR 1923-1955.png|70px]] </center>  ||  '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Generalgouvernement 1945|Generalgouvernement]] / [[Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken 1945|Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken]]''' <br>
Der Ostteil von Budapest (Pest) ist vollständig in der Hand der Roten Armee. Deutsche Einheiten unternehmen einen erneuten, massiven Entsatzvorstoß auf die von sowjetischen Truppen eingeschlossene ungarische Hauptstadt Budapest. Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Budapest: <br>
 
  
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Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Polen: <br>
 
* Der Zusammenbruch der deutschen Weichselverteidigung wird beschleunigt, als die sowjetische 8. Gardearmee sowie Spitzen der 1. Gardepanzerarmee die taktische Verteidigungszone durchbricht. Um nicht von der Roten Armee eingekesselt zu werden, setzt sich die Division in unorganisch zusammengesetzten Kolonnen ohne jegliche Führung durch die Armee oder Heeresgruppe nach Westen ab. Der Angriff der sowjetischen 33. Armee aus dem Brückenkopf von Pulawy zielte auf die Stadt Radom, die bis 16. Januar zusammen mit der südlicher vorgehenden 69. Armee umschlossen und erobert wurde. Die 1. und 2. Garde-Panzer-Armee führten nach dem Einbruch an der Front des deutschen XXXXVI. Panzerkorps den operativen Durchbruch in Richtung auf Kutno und Lodz, in der zweiten Phase nördlich der Warthe über Posen bis zur Oder.
 
* Der Zusammenbruch der deutschen Weichselverteidigung wird beschleunigt, als die sowjetische 8. Gardearmee sowie Spitzen der 1. Gardepanzerarmee die taktische Verteidigungszone durchbricht. Um nicht von der Roten Armee eingekesselt zu werden, setzt sich die Division in unorganisch zusammengesetzten Kolonnen ohne jegliche Führung durch die Armee oder Heeresgruppe nach Westen ab. Der Angriff der sowjetischen 33. Armee aus dem Brückenkopf von Pulawy zielte auf die Stadt Radom, die bis 16. Januar zusammen mit der südlicher vorgehenden 69. Armee umschlossen und erobert wurde. Die 1. und 2. Garde-Panzer-Armee führten nach dem Einbruch an der Front des deutschen XXXXVI. Panzerkorps den operativen Durchbruch in Richtung auf Kutno und Lodz, in der zweiten Phase nördlich der Warthe über Posen bis zur Oder.
* Der heutige Wehrmachtsbericht lautet: "Nördlich der Weichsel konnten die Bolschewisten nach Zuführung weiterer Verbände ihre Einbrüche trotz der hartnäckigen Gegenwehr unserer Truppen erweitern. Am fünften Tag der Abwehrschlacht im ostpreußischen Grenzgebiet errangen unsere Verbände gegen den Ansturm von 35 sowjetischen Divisionen erneut einen Abwehrerfolg."
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* Generaloberst Ferdinand Schörner (* 1892 München) [[Datei:Ferdinand Schörner.jpg|thumb|150px|''Generaloberst Ferdinand Schörner'']] wird vom Führer und Reichskanzler Adolf Hitler als Nachfolger von Generaloberst Josef Harpe zum Oberbefehlshaber der deutschen Heeresgruppe A, die der sowjetischen 1. Weißrussischen Front unter Marschall Georgi K. Schukow gegenübersteht, ernannt. Schörner ist der einzige Soldat, der seinen Dienst in der deutschen Armee als Einjährig-Freiwilliger begann und in die Führung aufgestiegen ist. Er ist ein überzeugter Nationalsozialist.  
 
* Generaloberst Ferdinand Schörner (* 1892 München) [[Datei:Ferdinand Schörner.jpg|thumb|150px|''Generaloberst Ferdinand Schörner'']] wird vom Führer und Reichskanzler Adolf Hitler als Nachfolger von Generaloberst Josef Harpe zum Oberbefehlshaber der deutschen Heeresgruppe A, die der sowjetischen 1. Weißrussischen Front unter Marschall Georgi K. Schukow gegenübersteht, ernannt. Schörner ist der einzige Soldat, der seinen Dienst in der deutschen Armee als Einjährig-Freiwilliger begann und in die Führung aufgestiegen ist. Er ist ein überzeugter Nationalsozialist.  
 
* Bis jetzt sind die sowjetischen Truppen gegenüber der Heeresgruppe A auf 300 km Breite bis zu 150 km tief eingebrochen und haben die Hauptkräfte der deutschen Verteidigung überrannt. Abgeschnittene deutsche Truppen versuchten nach Kämpfen mit sowjetischen Armeetruppen und polnischen Partisanen die Verbindung mit der inzwischen weit nach Westen abgedrängten deutschen Front wiederherzustellen.  
 
* Bis jetzt sind die sowjetischen Truppen gegenüber der Heeresgruppe A auf 300 km Breite bis zu 150 km tief eingebrochen und haben die Hauptkräfte der deutschen Verteidigung überrannt. Abgeschnittene deutsche Truppen versuchten nach Kämpfen mit sowjetischen Armeetruppen und polnischen Partisanen die Verbindung mit der inzwischen weit nach Westen abgedrängten deutschen Front wiederherzustellen.  
* Streitkräfte der deutschen Wehrmacht räumen die Stadt Krakau. Der 2. Weißrussischen Front unter dem Befehl von Marschall Konstantin K. Rokossowski gelingt bei Mlawa/Ostrolenka (Polen) der Durchbruch durch die deutschen Linien. Das Konzentrationslager Auschwitz wird von der SS geräumt. In Kolonnen müssen jeweils 500 bis 1000 Häftlinge auf einmal auf den „Todesmarsch“ Richtung Westen gehen. Knapp 7000 extrem schwache Insassen bleiben zurück. Insgesamt gehen fast 67.000 Menschen in die Ungewissheit. Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Polen: <br>
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* Streitkräfte der deutschen Wehrmacht räumen die Stadt Krakau. Der 2. Weißrussischen Front unter dem Befehl von Marschall Konstantin K. Rokossowski gelingt bei M&lstrok;awa/Ostrolenka (Polen) der Durchbruch durch die deutschen Linien.  
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* Das Konzentrationslager Auschwitz wird von der SS geräumt. In Kolonnen müssen jeweils 500 bis 1000 Häftlinge auf einmal auf den „Todesmarsch“ Richtung Westen gehen. Knapp 7000 extrem schwache Insassen bleiben zurück. Insgesamt gehen fast 98.000 Menschen in die Ungewissheit. <br>
 
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Die Truppen der 1. Weißrussischen Front setzen die Offensive erfolgreich fort. Unsere Panzerbesatzungen, Infanteristen und Artilleristen haben sich nach der tiefen Umgehung von Warschau und der gestrigen Einnahme von Zirardow nach Westen gewandt. Die sowjetischen Abteilungen rückten 30 Kilometer vor und drangen in die 50 Kilometer nordöstlich von Lodz entfernte Stadt Lowicz ein. Nach einem erbitterten Kampf nahmen sie die Stadt, einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt, heute ein. Die Deutschen wurden aus 500 weiteren Ortschaften verdrängt. Im Raum Nowe Miasto zerschlugen unsere Truppen Teile der 25. Deutschen Panzerdivision, die es nicht geschafft hatten, über den Fluss Pilica überzusetzen. Bei der Liquidierung dieser feindlichen Gruppe wurden 63 Panzer und Selbstfahrlafetten sowie bis zu 3000 deutsche Soldaten und Offiziere vernichtet. Mehr als 3000 Mann wurden gefangen genommen, darunter der Kommandeur des 130. Regiments der 45. Deutschen Infanteriedivision und der Kommandeur des 91. Artillerieregiments der 25. Deutschen Panzerdivision. Sowjetische Piloten flogen starke Angriffe gegen Verteidigungsknoten und zurückflutende Kolonnen des Gegners. Bei einem Angriff auf die Eisenbahnstation Lodz wurden zehn deutsche Militärzüge vernichtet. Der Vormarsch auf Kraków konnte fortgesetzt werden. Nach harten Kämpfen befinden sich die sowjetischen Truppen jetzt im Vorraum der Stadt. <td></tr></table>
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'''Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Polen:''' <br>
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* Die Truppen der 1. Weißrussischen Front setzen die Offensive erfolgreich fort. Unsere Panzerbesatzungen, Infanteristen und Artilleristen haben sich nach der tiefen Umgehung von Warschau und der gestrigen Einnahme von Zirardow nach Westen gewandt. Die sowjetischen Abteilungen rückten 30 Kilometer vor und drangen in die 50 Kilometer nordöstlich von Lodz entfernte Stadt Lowicz ein. Nach einem erbitterten Kampf nahmen sie die Stadt, einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt, heute ein. Die Deutschen wurden aus 500 weiteren Ortschaften verdrängt.
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* Im Raum Nowe Miasto zerschlugen unsere Truppen Teile der 25. Deutschen Panzerdivision, die es nicht geschafft hatten, über den Fluss Pilica überzusetzen. Bei der Liquidierung dieser feindlichen Gruppe wurden 63 Panzer und Selbstfahrlafetten sowie bis zu 3000 deutsche Soldaten und Offiziere vernichtet. Mehr als 3000 Mann wurden gefangen genommen, darunter der Kommandeur des 130. Regiments der 45. Deutschen Infanteriedivision und der Kommandeur des 91. Artillerieregiments der 25. Deutschen Panzerdivision.  
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* Sowjetische Piloten flogen starke Angriffe gegen Verteidigungsknoten und zurückflutende Kolonnen des Gegners. Bei einem Angriff auf die Eisenbahnstation Lodz wurden zehn deutsche Militärzüge vernichtet. Der Vormarsch auf Kraków konnte fortgesetzt werden. Nach harten Kämpfen befinden sich die sowjetischen Truppen jetzt im Vorraum der Stadt.  
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* Joseph Cieply, Häftling des Konzentrationslagers Auschwitz, schreibt später über den "Todesmarsch" in sein Tagebuch: "Der Marsch wurde noch dadurch erschwert, dass starker Frost herrschte und die Straße vereist war. Die meisten Leichen sah ich zwischen Miedzna und Cwiklice. Es waren die Leichen der Häftlinge, die vor uns marschiert waren. Leichen lagen quer auf der Straße, man musste um sie herumlaufen. Einer der Kapos versuchte, die Leichen an den Straßenrand zu ziehen. Als er eine dieser Leiche anfasste, floss der ganze Inhalt des Schädels, der offenbar bei dem Schuss aufgeplatzt war, auf die Straße."  
 
* Joseph Cieply, Häftling des Konzentrationslagers Auschwitz, schreibt später über den "Todesmarsch" in sein Tagebuch: "Der Marsch wurde noch dadurch erschwert, dass starker Frost herrschte und die Straße vereist war. Die meisten Leichen sah ich zwischen Miedzna und Cwiklice. Es waren die Leichen der Häftlinge, die vor uns marschiert waren. Leichen lagen quer auf der Straße, man musste um sie herumlaufen. Einer der Kapos versuchte, die Leichen an den Straßenrand zu ziehen. Als er eine dieser Leiche anfasste, floss der ganze Inhalt des Schädels, der offenbar bei dem Schuss aufgeplatzt war, auf die Straße."  
 
* Erinnerungen von Marschall Konjew: "Beileibe nicht alle Deutschen waren sich schon über den bevorstehenden Untergang klar. Die schwierige Lage beeinflusste das Verhalten des deutschen Soldaten vorläufig noch nicht wesentlich. Die Organisation des Heeres war immer noch auf der Höhe; die Divisionen waren aufgefüllt und verfügten nahezu über ihre gesamte Bewaffnung und Ausrüstung."
 
* Erinnerungen von Marschall Konjew: "Beileibe nicht alle Deutschen waren sich schon über den bevorstehenden Untergang klar. Die schwierige Lage beeinflusste das Verhalten des deutschen Soldaten vorläufig noch nicht wesentlich. Die Organisation des Heeres war immer noch auf der Höhe; die Divisionen waren aufgefüllt und verfügten nahezu über ihre gesamte Bewaffnung und Ausrüstung."
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:'''  <br>
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* Nördlich der Weichsel konnten die Bolschewisten nach Zuführung weiterer Verbände ihre Einbrüche trotz der hartnäckigen Gegenwehr unserer Truppen erweitern. Am fünften Tag der Abwehrschlacht im ostpreußischen Grenzgebiet errangen unsere Verbände gegen den Ansturm von 35 sowjetischen Divisionen erneut einen Abwehrerfolg.
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* Heeresgruppe A : Gegen Armeegruppe Heinrici zahlreiche Angriffe, die abgewiesen wurden. Das XXXXIX. Gebirgskorps setzt sich ab. Nach Sammeln und Aufschließen der Verbände trat der Feind aus dem Raum westlich Litzmannstadt (&Lstrok;&oacute;d&zdot;) erneut nach Westen und Nordwesten an. Der Feind errang wieder breites Gelände. 17. Armee: Der Feind überschritt den Dunajez; der Brückenkopf Tarnow wurde geräumt. Einbrüche bei der in Nordosten eingesetzten 339. Infanteriedivision. Absetzen des IX. Armeekorps in die A2-Stellung. In Krakau selbst schwere Kämpfe; westlich der Stadt erreichte der Feind die Weichsel. 9. Armee: Ostwärts Litzmannstadt halten noch eigene Kräfte. Die Verwendung des Panzerkorps „Großdeutschland" verzögerte sich durch feindliche Angriffe. An Litzmannstadt vorbeistoßend erreichte der Feind Bruckstadt und den Raum ostwärts Kutno. Sochaczew wurde zurückgenommen; doch wurden die eigenen Kräfte dann nach Gombin abgedrängt.
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* Heeresgruppe Mitte: Erneut Krisen in den Angriffsräumen. Der Zusammenhang der 2. Armee ist gefährdet, da der Feind die Front zwischen Modlin und Sochaczew an zahlreichen Stellen tief durchbrach und - westlich Mielau ausholend - über Soldau nach Nordwesten und ostwärts Mielau über Praschnitz nach Norden vorstieß. Bei der 4. Armee griff der Feind den Abschnitt des Fallschirm-Panzerkorps „Hermann Göring" an; doch konnte er zum Teil im zweiten Graben aufgefangen werden. Bei der 3. Panzerarmee stieß der Gegner bis zur Inster vor. An der Inster-Stellung wurde er abgewiesen. Durch Zurücknahme der Front auf diese wird der Durchbruch voraussichtlich vermieden werden.
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| <center> [[Datei:UdSSR 1923-1955.png|70px]] [[Datei:Ungarn 1919-1946.png|70px]] <br><br> [[Datei:Slowakei 1939-1945.png|70px]] [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> ''siehe Fußnote'' </center>  || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Königreich Ungarn 1945|Königreich Ungarn]] / [[Slowakische Republik 1945|Slowakische Republik]] / [[Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken 1945|Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken]]''' <br>
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''In Budapest haben die Truppen der 2. Ukrainischen Front die Säuberung der Osthälfte der Stadt (Pest) vom Gegner beendet und sind bis zum Ufer der Donau vorgedrungen, wobei etwa 5.000 Häuserblocks eingenommen wurden. In den Händen des Gegners verbleibt also nur noch ein kleiner Teil der Westhälfte der Stadt (Buda). Nach vorläufigen Angaben haben die Truppen der 2. Ukrainischen Front während der Kämpfe zur Liquidierung der in Budapest eingekreisten Gruppierung des Gegners zwischen dem 28. Dezember 1944 und dem 18. Januar 1945 59.390 deutsche und ungarische Soldaten und Offiziere gefangen genommen, 20.000 davon am 18. Januar. Unter den Gefangenen sind der Kommandeur der 10. Ungarischen Infanteriedivision Andros Sandor und sein Stab.''
 
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:'''  <br>
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* In Budapest haben die Truppen der 2. Ukrainischen Front die Säuberung der Osthälfte der Stadt (Pest) vom Gegner beendet und sind bis zum Ufer der Donau vorgedrungen, wobei etwa 5.000 Häuserblocks eingenommen wurden. In den Händen des Gegners verbleibt also nur noch ein kleiner Teil der Westhälfte der Stadt (Buda). Nach vorläufigen Angaben haben die Truppen der 2. Ukrainischen Front während der Kämpfe zur Liquidierung der in Budapest eingekreisten Gruppierung des Gegners zwischen dem 28. Dezember 1944 und dem 18. Januar 1945 59.390 deutsche und ungarische Soldaten und Offiziere gefangen genommen, 20.000 davon am 18. Januar. Unter den Gefangenen sind der Kommandeur der 10. Ungarischen Infanteriedivision Andros Sandor und sein Stab. 
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* Heeresgruppe Süd: Am 18.1. um 5 Uhr Beginn des Angriffs des IV. SS-Panzerkorps aus der Nordostecke des Plattensees, der die tiefgegliederte Front des Feindes durchstieß. Abschirmung nach Westen, Bildung eines Brückenkopfes über den W-Kanal bei Kaloz und den Malew-Kanal. Der Angriff der 23. Panzerdivision in Richtung Stuhlweißenburg blieb jedoch liegen. Nördlich der Donau wurden abermals fünf Kilometer zurückgewonnen. Bei der 8. Armee Ruhe.
  
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:'''  <br>
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* Südlich Mostar lebhaftere Tätigkeit. Im Drina-Save-Dreieck verschärfte Lage durch die Banden. Angriff der 41. Infanteriedivision nördlich anschließend; weitere Erfolge der eigenen Kräfte südlich der Donau gegen 5., 6., 1. und 21. Tito-Division. An der Drau-Front wurden bulgarische Gefangene eingebracht. Im Kosakenraum feindliche Gegenangriffe.
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|  <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] [[Datei:USA 1912-1959.png|70px]] <br> ''siehe Fußnote''  <br><br> [[Datei:Frankreich.png|70px]] [[Datei:Belgien.png|70px]]<br><br>[[Datei:Niederlande.png|70px]] [[Datei:Großbritannien.png|70px]]  </center>  ||  '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Reichsland Elsaß-Lothringen|Reichsland Elsaß-Lothringen]] / [[Vereinigte Staaten von Amerika 1945.01|Vereinigte Staaten von Amerika (USA)]] / [[Französische Republik 1945|Französische Republik]] / [[Königreich Belgien 1945|Königreich Belgien]] / [[Königreich der Niederlande 1945|Königreich der Niederlande]] /  [[Großherzogtum Luxemburg 1945|Großherzogtum Luxemburg]] / [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland 1945|Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland]]''' <br>
 
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:'''  <br>
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* Heeresgruppe H: Kommando-Unternehmien gegen die Insel Schouwen. Beginn eines britischen Angriffs aus einem am 16.1. erzielten kleinen Einbruch nördlich Sittard, um den Roer-Brückenkopf in Besitz zu nehmen (7. Panzerdivision, 43. und 52. Infanteriedivision sowie 8. Panzerbrigade, wohl auch Garde-Panzerdivision).
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* Heeresgruppe B: Fortdauer der Angriffe im Raume Houffalize - Oberwampach. Houffalize wurde geräumt. Ein Gegenangriff bei Oberwambach und Schaupach wurde zurückgewiesen.
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* Die Einbruchsstelle bei Orscholz-Riegel (Tettingen) konnte der Gegner nicht erweitern. Erfolgreiche Abwehr zahlreicher Angriffe bei Rittershofen - Haiten. Am Oberrhein Durchstoß der 7. Fallschirmjäger-Division bei Dengolsheim; in Sesenheim Ortskämpfe.
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* 750 viermotorige Bomber gegen Hamburg, Paderborn und Bielefeld. 100 Jäger gegen das westfälische Industriegebiet. Nachts 60 - 80 Moskitos gegen Magdeburg und 130 im Westraum. Geringer eigener Einsatz.
 
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'''Wehrmachtsbericht: Die Lage im Südraum:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht: Die Lage im Südraum:'''  <br>
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* Den Engländern stehen für einen neuen Schwerpunkt drei Infanteriedivisionen und zwei Panzerdivisionen zur Verfügung. Am Ostflügel Schwächung der Front durch Einsatz von Italienern und Sicherungskräften; also kein Angriff geplant. Keine besonderen Kampfhandlungen.
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|  <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> ''siehe Fußnote'' </center>  ||  '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]]''' <br>
 
|  <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> ''siehe Fußnote'' </center>  ||  '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]]''' <br>
 
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* Das Oberkommando der Wehrmacht weist darauf hin, dass versprengte Volkssturmsoldaten sofort nach Abschluss der Kampfhandlungen an die zuständigen Volkssturmeinheiten abzugeben sind. <br>
  
 
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'''Politischer Lageüberblick der Wehrmacht:''' <br>
 
'''Politischer Lageüberblick der Wehrmacht:''' <br>
Keine besonderen Meldungen. <br>
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* Der General Bradley hat wieder die Führung der 1. und 9. US-amerikanische Armee übernommen. In einer Rede im Unterhaus unterstrich Churchill den Großeinsatz der Amerikaner und ihre Opfer.
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* In seiner Rede vor dem Unterhaus trat Churchill für Tito ein auf Kosten von König Peter und erklärte, die Alliierten bedürften der ital. Hilfe nicht.
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* Die Gegenregierung von Lublin hat ihren Sitz nach Warschau verlegt.
 
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|  <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> <br> ''siehe Fußnote''  </center>  || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]]''' <br>
 
|  <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] <br> <br> ''siehe Fußnote''  </center>  || '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]]''' <br>
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* Der Wehrmachtsführungsstab wird von Friedberg nach Zossen verlegt. Codewort des neuen Standortes ist "Maybach I".
 
* Tagebuch des Philosophen und Redakteurs Matthias Menzel (eigentlich Karl Willy Beer): "Ich höre, wie die vielen Gräben, mit denen der Volkssturm die rasende Jagd einer entfesselten Maschinenarmee stoppen sollte, überrollt worden sind wie Maulwurfshaufen. Wo waren sie alle geblieben, die Adolf-Hitler-Linie, die Bracht-Linie, die Heimatlinie, geschanzt und gebuddelt von Hunderttausenden vom ersten Frühlicht bis zum Versinken des Tages, ohne Pause und Sonntag?! Die Russen sind gekommen, ihre Schaufelpanzer haben die Aufschüttungen vor sich her geschoben, und sogleich war das primitive Werk von Wochen ein Nichts."  
 
* Tagebuch des Philosophen und Redakteurs Matthias Menzel (eigentlich Karl Willy Beer): "Ich höre, wie die vielen Gräben, mit denen der Volkssturm die rasende Jagd einer entfesselten Maschinenarmee stoppen sollte, überrollt worden sind wie Maulwurfshaufen. Wo waren sie alle geblieben, die Adolf-Hitler-Linie, die Bracht-Linie, die Heimatlinie, geschanzt und gebuddelt von Hunderttausenden vom ersten Frühlicht bis zum Versinken des Tages, ohne Pause und Sonntag?! Die Russen sind gekommen, ihre Schaufelpanzer haben die Aufschüttungen vor sich her geschoben, und sogleich war das primitive Werk von Wochen ein Nichts."  
 
* Bericht aus Groß Nappern bei Osterode in Ostpreußen: Schon vor acht Uhr kommt Lehrer H. und sagt: "Es ist soweit! Richten Sie sofort Ihren Treck!" Fieberhaftes Rennen treppauf, treppab. Was soll aus Tante Käthe werden? Sie ist 81, krank und will von nichts wissen.
 
* Bericht aus Groß Nappern bei Osterode in Ostpreußen: Schon vor acht Uhr kommt Lehrer H. und sagt: "Es ist soweit! Richten Sie sofort Ihren Treck!" Fieberhaftes Rennen treppauf, treppab. Was soll aus Tante Käthe werden? Sie ist 81, krank und will von nichts wissen.
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* Die Truppen der 3. Weißrussischen Front gingen in Ostpreußen zum Angriff über. Der Gegner hatte dort im Laufe der Zeit ein mächtiges Verteidigungssystem errichtet. Nachdem die sowjetischen Truppen im Herbst letzten Jahres erstmals in Ostpreußen einmarschiert waren, hatten die Deutschen die Befestigungen noch weiter ausgebaut. Sie errichteten eine tief gestaffelte Verteidigung mit Artillerie- und MG-Bunkern sowie gepanzerten Abdeckungen. Die Zugänge zu den vordersten Stellungen wurden mit durchgängigen Minenfeldern, Panzerabwehrgräben und Höckern versehen. Um ihre Höhle zu verteidigen, verwandelten die Hitleristen alle Steinhäuser in den umliegenden Dörfern und Gehöften in Feuernester. Die deutsche Führung konzentrierte in Ostpreußen ihre Elitedivisionen. Dem Angriff unserer Truppen gingen mächtige Schläge von Artillerie und Kampfbombern voraus. Die Kämpfe waren äußerst erbittert. Besonders hart war die Stadt Pillkallen, ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, umkämpft. Die Hitleristen setzten sich in den Häusern fest und wehrten sich mit einer Verzweiflung von Leuten, die dem Tode geweiht sind. Unsere Einheiten mussten die Deutschen aus jedem einzelnen Haus verdrängen. Nicht weniger erbittert verliefen die Kämpfe um die Städte Schillehnen und Lasdehnen. Mit entschlossenen Schlägen nahmen unsere Truppen diese Städte ein. Sie zermalmten die Abwehr des Gegners, rückten unentwegt weiter vor und nahmen mehr als 600 Ortschaften ein. Der Gegner hatte im Raum des Durchbruchs Hunderte Panzer und Selbstfahrlafetten zusammengezogen. Die feindlichen Gegenangriffe erfolgten ununterbrochen. Doch fehlte den Deutschen die Kraft, die Offensive unserer Truppen aufzuhalten. Die Verteidigung des Gegners in Ostpreußen ist durchbrochen. Im Laufe der Gefechte hatten die Deutschen riesige Verluste an Mensch und Gerät. Nach unvollständigen Angaben haben unsere Truppen während der Kämpfe bis zu 300 Panzer und 600 Geschütze des Gegners vernichtet. Allein an Gefallenen haben die Deutschen Tausende von Soldaten und Offizieren verloren.  
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* Die Truppen der 3. Weißrussischen Front gingen in Ostpreußen zum Angriff über. Der Gegner hatte dort im Laufe der Zeit ein mächtiges Verteidigungssystem errichtet. Nachdem die sowjetischen Truppen im Herbst letzten Jahres erstmals in Ostpreußen einmarschiert waren, hatten die Deutschen die Befestigungen noch weiter ausgebaut. Sie errichteten eine tief gestaffelte Verteidigung mit Artillerie- und MG-Bunkern sowie gepanzerten Abdeckungen. Die Zugänge zu den vordersten Stellungen wurden mit durchgängigen Minenfeldern, Panzerabwehrgräben und Höckern versehen. Um ihre Höhle zu verteidigen, verwandelten die Hitleristen alle Steinhäuser in den umliegenden Dörfern und Gehöften in Feuernester. Die deutsche Führung konzentrierte in Ostpreußen ihre Elitedivisionen.  
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* Dem Angriff unserer Truppen gingen mächtige Schläge von Artillerie und Kampfbombern voraus. Die Kämpfe waren äußerst erbittert. Besonders hart war die Stadt Pillkallen, ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, umkämpft. Die Hitleristen setzten sich in den Häusern fest und wehrten sich mit einer Verzweiflung von Leuten, die dem Tode geweiht sind. Unsere Einheiten mussten die Deutschen aus jedem einzelnen Haus verdrängen.  
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* Nicht weniger erbittert verliefen die Kämpfe um die Städte Schillehnen und Lasdehnen. Mit entschlossenen Schlägen nahmen unsere Truppen diese Städte ein. Sie zermalmten die Abwehr des Gegners, rückten unentwegt weiter vor und nahmen mehr als 600 Ortschaften ein. Der Gegner hatte im Raum des Durchbruchs Hunderte Panzer und Selbstfahrlafetten zusammengezogen. Die feindlichen Gegenangriffe erfolgten ununterbrochen. Doch fehlte den Deutschen die Kraft, die Offensive unserer Truppen aufzuhalten.  
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* Die Verteidigung des Gegners in Ostpreußen ist durchbrochen. Im Laufe der Gefechte hatten die Deutschen riesige Verluste an Mensch und Gerät. Nach unvollständigen Angaben haben unsere Truppen während der Kämpfe bis zu 300 Panzer und 600 Geschütze des Gegners vernichtet. Allein an Gefallenen haben die Deutschen Tausende von Soldaten und Offizieren verloren.  
 
* Die Truppen der 2. Weißrussischen Front setzen die Offensive fort und haben die Stadt Mlawa eingenommen. Sie liegt zwölf Kilometer von der Südgrenze Ostpreußens entfernt. Die Deutschen haben den Raum Mlawa mit bisher ungekannter Härte verteidigt. Der Gegner hat eilends eine motorisierte Division aus Ostpreußen herangezogen und bei den Gegenangriffen Bataillone des „Volkssturms“ in den Kampf geworfen. Als diese Abteilungen zerschlagen waren, kamen Kadetten der Panzerschule in Mlawa und einzelne MG-Bataillone aus der Reserve des Oberkommandos zum Einsatz. Die Straßenkämpfe zogen sich die ganze Nacht hin. Gegen Morgen nahmen die sowjetischen Truppen die Stadt im Sturm ein. Die Reste der zerschlagenen Kräfte des Gegners ziehen sich in Panik zurück. Viele Speicher, Automobile und mehr als 100 Geschütze wurden erbeutet; 800 deutsche Soldaten und Offiziere wurden gefangen genommen.
 
* Die Truppen der 2. Weißrussischen Front setzen die Offensive fort und haben die Stadt Mlawa eingenommen. Sie liegt zwölf Kilometer von der Südgrenze Ostpreußens entfernt. Die Deutschen haben den Raum Mlawa mit bisher ungekannter Härte verteidigt. Der Gegner hat eilends eine motorisierte Division aus Ostpreußen herangezogen und bei den Gegenangriffen Bataillone des „Volkssturms“ in den Kampf geworfen. Als diese Abteilungen zerschlagen waren, kamen Kadetten der Panzerschule in Mlawa und einzelne MG-Bataillone aus der Reserve des Oberkommandos zum Einsatz. Die Straßenkämpfe zogen sich die ganze Nacht hin. Gegen Morgen nahmen die sowjetischen Truppen die Stadt im Sturm ein. Die Reste der zerschlagenen Kräfte des Gegners ziehen sich in Panik zurück. Viele Speicher, Automobile und mehr als 100 Geschütze wurden erbeutet; 800 deutsche Soldaten und Offiziere wurden gefangen genommen.
 
* Die Truppen der 1. Weißrussischen Front haben nach erbitterten Kämpfen die Stadt Lodz von den deutschen Besatzern befreit. Lodz ist die zweitgrößte Stadt Polens mit einst 600.000 Einwohnern. Hier konzentrieren sich 60 Prozent der polnischen Textilindustrie. Auch Kraków, eine der ältesten und größten Städte Polens, wurde vom Feind gesäubert. In Kraków befand sich die Residenz von Generalgouverneur Hans Michael Frank, eines Erzfaschisten und Henkers des polnischen Volkes. In Kraków waren Tausende von deutschen beamteten Plünderern am Werke, die das mit uns verbündete Polen ausraubten und verwüsteten.
 
* Die Truppen der 1. Weißrussischen Front haben nach erbitterten Kämpfen die Stadt Lodz von den deutschen Besatzern befreit. Lodz ist die zweitgrößte Stadt Polens mit einst 600.000 Einwohnern. Hier konzentrieren sich 60 Prozent der polnischen Textilindustrie. Auch Kraków, eine der ältesten und größten Städte Polens, wurde vom Feind gesäubert. In Kraków befand sich die Residenz von Generalgouverneur Hans Michael Frank, eines Erzfaschisten und Henkers des polnischen Volkes. In Kraków waren Tausende von deutschen beamteten Plünderern am Werke, die das mit uns verbündete Polen ausraubten und verwüsteten.
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:'''  <br>
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* Heeresgruppe A : Der Feind erreichte die Dunajez-Talsperre; nördlich davon gleichfalls Absetzbewegungen. Nordostwärts Krakau wird noch ein Brückenkopf gehalten. Jedoch steht der Feind in der Stadt und ist westlich von ihr mit Panzern vorgedrungen. Panzerstöße an der Reichsgrenze wurden abgewiesen. Jedoch gelang es Panzern, in das Industriegebiet vorzustoßen. Bei Tschenstochow feindliche Bereitstellungen. An der Straße nach Wielun stieß der Feind nordwestlich vor. Von den vorn eingesetzten Verbänden fehlen Meldungen. Nordostwärts anschließend stieß der Feind in Bereitstellungen der Div. „Großdeutschland". Er umfaßt Litzmannstadt. Kutno wird von dem Panzerkorps „Hermann Göring" gehalten. Kämpfe im Raum von Sochaczew und Gombin.
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* Heeresgruppe Mitte: Vordringen des Feindes im Raum Zichenau und südostwärts Soldau. Das XX. Armeekorps setzte sich ab. In Ostpreußen kleinere Einbrüche. Im Raum von Gumbinnen und nördlich davon gelang es dem Gegner, mit Teilen die Inster zu überschreiten.
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* 4500 Lufteinsätze, 23 Abschüsse, drei Verluste. Erstmalig 60 russische Flugzeuge in dem Raum von Breslau.
 
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage im Nordraum.''' <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage im Nordraum.''' <br>
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* An Stelle des Generaloberst Rendulic, der die Führung der Heeresgruppe Nord übernehmen wird, wird der General der Gebirgstruppen Böhme als Oberbefehlshaber der 20. Gebirgsarmee und als Wehrmachtsbefehlshaber Norwegen treten. Die Kilpisjärvi-Stellung („Semmering"=Stellung) soll bis Frühjahr gehalten werden. Dadurch wird noch ein ganz kleiner Streifen von Finnland besetzt gehalten. Die endgültige Stellung ist die „Tauern"=Stellung.
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* Das Geneneralkommando XVIII. Armeekorps ist mit der Eisenbahn zum größten Teil abgefahren und kann bis Ende des Monats in den Vogesen eintreffen. Die 163. Infanteriedivision ist bereits zur Hälfte abgefahren. Um Kräfte gegen Sabotage und Unruhen zur Hand zu haben, werden Teile aus Nordnorwegen nach Süden verlegt.
 
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:'''  <br>
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* Beim Angriff der Gruppe Breith stießen die drei Panzerdivisionen weiter nach Süden vor, die Divisionen "Wiking" und "Totenkopf" nach Osten, nördlich von ihnen die 1. Panzerdivision. Aus dem anschließenden Bogen stieß die 23. Panzerdivision nach Süden vor, kam jedoch nur gering voran. 135 Flugzeuge unterstützen den Angriff. In Budapest, das durch 132 Flugzeuge versorgt wurde, mußte der Brückenkopf ostwärts der Donau geräumt werden. Nördlich der Donau kamen die eigenen Kräfte weiter voran. Bei der 8. Armee nur örtliche Kampfhandlungen. Bei Malinez griff der Feind weiter an.
  
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:'''  <br>
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* Die Engländer sollen in Saloniki Kräfte gelandet haben. Die Spitze der 22. Infanteriedivision erreichte Vlasenica; die 297. Infanteriedivision im Vormarsch über Serajewo (später Sarajewo) an die Drau-Front. In Syrmien wurde der Angriff fortgesetzt und ist bisher bereits 5 - 8 km über das Ziel hinausgestoßen, da der feindliche Widerstand sich als mürbe erwies. Die eigenen Kräfte sind jetzt durch den Oberbefehlshaber angehalten worden. Die Gruppe Fischer kam weiter nach Westen und Süden vor, wird jetzt jedoch auf das Eintreffen der 297. Infanteriedivision warten. Deshalb ist keine unmittelbare Entspannung für den Angriff im Kosakenraum zu erwarten. In diesem feindliche Gegenangriffe.
 
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|  <center> [[Datei:Großdeutsches Reich.png|70px]] [[Datei:USA 1912-1959.png|70px]]<br><br>[[Datei:Frankreich.png|70px]] [[Datei:Belgien.png|70px]]<br><br>[[Datei:Niederlande.png|70px]] [[Datei:Großbritannien.png|70px]]  </center>  ||  '''[[Großdeutsches Reich 1945.01|Großdeutsches Reich]] / [[Reichsland Elsaß-Lothringen|Reichsland Elsaß-Lothringen]] / [[Vereinigte Staaten von Amerika 1945.01|Vereinigte Staaten von Amerika (USA)]] / [[Französische Republik 1945|Französische Republik]] / [[Königreich Belgien 1945|Königreich Belgien]] / [[Königreich der Niederlande 1945|Königreich der Niederlande]] /  [[Großherzogtum Luxemburg 1945|Großherzogtum Luxemburg]] / [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland 1945|Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland]]''' <br>
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:'''  <br>
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* Im Hafengebiet von Hamburg schwere Schäden (davon vier neue U-Boote, ferner 13 beschädigt). Die Verteidigung durch 200 bis 300 Flakrohre ist nicht ausreichend für ein so großes Gebiet. Der Gegner versuchte wieder einen Großanflug, wurde aber durch schlechtes Wetter behindert, das heißt nur 150 gegen Kaiserslautern. Nachts 80 Moskitos. Zwischen Hamburg und Berlin trieben acht Ballone mit Störkabeln an, die die Hochspannungsleitungen beschädigen sollen, ohne Schaden angerichtet zu haben. Eigener Einsatz nur gering.
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* Die Amerikaner haben, nachdem sie an der Nordfront eine Division aus der Reserve im Raum Verviers eingesetzt haben, noch sieben operative Verbände bereit. Aus den unteren Vogesen wurde die 36. US-amerikanische  nach Osten verschoben. Unklar ist die Feindlage im Raum von Straßburg (3. algerische und 2. französische Panzerdivision).
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* Bei der Heeresgruppe H im Bogen von Arnheim ein eigener Vorstoß. Bei dem Vorstoß nördlich Sittard scheint es sich um einen Angriff zu handeln, der geplant war, als die eigene Offensive begann. Die Briten stellen ihr Unternehmen als Großoffensive heraus, um ihre Tätigkeit gegenüber den Amerikanern zur Geltung zu bringen. Sie führen ihre Angriffe langsam, aber stetig in nordwestlicher Richtung vor. Drei Divisionen stehen hier einer eigenen gegenüber. Herangeführt werden die 12. Volksgrenadierdivision und die 116. Panzerdivision. Die Wege sind, da die Temperatur um 0 Grad liegt, schlecht. Dadurch verzögert sich auch die Zuführung der (an sich bereitstehenden, starken) Benzinbestände.
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* Heeresgruppe B: Der Druck gegen die Nordostfront ist so stark wie bisher. Nur geringe Einbrüche. An der Südfront bei Diekirch konnte der Gegner einen Überraschungserfolg erzielen. Er überschritt die Sauer in breiter Front. Eigene Kräfte wurden abgeschnitten. Neue Kräfte sind im Herankommen. Der Oberbefehlshaber West ist nicht sicher, ob diese genügen werden.
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* Heeresgruppe G : Beim Gegenstoß im Orscholz-Riegel erzielte die 11. Panzerdivision Erfolge, wurde jedoch aus Tattingen wieder herausgedrückt. In den unteren Vogesen wehrt sich die eingeschlossene US-amerikanische Gruppe; sie soll nicht mehr angegriffen, sondern ausgehungert werden. Am 20.1. wird die 25. Panzerdivision durch die 47. Volksgrenadierdivision herausgelöst. Die 10. SS-Panzerdivision im Stoß nach Süden. Ferner Vorstöße aus dem Brückenkopf nach Osten.
 
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'''Wehrmachtsbericht: Die Lage im Südraum:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht: Die Lage im Südraum:'''  <br>
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* Umgruppierungen wurden eingeleitet. Die 157. Reservedivision übernahm den Abschnitt der 4. Fallschirmjäger-Division, die nach Osten verschoben wird, um als Reserve eine Panzerdivision freizumachen. Die 98. Infanteriedivision wird eingeschoben, um Auffrischung zu ermöglichen. Die 710. Infanteriedivision wird durch die 111 . Jägerdivision abgelöst und dann an das Adriatische Küstengebiet verlegt. Die 356. Infanteriedivision wird ab 22.1. in den Osten abtransportiert, und zwar über den Brenner und über Tarvis im Tempo 4 + 4 .
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* Vorstoß nach Nizza durch 2 Kleinst-U-Boote, von denen eines zurückkehrte (geringe Belegung). Im Süden von Livorno Erfolge durch Kleinst-U-Boote. In Ancona nur geringe Belegung mit Landebooten.
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Die japanischen Kawasaki Flugzeug- und Motorenwerke werden bei US-amerikanischen Luftangriffen stark beschädigt; die Produktionskapazität sinkt dadurch um rund 45%. <br>
 
Die japanischen Kawasaki Flugzeug- und Motorenwerke werden bei US-amerikanischen Luftangriffen stark beschädigt; die Produktionskapazität sinkt dadurch um rund 45%. <br>
 
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! style="width:20%" | !! style="width:80%"| <center>  '''[[Chronik 1945.05|20.01.1945]]''' </center>
 
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* Geheimbericht der Wehrmacht: Bei Streifen durch das abendliche bzw. nächtliche Berlin konnte festgestellt werden, dass viele Volksgenossen es anscheinend nicht mehr für notwendig erachten, sorgfältig zu verdunkeln. Bei Fliegeralarmen, zumal wenn erst nur "Öffentliche Luftwarnung" gegeben wurde, sind immer wieder Fackelzüge in Richtung der öffentlichen Luftschutzbunker zu sehen.  
 
* Geheimbericht der Wehrmacht: Bei Streifen durch das abendliche bzw. nächtliche Berlin konnte festgestellt werden, dass viele Volksgenossen es anscheinend nicht mehr für notwendig erachten, sorgfältig zu verdunkeln. Bei Fliegeralarmen, zumal wenn erst nur "Öffentliche Luftwarnung" gegeben wurde, sind immer wieder Fackelzüge in Richtung der öffentlichen Luftschutzbunker zu sehen.  
 
* Der deutsche Historiker Wilhelm Hausenstein schreibt in sein Tagebuch: "Wenn die Bombardements eine Spekulation auf die Bevölkerung der Städte bedeuten, darauf nämlich, dass diese in die Länge unruhig würde, dann ist offenbar, dass solche Spekulation danebengreift: Die Betroffenen werden durch die Katastrophen von allem Politischen abgelenkt, auf ihre allerprivatesten Sorgen konzentriert und gegenüber den Ereignissen, allgemeinen wie individuellen, resigniert, wo nicht apathisch."  
 
* Der deutsche Historiker Wilhelm Hausenstein schreibt in sein Tagebuch: "Wenn die Bombardements eine Spekulation auf die Bevölkerung der Städte bedeuten, darauf nämlich, dass diese in die Länge unruhig würde, dann ist offenbar, dass solche Spekulation danebengreift: Die Betroffenen werden durch die Katastrophen von allem Politischen abgelenkt, auf ihre allerprivatesten Sorgen konzentriert und gegenüber den Ereignissen, allgemeinen wie individuellen, resigniert, wo nicht apathisch."  
* Die Journalistin Ursula von Kardorff schreibt in ihr Tagebuch: "Ungefähr jeden Tag zweimal Alarm, fast mit dem Glockenschlag, abends um acht und dann noch einmal um elf. "Einflug Hannover-Braunschweig" heißt die Vorformel, ehe das Rennen in den Bunker beginnt. Gehe jetzt meist in den Speer-Bunker, der sehr komfortabel ist, mit fließendem Wasser. Sitze oft neben dem alten Eulenburg, der von vergangenen Zeiten erzählt, in denen er Vortänzer am Kaiserhof war. Mitunter taucht auch Speer selber auf, der einen freundlichen Eindruck macht. Nichts Bonzenhaftes.  
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* Die Journalistin Ursula von Kardorff schreibt in ihr Tagebuch: "Ungefähr jeden Tag zweimal Alarm, fast mit dem Glockenschlag, abends um acht und dann noch einmal um elf. "Einflug Hannover-Braunschweig" heißt die Vorformel, ehe das Rennen in den Bunker beginnt. Gehe jetzt meist in den Speer-Bunker, der sehr komfortabel ist, mit fließendem Wasser. Sitze oft neben dem alten Eulenburg, der von vergangenen Zeiten erzählt, in denen er Vortänzer am Kaiserhof war. Mitunter taucht auch Speer selber auf, der einen freundlichen Eindruck macht. Nichts bonzenhaftes.  
  
 
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Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an den Fronten: <br>
 
Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an den Fronten: <br>
* Die Lage an den Fronten am 20. Januar 1945: Die sowjetischen Abteilungen brachen den hartnäckigen Widerstand des Gegners und verdrängten die Hitleristen nach erbitterten Kämpfen aus der Stadt Aulowehnen 18 Kilometer nördlich von Insterburg. Nach harten Nahkämpfen nahmen die sowjetischen Truppen Tilsit im Sturm, das ein mächtiger Verteidigungsknotenpunkt des Feindes in Ostpreußen war. Diese Stadt liegt am linken Ufer des Neman. Tilsit ist die drittgrößte Stadt von Ostpreußen und steht an Bevölkerungszahl nur hinter Königsberg und Elbing zurück. Die Truppen der 2. Weißrussischen Front rücken unter Kämpfen voran. Westlich von Ostroleka wurde ein großes Waldmassiv von den Deutschen gesäubert und zum Abend hin die Stadt Janowo an der Südgrenze von Ostpreußen eingenommen. Nicht weit davon entfernt befreite die Rote Armee 15.000 Sowjetbürger aus der faschistischen Gefangenschaft.  
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* Die sowjetischen Abteilungen brachen den hartnäckigen Widerstand des Gegners und verdrängten die Hitleristen nach erbitterten Kämpfen aus der Stadt Aulowehnen 18 Kilometer nördlich von Insterburg. Nach harten Nahkämpfen nahmen die sowjetischen Truppen Tilsit im Sturm, das ein mächtiger Verteidigungsknotenpunkt des Feindes in Ostpreußen war. Diese Stadt liegt am linken Ufer des Neman. Tilsit ist die drittgrößte Stadt von Ostpreußen und steht an Bevölkerungszahl nur hinter Königsberg und Elbing zurück.  
* Nach vorläufigen Angaben haben die Truppen der 1. und 2. Weißrussischen und der 1. Ukrainischen Front bei den Kämpfen zwischen dem 12. und 19. Januar dieses Jahres mehr als 25.000 deutsche Soldaten und Offiziere gefangen genommen und 480 Panzer und 1.079 Geschütze erbeutet. Der Gegner verlor allein an Gefallenen 65.000 Soldaten und Offiziere. In der letzten Zeit haben unsere Truppen in Angriffskämpfen Soldaten und Offiziere der 344., 595. und 712. Infanteriedivision und der 11. Panzerdivision gefangen genommen, die vom westlichen Kriegsschauplatz an die sowjetisch-deutsche Front geworfen worden waren.
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* Die Truppen der 2. Weißrussischen Front rücken unter Kämpfen voran. Westlich von Ostroleka wurde ein großes Waldmassiv von den Deutschen gesäubert und zum Abend hin die Stadt Janowo an der Südgrenze von Ostpreußen eingenommen. Nicht weit davon entfernt befreite die Rote Armee 15.000 Sowjetbürger aus der faschistischen Gefangenschaft.  
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* Nach vorläufigen Angaben haben die Truppen der 1. und 2. Weißrussischen und der 1. Ukrainischen Front bei den Kämpfen zwischen dem 12. und 19. Januar dieses Jahres mehr als 25.000 deutsche Soldaten und Offiziere gefangen genommen und 480 Panzer und 1079 Geschütze erbeutet. Der Gegner verlor allein an Gefallenen 65.000 Soldaten und Offiziere. In der letzten Zeit haben unsere Truppen in Angriffskämpfen Soldaten und Offiziere der 344., 595. und 712. Infanteriedivision und der 11. Panzerdivision gefangen genommen, die vom westlichen Kriegsschauplatz an die sowjetisch-deutsche Front geworfen worden waren.
 
* Im Raum Budapest setzten unsere Truppen die Kämpfe zur Liquidierung der Garnison des im Westteil der Stadt (Buda) eingeschlossenen Gegners fort. Südlich und südöstlich der Stadt Szekesfehervar haben unsere Truppen die Angriffe von massierten Infanterie- und Panzerkräften des Gegners zurückgeschlagen, der versuchte, nach Osten Richtung Donau durchzustoßen.
 
* Im Raum Budapest setzten unsere Truppen die Kämpfe zur Liquidierung der Garnison des im Westteil der Stadt (Buda) eingeschlossenen Gegners fort. Südlich und südöstlich der Stadt Szekesfehervar haben unsere Truppen die Angriffe von massierten Infanterie- und Panzerkräften des Gegners zurückgeschlagen, der versuchte, nach Osten Richtung Donau durchzustoßen.
 
* Die Truppen der 3. Weißrussischen Front setzten die Offensive fort. Die Deutschen haben starke Stützpunkte und unternehmen von dort aus wütende Gegenangriffe. Nach wie vor haben sie eine Großzahl an Panzern und Artilleriegeschützen. Alle gefangenen Soldaten und Offiziere geben an, dass die deutsche Führung ihnen befohlen hatte, bis zum letzten Mann zu stehen, aber keinen Schritt zurückzugehen.  
 
* Die Truppen der 3. Weißrussischen Front setzten die Offensive fort. Die Deutschen haben starke Stützpunkte und unternehmen von dort aus wütende Gegenangriffe. Nach wie vor haben sie eine Großzahl an Panzern und Artilleriegeschützen. Alle gefangenen Soldaten und Offiziere geben an, dass die deutsche Führung ihnen befohlen hatte, bis zum letzten Mann zu stehen, aber keinen Schritt zurückzugehen.  
* Die sowjetischen Abteilungen brachen den hartnäckigen Widerstand des Gegners und verdrängten die Hitleristen nach erbitterten Kämpfen aus der Stadt Aulowehnen 18 Kilometer nördlich von Insterburg. Nach harten Nahkämpfen nahmen die sowjetischen Truppen Tilsit im Sturm, das ein mächtiger Verteidigungsknotenpunkt des Feindes in Ostpreußen war. Diese Stadt liegt am linken Ufer des Neman. Tilsit ist die drittgrößte Stadt von Ostpreußen und steht an Bevölkerungszahl nur hinter Königsberg und Elbing zurück.
 
* Die Truppen der 2. Weißrussischen Front rücken unter Kämpfen voran. Westlich von Ostroleka wurde ein großes Waldmassiv von den Deutschen gesäubert und zum Abend hin die Stadt Janowo an der Südgrenze von Ostpreußen eingenommen. Nicht weit davon entfernt befreite die Rote Armee 15.000 Sowjetbürger aus der faschistischen Gefangenschaft.
 
 
* Die Truppen der 4. Ukrainischen Front setzten die Offensive fort. Um den Zugang zu den Gebieten in Südpolen und der Nordtschechoslowakei abzuriegeln, hat der Feind monatelang sein Verteidigungssystem in den Karpaten ausgebaut. Dafür nutzten die Deutschen natürliche Hindernisse wie Schluchten und Abhänge, sumpfige Täler und Bergflüsse. Außerdem errichteten die Hitleristen viele Abwehranlagen.  
 
* Die Truppen der 4. Ukrainischen Front setzten die Offensive fort. Um den Zugang zu den Gebieten in Südpolen und der Nordtschechoslowakei abzuriegeln, hat der Feind monatelang sein Verteidigungssystem in den Karpaten ausgebaut. Dafür nutzten die Deutschen natürliche Hindernisse wie Schluchten und Abhänge, sumpfige Täler und Bergflüsse. Außerdem errichteten die Hitleristen viele Abwehranlagen.  
 
* Die sowjetischen Truppen durchbrachen die Linie des Gegners westlich von Sanok und kesselten die an den Nordhängen der Karpaten gelegene Stadt Nowy Sacz ein. Nach zwei Tage andauernden Kämpfen haben unsere Einheiten die deutsche Garnison vernichtete und die polnische Stadt Nowy Sacz befreit.
 
* Die sowjetischen Truppen durchbrachen die Linie des Gegners westlich von Sanok und kesselten die an den Nordhängen der Karpaten gelegene Stadt Nowy Sacz ein. Nach zwei Tage andauernden Kämpfen haben unsere Einheiten die deutsche Garnison vernichtete und die polnische Stadt Nowy Sacz befreit.
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:'''  <br>
 
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* Es gelang dem Gegner erneut, die Hauptkampflinie vor Oberschlesien zu durchbrechen. Litzmannstadt ging verloren. Über Kutno drang der Gegner nach Westen vor; außerdem stieß er in nördlicher Richtung über W&lstrok;oc&lstrok;awek vor. An der Südfront erreichte er Soldau.
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* Die ostpreußische Front hielt bis auf einen größeren Einbruch im Raum von Hohensalza.
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* Bei Neusandec wurde der Gegner abgewiesen; nur bei der Dunajez-Talsperre drang er weiter vor. Krakau ging verloren. Südlich der Stadt halten sich eigene Kräfte. Nordwestlich davon hielt die 75. Infanteriedivision ihren Abschnitt; nördlich davon stieß der Gegner bis Oberschlesien heran. An Divisionen sind im Zulauf unter anderem: 712. Infanteriedivision von der unteren Maas, die mit Teilen schon eingesetzt ist. Über Tschenstochow drang der Gegner bis an den Wald westlich der Stadt vor. Bei Landsberg wurde er abgewiesen. Es kämpfen sich zurück die 342., die 16. Panzer- und die 10. Panzergrenadierdivision. Von den übrigen Verbänden fehlen Meldungen. Der General Hohn, Führer der Gruppe Hohn, ist gefallen. Südlich Litzmannstadt (Lodz) hielten die eigenen Kräfte; die Stadt selbst ging verloren. Über Kutno stieß der Gegner gegen W&lstrok;oc&lstrok;awek vor, wo ein eigener Brückenkopf gebildet worden ist.
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* Heeresgruppe Mitte: Das XXVIII. und XXIII. Armeekorps setzte sich, da der Feind in ihre Front einbrach, nach Osten ab. Panzerspitzen des Feindes erreichten Soldau und stießen in Richtung Gilgenberg vor. Die ostwärts anschließende Front setzte sich in nordostwärtiger Richtung ab. Die 3. Panzerarmee schloß sich mit dem rechten Flügel dieser Bewegung an. In Ostpreußen erweiterte der Gegner seinen Einbruch bei Hohensalza nach Osten zu einem tiefen Keil. Ragnit ging verloren; doch konnte der Feind hier abgeriegelt werden. Bei Tilsit wurde er abgewiesen.
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* Bei der Heeresgruppe Nord keine besonderen Kampfhandlungen. Zwei Infanteriedivisionen jetzt auf dem Marsch zum Abtransport, eine weitere soll folgen. Aus Memel wird eine Panther-Abteilung abgezogen. Wegen der Verminungen zwischen Lübeck und Danzig ein Stopp von noch 62 Schiffen.
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* 1900 feindliche und 408 eigene Einsätze. Die Luftflotte 7 erhält außer den schon zugeführten zwei Jagdgeschwadern jetzt noch ein drittes aus dem Westen.
 
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage im Nordraum.''' <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage im Nordraum.''' <br>
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* Nach feindlichen Nachrichten ist jetzt eine norwegische Kompanie, die von Schweden aus in US-amerikanischen Flugzeugen überflogen wurde, am Porsanger=Fjord eingesetzt. Das Wetter verzögerte die eigenen Übersetzbewegungen. Da Sabotage in Oslo droht, wird erwogen, ob die Einladungen in kleineren Häfen erfolgen sollen.
 
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* Die Truppen der 2. Ukrainischen Front haben, wie bereits berichtet, die Liquidierung der eingekreisten Gruppierung des Gegners im östlichen Teil von Budapest abgeschlossen. Bei den Kämpfen zur Säuberung des Ostteils der Stadt (Pest) vom Gegner wurden viele Trophäen erbeutet. Allein am 18. Januar haben unsere Truppen 64 Panzer und Selbstfahrlafetten, 318 Geschütze unterschiedlichen Kalibers, 765 Maschinengewehre, mehr als 18.000 Gewehre und Maschinenpistolen und verschiedene Speicher mit Militärgut erbeutet.
 
* Die Truppen der 2. Ukrainischen Front haben, wie bereits berichtet, die Liquidierung der eingekreisten Gruppierung des Gegners im östlichen Teil von Budapest abgeschlossen. Bei den Kämpfen zur Säuberung des Ostteils der Stadt (Pest) vom Gegner wurden viele Trophäen erbeutet. Allein am 18. Januar haben unsere Truppen 64 Panzer und Selbstfahrlafetten, 318 Geschütze unterschiedlichen Kalibers, 765 Maschinengewehre, mehr als 18.000 Gewehre und Maschinenpistolen und verschiedene Speicher mit Militärgut erbeutet.
* Béla Dálnoki-Miklós, der Oberbefehlshaber der 1. Ungarischen Armee, der am 23. Dezember 1944 in Debrecen eine provisorische Regierung der "Ungarischen Nationalen Unabhängigkeitsfront" bildete und am 31. Dezember dem Großdeutschen Reich den Krieg erklärte, unterzeichnet in Moskau nach dreitägigen Verhandlungen mit der UdSSR und den Westmächten einen Waffenstillstandsvertrag, in dem er auf alle Erwerbungen Ungarns in den letzten Jahren verzichtet und Reparationen verspricht. Ungarn tritt damit auf seiten der alliierten Staaten in den Krieg ein. <br>
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* Béla Dálnoki-Miklós, der Oberbefehlshaber der 1. Ungarischen Armee, der am 23. Dezember 1944 in Debrecen eine provisorische Regierung der "Ungarischen Nationalen Unabhängigkeitsfront" bildete und am 31. Dezember dem Großdeutschen Reich den Krieg erklärte, unterzeichnet in Moskau nach dreitägigen Verhandlungen mit der UdSSR und den Westmächten einen Waffenstillstandsvertrag, in dem er auf alle Erwerbungen Ungarns in den letzten Jahren verzichtet und Reparationen verspricht. Ungarn tritt damit auf Seiten der alliierten Staaten in den Krieg ein. <br>
 
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:'''  <br>
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* Der Angriff der Gruppe Breith stieß in südostwärtiger Richtung bis zur Donau vor. Angriffe des Gegners in die Flanke waren noch nicht stark. Die nördlich anschließenden Kräfte kamen bis in den Raum von Stuhlweißenburg vor. Der Gegner zieht zwei mechanische Korps von Norden heran. Eigene Gegenangriffe, um den Gegner zu fesseln. 57 Flugzeuge zur Versorgung von Budapest. Nach Oberschlesien ist das Generalkommando LXXII. Armeekorps verlegt, um die bereits abtransportierte 20. und die nachfolgende 8. Pamzerdivision zu führen. Die 271. Infanteriedivision wird nach Nordosten in die Slowakei verschoben. Die Gruppe Heinrici setzte sich weiter ab. Nachdrängender Gegner wurde abgewiesen
  
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:'''  <br>
 
'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:'''  <br>
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* Die 22. Infanteriedivision im Vormarsch über Vlasenica zum Vorstoß entlang der Drina. Am 19.1. Beginn eines Unternehmens der 114 . Jägerdivision im Raum von Travnik. Im Drina-Save-Dreieck hat der Gegner seine Kräfte unter der 2. Tito-Armee zusammengefaßt. Bei dem eigenen Unternehmen in Syrmien wurden 12.000 feindliche Tote gezählt. Die 7. SS-Gebirgsdivision wird jetzt herausgelöst. Über
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ihre weitere Verwendung ist noch nicht entschieden. In Syrmien wird eine neue Hauptkampflinie vorbereitet, hinter der die Nachhuten zurückgenommen werden sollen.
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* Die Kampfgruppe Fischer kam wieder etwas voran. Bei Virovitica stieß der Gegner vor, wurde jedoch abgewiesen. Der Einsatz der Bulgaren an der Drau ist zur Zeit ungewiss; unklar ist ferner, ob bulgarische Kräfte auch an die Front der 2. Panzerarmee geführt werden. Angriffe von 350 viermotorigen Bombern gegen den Raum von Budapest.
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* Das Lazarettschiff GRADISCA ist in Leros eingetroffen.
 
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:'''  <br>
 
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* Der englische Angriff bezweckt wohl Fesselung eigener Kräfte. Die britischen Reserven sind vorläufig so aufgelockert aufgestellt, daß die Bildung eines neuen Schwerpunktes nicht erkennbar ist. Die eigenen Vorstöße im Raum von Arnheim wurden fortgesetzt. Bei Roermond keine Angriffe. Nördlich Sittard setzte der Gegner seine Angriffe fort, wodurch einige Orte verlorengingen. Durch den Einsatz einer Sturmgeschütz-Brigade konnte der Durchbruch verhindert werden. Außerdem sind schon Teile der 12. Volksgrenadierdivision da.
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* Heeresgruppe B: Gegen die 6. Panzerarmee wieder Angriffe mit Schwerpunkt bei St. Vith und ostwärts Vilsalm. Die 1., 12 . und 2. SS-Panzerdivisionen mit den beiden Panzergeneralkommandos sind jetzt herausgelöst. Schneeverwehungen hemmen die Bewegungen. Von der 5. Panzerarmee wird die Panzer-Lehrdivision zur 7. Armee verlegt. Bei Diekirch, wo der Gegner anscheinend Panzer zuführt, konnte ein Durchbruch verhindert werden. Aber der Feind errang doch wieder neues Gelände.
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* Heeresgruppe G : Im Orscholz=Riegel ist jetzt die aus den USA neu zugeführte 8. Panzerdivision aufgetaucht. Der Angriff der 11. Panzerdivision gegen Nenniz schlug nicht durch. Ein Angriff gegen den in Hatten eingedrungenen Feind schlug nicht durch. Aus dem Brückenkopf stieß die 10. SSPan. nach Westen vor. Die 7. Fallschirmjäger-Division stellte bei Drusenheim die Verbindung her.
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7. Fallsch.=Jäg.=Div. stellte bei Drusenheim die Verbindung her.
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'''Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage der Luftkriegsführung:'''  <br>
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Wegen schlechten Wetters nur ganz geringe Lufttätigkeit. <br>
 
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* Von der V-2-Startbatterie 485 mit der Leitstelle in Den Haag starten folgende Raketen:          [[Datei:V 2.jpg|70px|thumb|''V 2'']]         
 
* Von der V-2-Startbatterie 485 mit der Leitstelle in Den Haag starten folgende Raketen:          [[Datei:V 2.jpg|70px|thumb|''V 2'']]         
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** 0330 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt in der Nähe des südöstlichen Stadtteils von Antwerpen, Berchem, ein, es werden keine Verletzungen oder Schäden bekannt.
 
** 0330 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt in der Nähe des südöstlichen Stadtteils von Antwerpen, Berchem, ein, es werden keine Verletzungen oder Schäden bekannt.
 
** 0353 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt nahe Broechem in der Provinz Antwerpen ein, es werden keine Verletzungen oder Schäden bekannt.
 
** 0353 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt nahe Broechem in der Provinz Antwerpen ein, es werden keine Verletzungen oder Schäden bekannt.
** 1421 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete wird mit einem Leitstrahl geführt und schlägt im Dokken 28 in Antwerpen ein, 20
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** 1421 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete wird mit einem Leitstrahl geführt und schlägt im Dokken 28 in Antwerpen ein, 20 Menschen sterben. <br>
Menschen sterben. <br>
 
 
* Britische Behörden stellen fest: "Die derzeitigen britischen Verluste liegen deutlich unter den Opferzahlen der Großangriffe vom Herbst 1940 auf London oder den täglichen Verlusten der deutschen Bevölkerung."
 
* Britische Behörden stellen fest: "Die derzeitigen britischen Verluste liegen deutlich unter den Opferzahlen der Großangriffe vom Herbst 1940 auf London oder den täglichen Verlusten der deutschen Bevölkerung."
  
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'''Die militärische Lage der Seekriegsführung:'''  <br>
 
'''Die militärische Lage der Seekriegsführung:'''  <br>
 
* Der Oberbefehlshaber der Marine nimmt nachmittags an der Führerlage teil. Der wichtigste Punkt ist der, dass der Oberbefehlshaber der Marine im Hinblick auf die bedrohliche Ostlage 20.000 Soldaten der Kriegsmarine für das Heer zur Verfügung gestellt hat. Der Führer stimmt diesem Angebot zu und entscheidet, dass Ausbildungseinheiten der Kriegsmarine in entsprechender Stärke in den dänischen Raum zu verlegen und in die dortige Landverteidigung einzugliedern sind, damit hierdurch Heereskräfte herausgelöst werden können.  
 
* Der Oberbefehlshaber der Marine nimmt nachmittags an der Führerlage teil. Der wichtigste Punkt ist der, dass der Oberbefehlshaber der Marine im Hinblick auf die bedrohliche Ostlage 20.000 Soldaten der Kriegsmarine für das Heer zur Verfügung gestellt hat. Der Führer stimmt diesem Angebot zu und entscheidet, dass Ausbildungseinheiten der Kriegsmarine in entsprechender Stärke in den dänischen Raum zu verlegen und in die dortige Landverteidigung einzugliedern sind, damit hierdurch Heereskräfte herausgelöst werden können.  
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* Vor Gibraltar eigene U-Boot-Erfolge.
 
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Aktuelle Version vom 9. Juli 2024, 13:14 Uhr

Pixabay-Globus.jpg

Weltchronik der zweiten Dekade des Januar 1945


Ereignisse vom 01.-10. des Monats     Ereignisse vom 11.-20. des Monats    Ereignisse vom 21.-Ende des Monats


Die sowjetischen Streitkräfte beginnen ihre Winteroffensive zwischen Weichsel und Oder

Das Generalgouvernement wird nach der Besetzung des Verwaltungssitzes in Kraków aufgelöst

Schwer verwundete Kriegsgefangene sollen in der Schweiz ausgetauscht werden

Map Deutschland 1945-01-15.jpg


Deutschland am 15. Januar 1945; nur in den weißen Gebieten stehen noch keine feindlichen Truppen.
Die dunkelrot gefärbten Gebiete gingen Deutschland in den letzten zwei Wochen verloren.
Hier geht es zu den Ereignissen der Jahre... 1935 / 1936 / 1937 / 1938 / 1939 / 1940 / 1941 / 1942 / 1943
Hier geht es zu den Ereignissen der Monate des Jahres 1944 Januar / Februar / März / April / Mai / Juni / Juli / August / September / Oktober / November / Dezember
Hier geht es zu den Ereignissen der Monate des Jahres 1945 Januar / Februar / März / April / Mai / Juni / Juli / August / September / Oktober / November / Dezember
11.01.1945
UdSSR 1923-1955.png
Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Tagesbefehl von Marschall Georgi Schukow: An die Soldaten, Unteroffiziere, Offiziere und Generäle der Truppen der 1. Weißrussischen Front. Kampfgefährten! Die große Stunde hat geschlagen! Die Zeit ist gekommen, dem Feind den letzten, entscheidenden Schlag zu versetzen und dem faschistischen Tier in seiner eigenen Höhle den Garaus zu machen und über Berlin die Siegesfahne zu hissen!

Griechenland 1924-1970.png Großbritannien.png
Königreich Griechenland / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland

In Griechenland wird zwischen dem Oberkommando der britischen Truppen und der kommunistischen Widerstandsbewegung "Ethnikos Laikos Apeleftherotikos" (ELAS) ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet, das am 19. Januar in Kraft treten soll. Die ELAS verpflichtet sich zunächst unter anderem zur Übergabe ihrer Gefangenen.

Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Großdeutsches Reich
  • Die Aufstellung von zwei Volks-Artillerie-Korps für den Osten wird befohlen.
  • Der Führererlaß zum Volksopfer: Wer sich an gesammelten Sachen bereichert oder solche Sachen sonst ihrer Verwendung entzieht, wird mit dem Tod bestraft. Der "Westfälische Anzeiger" schreibt hierzu: Früher wurde ein alter abgetragener Strumpf achtlos in den Lumpensack getan. Heute dagegen ist er wertvolles Grundmaterial, das wieder den verschiedensten Verwendungszwecken zugeführt wird. Von den Strümpfen werden die Füßlinge abgeschnitten. Wenn man die Strümpfe unten zunäht, gewinnt man gute Hüllen für Schuhe, die im Luftschutzgepäck untergebracht sind. Auch zum Verstricken sind alte Strümpfe bestens geeignet.
  • Die Journalistin Ursula von Kardorff schreibt in ihr Tagebuch: Heute um zwei Uhr mittags starb Papa. Ich war allein bei ihm, Mama kam erst nachmittags zurück. Papas abwehrende Geste, als ich ihm noch einmal über seine Stirn strich - er war schon nicht mehr auf dieser Welt. Er ist ohne Auflehnung gestorben, hing nicht mehr am Leben. Im Grunde war seine Existenz seit 1934 zerstört. Vieles hat er vorausgeahnt. "Ich wünschte, ich hätte unrecht", wie oft hat er das seufzend gesagt. Er litt fast physisch unter dem, was den Juden zugefügt wurde. Die Hetzreden, die Judensterne, die fürchterlichen Drohungen, dass man sie ausrotten werde, das alles zehrte an seiner Substanz.
Großdeutsches Reich.png USA 1912-1959.png

siehe Fußnote
Polen.png UdSSR 1923-1955.png
Großdeutsches Reich / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik Polen / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Politischer Lageüberblick der Wehrmacht:

  • Für das erste Halbjahr 1945 werden in den USA 900.000 Mann für die Armee und 700.000 Mann für die Rüstung eingezogen.
  • Zum ersten Mal seit Kriegsbeginn hat die USA-Regierung zusammenfassende Angaben über ihre Handelsmarine veröffentlicht. Nach ihnen umfasst gegenwärtig die unter Kontrolle des Kriegsschiffahrtsamtes stehende Handelsflotte 3.800 Schiffe mit 40,8 Millionen Tonnen Gewicht; in der Zeit vom 1.1.42 bis Jahresanfang 1945 sind auf den amerikanischen Werften 4319 Schiffe mit über 43,6 Millionen Tonnen gebaut worden. Trotz Überlassung zahlreicher Schiffe an das Ausland und erheblicher Verluste wurde somit die amerikanische Tonnage während des Krieges fast vervierfacht und dürfte heute mehr als die Hälfte der Welthandelsflotte ausmachen. Diese wichtige Veröffentlichung, die zeigt, in welchem Umfang die USA den Krieg in ihrem Interesse ausnutzen können, wird auch wegen der Bedeutung des Seetransportproblems Rückschlüsse auf die politische Lage der Angelsachsen zulassen.
  • An Schiffen über 1000 BRT besaßen in Millionen BRT
    • am 1.9.39 England 18,8 und USA 9,1 und
    • am 1.1.45 England 10,2 und USA 30,3 (hierin enthalten sind keine neutralen Schiffe)

Diese wenigen Zahlen zeigen auf, in welchem Umfang die gesamte Kriegführung der Angelsachsen bereits heute von den USA abhängt und wie weit England schon in ein Abhängigkeitsverhältnis zu seinem Bundesgenossen geraten ist.

  • Ferner wird bekanntgegeben, dass die Verluste der USA-Flugzeuge über dem Reichsgebiet seit 1943 von 10% auf 1% gesunken sind.
  • Das US State Department hat den Antrag gestellt, das anglo-amerikanische Ölabkommen, das erst vor kurzem anhand sehr geschickter englischer Verhandlungstaktik der englischen Interessen zustandegekommen war, aus dem Senat wieder zurückzuziehen.
  • Aus Erörterungen in den USA über Seenachschub in die Sowjetunion durch die Dardanellen ist zu entnehmen, dass dieser Nachschubweg bereits aufgenommen worden ist bzw. in Kürze anläuft.
  • Argentinien hat nunmehr tatsächlich erklärt, dass es an weiteren Besprechungen der panamerikanischen Union erst dann teilnehmen werde, wenn seine Rechte sichergestellt seien.
Großdeutsches Reich.png Polen 1939-1945.png

Polen.png UdSSR 1923-1955.png
siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Republik Polen / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken
  • Der Angriff aus dem bei Baranow (Westgalizien) über die Weichsel gebildeten Brückenkopf bricht die deutsche Mittelfront auf und liefert die noch in Polen besetzten Gebiete der Roten Armee aus. Beginn der Befreiungsschlacht um Warschau.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:

  • An der Ostfront wird von Gefangenen jetzt wieder die Zeit vom 11.-16. Januar als Angriffstermin genannt. Von der Heeresgruppe Nord bildet der Gegner anscheinend einen neuen Schwerpunkt.
Großdeutsches Reich.png UdSSR 1923-1955.png

siehe Fußnote
Schweden.png
Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken / Königreich Schweden

TBD

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage im Nordraum.

  • Ab Montag beginnt jetzt der Abtransport der 163. Infanteriedivision und des Generalkommandos XVIII. Armeekorps. In Oslo wird heute der letzte Zug der 2. Gebirgsdivision erwartet. Die letzten drei Schiffe sind in Dänemark eingetroffen; weitere sind bereits wieder im Rückfluss, so dass der Abtransport sich viel schneller abwickeln wird, als vor einigen Tagen angenommen werden musste.
  • Wiederum Angriffe gegen eigene Ziele. Der Versuch, mit Kleinst-U-Booten vor die Murmansk-Front zu transportieren, musste aus technischen Gründen abgebrochen werden. Nach Behebung der Vibrationsschwierigkeiten, unter denen die Ölleitungen litten, soll der Versuch erneuert werden.
UdSSR 1923-1955.png Ungarn 1919-1946.png

Slowakei 1939-1945.png Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Königreich Ungarn / Slowakische Republik / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Bei Stuhlweißenburg ist eine Panzerschlacht im Gange. - Der Ostbahnhof von Budapest ist hart umkämpft. Die Kampfpause in Mittelitalien dauert an. - Der Führererlass zum Volksopfer: Wer sich an gesammelten Sachen bereichert oder solche Sachen sonst ihrer Verwendung entzieht, wird mit dem Tod bestraft. - Die Schneefälle der vergangenen Tage führen mangels Personal zu vielfältigen Problemen, vom Entgleisen von Straßenbahnen bis zum Nichtfunktionieren der personell beträchtlich dezimierten Müllabfuhr. Schneeberge versperren die Hauseingänge und Gassen, denn es herrscht Mangel an Personal auch bei den Schneeräumern. Wieder einmal sind die Frauen aufgerufen, das Fehlen männlicher Arbeitskräfte durch ihren Einsatz wettzumachen. - In einem Prozess gegen 19 Eisenbahndiebe und eine Hehlerin wurden neben Freiheitsstrafen auch drei Todesurteile verhängt. Die Verurteilten hatten an ihrem Dienstort, dem Rangierbahnhof Simmering, zahlreiche Diebstähle begangen und aus den Ladungen der Waggons Wein, Getreide, Lebensmittel und Bedarfsartikel für den Schwarzmarkt entwendet.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:

  • Die Gruppe Breith wies den Feind ab und schoss dabei neun von 25 Panzern ab. Auch im Raum von Zsámbék wurden örtliche Gegenangriffe gleichfalls abgewiesen. Nur die 711. Infanteriedivision kam südostwärts Gran sechs Kilometer vor. Nachgeschoben wird jetzt eine Kampfgruppe der 3. SS-Division "Totenkopf".
  • In Budapest ist, obwohl dem Gegner weitere Einbrüche gelangen, die Stimmung noch gut. 41 Flugzeuge zur Versorgung. Der Führer befahl, alle greifbaren Segelflugzeuge heranzuholen und der Oberbefehlshaber der Marine lässt die Versorgung über die Donau überprüfen. Zum Landen steht noch der Platz westlich der Burg zur Verfügung.
  • Nördlich der Donau griff die 20. Panzerdivision von Neuhäusel nach Süden und gewann dabei Gelände. Zugleich wurde von Komorn aus nach Nordosten vorgestoßen. Der Feind drückte wiederum weiter gegen die Nordfront, wurde jedoch abgewiesen. Weiter ostwärts entlang der slowakischen Grenze ist eine Entlastung eingetreten.

Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Budapest:

  • In Budapest führten unsere Truppen Straßenkämpfe. Die sowjetischen Sturmabteilungen greifen den Gegner ununterbrochen an und säubern einen Block nach dem anderen von den Hitleristen. Unsere Truppen bewegen sich unter Kämpfen weiter fort und haben bereits den gesamten Nordostteil der Stadt eingenommen. Dabei wurden viele Industriebetriebe besetzt. Besonders hart wurde die Zementfabrik umkämpft. In der Nacht hatte die Abteilung unter Oberleutnant Schkreda mehrere Häuserblocks gesäubert und die Fabrik von Westen her angegriffen. Die Hitleristen leisteten erbitterten Widerstand, wurden aber vernichtet. An einem anderen Abschnitt haben unsere Garde-Abteilungen eine Garnison des Gegners, die den Rangierbahnhof Rakosi verteidigte, abgeschnitten und dann völlig vernichtet.
  • Im Stadtzentrum säubern unsere Truppen Straße für Straße vom Feind. Sie nähern sich immer mehr dem Ufer der Donau und ziehen den Einkreisungsring damit immer enger. Der Gegner zieht sich zurück und hinterlässt viele Leichen seiner Soldaten und Offiziere, viele Waffen und Militärgüter. Eine einzige Abteilung vernichtete im Laufe des Tages bis zu 400 deutsche Soldaten und Offiziere sowie fünf Panzer und Selbstfahrlafetten.
  • Gefangen genommene deutsche und ungarische Soldaten berichten von der sich immer sich immer mehr verschlimmernden Lage der in Budapest eingeschlossenen deutsch-ungarischen Truppen. Die deutsche Führung vertraut ihren Soldaten nicht. Die Gefangenen erzählten, dass sich hinter ihren Abteilungen Gruppen der SS befanden. Diese SS-Gruppen hatten den Befehl, jeden zu erschießen, der versucht, sich zu ergeben.
  • Die Bewohner der von den deutsch-faschistischen Eroberern befreiten Gebiete in der Tschechoslowakei begrüßen die Rote Armee mit großer Freude. Die Bäuerin des Dorfes Ladomirov, Maria Boicikova erklärte: „Die Deutschen haben uns ausgeraubt und uns aus den Häusern vertrieben. Die Bevölkerung hat die russische Armee voller Ungeduld erwartet. Jetzt sind frohe Tage für uns angebrochen.“ Ein anderer Dorfbewohner sagte: „Ihr, die russischen Soldaten und Offiziere, macht eine wunderbare Sache. Ihr schlagt die Deutschen und verjagt sie von unserer Erde.“
  • Aus mehreren frontnah gelegenen Gebieten hatten die Deutschen einen Großteil der Bevölkerung gewaltsam verschleppt. Im Dorf Ladomirov gab es 170 Familien, geblieben sind 30; im Dorf Vagrinec waren es 40 Familien, heute sind nur noch 20 dort. Aus den Dörfern Kraina-Poljana und Visni Svidnik haben die Deutschen restlos alle Menschen verschleppt. In Presov hatten sie ein Sammellager eingerichtet, von wo sie die friedlichen Einwohner zur Zwangsarbeit nach Deutschland schickten. Viele Bewohner sind vor den Deutschen geflüchtet und hatten sich bis zur Ankunft der sowjetischen Truppen in den Wäldern versteckt.
  • Der 67 Jahre alte Bauer Ivan Krivko aus dem Dorf Kraina-Carno ging auf eine Gruppe sowjetischer Soldaten zu, verneigte sich vor ihnen und sagte: „Danke, Brüder!“ Dann erzählte Ivan Krivko: „Die deutschen Banditen haben mein Haus abgebrannt, haben das ganze Vieh und alles Getreide weggenommen und mich und meine Kinder nach Westen verschleppt. Auf der Fahrt bin ich vor den Deutschen geflüchtet und nach Irrwanderungen durch die Wälder in mein Dorf zurückgekehrt. Ich fühle es mit dem Herzen, dass meine Kinder auch aus der faschistischen Gefangenschaft heimkommen werden.“
  • Die Bevölkerung der befreiten Gebiete der Tschechoslowakei leistet den Abteilungen der Roten Armee jede nur erdenkliche Hilfe.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:

  • Nur geringer Luftwaffeneinsatz. Der Feind erteilte seinen Aufklärern Aufträge betreffs der Flugplätze im Südosten des Reiches bis Fiume.
  • Da das Wetter besser war, planmäßige Fortsetzung der Absatzbewegung, der der Gegner nachdrängt. Der Brückenkopf Prjepolje wurde geräumt. Nächstes größeres Marschziel ist nun Banja.
  • Vor der Syrmien-Front sind die nunmehr eingesetzten Bandenverbände ausgemacht. Mit Bulgaren ist hier nicht mehr zu rechnen. Es wird von einem Großangriff ab 15.1., womöglich im Zusammenhang mit dem russischen Angriff an der Ostfront, gesprochen.
  • An der Fluss-Front, in der jetzt das im Süden freiwerdende Generalkommando LXXXXI. Armeekorps eingesetzt werden soll, nur geringe Kampfhandlungen.
Großdeutsches Reich.png USA 1912-1959.png

Frankreich.png Belgien.png

Niederlande.png Großbritannien.png
Großdeutsches Reich / Reichsland Elsaß-Lothringen / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Französische Republik / Königreich Belgien / Königreich der Niederlande / Großherzogtum Luxemburg / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland

Das Oberkommando der Wehrmacht meldet verschwommen, dass in den Ardennen „der über die Ourthe nach Westen vorspringende Teil, ohne vom Feind bedrängt zu werden, zurückgenommen und die Stadt St.-Hubert aufgegeben“ wurde. Damit beginnt die Räumung der Ende Dezember 1944 zurückeroberten Gebiete.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:

  • Wegen des Wetters kein Einsatz von ein- und zweimotorigen Flugzeugen, jedoch wiederum aller viermotorigen Kräfte, und zwar gegen Verkehrsziele und Flugplätze im Raum Köln, Düsseldorf, Karlsruhe sowie Bastogne. An den Rheinbrücken nur Beschädigungen; jedoch ist die Durchfahrt zur Zeit sowohl in Köln als auch in Karlsruhe gesperrt.
  • Eigener Einsatz bei Bastogne und bei der Heeresgruppe G von jeweils 100 Flugzeugen, ferner 22 Blitzbomber im Raum von Straßburg. Verwundetenabtransport von Bastogne kann wegen Schwierigkeiten, die der Landeplatz bietet, nicht fortgeführt werden. Nachts 60 Mosquitos gegen Hamburg.
  • Bei der Heeresgruppe B weitere Angriffe gegen die Nord- und die Südfront, jedoch nicht mehr mit der gleichen Kraft, offensichtlich wegen der Verluste des Feindes an den vorausgehenden Tagen; dabei nur kleinere Einbrüche. Das Absetzen des Frontbogens erfolgt planmäßig. St. Hubert ist zurzeit noch in eigener Hand. Das Herauslösen der Panzerdivision vollzieht sich wie befohlen.
  • Örtliche Kämpfe in den unteren Vogesen; beim XXXIX. Panzerkorps griff der Feind an. Dadurch wurde die 21. Panzerdivision festgehalten. Heute um 5 Uhr trat sie zum neuen Angriff an. Rittershofen wird umkämpft. Die 25. Panzer-Grenadierdivision ist noch nicht angetreten.
  • Im Brückenkopf nördlich Straßburg wird Herrlishofen umkämpft; dabei sechs Panzer abgeschossen.
  • Die III-Front befestigte sich. Eine von drei noch haltenden Kampfgruppen hinter der Hauptkampflinie wurde bereinigt.
  • Bei den Atlantik-Festungen Waffenruhe, um französische Hilfe für die Zivilbevölkerung durchzuführen.
Großdeutsches Reich.png Großbritannien.png

siehe Fußnote
Belgien.png USA 1912-1959.png
Großdeutsches Reich / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien / Vereinigte Staaten von Amerika (USA)

Die militärische Lage der Seekriegsführung:
TBD

USA 1912-1959.png Großbritannien.png

Belgien.png Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Großdeutsches Reich / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien

Die Royal Air Force unternimmt in der Nacht zum 11. Januar einen weiteren Luftangriff auf das Gebiet von Hannover. 74 Tonnen Bomben werden abgeworfen.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage der Luftkriegsführung:
TBD

  • Folgende Starts von V-2-Raketen werden in Heidekraut in der (heute polnischen) Tucheler Heide
    V 2.jpg
    im früheren Kaschubien durchgeführt:
    • Eine V-2-Rakete mit der Bezeichnung V-2 Ma399 338 W8 wird gestartet. Die Rakete soll 225 Kilometer fliegen und an einem vorberechneten Punkt aufschlagen, was jedoch misslingt. Die Rakete erreicht die nötige Geschwindigkeit und Höhe, jedoch explodiert der Sprengkopf 8,4 Kilometer vom Zielpunkt entfernt. Die Abweichung der Flugbahn beträgt 8,3 Kilometer.
    • Zwei weitere V-2-Rakete mit den Bezeichnungen V-2 Ma403 W9 und V-2 Ma407 W10 werden gestartet. Die Raketen sollen 225 Kilometer fliegen und an einem vorberechneten Punkt aufschlagen, was jedoch misslingt.
    • Eine V-2-Rakete mit der Bezeichnung V-2 Ma402 335 W5 wird gestartet. Die Rakete soll 225 Kilometer fliegen und an einem vorberechneten Punkt aufschlagen, was jedoch misslingt. Die Rakete erreicht die nötige Geschwindigkeit und Höhe, jedoch reißt die Verbindung nach 64,4 Kilometern ab. Die Abweichung der Flugbahn beträgt 7,3 Kilometer.
    • Eine V-2-Rakete mit der Bezeichnung V-2 Ma406 334 W4 wird gestartet. Die Rakete soll 225 Kilometer fliegen und an einem vorberechneten Punkt aufschlagen, was jedoch misslingt. Die Rakete erreicht die nötige Geschwindigkeit und Höhe, jedoch reißt die Verbindung nach 1,2 Kilometern ab. Die Abweichung der Flugbahn beträgt 0,7 Kilometer.
    • Eine V-2-Rakete mit der Bezeichnung V-2 Ma398 336 W6 wird gestartet. Die Rakete soll 225 Kilometer fliegen und an einem vorberechneten Punkt aufschlagen, was jedoch misslingt. Die Rakete erreicht die nötige Geschwindigkeit und Höhe, jedoch explodiert der Sprengkopf 4,5 Kilometer rechts von der geplanten Flugbahn entfernt.
    • Eine V-2-Rakete mit der Bezeichnung V-2 Ma401 337 W7 wird gestartet. Die Rakete soll 225 Kilometer fliegen und an einem vorberechneten Punkt aufschlagen, was jedoch misslingt. Die Rakete erreicht die nötige Geschwindigkeit und Höhe, jedoch explodiert der Sprengkopf 28 Kilometer links von der Flugbahn entfernt.
  • Drei V-2-Raketen werden von Batterie 836 in Hachenburg im Westerwald in Richtung Westen gestartet. Die Einschlagorte sind unbekannt.
  • In Peenemünde startet eine V-2-Rakete mit der Bezeichnung '"V-2 Ma379 V3'". Die Rakete soll 320 Kilometer weit fliegen und stürzt nach 38 Kilometer ins Meer; die Abweichung der Flugbahn betrug 14,7 Kilometer nach rechts.
  • Von der V-2-Startbatterie 485 mit der Leitstelle in Den Haag starten folgende Raketen:
    • 1359 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt an einem unbekannten Ort ein.
    • 1457 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt an einem unbekannten Ort ein.
  • Von der V-2-Lehr- und Versuchsbatterie 444 in Walcheren an der niederländischen Nordseeküste starten folgende V-2-Raketen:
    • 1021 GMT - Eine von der Startplattform in Scheveningse Bosjes, nördlich von Waterpartij (Standort 47) gestartete V-2-Rakete schlägt in Battlebridge in Essex ein, neun Personen werden schwer verletzt. Häuser erhalten umfangreiche Explosionsschäden.
    • 1614 GMT - Eine von der Startplattform in Scheveningse Bosjes, nördlich von Waterpartij (Standort 47) gestartete V-2-Rakete explodiert nach dem Start, Schäden oder Verluste unbekannt.
  • Von der V-2-Startbatterie 836 in einem Waldgebiet zwischen Hachenburg und Hillscheid im Westerwald werden drei Raketen gestartet, die jedoch keinem Einschlag zugeordnet werden können.
  • Die SS-Abteilung 500 in Dalfsen (Hessum) in der Provinz Overijsel starten folgende V-2-Raketen:
    • Die V-2-Batterie der SS Abteilung 500 in Hessum in den besetzten Niederlanden werden folgende Raketenstarts verzeichnet: Um 1045, 1220, 1235, 1530, 1745, 2026, 2130 und 2300 GMT startet jeweils eine V-2-Rakete in Richtung Antwerpen in Belgien. Die Stadt wird zwar getroffen, jedoch werden keine konkreten Schäden bekannt.
Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Alpen- und Donau-Reichsgaue
  • Die Schneefälle der vergangenen Tage führen mangels Personal zu vielfältigen Problemen, vom Entgleisen von Straßenbahnen bis zum Nichtfunktionieren der personell beträchtlich dezimierten Müllabfuhr. Schneeberge versperren die Hauseingänge und Gassen, denn es herrscht Mangel an Personal auch bei den Schneeräumern. Wieder einmal sind die Frauen aufgerufen, das Fehlen männlicher Arbeitskräfte durch ihren Einsatz wettzumachen.
  • In einem Prozess gegen 19 Eisenbahndiebe und eine Hehlerin wurden neben Freiheitsstrafen auch drei Todesurteile verhängt. Die Verurteilten hatten an ihrem Dienstort, dem Rangierbahnhof Simmering, zahlreiche Diebstähle begangen und aus den Ladungen der Waggons Wein, Getreide, Lebensmittel und Bedarfsartikel für den Schwarzmarkt entwendet.

Die Kriegslage in den Alpen- und Donau-Reichsgauen:
TBD

USA 1912-1959.png Großbritannien.png

Italien 1861-1946.png Italienische Sozialrepublik.png

Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Königreich Italien / Italienische Sozialrepublik / Großdeutsches Reich
  • Die Kampfpause in Mittelitalien dauert an.
  • Die schweizerische Eisenbahn "Gotthardlinie" wird bei Chiasso durch die Alliierten bombardiert, ein Lokführer der Schweizerischen Bundesbahnen SBB stirbt. Chiasso liegt unmittelbar an der Grenze zu Italien.

Wehrmachtsbericht: Die Lage im Südraum:

  • Einsatz von über 600 Jägern. Ein von der Marine abgesetzter Stoßtrupp zerstörte Brücken südlich Ancona und kam heil zurück. Nur wenig Kampfhandlungen.
  • Meldung über den Comacchio-See: Schiffsverbindung zur See hin nur durch einen Kanal, der noch innerhalb des deutschen Bereiches liegt. Der Ostteil der Lagune ist nur 1 bis 2 Meter und weniger tief, der Westteil 1 bis 2 Meter; jedoch ist das Südufer verschlammt. Der Gegner könnte also nur mit Sturmbooten und so weiter, kleinere Unternehmungen über den See ausführen.
  • Bei Gibraltar Austritt von Transportern in den Atlantik, jedoch gleichzeitig Einfahrt eines Trägers und eines Truppentransporters.
USA 1912-1959.png Philippinen 1941-1945.png

Japan 1889-1945.png
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik der Philippinen / Kaiserreich Großjapan
USA 1912-1959.png
Vereinigte Staaten von Amerika

Das Oberkommando der Marine der Vereinigten Staaten hebt eine Bestimmung auf, wonach bei der Marine beschäftigte Krankenschwestern nicht heiraten dürfen; in den vergangenen Monaten hatte eine große Zahl von Schwestern den Dienst quittiert, um heiraten zu können.

USA 1912-1959.png Japan 1889-1945.png
Vereinigte Staaten von Amerika / Kaiserreich Großjapan

Die US-amerikanische Luftwaffe fliegt einen Luftangriff auf die seit Februar 1942 von japanischen Truppen besetzte britische Kronkolonie Singapur an der Südspitze der Halbinsel Malakka.


12.01.1945
Großdeutsches Reich.png USA 1912-1959.png

siehe Fußnote
Polen.png UdSSR 1923-1955.png
Großdeutsches Reich / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik Polen / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Politischer Lageüberblick der Wehrmacht:

  • Nach einem Bericht der schwedischen Zeitung "Dagens Nyheter" aus London wird die allierte Tonnagekrise als so ernst bezeichnet, dass ihre Lösung einer der wichtigsten Punkte der kommenden Dreierkonferenz sein werde. Fast die Hälfte der alliierten Gesamttonnage sei zurzeit für Zwecke des Pazifik-Krieges eingesetzt. Es sei möglich, dass die Alliierten ihre gesamten strategischen Pläne einer Revision unterziehen müssten, wenn Deutschland den U-Boot-Krieg wieder verschärfen werde. Dies sei gleichbedeutend mit einer nicht absehbaren Verlängerung des Krieges.
  • Als neues Spannungsmoment in der politischen Lage ist der Anspruch der Sowjets auf die Karpatho-Ukraine eingetreten, dessen Verkündung durch den jetzt vorgeschobenen ukrainischen Sowjet in Kiew erfolgte.
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siehe Fußnote
Großdeutsches Reich
  • Es gibt nur mehr zwei Tabaksorten aus deutschen Tabakfabriken: Pfeifentabak und Zigarettentabak ("Feinschnitt").
Großdeutsches Reich.png Polen 1939-1945.png

siehe Fußnote
UdSSR 1923-1955.png
Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:
TBD

Nach Beginn der Ardennenoffensive der Deutschen drängten die Alliierten die Sowjets, ihre Abwehr im Westen durch einen Angriff im Osten zu unterstützen. Der auf den 20. Januar 1945 festgelegte Großangriff wird daraufhin von Stalin auf heute vorverlegt. Er wird geführt von den Marschällen und Generalen Rokossowski und Tschernjakowski gegen Ostpreußen, Schukow gegen Berlin und Konjew gegen Breslau. Auf breiter Front eröffnet die Rote Armee mit insgesamt 2,2 Millionen Mann und zahlreichen Panzern ihre nächste Offensive, die "Winteroffensive" genannt wird. Die Weichsel wird rasch überschritten, die ersatzgeschwächten deutschen Truppen im besetzten Westpolen haben den sowjetischen Verbänden fast nichts mehr entgegen zu setzen. Sowjetische Artillerieeinheiten der 1. Ukrainischen Front unter dem Befehl von Marschall Iwan S. Konew eröffnen vom südlich der polnischen Hauptstadt Warschau gelegenen Baranow-Brückenkopf aus die großangelegte Winteroffensive der Roten Armee gegen die deutsche Wehrmacht. Der Durchbruch bei Baranow öffnet der sowjetischen Armee den Weg nach Deutschland. Damit fällt ganz Polen der Provisorischen Regierung zu, die ihren Sitz nach Warschau verlegt.

Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Ostpreußen:
In Ostpreußen vernichteten unsere Spähtrupps fast eine ganze Kompanie Hitleristen. Richtschütze Saizew setzte mit wenigen gezielten Schüssen ein deutsches Munitionslager in Brand. Das Lager flog in die Luft. Eine Gruppe weiblicher Scharfschützen vernichtete 94 deutsche Soldaten und Offiziere, allein 18 gehen auf das Konto von Gardesergeant Sjusina.

Großdeutsches Reich.png UdSSR 1923-1955.png

siehe Fußnote
Schweden.png
Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken / Königreich Schweden

TBD

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage im Nordraum.
Luftwaffen-Angriffe auf Seestreitkräfte, dabei ein Dampfer von 4000 BRT vernichtet, ein Kohlendampfer von 8500 BRT in Brand geworfen. Störend macht sich bemerkbar, dass der Gegner die eigenen Ortungsgeräte unterfliegt.

UdSSR 1923-1955.png Ungarn 1919-1946.png

Slowakei 1939-1945.png Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Königreich Ungarn / Slowakische Republik / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:

  • Nordostwärts des Plattensees sowie nördlich der Drau nur geringer eigener Geländegewinn. In Budapest unveränderte Lage. Sonst keine besonderen Ereignisse. 890 feindliche, 135 eigene (Luft-)Einsätze.

spätere Meldung:

  • Da die Rote Armee inzwischen die deutsche Ostfront aufgerissen hat, wird die 6. SS-Panzerarmee von der Westfront nach Ungarn zur Rückgewinnung von Budapest und zum Schutz der ungarischen Erdölfelder abgezogen. Damit ist das vorübergehend erreichte Gleichgewicht im Westen wieder verloren gegangen. Die letzten deutschen Reserven sind verbraucht. Im Osten Budapests kommt es zu erbitterten Straßenkämpfen.

Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Budapest:
In Budapest werden die Kämpfe zur Liquidierung der dort eingekreisten Gruppierung des Gegners fortgesetzt. Die sowjetischen Abteilungen überwinden viele Hindernisse und vernichten die Hitleristen, die sich in den Steinhäusern festgesetzt haben. Die Gardeabteilungen, die gestern in den zentralen Stadtpark Varosliget eingedrungen waren, setzten ihren Vormarsch unablässig fort. Heute Morgen umgingen sie den See Nagy und säuberten den Park vollends vom Feind; nun führen sie anderthalb Kilometer von der Donau entfernt weitere Kämpfe. Eine andere Gardeabteilung hat das Stadion und den Friedhof Kerepesi eingenommen. Im Südosten der Stadt haben unsere Truppen mehrere Dutzend Häuserblocks und acht Fabriken besetzt. Westlich von Budapest griff der Gegner nach massierter Artillerievorbereitung unsere Stellungen an. An einem drei bis vier Kilometer breiten Abschnitt warfen die Deutschen bis zu hundert Panzer und große Kräfte an motorisierter Infanterie in die Schlacht Der Gegner hatte die Absicht, die sowjetische Verteidigungslinie im Sturm zu durchbrechen. Unsere Artilleristen, die Panzerabwehr und Infanterie empfingen die Hitleristen mit konzentriertem Feuer. Es kam zu einem erbitterten Kampf, der mehr als fünf Stunden andauerte. Nach unvollständigen Informationen wurden bis zu 1000 Deutsche vernichtet sowie 35 Panzer und Selbstfahrlafetten außer Gefecht gesetzt. Ungarische Soldaten und Zivilisten, die aus den in Budapest noch vom Feind besetzten Vierteln zur Roten Armee übergewechselt sind, erzählen, dass die Deutschen die Stadt systematisch zerstören. Sie sprengen Wohnhäuser und öffentliche Gebäude. Die Bevölkerung versteckt sich in Kellern und Bunkern. Die Hitleristen sprengten mehrere Häuser, ohne die darin befindlichen Bewohner vorzuwarnen. In den Trümmern starben Tausende Menschen. Die deutschen Soldaten räumen die Wohnungen aus, rauben Wertsachen und Lebensmittel. Sie üben grausame Willkür, indem sie völlig unschuldige Einwohner ermorden. Die Bevölkerung hungert. Es sind viele Hungertote zu verzeichnen. Die Ungarn machen aus ihrem Hass gegenüber den Deutschen und ihren Helfershelfern von der Szalasi-Bande keinen Hehl. Nachdem die deutsche Führung das sowjetische Ultimatum zur Kapitulation abgelehnt hatte, kam es in der Stadt zu Ausschreitungen gegen die Deutschen. Eine Gruppe Ungarn warf eine Bombe in das von Deutschen besetzte Restaurant des Hotels „Metropol“. Bei der Explosion wurden 20 deutsche Offiziere getötet. Ungarische Patrioten verstecken sich in Kellern und auf Dachböden und beschießen von dort die Hitleristen auf den Straßen. Im Dezember hatten die Deutschen mehrfach versucht, die Bevölkerung des Budapester Industrieviertels Csepel zu evakuieren. Die Bevölkerung weigerte sich kategorisch, ihren Heimatort zu verlassen. Die Deutschen und die Szalasi-Leute begannen die Menschen mit Gewalt aus ihren Häusern zu holen, stießen aber auf bewaffneten Widerstand. Viele Arbeiter hatten Maschinengewehre, Pistolen und Gewehre versteckt. Sie fügten den Deutschen und den Szalasi-Leuten erhebliche Verluste zu.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:

  • Der Anfang der 22. Infanteriedivision bei Višegrad. Zwischen Save und Drau verstärken sich die Banden. Die Räumung der Straße Brod-Serajewo (heute Sarajewo) wird eingeleitet. Bei Virovitica begann der Angriff von Westen und Süden.
  • In der Ägäis sind wieder feindliche Kreuzer aufgetaucht.
  • Ein Feindbericht bespricht die Lage der Deutschen auf Kreta; diese Fakten sind vielleicht als Anzeichen für einen bevorstehenden Angriff zu werten.
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Frankreich.png Belgien.png

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siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Reichsland Elsaß-Lothringen / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Französische Republik / Königreich Belgien / Königreich der Niederlande / Großherzogtum Luxemburg / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:

  • In der Feindpresse wird die Kaltstellung von Bradley erörtert. Die 4. US-Panzerdivision ist jetzt in breiter Front an der unteren Maas verteilt worden. An der Nordflanke der Heeresgruppe B Auflockerung der amerikanischen Kräfte und Bildung einer neuen Gruppe im Raum Verviers-Lüttich aus zwei Panzerdivisionen und einer Infanteriedivision. Die britische 53. Infanteriedivision wurde wieder in den Raum von Hassel verlegt, wodurch jetzt der Feind im Abschnitt von Roermond wieder eine Reserve besitzt. Gegenüber der Heeresgruppe G verlagert der Feind seine Kräfte in den Raum von Hagenau. Die 14. Panzerdivision ist bei Hatten neu aufgetreten. Die bisher im Raum von Bastogne als Reserve eingesetzte 12. Panzerdivision ist herausgezogen worden und bei Hagenau eingesetzt; ferner stehen hier die 70. und 79. US-Infanteriedivision sowie drei Regimenter der 42. Infanteriedivision; die 3. Algerische Division ist noch nicht in Front aufgetreten.
  • Bei der Heeresgruppe B Fortdauer des Druckes gegen die Nord-Südfront, der sich bei Bastogne wieder zum Großkampf steigerte. Es gelang dem Gegner, den dortigen Frontbogen einzudrücken. Die 2. SS-Panzerdivision musste vorübergehend wieder herausgelöst werden. An der Nordfront waren die Angriffe schwächer, jedoch bleibt die Lage gespannt.
  • Abklingen der Kämpfe beim XIII. SS-Korps. Das XXXIX. Panzerkorps nahm Rittershofen und wehrte Gegenangriffe ab. In Hatten noch Ortskämpfe. Westlich des Rheins wurde der Sicherungsschleier bis zum Brückenkopf ausgedehnt. Der Feind verhält sich hier passiv.
Großdeutsches Reich.png Großbritannien.png

siehe Fußnote
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Großdeutsches Reich / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien / Vereinigte Staaten von Amerika (USA)

Die militärische Lage der Seekriegsführung:
TBD

USA 1912-1959.png Großbritannien.png

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siehe Fußnote
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Großdeutsches Reich / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage der Luftkriegsführung:
TBD

  • Der Reichsminister für Bewaffnung und Munition Albert Speer beauftragt den Leiter der
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    V-2-Startanlage Peenemünde Walter Dornberger mit der Leitung eines Büros im Rüstungsministerium, das die Weiterentwicklung der A4 und anderer Raketen überwachen und dabei auf Mitarbeiter aus Peenemünde zurückgreifen soll. Es steht die Gewissheit im Raum, dass der Krieg in ein paar Monaten vorbei sein wird. Kammler achtet weiterhin darauf, dass Dornberger nur für technische Aspekte zuständig ist. Sämtliche Weiterentwicklungen des A4 lagen jahrelang auf Eis und eine weitere Arbeit scheint nun unmöglich. Es kann nur noch an einfachen Dingen gearbeitet werden, beispielsweise an der Umrüstung von 6-cm-Rauchraketen für den Einsatz als Luft-Luft-Waffe. In der für diese Zeit typischen kurzen Wendezeit fährt das Team nach Kummersdorf und baut ein Rohr mit 21 cm Durchmesser, das ein Sperrfeuer aus vier Rauchraketen abfeuern kann. Zwei Tage später wird gemeldet, dass das Gerät erfolgreich im Kampf eingesetzt wurde, und es wird in Produktion genommen. Der erste Einsatz gegen alliierte Bomber über Schweinfurt wird noch in diesem Monat erfolgen.
  • Von der V-2-Startbatterie 485 mit der Leitstelle in Den Haag starten folgende Raketen:
    • 1700 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt an einem unbekannten Ort ein.
    • 1732 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Marden Ash in Essex ein. 15 Personen werden verletzt, die Kirche und ein Haus werden beschädigt.
    • 1650 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Writtle in Essex ein, leichte Sachschäden.
    • 1927 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Boreham in Essex ein, leichte Sachschäden an umliegendem Eigentum, drei Menschen werden verletzt.
    • 2028 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete explodiert auf der Startrampe, Verletzte nicht gemeldet.
  • Von der V-2-Lehr- und Versuchsbatterie 444 in Walcheren an der niederländischen Nordseeküste starten folgende V-2-Raketen:
    • 1057 GMT - Eine von einer Startplattform in Scheveningen (Standort 97) gestartete V-2-Rakete schlägt in South Green in Essex ein und fliegt in ein Feld. Ein Gebäude wird zerstört, es gibt keine Verletzten, aber große Explosionsschäden.
    • 1734 GMT - Eine von einer Startplattform in Scheveningen (Standort 97) gestartete V-2-Rakete schlägt in Trimley in Suffolk ein und verursacht leichte Sachschäden.
    • 1940 GMT - Eine von einer Startplattform in Scheveningen (Standort 96) gestartete V-2-Rakete schlägt in die Nordsee vor Bradwell-on-Sea in Essex ein, keine Verletzten.
    • 2039 GMT - Eine von einer Startplattform in Scheveningse Bosjes, N of Waterpartij (Site 47) gestartete V-2-Rakete schlägt in das Hippodrome Theater in Ilford in Essex ein, das neben 17 weiteren Gebäuden schwer beschädigt oder zerstört wird. Es gibt zwölf Tote und 29 schwer Verletzte.
    • 2210 GMT - Eine von der Startplattform in Wassenaar (Duindigt - Rennbahn) gestartete V-2-Rakete schlägt in Orpington in Kent ein und fliegt in ein Feld und verursacht leichte Explosionsschäden.
  • Die SS-Abteilung 500 in Dalfsen (Hessum) in der Provinz Overijsel starten folgende V-2-Raketen:
    • Die V-2-Batterie der SS Abteilung 500 in Hessum in den besetzten Niederlanden werden folgende Raketenstarts verzeichnet: Um 1535, 1630, 1815 und 2002 GMT startet jeweils eine V-2-Rakete in Richtung Antwerpen in Belgien. Die Stadt wird zwar getroffen, jedoch werden keine konkreten Schäden bekannt.
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siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Alpen- und Donau-Reichsgaue

Ein "Anfängerkochkurs für Strohwitwer" beginnt in der Hauswirtschaftlichen Beratungsstelle des Deutschen Frauenwerks, 10, Favoritenstraße 105 in Wien.

Die Kriegslage in den Alpen- und Donau-Reichsgauen:
TBD

USA 1912-1959.png Großbritannien.png

Italien 1861-1946.png Italienische Sozialrepublik.png

Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Königreich Italien / Italienische Sozialrepublik / Großdeutsches Reich

Wehrmachtsbericht: Die Lage im Südraum:
680 Jäger und 40 zweimotorige Bomber. Auf dem Lande keine neuen Ereignisse. Statt sieben sind jetzt nur noch fünf Divisionen als Feindreserve anzunehmen, nämlich vier italienische ohne Wert und vielleicht eine britische Luftlandedivision.

An der Front in Mittelitalien kommt es zu beiderseitigen Aufklärungsvorstößen, heißt es im Wehrmachtsbericht, "im rückwärtigen Gebiet wurden bei Säuberungsunternehmen 2.500 Banditen gefangen". Als Banditen wurden die Freiheitskämpfer bezeichnet.


13.01.1945
Großdeutsches Reich.png Griechenland 1924-1970.png

Albanien 1944-1946.png
siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Königreich Griechenland / Provisorischer Staat Albanien

Der Rückzug der deutschen Heeresgruppe E unter dem Befehl von Generaloberst Alexander Löhr aus Griechenland und Albanien kommt zum Abschluss.

Großdeutsches Reich.png USA 1912-1959.png

siehe Fußnote
Polen.png UdSSR 1923-1955.png
Großdeutsches Reich / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik Polen / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Politischer Lageüberblick der Wehrmacht:

  • Die deutsche Gesandtschaft in Afghanistan hat zum Jahresbeginn einen Bericht erstattet über die Lage in Iran und meldet, dass die Spannung zwischen den Sowjets und den Angelsachsen zugenommen hat.
  • Seit Oktober 44 sollen die iranischen Häfen am Persischen Golf keine Zufuhr aus Amerika mehr erhalten haben; auch die Zufuhr mit amerikanischen Flugzeugen nach Russland habe aufgehört.
  • Verschiedene weitere Anzeichen für ein Spannungsverhältnis Angelsachsen - Sowjets werden angegeben, unter anderem Zurückziehen britischer Offiziere und Industrievertretungen aus Teheran und Nordiran, Zunahme kommunistischer Propaganda, Abzug angelsächsischer Lokomotiven nach dem Irak u.a.m.
  • Es ist möglich, dass der Ausfall der Seezufuhr durch den Persischen Golf deshalb erfolgt ist, weil der kürzere Weg durch die Dardanellen den Angelsachsen Schiffsraum ersparen würde. Hierzu liegen bereits Presse- und Rundfunkmeldungen vor, dass die alliierte Materiallieferungen an Russland durch die Dardanellen demnächst beginnen würden, nachdem die Türkei die Meerengen dafür freigegeben habe.
  • Ein Erlass des Präsidenten der USA verbietet amtlichen Stellen, vom Kriegsende zu reden.
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siehe Fußnote
Großdeutsches Reich
  • Die "Berliner Morgenpost" meldet: Briefsendungen an deutsche Kriegsgefangene und Zivilinternierte in den Vereinigten Staaten von Nordamerika und in Kanada sowie Sendungen feindlicher Kriegsgefangener und Zivilinternierter in Deutschland nach diesen Ländern werden künftig ohne Erhebung eines Luftpostzuschlages befördert. Für derartige Sendungen nach Australien und Neuseeland wird ein Zuschlag von 30 Pfennig je fünf Gramm erhoben.
  • Reichspropagandaminister Joseph Goebbels schreibt in sein Tagebuch: "Ich empfange etwa 300 Panzeroffiziere, die zu einem Lehrgang in Krampitz zusammengefasst sind. Herrliches Menschenmaterial, ich stelle auch hier wieder fest, dass die politische Erziehung der Wehrmacht heute sehr viel besser ist als vor dem 20. Juli. Der 20. Juli hat hier den endgültigen Durchbruch zum Nationalsozialismus herbeigeführt."
  • Brief des Rotarmisten Konstantin S.: Liebe Anja, ich teile Dir mit, dass ich lebe und gesund bin, was ich Euch allen auch wünsche. Bei mir ist alles beim alten. Das Leben verläuft an einem Ort, an dem oft Granaten und Minen explodieren und pfeifende Kugeln vorbeifliegen. Man hat sich aber an all das gewöhnt, und man meint, das wäre normal. Je schneller wir nach Berlin kommen, desto schneller sehen wir unsere lieben Familien und Bekannten wieder. Was gäbe ich nicht alles dafür, diesen Tag zu erleben!
  • Tagebuch von Ilse Grassmann: Kurt meint, dass die große Offensive im Osten wohl der Anfang vom Ende ist. Ich bin froh, dass wir nicht mehr in Haynau sind, sondern hier in Norddeutschland. Bis hierher werden die Russen wohl nicht kommen.
Großdeutsches Reich.png Polen 1939-1945.png

siehe Fußnote
UdSSR 1923-1955.png
Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken
  • Einheiten der sowjetischen 3. Weißrussischen Front unter dem Befehl von Armeegeneral Iwan D. Tschenjachowski beginnen bei Pillkallen (Ostpreußen) mit ihrer Winteroffensive gegen die Stellungen der deutschen Ostfront mit dem Ziel, nach Königsberg durchzubrechen.
  • Schiffe der Baltischen Rotbannerflotte versenken auf der Ostsee ein Transportschiff des Großdeutschen Reiches mit 6000 Tonnen Wasserverdrängung. Die sowjetische Küsten-Artillerie setzt im Raum des Hafens von Memel ein deutsches Transportschiff mit 4000 Tonnen Wasserverdrängung auf Grund.
  • „Stalin ist nunmehr zu seiner Großoffensive im Weichselraum und an der ostpreußischen Grenze geschritten. Diese Offensive wird mit stärksten Kräften durchgeführt“, räumt Joseph Goebbels ein: „Es ist nicht zu bestreiten, dass die Sowjets schon beachtliche Erfolge erzielt haben.“

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:

  • Nach Artilleriefeuer von 3 bis 4 Uhr und 7 bis 8 Uhr begann am Vortag um 8 Uhr der seit langem erwartete Großangriff des Feindes aus dem Brückenkopf von Baranow, und zwar in zwei Gruppen, die durch Panzer unterstützt wurden (78 abgeschossen). Bisher wurden im Einsatz erkannt: 14 Schützen-Divisionen, 2 Panzerkorps, Teile der 4. Panzerarmee. Es fehlen noch deren Reste sowie die drei Garde-Panzerarmeen. Es gelangen dem Feind bis zu 15 km Tiefe Einbrüche, mit mehreren Panzern konnte er die „Irene"=Stellung überschreiten. Bereitgestellt zum Gegenangriff sind:
    • das XXIV. Panzerkorps mit der 16 . und 17 . Panzerdivisionen und der 20. Panzergrenadierdivision sowie der Werferbrigade 3, die sich im Raum von Chmjelnik versammelte. Ferner werden eingesetzt die Kampfgruppe Hohn
    • Die Sturmregimenter des Panzer-Armeeoberkommandos 4, ein Regiment der 168. Infanteriedivision. Im nördlichen Angriffsraum von Pu&lstrok;awy gleichfalls Angriffsvorbereitungen. Ferner heute kleinere Angriffe im Südosten der ostpreußischen Front sowie regimentsstarke Angriffe gegen Memel.
  • Bei der Heeresgruppe Nord sind 2 Schützenkorps aus der Front verschwunden - vermutlich, um einen neuen Schwerpunkt zu bilden. Im Raum von Lemberg sind Truppen aufgetreten, die vor einem viertel Jahr aus Finnland verschwanden.
  • Die Luftwaffe konnte in Ungarn und bei der Heeresgr. A nur wenig eingreifen; jedoch lebhafte Tätigkeit in Ostpreußen, insgesamt 2 700 feindliche Einsätze und 357 eigene; 13 Abschüsse und 8 Verluste.
  • Der Stellvertretende Chef weist darauf hin, dass mit Beginn des Angriffs im Osten eine neue Phase in dem Kampf um Großdeutschland begonnen hat. Zu überlegen sei, ob dies eine letzte Anstrengung der Russen sei oder ob er noch imstande sein werde, weitere Angriffe zu führen. Für die eigene Seite gehe es jetzt ums Ganze.
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siehe Fußnote
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Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken / Königreich Schweden

TBD

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage im Nordraum.

  • In der Ostsee werden sieben feindliche U-Boote vermutet.
  • Das Absetzen aus der Karesuando-Stellung hat begonnen. Der Alta-Fjord soll voraussichtlich noch bis Ende Januar gehalten werden; der Feind ist weit ostwärts stehengeblieben. Für das XVIII. Gebirgs-Armeeoberkommando ist Verlegung an die Vogesen vorgesehen. Wohin das XXXVI. Armeekommando kommen soll, steht noch offen. Durch Saboteure Vernichtung einer 35 Meter hohen Eisenbahnbrücke, dabei eigene Verluste. Angriff von 50 Flugzeugen gegen Bergen. U-Boote wurden nicht beschädigt.
  • Schiffe der Baltischen Rotbannerflotte versenkten auf der Ostsee ein Transportschiff des Gegners mit 6.000 Tonnen Wasserverdrängung. Unsere Küsten-Artillerie setzte im Raum des Hafens von Memel ein deutsches Transportschiff mit 4.000 Tonnen Wasserverdrängung auf Grund.
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Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Budapest:

  • Die Truppen der 1. Ukrainischen Front gingen am 12. Januar westlich von Sandomir zum Angriff über und durchbrachen trotz der widrigen Wetterbedingungen, die eine Unterstützung aus der Luft unmöglich machten, die stark befestigte Verteidigungslinie des Gegners auf einer Länge von 40 Kilometern. Entscheidend war dabei die massierte und gut organisierte Artillerieunterstützung. Im Laufe von zwei Tagen starker Angriffe kamen die Truppen bis zu 40 Kilometer voran und erweiterten den Durchbruch bis auf annähernd 60 Kilometer Frontlänge.
  • Am frühen Morgen brach unsere Vorhut in die Gräben des Gegners ein und eroberte sie nach nur kurzem Kampf. Danach begann der massierte Artillerie-Angriff. Geschütze verschiedener Systeme und Kaliber überschütteten die deutschen Stellungen mit ununterbrochenem Feuer. Fast zwei Stunden zermalmte die sowjetische Artillerie die in großer Tiefe angelegte feindliche Verteidigung. Bunker, Feuernester und Unterstände sowie Artilleriestellungen des Gegners wurden vernichtet. Um Mittag herum gingen hinter dem Feuerwall die Hauptkräfte der Infanterie zum Angriff über.
  • Unsere Truppen durchbrachen die Hauptverteidigungslinie des Gegners. Zwischen der ersten und der zweiten Linie zogen sich geschlossene Minenfelder hin. Die sowjetischen Pioniere schufen schnell einen Durchgang und machten den Infanteristen den Weg frei. Mit mächtigen Schlägen durchschlugen unsere Truppen erst die zweite und dann auch die dritte Linie der deutschen Befestigungen. Der Widerstand des Feindes wird durch entschlossenes Handeln unserer Truppen schnell niedergerungen.
  • Die sowjetischen Kämpfer blockieren die feindlichen Verteidigungsstützpunkte. Die nachfolgenden Abteilungen vernichten die im Hinterland verbliebenen deutschen Verteidigungsknoten und Widerstandsherde. Die sowjetischen Kämpfer überwinden den hartnäckigen Widerstand des Gegners. Der Boden ist rutschig und aufgeweicht. Die Deutschen haben überall Minen und Fallen gelegt. Dessen ungeachtet sind unsere Truppen in zwei Tagen fast 40 Kilometer vorangekommen. In den eroberten Positionen liegen Tausende von Leichen, zerschossenes Gerät, Waffen und Militärgut.
  • Gefangene erzählen, dass die sowjetische Artillerie in den deutschen Reihen verheerende Verwüstungen angerichtet hat. Der gefangene Soldat des 442. Regiments der 168. Deutschen Infanteriedivision Rudolf Janzen gab an: „Durch das Artilleriefeuer verlor unser Regiment nicht weniger als die Hälfte der Mannschaften. Den ganzen Krieg über habe ich nie solch ein höllisches Feuer erleben müssen. Das war völlig unbeschreiblich. Die am Leben gebliebenen Soldaten waren völlig demoralisiert und liefen wie von Sinnen herum.“
  • In Budapest setzen unsere Truppen die Kämpfe zur Liquidierung der eingekreisten deutschen Gruppierung fort und drängt sie Richtung Donau zurück. Noch am 1. Januar hatte die deutsche Führung ihren in den Kessel geratenen Truppen erklärt, in den nächsten Tagen würden ihnen Panzerdivisionen zu Hilfe kommen und den Ring durchbrechen. Da sie auf Hilfe von außen hofften, wehrten sich die Hitleristen verzweifelt. Sie haben in den Straßen Laufgräben gezogen und in den Kellern und Steinhäusern Feuernester eingerichtet.
  • Die sowjetischen Sturmabteilungen kämpfen sich weiter voran und verdrängen den Feind aus seinen Deckungen. In den Kellern, Höfen, auf den Straßen und in den Häusern kommt es zu zahlreichen Nahkämpfen. Die Gardeabteilung, die gestern den Friedhof Kerepesti eingenommen hat, hat die Deutschen heute aus der Maschinenbaufabrik und dem Gummiwerk verdrängt. Im südöstlichen Teil der Stadt haben unsere Einheiten die Vorortstation Rackeve und den Bahnhof Ferencvaros erobert und sind bis zur Eisenbahnbrücke über die Donau vorgedrungen. Im Laufe des Tages wurden 1.350 Soldaten und Offiziere des Gegners gefangen genommen.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:

  • Der Gegner zieht anscheinend schnelle Verbände zur Auffrischung heraus. Auf der eigenen Seite Umgruppierungen. Der Kampfgruppe der 5. SS-Division "Wiking" gelang es, Gelände südostwärts von Gran zu nehmen. In Budapest Versorgung durch 46 Flugzeuge. Schwere Kämpfe im Südosten. Nördlich der Donau kamen die eigenen Kräfte ostwärts von Komorn und südostwärts von Neuhäusel voran. Dagegen gewann der Gegner wieder Gelände bei seinen Stößen nach Norden. Bei der 8. Armee Steigerung der Kampftätigkeit; dabei westlich Groß-Steffelsdorf ein Einbruch von sieben Kilometer Tiefe. Auch bei der Armeegruppe Henrici vermehrte Kampftätigkeit.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:

  • Die bisher dem LXXXXI. Armeekommando unterstehenden Truppen treten unter den Befehl des XXI. Gebirgskorps. Die eigenen Kräfte setzen sich jetzt von Višegrad ab, das gehalten werden soll. Vor der Syrmischen Front ist der Abzug der Bulgaren jetzt festgestellt. Sie wurden bei Neusatz über die Donau geführt. Die Annahme, daß sie gegen die 2. Panzerarmee eingesetzt werden sollen, verstärkt sich also. Die Gruppe Fischer wird von Osten vordringen, sowie sie verstärkt worden ist.
  • Wegen des Schnees müssen die Züge nach Agram zum Teil mit 3 Lokomotiven fahren.
  • Das Lazarettschiff GRADISCA ist in Milos eingetroffen.
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Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:

  • Da die 76. US-Panzerinfanteriedivision in England weilt und die 66. Panzerinfanteriedivision zusammen mit der 3. Panzerinfanteriedivision gegen die Atlantikfestungen eingesetzt ist, können die Amerikaner in ihrer operativen Reserve in Frankreich jetzt also nur eine Panzerdivision haben. Vor der Südfront der Heeresgruppe B bildete der Gegner gleichfalls aus der 35., 28. und 9. Panzerdivision eine Reserve, von der nicht klar ist, wohin er sie verlegt. Eine von ihnen wird er für die dünne Besatzung südöstlich von Metz benötigen. Die 14 . Panzerdivision ist jetzt schon in dem Kampf bei Hatten eingesetzt.
  • Heeresgruppe H : Die 6. Fallschirm-Jägerdivision übernahm den Abschnitt der 712. Infanteriedivision, die auf dem linken Flügel der Heeresgruppe die 65. und 353. Infanteriedivision freimachen soll. Die 6. Fallschirmjägerdivision sichert jetzt also eine Front von 70 Kilometer (davon 40 Kilometer Maas).
  • Bei der Heeresgruppe B ließ nach zwei Tagen Großkampf der feindliche Angriff an Stärke nach. An der Nordfront kleinere Einbrüche. Gegen die neue Absetzfront, die nunmehr bezogen ist, nur geringer Druck. Dabei setzte der Gegner Soldaten in deutscher Uniform mit deutscher Bewaffnung ein.
  • Heeresgrippe G: Örtliches Absteifen der Front in den unteren Vogesen. Rittershofen wurde gegen Angriffe von Norden und Süden gehalten. Die Verbindung von den Sicherungen bis zu den eigenen Brückenköpfen wurde hergestellt. Hinter der Ill-Front wurden die letzten feindlichen Truppen vernichtet und dabei 700 Gefangene gemacht.
  • Wegen des Wetters nur 75 Moskitos gegen das Industriegebiet, 250 zur Verminung der Kieler Bucht. Auf der eigenen Seite nur geringer Einsatz.
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Die militärische Lage der Seekriegsführung:
TBD

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Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Großdeutsches Reich / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage der Luftkriegsführung:
TBD

  • In Peenemünde startet eine V-2-Rakete mit der Bezeichnung V-2 Ma392 V4.
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    Die Rakete soll 320 Kilometer weit fliegen und stürzt ab; die Abweichung der Flugbahn betrug 13,1 Kilometer nach rechts, die Rakete fliegt 14,4 Kilometer weit.
  • Von der V-2-Startbatterie 485 mit der Leitstelle in Den Haag starten folgende Raketen:
    • 0054 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Islington in Nordlondon ein. 32 Menschen sterben, 28 werden schwer verletzt, neun Gebäude werden zerstört.
    • 0741 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt in Watton-at-Stone in Hertfordshire ein, vier Menschen werden schwer verletzt, zehn Häuser erleiden schwere Schäden.
    • 0850 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Bradoak End in Hertfordshire ein, es werden keine Schäden gemeldet.
    • 1147 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete explodiert über Enfield in Nordlondon, am Boden entsteht leichter Sachschaden.
    • 1631 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt in West Tilbury in Essex ein, Auswirkungen des Einschlages bleiben unbekannt.
  • Von der V-2-Lehr- und Versuchsbatterie 444 in Walcheren an der niederländischen Nordseeküste starten folgende V-2-Raketen:
    • 0054 GMT - Eine von einer Startplattform in Scheveningse Bosjes, N of Waterpartij (Site 47) gestartete V-2-Rakete schlägt in Toothill in Essex ein, es werden leichte Schäden an landwirtschaftlichen Gebäuden verursacht.
    • 0226 GMT - Eine von der Startplattform Hoek van Holland gestartete V-2-Rakete zerstört Gleise und Waggons in Wood Green und verursachen auch leichte Explosionsschäden an angrenzendem Eigentum, es gibt keine Verletzten.
    • 0704 GMT - Eine von der Startplattform Hoek van Holland gestartete V-2-Rakete zerstört Gleise in Poplar im Londoner Stadtbezirk Tower Hamlets und beschädigten 25 Eisenbahnwaggons schwer. Es sind zwei Menschenleben zu beklagen sowie 23 Schwerverletzte.
    • 1125 GMT - Eine von der Startplattform in Wassenaar (Duindigt - Rennbahn) gestartete V-2-Rakete schlägt in Chigwell in Essex ein, fliegt in einen Wald, verletzt drei Personen und hinterlässt leichte Schäden.
    • 1254 GMT - Eine von der Startplattform in Wassenaar (Duindigt - Rennbahn) gestartete V-2-Rakete schlägt in einem zuvor von der Luftwaffe bombardierten Gebiet im Londoner Stadtteil West Ham ein, es werden 15 Menschen getötet und 91 schwer verletzt.
    • 1406 GMT - Eine von der Startplattform in Wassenaar (Duindigt - Rennbahn) gestartete V-2-Rakete schlägt in South Hornchurch in Essex ein, fliegt in ein Feld und richtet leichte Schäden an.
    • 1637 GMT - Eine von der Startplattform in Wassenaar (Duindigt - Rennbahn) gestartete V-2-Rakete schlägt in der Nordsee vor Foulness in Essex ein.
    • 1751 GMT - Eine von einer Startplattform in Scheveningse Bosjes, N of Waterpartij (Site 47) gestartete V-2-Rakete schlägt in Hockley in Essex ein, die in ein Feld fliegt und keine weiteren Beschädigungen an.
    • 2132 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete explodiert auf der Startplattform, Auswirkungen bleiben unbekannt.
  • Die V-2-Batterie der SS Abteilung 500 in Hessum in den besetzten Niederlanden werden folgende Raketenstarts verzeichnet: Um 0950, 1140, 1228, 1430, 2020 und 2100 GMT startet jeweils eine V-2-Rakete in Richtung Antwerpen in Belgien. Die Stadt wird zwar getroffen, jedoch werden keine Schäden bekannt. Bei den Starts um 1140 und 1228 GMT explodiert die Rakete nahe der Startbasis.
Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Alpen- und Donau-Reichsgaue
  • In den Mittagsstunden wird Wien bombardiert.
  • Von 16 bis 19 Uhr steigt der Stromverbrauch für die Rüstung und öffentliche Betriebe enorm an, daher darf in den Haushalten zu diesen Zeiten bei Strafe kein elektrisches Gerät benützt werden und nur die nötigste Beleuchtung eingeschaltet werden.
  • In der Urania gibt es einen Vortrag über die Raketentechnik "und die Zukunftsmöglichkeiten, die in der Raumfahrt gipfeln".

Die Kriegslage in den Alpen- und Donau-Reichsgauen:
TBD

USA 1912-1959.png Großbritannien.png

Italien 1861-1946.png Italienische Sozialrepublik.png

Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Königreich Italien / Italienische Sozialrepublik / Großdeutsches Reich

Wehrmachtsbericht: Die Lage im Südraum:

  • 300 Jäger. Nur geringe Kampfhandlungen. Es steht jetzt fest, daß die 34. US-Infanteriedivision in Frontnähe geblieben ist; das gleiche gilt von der 30. US-Infanteriedivision.
  • Die Brennerstrecke ist wieder befahrbar.
USA 1912-1959.png Philippinen 1941-1945.png

Japan 1889-1945.png
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik der Philippinen / Kaiserreich Großjapan


14.01.1945
Großdeutsches Reich.png USA 1912-1959.png

siehe Fußnote
Polen.png UdSSR 1923-1955.png
Großdeutsches Reich / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik Polen / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Politischer Lageüberblick der Wehrmacht:
Schweden protestierte gegen die von Deutschland durchgeführte Absperrung im Skagerrak-Gebiet, da dadurch die Fischversorgung von Schweden leide.

Großdeutsches Reich.png

siehe Fußnote
Großdeutsches Reich

TBD

Großdeutsches Reich.png Polen 1939-1945.png

siehe Fußnote
UdSSR 1923-1955.png
Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken
  • Die Offensive der 2. Weißrussischen Front beginnt unter General Rokossowski aus den Brückenköpfen bei Serok und Rozan über den Narew mit dem Ziel die Provinz Ostpreußen auch von Süden her zu überrennen und bei Elbing zur Ostsee durchzubrechen. Die deutsche 3. Panzerarmee unter Generaloberst Raus wird über die Memel bis auf den Pregel und die Angerapp zurückgedrängt. Die Front der deutschen 2. Armee unter General Weiß am Narew wird ebenfalls durchbrochen.
  • Aus dem Baranow-Brückenkopf haben sich die Brennpunkte der Abwehrschlacht gegen die neue Großoffensive der Roten Armee in den Raum zwischen Weichsel, Nida und den Ausläufern der Lysa Gora verlagert. In der Frontmitte im Raum beiderseits und südlich von Warschau erfolgt der Angriff der 1. Weißrussischen Front unter Marschall Schukow gegen die deutsche 9. Armee (General von Lüttwitz). Zusammen mit den Truppen von Konews Front befinden sich damit aus den drei bereits im September 1944 eroberten Brückenköpfen von Baranow, Pulawy und Magnuszew (Warka) insgesamt 163 Schützen-Divisionen und Panzerbrigaden mit 7042 Panzern und Sturmgeschützen in der Offensive. Die sowjetische Planung legt Wert auf eine hohe Geschwindigkeit. Diese soll, zusammen mit den eingeplanten Flüchtlingsströmen, den deutschen Truppen die Möglichkeit zum Halten neuer Verteidigungslinien nehmen.

Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Polen:
Südlich und südwestlich der Stadt Kielce setzten unsere Truppen erfolgreich den Angriff fort. Der Gegner versucht, den Vormarsch der sowjetischen Einheiten aufzuhalten und wirft eine Panzer- und eine motorisierte Division aus der Reserve in den Kampf. Im Raum des Durchbruchs schaffen die Deutschen mit Kraftwagen Infanterie heran und werfen sie sofort in die Schlacht. Die Gegenangriffe erfolgen Schlag auf Schlag. Nördlich von Chmelnik kam es zu einem erbitterten Kampf. In diesem Raum griffen Infanterie und 50 deutsche Panzer unsere vormarschierenden Truppen an. Die sowjetischen Infanteristen, Artilleristen und Panzerbesatzungen zerschlugen den Gegner in einem hartnäckigen Kampf, wobei 41 Panzer und mehr als zwei Bataillone der deutschen Infanterie vernichtet wurden. Unsere Truppen zogen schnell Richtung Westen und schnitten die Eisenbahnlinie und die Chaussee von Kielce nach Kraków ab. Auch um den wichtigen Verkehrsknotenpunkt Pinczow gab es erbitterte Kämpfe. Die Deutschen konnten hier auf zuvor eingerichtete Verteidigungsanlagen zurückgreifen und leisteten deshalb besonders harten Widerstand. Durch einen Schnellangriff rangen die sowjetischen Abteilungen den Gegner nieder und nahmen Pinczow ein. An diesem Abschnitt wurden bis zu 2.000 deutsche Soldaten und Offiziere vernichtet. Auf dem Territorium der Tschechoslowakei setzten unsere Truppen unter Kämpfen den Vormarsch fort und drangen gestern in die Stadt Plesivec ein. Die ganze Nacht tobten die Kämpfe gegen den sich hartnäckig verteidigenden Gegner. Heute gegen Morgen nahmen die sowjetischen Kämpfer Plesivec, einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt und eine der Hauptstützen der so genannten „Winterverteidigungslinie“ des Gegners, ein.

  • Die 1. Weißrussische Front der Roten Armee unter dem Befehl von Marschall Georgi K. Schukow beginnt auf breiter Front in Polen mit ihrer Winteroffensive gegen die deutsche 9. Armee unter dem Befehl von General Hans Jordan. Gleichzeitig beginnt auch die 2. Belorussische Front unter Marschall Konstantin K. Rokossowski vom Narew-Brückenkopf aus ihre Offensive in Richtung auf die ostpreußische Stadt Elbing.

An der 1. Ukrainischen Front wird der Kommandeur des 575. Regiments der 304. Infanteriedivision Oberst Streßner gefangengenommen. Der Gefangene gibt an: Alle früher empfangenen Befehle lauteten: Im Falle des Angriffs der Russen keinen Schritt zurückweichen, verteidigen bis zum letzten Mann, bis zur letzten Patrone. Aber die mächtige Artillerievorbereitung der Russen hat die Soldaten demoralisiert und ihren Willen zum Widerstand gebrochen. Als die russische Infanterie zum Angriff überging, wichen die Soldaten meiner Einheiten zurück. Mich hat verblüfft, wie gut die Russen informiert waren. Sie kannten alle unsere Feuerstellungen. Die russische Artillerie traf genau. Innerhalb von 15 Minuten war die gesamte Funkverbindung zerstört. In meinem Befehlsstand konnte ich den Kopf nicht heben. Es war völlig unmöglich, das Regiment zu leiten. Alle Abteilungen hatten durch das Artilleriefeuer große Verluste. Die am Leben gebliebenen Soldaten liefen nach allen Seiten davon.

  • Aufklärungsflugzeuge der Vereinigten Staaten von Amerika überfliegen den Konzentrationslagerkomplex von Auschwitz, um die Zerstörungen am IG-Farben-Werk zu erkunden. Die erst Jahrzehnte später ausgewerteten Fotos werden zeigen, dass alle drei Lagerteile noch benutzt werden, aber die Krematorien mit Gaskammern bis auf eines bereits abgerissen sind. Tagebuch eines Häftlings in Bergen-Belsen: Sonntag ist nun auch vorbei. Habe kein Gramm Fett mehr am Leib. Ich esse den Eltern die Haare vom Kopf, trotz aller Transaktionen sind wir drei ein paar Tage Brot im Rückstand. Mams, Paps und ich essen jetzt im Ärztezimmer. Ich bin sehr deprimiert durch das, was ich dort höre: "Lagerfieber" Typhus ... Tuberkulose ist immer eine ungünstige Prognose. Mams hustet. Pakete bekommen wir keine. Es werden Abgrenzungen zwischen den Lagern hier aufgehoben, man weiß noch nicht, welche. Wurde heute Morgen wieder schrecklich geschlagen. Meine aufgesprungenen Hände sind voller Risse, meine Füße fühlen sich noch immer eingeschlafen an, aber es geht jetzt besser. Schade, dass die Holzschuhe bald am Ende sein werden. Wenn Auschwitz und Birkenau hierher kommen, sehe ich dann Jenny wieder? Aus Austausch wird nichts (Typhus). Ist Holland noch in deutschen Händen? Komme ich selbst hier heraus, dann ist das Tagebuch nicht mehr nötig, sonst hält Papier länger aus als ein Mensch, es sei denn, dass es einem Durchfallleidenden in die Hände fällt.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:

  • Großangriff bei Baranow: Der Feind stößt mit einer Gruppe nach Südwesten in Richtung Krakau, mit einer zweiten nordwestlich, vielleicht auch nach Norden. Eingesetzt hat der Gegner 32 Schützendivisionen und acht Panzerkorps. Der Feind stieß über die Weichsel vor und drängte die 304. Infanteriedivision über die A1-Stellung hinweg. Die 68. Infanteriedivision kämpft sich auf das Westufer der Nidda zurück. Bei Chmjelnik stieß der Feind in die eigenen Bereitstellungen hinein. Die 16. und 17. Panzerdivision, die dadurch getrennt wurden, suchten sich wieder zu vereinigen. Von der 168. Infanteriedivision kämpfen noch Teile vorn. Gleichzeitig eigene Stöße von Norden nach Süden. Die Armeegrenze zwischen 4. und 17 . Armee wurde so verlegt, daß die 17 . Armee im westlichen Teil des Kampffeldes führt. Nach den vorliegenden Meldungen wird stufenweise Fortführung des Angriffs erwartet. Als nächster am 13 . oder 14 . ein Angriff bei Magnuszew.
  • Als zweite Phase des Großangriffs begann der Gegner den Kampf im Raum Ebenrode - Schloßberg, wo er 12 bis 15 Schützendivisionen und zwei Panzerbrigaden einsetzte. Es gelang ihm hier jedoch nur ein größerer Einbruch. 49 Panzer abgeschossen. Die 5. Panzerdivision wird herangeführt. Ein Angriff bei Tilsit wird erwartet. Bei Memel wurden regimentsstarke Angriffe abgewiesen. Bei der Heeresgruppe Nord Ruhe.
  • 118 feindliche, 153 eigene Einsätze. 14 Abschüsse, 6 eigene Verluste. Die Luftflotte 6 wurde verstärkt.
Großdeutsches Reich.png UdSSR 1923-1955.png

siehe Fußnote
Schweden.png
Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken / Königreich Schweden

TBD

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage im Nordraum.

  • Der finnische General Heinrichs wurde Oberbefehlshaber der finnischen Armee.
  • Gegen die Westküste wieder Einsatz, anscheinend von Trägern aus. Die Bahn Mo-Oslo fährt wieder. Bezogen wird jetzt Kilpisjärvi-Stellung, die ab sofort kampfbereit ist.
UdSSR 1923-1955.png Ungarn 1919-1946.png

Slowakei 1939-1945.png Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Königreich Ungarn / Slowakische Republik / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Im Stadtzentrum von Budapest wird um jedes Haus gekämpft. Dabei sterben auch viele Zivilisten. Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Budapest:
In Budapest zogen unsere Truppen den Ring um die deutsch-ungarische Gruppierung immer enger und besetzten den Ostbahnhof, die Vorortstation Csemer, das städtische Gaswerk und mehr als 200 Häuserblocks. [Gestern] nahmen unsere Truppen in Budapest 2.500 deutsche und ungarische Soldaten und Offiziere gefangen und haben fünf Panzer, 21 Geschütze unterschiedlichen Kalibers, 57 Lokomotiven, 2160 Eisenbahnwaggons und 30 Tankwaggons erbeutet. An anderen Frontabschnitten sind Kundschafter am Werk und kommt es zu kleineren Gefechten. An allen Abschnitten wurden insgesamt 80 deutsche Panzer vernichtet.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:

  • Bis zur Donau keine wesentlichen Kampfhandlungen. Der Gegner führte ein neues Panzerkorps, das aufgefrischt wurde, wieder zu. In Budapest ein zwei Kilometer tiefer Einbruch an der Ostfront. Schlechtes Wetter machte Versorgung unmöglich; jedoch konnte der Feind starten und die Brücken angreifen. Nördlich der Donau gelang die Verbindung der eigenen Kräfte zwischen Komorn und Neuhäusel. Außerdem konnte die 20. Panzerdivision Gelände nach Südosten gewinnen. Entlang der Front der 8. Armee weiter Kämpfe. Westlich Groß Steffelsdorf weitere Einbrüche.
  • Es ist nunmehr der Brückenkopf Višegrad erreicht, der gehalten werden soll. Damit hat die Absetzbewegung im Süden ihr Ziel erreicht.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:

  • Der Oberbefehlshaber Südost sandte am Vortag ein Fernschreiben, in dem das Geleistete zusammengefaßt worden ist:
  • Anfang der Bewegung im September 44 mit Auflösung und Zurückführung der Kräfte in der Ägäis und in Griechenland. Dauer viereinhalb Monate. Länge des Weges zum Teil 1 500 km mit über 20 Pässen bis zu 1400 Metern. Beginn bei tropischer Hitze, Ende nach Herbststürmen und Frost in schwerstem Winterwetter. Schwerpunkt an der alten bulgarischen Westgrenze im Amselfeld, bei Kraljevo und Catcak. Dort Abwehr mit rasch zusammengefaßten Kräften in stützpunktartigen Fronten gegen drei bulgarische Armeen, eine Panzerbrigade sowie drei russische Divisionen mit Bandenkräften.
  • Weiterer Schwerpunkt in Montenegro, wo das XXI. Gebirgskorps erst den Durchzug erzwingen mußte. Gesamtverlust: 20.440 Tote, 7075 Gefangene (darunter 5 480 Bulgaren, 164 Russen). Kein wertvolles Gut fiel dem Gegner in die Hand. Gebaut werden mußten 1403 Behelfsbrücken mit einer Gesamtlänge von 2767 Metern, 23 Eisenbahnbrücken bis zu 130 Metern Länge sowie 20 Kilometer Gleise. Gesprengt wurden 223 Straßenbrücken, 281 Eisenbahnbrücken, 93 Tunnel, 598 km freie Strecke, 9776 Waggons und Lokomotiven.
  • Die Gruppe Steyrer wurde nunmehr aufgelöst. Der Gruppe Fischer werden 6 Battailone zugeführt, so daß sie am 16.1. antreten kann. Bei Virovitica kamen die eigenen Kräfte von Süden und Westen gut voran.
  • Feindlage in Kroatien: Die albanischen Verbände blieben zurück. Der Gegner versucht jetzt, serbische Verbände in nordöstlicher Richtung in den Raum südlich Syrmien vorbei nach Slawonien vorzuziehen, wo er zur Zeit keine wesentlichen Kräfte stehen hat. Südlich davon stehen noch Mihajlovic-Verbände, bei denen noch eine US-amerikanische, aber nicht mehr eine britische Mission anzunehmen ist.
  • König Peter erklärte sich gegen Tito und verlangte eine Volksabstimmung.
Großdeutsches Reich.png USA 1912-1959.png
siehe Fußnote

Frankreich.png Belgien.png

Niederlande.png Großbritannien.png
Großdeutsches Reich / Reichsland Elsaß-Lothringen / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Französische Republik / Königreich Belgien / Königreich der Niederlande / Großherzogtum Luxemburg / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
  • In Horusea in der englischen Grafschaft Yorkshire schlägt ein deutsches Raketengeschoß vom Typ V 1 ein, das zum letzten Mal von einem Kampfflugzeug aus gestartet wurde.
  • Kampfverbände der Royal Air Force werfen über den Leuna-Chemiewerken nahe Merseburg in Mitteldeutschland insgesamt 2100 Tonnen Bomben ab.
  • Der Wehrmachtsbericht besagt, dass sich die Winterschlacht in den Ardennen zu neuer Heftigkeit gesteigert hat.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:

  • Befehl des Oberkommandos der Wehrmacht: Die Gefährdung der kämpfenden Kameraden und der Kriegsanstrengungen von Front und Heimat durch Überläufer, die sich dem Kampf entziehen und ihr Leben in Sicherheit zu bringen versucht haben, erfordert rücksichtsloses Vorgehen gegen Überläufer und ihre Sippe. Der Chef des OKW hat daher aufgrund der Weisungen des Führers befohlen, dass auf Soldaten, die nach einwandfreier Beobachtung zum Feind überlaufen, sofort das Feuer zu eröffnen ist.
  • Von den britischen Kräften vor der Angriffszone bei Verviers ist nur noch die 51. britische Division nachgewiesen.
  • Bei der Heeresgruppe B wieder Großkampf an der Nordfront und Südfront, was vom Gegner als Generaloffensive herausgestellt wird. Sie begann an der Nordfront, wo der Gegner Einbrüche erzielte, da die Volksgrenatierdivisionen stark ermüdet sind. Da im Nordwestbogen eine Krise entstand, mußten die gerade herausgezogenen 2. und 9. SS-Panzerdivision wieder eingesetzt werden. Im Raum von Bastogne wieder ein starker Angriff.
  • Heeresgruppe G: Der Gegner griff bei Rittershofen vielfach an, jedoch klarer Abwehrerfolg. Die Sicherung nördlich davon wurde durch ein Pionierregiment verstärkt. Die Kämpfe an der Ill sind nun abgeschlossen; insgesamt über 1000 Gefangene und 1000 Tote.
  • Von der Schelde sind zehn Kleinst-U-Boote zurückgekehrt, hatten jedoch keinen Erfolg, da das Wetter schlecht war und eine sichere Wettervoraussage vorher nicht vorgelegen hatte.
  • Wieder Einsatz von 1100 US-amerikanischen viermotorigen Bombern mit 600 Jägern gegen Verkehrsziele am Mittelrhein, ferner 150 Briten gegen das rückwärtige Gebiet.
  • Eigener Einsatz gegen Bastogne. Nachts 200 Briten gegen den Raum von Trier; 33 gegen Frankfurt - Mannheim. Ferner griff der Gegner mit 250 viermotorigen Bombern über Südschweden Pölitz und die Pommersche Bucht an, mit anderen Kräften die Deutsche Bucht. In Pölitz wurden die Hauptwerke nicht getroffen; durch Zeitzünder nur kurze Unterbrechung des Betriebs. Die Flak erzielte keine Erfolge.
  • Durch den US-amerikanischen Angriff sind im Süden und Mittelrhein zur Zeit fünf der Eisenbahnbrücken nicht in Betrieb, und zwar Rüdesheim, Mainz, Worms, Mannheim und Karlsruhe. Es bleiben noch eine Brücke bei Mainz uhd eine bei Speyer.
Großdeutsches Reich.png Großbritannien.png

siehe Fußnote
Belgien.png USA 1912-1959.png
Großdeutsches Reich / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien / Vereinigte Staaten von Amerika (USA)

Die militärische Lage der Seekriegsführung:
TBD

USA 1912-1959.png Großbritannien.png

Belgien.png Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Großdeutsches Reich / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage der Luftkriegsführung:
TBD

  • Von der V-2-Startbatterie 485 mit der Leitstelle in Den Haag starten folgende Raketen:
    • 1051 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Foulness Island in Essex ein. Es gibt keine Schäden.
    • 1131 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt in Abbess Roding in Essex ein, sie fliegt auf ein Feld, es gibt keine weiteren Schäden.
    • 1201 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Barking in East London ein und richtet dort schwere Schäden an der Kirche und an drei Häusern an. Acht Menschen werden getötet und 52 werden schwer verletzt.
    • 1343 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt in einen Wald in Brickendon in Hertfordshire ein und verursacht leichte Sachschäden.
    • 1521 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Cheshunt in Hertfordshire ein, wo mäßige Schäden an Häusern, am Umspannwer und an Wasserleitungen entstehen, es werden drei Menschen getötet und 21 Schwerverletzte.
    • 1548 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Ilford in Essex ein, es werden drei Menschen getötet, elf schwer verletzt und zwei Gebäude werden zerstört.
    • 1903 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt an einem unbekannten Ort ein, Schäden werden nicht bekannt.
  • Von der V-2-Lehr- und Versuchsbatterie 444 in Walcheren an der niederländischen Nordseeküste starten folgende V-2-Raketen:
    • 1608 GMT - Eine von einer Startplattform in Scheveningse Bosjes, N of Waterpartij (Site 47) gestartete V-2-Rakete schlägt im Londoner Bezirk Lewisham ein; ein Haus bekommt einen Volltreffer. 14 Menschen werden getötet, 36 werden schwer verletzt und vier Häuser werden total zerstört.
    • 1732 GMT - Eine von der Startplattform in Wassenaar (Duindigt - Rennbahn) gestartete V-2-Rakete schlägt in Shoreditch in Greater London ein, 20 Menschen sterben, 90 werden schwer verletzt, zwölf Gebäude werden zerstört.
    • 1841 GMT - Eine von einer Startplattform in Scheveningse Bosjes, N of Waterpartij (Site 47) gestartete V-2-Rakete schlägt an einem unbekannten Ort ein, Schäden werden nicht bekannt.
    • 2053 GMT - Eine von der Startplattform in Wassenaar (Duindigt - Rennbahn) gestartete V-2-Rakete schlägt in Barking in East London ein, 14 Menschen sterben, 40 werden schwer verletzt, Rathaus und Kirche werden schwer beschädigt.
  • Von der V-2-Startbatterie 836 in einem Waldgebiet zwischen Hachenburg und Hillscheid im Westerwald werden folgende Raketen gestartet:
    • In zwei Kampagnien werden einmal sechs und einmal fünf V-2-Raketen von Batterie 836 in Hachenburg im Westerwald in Richtung Westen gestartet. Die Einschlagorte sind unbekannt. Von der zweiten Kampagne wird ein fehlerhafter Start gemeldet.
  • Die SS-Abteilung 500 in Dalfsen (Hessum) in der Provinz Overijsel starten folgende V-2-Raketen:
    • Die V-2-Batterie der SS Abteilung 500 in Hessum in den besetzten Niederlanden werden folgende Raketenstarts verzeichnet: Um 1125, 1845 und 2215 GMT startet jeweils eine V-2-Rakete in Richtung Antwerpen in Belgien. Die Stadt wird zwar getroffen, jedoch werden keine Schäden bekannt.
Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Alpen- und Donau-Reichsgaue

Da wegen der totalen Theatersperre seit dem 1. September 1944 keine Bühnenvorstellungen mehr stattfinden dürfen, wird die Volksoper in Wien in ein Kino umgewandelt.

Die Kriegslage in den Alpen- und Donau-Reichsgauen:
TBD

USA 1912-1959.png Großbritannien.png

Italien 1861-1946.png Italienische Sozialrepublik.png

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siehe Fußnote
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Königreich Italien / Italienische Sozialrepublik / Großdeutsches Reich

Wehrmachtsbericht: Die Lage im Südraum:

  • Keine feindliche Tätigkeit in der Luft und auf der Erde. Nordostwärts Faenza wurde ein Royal-Air-Force-Verband eingesetzt, was die Knappheit der feindlichen Verbände beleuchtet.
USA 1912-1959.png Ohio.png
siehe Fußnote
Vereinigte Staaten von Amerika / Ohio

In Cleveland, Ohio, treten 300.000 Rüstungsarbeiter in den Streik.

15.01.1945
Großdeutsches Reich.png USA 1912-1959.png

siehe Fußnote
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Großdeutsches Reich / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik Polen / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Politischer Lageüberblick der Wehrmacht:
Keine besonderen Meldungen.

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siehe Fußnote
Großdeutsches Reich
  • Wegen der Winteroffensive der Roten Armee verlässt Hitler sein Hauptquartier Adlerhorst in Hessen und fährt mit seinem Sonderzug nach Berlin. Eigentliches Ziel war Berchtesgaden, doch kurzfristig hat der Diktator entschieden, den Krieg von der Reichshauptstadt weiter zu verfolgen. Der "Stellvertreter des Führers" Martin Bormann notiert: "Wegen des Großangriffs im Osten nachmittags 16.30 Uhr Abfahrt des Führerzuges nach Berlin - Ankunft 16. Januar 8.30 Uhr."
  • Nachdem die sowjetische Offensive erfolgreich vorangekommen ist, befiehlt Generalstabschef Heinz Guderian, in allen 20 Wehrkreisen des Reiches, die bislang noch nicht unmittelbar von Kampfhandlungen am Boden betroffen waren, jeweils ein Bataillon auszuheben. Innerhalb einer Woche sollten diese in das Wartheland verlegt werden, um dort die sowjetische Offensive mit aufzuhalten.
  • Im Wehrmachtsbericht ist zu lesen, dass im Einbruchsraum zwischen der Weichsel und den Südhängen der Lysa-Gora die schweren Kämpfe mit nach Westen vordringenden Infanterie- und Panzerverbänden der "Bolschewisten" andauern. Teile der 4. Ukrainischen Front durchbrechen bei Kielce die deutschen Verteidigungslinien und stoßen auf die polnische Stadt Krakau vor.
  • Reichspropagandaminister Joseph Goebbels schreibt in sein Tagebuch: "Abends zeigt sich, dass die Entwicklung im Osten durchaus nicht so läuft, wie das für uns wünschenswert wäre. Die Lage im Baranow-Brückenkopf ist außerordentlich gespannt. Unsere Gegenangriffe, die im großen Stil ausgeführt wurden, sind nicht durchgeschlagen. Ein ernster, sorgenvoller Abend."
  • Anordnung des Reichsjustizministeriums: In der Öffentlichkeit dürfen keine Missverständnisse entstehen. Staatsanwaltschaft und Gericht dürfen nicht vor den Augen des Publikums gemeinsam in das Beratungszimmer gehen. Nach Berichten finden immer noch Beratungen zwischen Staatsanwalt und Gericht in einer Form statt, die dem Ansehen der Rechtspflege abträglich sind. In einem Falle hat der Angeklagte vom Flur durch eine offen stehende Tür die Beratung des Gerichts in Anwesenheit seines Staatsanwaltes mitverfolgen können.
  • Eine Anordnung des Reichsverkehrsministers über verschärfte Bestimmungen im Straßenverkehr tritt in Kraft. Kraftfahrzeuge jeder Art dürfen von jetzt an nur noch zur Erfüllung kriegs- und lebenswichtiger Aufgaben benutzt werden. Das Mitfahren anderer Personen ist ebenfalls nur aus diesen Gründen zulässig. Nur "bei etwaigen Störungen des öffentlichen Verkehrs durch Feindangriff" dürfen freie Plätze den betroffenen Volksgenossen angeboten werden.
  • Die "Berliner Morgenpost" meldet: "Für den Behelfswohnungsbau, aber auch für andere Bauvorhaben haben sich massive Bausteine und Hohlblocksteine aus Braunkohlenasche als sehr vorteilhaft erwiesen. Im Gegensatz zur Steinkohle hat die Braunkohle einen sehr hohen Gehalt von 20 bis 30 Prozent an Ton, Kalk und Mergel."
  • Die Schauspielerin Irmgard Mader (* 1913) wird wegen Beihilfe zum Hochverrat festgenommen. Es wird ihr vorgeworfen, "einem Geltungsjuden zur Flucht verholfen und darüber hinaus ein 'rassenschänderisches Verhältnis' mit dem Mann zu unterhalten."
Großdeutsches Reich.png Polen 1939-1945.png

siehe Fußnote
UdSSR 1923-1955.png
Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:

  • Südlich des Angriffsraums gehen die Vorbereitungen weiter. Im bisherigen Raum greift der Feind mit zwei Panzerkorps in Richtung Krakau an. Mit einer ungefähr gleich starken Gruppe setzte er zum Stoß weiter nördlich an. Bis zur Weichsel hin wurde der Gegner abgewiesen; jedoch drang er anschließend mit Panzerspitzen über die A1-Stellung in Richtung Krakau vor, ebenso auch nach Osten. Die 17. Panzerdivision kämpfte sich zur 16. Panzerdivision nach Norden durch. Die Regiments-Gruppe Hohn setzte sich nach Nordwesten ab. In diesem Raum hat der Gegner wesentliche Erfolge erzielt. Im nördlich anschließenden Raum begann am 14.1. der Angriff bei Pu&lstrok;awy und Magnuszew. Dabei trat eine neue Armee auf. Im wesentlichen wurde der Angriff aufgefangen. Gegen einen Durchstoß wurde die 10. Panzergrenadierdivision angesetzt. Angriffe in dem „Nassen Dreieck" wurden abgewiesen.
  • In Ostpreußen griff der Feind zwischen Ostenburg und Scharfenwiese an. Auf dem rechten Flügel wurde er aufgefangen; doch gelangen ihm an zwei Stellen Durchbrüche. Zum Gegenangriff wird das XXIII. Armeekorps mit der 7. Panzerdivision usw. angesetzt. Der Gegner führt hier 21 Schützendivisionen (zum Teil solche aus der Karelischen Front) zum Angriff vor.
  • Vorbereitungen im Raum Goldap - Rominten. Im bisherigen Raum wurde der Gegner im wesentlichen abgewiesen. Memel wurde aus der Luft angegriffen. Bei der Heeresgruppen Mitte wurden bisher 133 Panzer abgeschossen.
  • Bei der Heeresgruppe Nord keine Kampfhandlungen.

Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage:
Die Truppen der 1. Ukrainischen Front setzen die Offensive fort und haben das polnische Verwaltungs- und Industriezentrum Kielce und 400 weitere Ortschaften eingenommen. Die Truppen der 1. Ukrainischen Front setzten den schnellen Vormarsch fort. Die in den Wäldern südlich von Kielce aktiven sowjetischen Einheiten trafen auf erbitterten Widerstand der Deutschen. Der Gegner hatte seine Truppen mit einer weiteren Panzerdivision verstärkt und unternahm zahlreiche Gegenangriffe. Die Hitleristen versuchten mit allen Mitteln, die Stadt Kielce zu halten. Unsere Truppen drängten den Feind bis hinter den Fluss Czarna Nida zurück. Dann setzten die sowjetischen Abteilungen über den Fluss über und begannen Kämpfe im Vorraum von Kielce. Die sowjetischen Panzerbesatzungen und Infanteristen sowie die Artillerie brachen den Widerstand des Feindes mit einem entschiedenen und vernichtenden Schlag und nahmen Kielce heute ein. Hier konzentriert sich die Produktion von Waffen, Sprengstoff und Munition. In der Schlacht um Kielce erlitten die deutschen Truppen riesige Verluste. Allein im Vorfeld der Stadt wurden mehr als 1600 deutsche Soldaten und Offiziere vernichtet sowie 40 Panzer und Selbstfahrlafetten des Gegners in Brand geschossen. Der Gegner weicht unter den Schlägen der sowjetischen Truppen zurück und hat erhebliche Verluste an Mensch und Technik. Allein in den ersten beiden Tagen unserer Offensive wurden nach unvollständigen Angaben 116 deutsche Panzer, 379 Geschütze unterschiedlichen Kalibers, ca. 1000 Automobile mit verschiedenen Gütern und zahlreiche Lager mit Munition und Militärgut erbeutet. Der an der 1. Ukrainischen Front gefangen genommene Obergefreite des 188. Regiments der 68. Deutschen Infanteriedivision Willi Heinz erzählte: „Die Soldaten haben voller Angst auf die russische Offensive gewartet. Die Offiziere sagten immer wieder, dass unsere Stellungen sehr stark befestigt sind und wir sie um jeden Preis halten müssen. Am 18. Dezember musste jeder Soldat ein Papier lesen und unterschreiben, in dem Folgendes stand: Ich wurde darüber in Kenntnis gesetzt, dass im Falle meines Wechsels zu den Russen meine ganze Familie – Vater, Mutter, Frau, Kinder und Enkel – erschossen wird. Die Soldaten waren empört, aber alle unterschrieben schweigend dieses Papier. Aber das Getöse der russischen Geschütze war furchtbarer als alle Drohungen der deutschen Führung. Das war die wahre Hölle. So etwas Furchtbares haben wir noch nie erlebt. Durch das Artilleriefeuer hatten wir riesige Verluste. In den Gräben lagen verwundete und getötete Soldaten durcheinander. Die Verwundeten flehten um Hilfe, aber die gab ihnen keiner. Einige Soldaten sind wahnsinnig geworden. Die Russen haben uns einen fürchterlichen Schlag versetzt. An Widerstand war nicht mal zu denken. Zusammen mit anderen Soldaten habe ich mich ergeben.

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siehe Fußnote
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Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken / Königreich Schweden

TBD

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage im Nordraum.

  • Neue Verminung des Oslo-Fjords.
  • Trotz der Angriffe von See aus und aus der Luft ist der Abtransport aus dem Norden über Erwarten gut gegangen. Entschieden ist bereits, dass das XVIII. Gebirgsjägerkorps in die Vogesen kommt. Die Entscheidung über den Einsatz des XXXVI. Armeekorps ist noch offen. Die weiter abzutransportierenden 161. und 169. Infanteriedivision waren ursprünglich für den Osten vorgesehen, kommen jetzt jedoch als Ersatz für die 712. und 269. Infanteriedivision in den Westen. Es fragt sich, ob die Entwicklung der Lage im Osten diese Entscheidung noch abändern wird.
  • Abzug aus Dänemark kommt nicht in Frage, da es sich nur um Ausbildungseinheiten handelt. Weitgreifende Operationen des Gegners werden im Augenblick nicht für wahrscheinlich angesehen.
UdSSR 1923-1955.png Ungarn 1919-1946.png

Slowakei 1939-1945.png Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Königreich Ungarn / Slowakische Republik / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Polen:

In Budapest setzen unsere Truppen die Kämpfe zur Vernichtung der eingekesselten deutsch-ungarischen Gruppierung fort. Sie besetzten das Militärhospital Nr. 2, zwei Kasernen, Lebensmittellager, den Güterbahnhof, den Westbahnhof, das Stadttheater Varosi, die Zentralklinik, eine Tabakfabrik und mehr als 160 Häuserblocks. [Gestern] nahmen unsere Truppen in Budapest 4.790 deutsche und ungarische Soldaten und Offiziere gefangen.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:

  • Bis zur Donau gleiche Lage; nördlich davon kam ein eigener Angriff voran. Die 20. Panzerdivision stellte die Verbindung zur 8. Panzerdivision her. Der Gegner will anscheinend seinen Brückenkopf über den Gran halten. In Budapest gleiche Lage; trotz schlechten Wetters wurde die Versorgung durchgeführt. Sie verschluckt einen wesentlichen Anteil der der Luftwaffe am rechten Flügel der Ostfront zur Verfügung stehenden Betriebsstoffmenge. Bei der 8. Armee Fortgang der Kämpfe; auf dem linken Flügel ging Lucenec verloren. Der Feind drang in Richtung Kalinec vor. Entsprechende Kampfhandlungen auf dem rechten Flügel der 8. Armee.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:

  • Die 297. Infanteriedivision erreichte Serajewo (heute Sarajewo). Die Straße Serajewo (heute Sarajewo) - Brod ist freigekämpft, so daß der Abmarsch flüssig verläuft. Zu eigenen Unternehmungen an der Syrmischen Front werden die Regimenter 15 und 14 herangeführt. Das Überschreiten der Bulgaren über die Donau ist nunmehr bestätigt. Ihr Einsatz gegen das Panzer Armeeoberkommando 2 ist wahrscheinlicher als der an der Drau=Front. Bei Virovitica gehen die eigenen Angriffe gegen sich verstärkenden feindl. Widerstand weiter.
  • In Triest Sabotage an einem Schiff. Ein Geleit nach Leros kam durch.
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siehe Fußnote

Frankreich.png Belgien.png

Niederlande.png Großbritannien.png
Großdeutsches Reich / Reichsland Elsaß-Lothringen / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Französische Republik / Königreich Belgien / Königreich der Niederlande / Großherzogtum Luxemburg / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland

Der US-amerikanische General George Patton schreibt in sein Notizbuch: "Ich fuhr zu den Houffalize angreifenden Truppen. Ein deutscher Maschinengewehrschütze muss nach seinem Tod sofort gefroren sein, da er sich mit ausgestreckten Armen und einem Munitionsgurt in der Hand in halb hockender Stellung befand. Eine weitere Folge des schnellen Erfrierens Gefallener ist ihre weinrote Verfärbung, ein unangenehmer Anblick."

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:

  • Wieder 1000 viermotorige Bomber, davon 600 gegen Industrieanlagen in Mitteldeutschland; dabei Vernichtung eines Truppenbenzinlagers und Angriffe auf Fallersleben, Magdeburg und so weiter 40 Abschüsse, davon 37 in der Luft durch die Berliner Division (189 Einsätze), 78 Verluste. Eine amerikanische Division griff Köln an. Die Hohe Zeile ist eingleisig befahrbar. 200 Briten gegen den Raum westlich von Saarbrücken, ferner 1000 Jäger. 215 eigene Einsätze vor Bastogne und bei der Heeresgruppe G. Erfolgreicher Einsatz von Blitzbombern.
  • Nachts ein stärker ausgeklügelter Angriff als bisher mit viermotorigen Bombern und Moskitos sowie Tarnflugzeugen gegen Leuna, mit Teilen gegen Berlin und andere Orte. Dagegen 250 Nachtjäger, die 12 feindlichen Flugzeuge abschossen und sechs eigene Verluste hatten.
  • Die 7. US-Panzerdivision wird wahrscheinlich nach Malmedy verschoben, vermutlich um den dortigen Angriff zu verstärken und damit die tiefe Flanke des Aachener Raums auszuschalten. Im Orscholzer Riegel hat der Gegner sich anscheinend verstärkt.
  • Gegen die Gironde-Festungen sollen 15.000 Mann französiche Kolonial-Truppen eingesetzt werden. Es fragt sich, ob der Gegner jetzt Ernst mit seinem Angriff machen wird, der nur Erfolg verspricht, wenn er starke Luftwaffen-Einsätze durchführt und starke Heerestruppen einsetzt.
  • Bei der Heeresgruppe B weiter starke Angriffe gegen die Nordfront. Dabei Einbrüche südlich Malmedy, wo eine neue Hauptkampflinie aufgebaut wird. Bei Vilsalm wurden Angriffe abgewehrt. Es entstand eine Krise auf dem linken Flügel der 6. Panzerarmee (116. Panzerdivision und 560. Volksgrenadierdivision). Die 2. SS-Panzerdivision mußte hier wieder eingesetzt werden; eine durchgehende Hauptkampflinie besteht nicht überall. An der Südfront entspannt sich die Lage durch eigene Vorstöße. Die Führer-Begleit-Brigade ist wieder herausgezogen. Bei der 7. Armee nur örtliche Kampfhandlungen.
  • Heeresgruppe G: Gegen feindliche Angriffe konnte Rittershofen gehalten werden. Sonst keine wesentlichen Ereignisse.
  • Beiderseits der Maas ist eine weitgehende Auflockerung erfolgt. Deutlich tritt heraus, daß die Engländer sich vor allem für Holland interessieren, während die Amerikaner nach Osten ausgerichtet sind. Wenn auch der Angriffskeil abgestumpft wurde, um eine Gefährdung der Spitze zu verhindern, so besteht doch nach wie vor das Bestreben, die operative Initiative in der Hand zu behalten und durch kleinere und größere Unternehmungen die feindlichen Kräfte zu zersplittern und zu stören. An den Osten werden abgegeben: die bisher an der unteren Maas eingesetzte 712. Infanteriedivisionen, die bisher als Reserve des Armeeoberkommando 19 eingesetzte 269. Infanteriedivision, die beiden Volks-Artillerie-Korps 405 und 408, die Volks-Werferbrigade 18 und die radfahrbewegliche Heeres-Pionier-Brigade 633. Dafür erhält der Oberbefehlshaber West die beiden Divisionen, die noch aus dem Nordraum heruntergeführt werden.
  • Aus den Gauen Baden-Elsaß werden 22 Volkssturm-Bataillone, aus Westmark neun und Moselland sechs eingesetzt. Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht fordert vom Oberbefehlshaber West Meldung über Herauslösen der Volkssturm-Battailone aus dem Einsatz.
Großdeutsches Reich.png Großbritannien.png

siehe Fußnote
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Großdeutsches Reich / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien / Vereinigte Staaten von Amerika (USA)

Die militärische Lage der Seekriegsführung:
TBD

USA 1912-1959.png Großbritannien.png

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siehe Fußnote
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Großdeutsches Reich / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage der Luftkriegsführung:
TBD

  • Die in Peenemünde stationierte Leitung der Raketentruppen der Wehrmacht gibt den Plan auf,
    V 2.jpg
    von einem Zug aus V-2-Raketen abzufeuern, da die Luftüberlegenheit der Alliierten diese Waffe nicht mehr sinnvoll erscheinen lassen, verglichen mit der von Lastwagen gezogenen Rakete, die sich leichter sowohl bewegen als auch verbergen lässt. Derzeit werden alle Aktivitäten für mobile Startbasen von V-2-Raketen eingestellt. In Peenemünde startet eine V-2-Rakete mit der Bezeichnung V-2 Ma384 V5. Die Rakete soll 320 Kilometer weit fliegen und stürzt ab; die Abweichung der Flugbahn beträgt 11,8 Kilometer nach rechts, die Rakete fliegt 12,8 Kilometer weit.
  • In Holland wird eine weitere Raketenbatterie aufgestellt, die 200 Raketen des Typs RHEINBOTE auf den Hafen von Antwerpen abfeuert. * Von der V-2-Startbatterie 485 mit der Leitstelle in Den Haag starten folgende Raketen:
    • 1110 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Whitstable in Kent ein, ein Mensch stirbt, vier werden schwer verletzt, Schäden werden nicht bekannt.
    • 1321 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete explodiert auf der Startplattform, Schäden werden nicht bekannt.
    • 1715 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in der Nordsee vor Palling in Norfolk ein, Schäden werden nicht bekannt.
  • Von der V-2-Lehr- und Versuchsbatterie 444 in Walcheren an der niederländischen Nordseeküste starten folgende V-2-Raketen:
    • 0511 GMT - Eine von einer Startplattform in Scheveningse Bosjes, N of Waterpartij (Site 47) gestartete V-2-Rakete schlägt in der Nordsee vor Shoeburyness in Essex ein, Schäden werden nicht bekannt.
    • 0902 GMT - Eine von einer Startplattform in Hoek van Holland gestartete V-2-Rakete schlägt in Chingford in East London ein, zwei Menschen werden getötet, zehn schwer verletzt, drei Gebäude werden zerstört.
    • 1626 GMT - Eine von einer Startplattform in Scheveningse Bosjes, N of Waterpartij (Site 47) gestartete V-2-Rakete explodiert auf der Startplattform, Schäden werden nicht bekannt.
    • 1848 GMT - Eine von einer Startplattform in Hoek van Holland gestartete V-2-Rakete schlägt in Hackney nordöstlich des Londoner Stadtzentrums ein und fliegt auf einen Sportplatz, eine Person wird schwer verletzt.
    • 2307 GMT - Eine von einer Startplattform in Hoek van Holland gestartete V-2-Rakete schlägt direkt in ein Haus in Rainham in Essex ein, 14 Menschen werden getötet, vier werden schwer verletzt, sechs Gebäude werden zerstört.
  • Von der V-2-Startbatterie 836 in einem Waldgebiet zwischen Hachenburg und Hillscheid im Westerwald werden folgende Raketen gestartet:
  • In Hachenburg im Westerwald werden drei V-2-Raketen von Batterie 836 in Richtung Westen gestartet. Die Einschlagorte sind unbekannt. Ein Start wird als Fehlschlag bezeichnet.
  • Die SS-Abteilung 500 in Dalfsen (Hessum) in der Provinz Overijsel starten folgende V-2-Raketen:
  • Die V-2-Batterie der SS Abteilung 500 in Hessum in den besetzten Niederlanden werden folgende Raketenstarts verzeichnet: Um 1037, 1230, 1400 und 2215 GMT startet jeweils eine V-2-Rakete in Richtung Antwerpen in Belgien. Die Stadt wird zwar getroffen, jedoch bleiben die Auswirkungen unbekannt.
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siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Alpen- und Donau-Reichsgaue

Die Kriegslage in den Alpen- und Donau-Reichsgauen:
TBD

USA 1912-1959.png Großbritannien.png

Italien 1861-1946.png Italienische Sozialrepublik.png

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siehe Fußnote
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Königreich Italien / Italienische Sozialrepublik / Großdeutsches Reich

Wehrmachtsbericht: Die Lage im Südraum:

  • In der Luft und auf der Erde geringe Kampftätigkeit. Die 157. Reservedivision wird jetzt nach der Auffrischung an den Tagliamento verschoben.
  • Die 356. Infanteriedivision wird in den Osten befohlen.
Schweiz.png USA 1912-1959.png

Großbritannien.png Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Schweizerische Eidgenossenschaft / Vereinigte Staaten von Amerika / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Großdeutsches Reich

Auf Vermittlung der schweizerischen Regierung wird zwischen dem Großdeutschen Reich, den Vereinigten Staaten und Großbritannien der Austausch schwer verwundeter Kriegsgefangener in der Schweiz vereinbart.

USA 1912-1959.png Philippinen 1941-1945.png

Japan 1889-1945.png
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik der Philippinen / Kaiserreich Großjapan
Mitte Januar1945
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siehe Fußnote
Großdeutsches Reich

Das Wetterschiff WUPPERTAL, das seit Ende Oktober 1944 mit 17 Mann Besatzung und einem vierköpfigen Wettertrupp an der Eiskante zwischen Grönland und Spitzbergen in der Grönlandsee Position bezogen hat, beendet seine planmäßigen Wettermeldungen, als die Maschine des Schiffes ausfällt und das Schiff bei Windstärke 10 mitsamt der Besatzung verlorengeht. Trotz intensiver Suche mit U-Booten und Flugzeugen bleibt die Crew des Unternehmens „Zugvogel“ für immer spurlos verloren.

16.01.1945
Großdeutsches Reich.png USA 1912-1959.png

siehe Fußnote
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Großdeutsches Reich / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik Polen / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Politischer Lageüberblick der Wehrmacht:

  • Als Termin für die kommende Dreierkonferenz, die in der feindlichen Presse einen breiten Raum einnimmt, wird jetzt Ende Januar bzw. Anfang Februar genannt, als Ort der Zusammenkunft bevorzugt der mittlere Osten vermutet.
  • An allen Fronten wird schwer gekämpft, nur in Italien kommt es laut Wehrmachtbericht zu keinen Kampfhandlungen von Bedeutung.
  • Das Verbot des Führers, "hilfswillige Kriegsgefangene" (genannt "Hiwis") slawischer Herkunft in das Protektorat zu verlegen, wird aufrechterhalten. Soweit vorhanden, werden sie durch "Hiwis" nicht-slawischer Herkunft, Turkmenen und so weiter, ersetzt werden.
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siehe Fußnote
Großdeutsches Reich

TBD

Großdeutsches Reich.png Polen 1939-1945.png

siehe Fußnote
UdSSR 1923-1955.png
Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Polen:

  • Innerhalb von drei Tagen haben die Truppen der 1. Weißrussischen Front, die von zwei Brückenköpfen aus angriffen, sich vereinigt, sind bis zu 60 Kilometer vorgerückt und haben die Frontbreite auf 120 Kilometer erweitert. Um 20 Uhr haben sie mit Unterstützung der Luftstreitkräfte das große polnische Industriezentrum Radom, wo die Deutschen einen Schwerpunkt ihrer Verteidigung hatten, im Sturm genommen. Im Kampf um Radom wurden Teile von zwei Panzer- und zwei Infanteriedivisionen des Gegners vernichtet.
  • In diesen drei Tagen hatte der Feind ungeheure Verluste. Es wurden Tausende deutscher Soldaten und Offiziere vernichtet. Nach unvollständigen Angaben haben unsere Truppen in nur zwei Tagen 75 Panzer und mehrere Hundert Geschütze unterschiedlichen Kalibers zerstört. Es wurden 465 Feldgeschütze, 540 Maschinengewehre und viele andere Trophäen erbeutet.
  • An den Frontabschnitten Czenstochowa und Kraków bauen die Truppen der 1. Ukrainischen Front ihre Offensive weiter aus. Die sowjetischen Infanteristen, Panzerbesatzungen und Artilleristen verfolgen die zersprengten Einheiten des Gegners. Die Truppen setzten über den Fluss Pilica über und nahmen die Stadt Konecgol ein, die sich 40 Kilometer östlich von Czenstochowa befindet. In diesem Raum wurden mehr als 2.000 Hitleristen vernichtet. In den Wäldern südlich und südwestlich von Kielce haben unsere Truppen eine Gruppierung des Gegners eingekreist und liquidiert, die aus Abteilungen und Einheiten der 16. und 17. Deutschen Panzerdivision bestand.
  • Am Frontabschnitt Kraków warf der Gegner frische Kräfte in den Kampf und unternimmt Gegenangriffe. Die sowjetischen Einheiten überwanden den Widerstand der Deutschen und rückten 15 Kilometer vor. Nach einem erbitterten Kampf besetzten unsere Truppen einen Stützpunkt der Deutschen, 20 Kilometer nordöstlich von Kraków gelegen.
  • Die Luftstreitkräfte der Baltischen Rotbanner-Flotte versenkten auf der Ostsee zwei deutsche Transportschiffe mit einer Wasserverdrängung von 14.000 Tonnen und ein Patrouillenboot des Gegners.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:

  • Nun hat der Feind mit drei Schützen- und zwei Panzerdivisionen auch bei Jas&lstrok;o angegriffen und dabei einen 10-12 km tiefen Einbruch erzielt. An der Weichsel Kämpfe; nördlich davon kam der Gegner bis an und über die Piliza vor, das heißt. er steht jetzt nördlich Krakau. Die 17. Panzerdivision, die ihre Panzer eingebüßt hat, kämpft sich jetzt nach Kielce durch. Der Gegner drang mit 100 Panzern in die Stadt ein; ihr Nordrand wird noch gehalten. Die Gruppe Hohn wies alle Angriffe ab und schoss dabei 12 Panzer ab. Die noch an der Weichsel stehenden Kräfte werden jetzt auf die „Irene"-Stellung zurückgenommen. Im Raum von Pu&lstrok;awy kam der Gegner bis Radom vor; in der Stadt Kämpfe. Im Abschnitt von Magnuszew kam der Gegner nach Westen bis an die Piliza heran.
  • An der Heeresgruppennaht bei Nawidrow wurde der Gegner durch die Division „Großdeutschland" aufgehalten. Im anschließenden Abschnitt wurde die Hauptkamflinie gleichfalls im wesentlichen behauptet. An der Ostpreußen-Front, wo jetzt die zweite Stellung besetzt ist, wurden alle Angriffe abgewiesen. Bei der Heeresgruppe Nord keine Kampfhandlungen. Schwerpunkt des Luftwaffen-Einsatzes wiederum in Ostpreußen, und zwar rund 2000 Einsätze. Ferner Luftwaffen-Angriffe über der Danziger Bucht. Memel wurde mit Artillerie beschossen. Wegen der Verminung der Ostsee liegen im Augenblick 89 Schiffe fest.
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TBD

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage im Nordraum.
TBD

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Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Budapest:

In Budapest setzten unsere Truppen die Kämpfe zur Liquidierung der eingekesselten Gruppierung des Gegners fort. Die am linken Ufer der Donau aktiven Gardeeinheiten verdrängten die Deutschen aus mehreren Fabriken und besetzten die Artillerie-Kasernen. Andere Abteilungen säuberten die Kunsthochschule, das Kaufhaus Corvin und mehrere weitere Gebäude vom Feind.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:

  • Die 711. Infanteriedivision südlich Gran wurde etwas zurückgedrängt. Die 44. Infanteriedivision löste die 2. Panzerdivision heraus, die zur Heeresgruppe A kommen soll. Für sie wird aus Italien die 356. Infanteriedivision herangeführt. Der Feind hat die Verlegung der eigenen Schwerpunkte zwischen Donau und Plattensee nach Süden anscheinend erkannt und richtet sich darauf ein. Fortgang der Kämpfe an der Slowakischen Grenze.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:

  • Die Bewegungen auf der Straße Višegrad - Serajewo (heute Sarajewo) gehen flüssig weiter. Es besteht die Absicht, entlang der Donau einen Stoß mit der 7. SS-Division zu führen, der durch die 41. Infanteriedivision unterstützt werden soll. Im Kosaken-Raum gingen die Kampfhandlungen weiter. Durch eine Gewaltaktion wird jetzt versucht, den Zugstau bei Wien und die Gefährdung der Strecke aufzulockern, um die Verpflegung der Heeresgruppe E, die sich noch immer nicht gebessert hat, in Ordnung zu bringen.
  • Vom Feinde wird bekannt, daß er reguläre Kräfte von einer Drina-Brücke in den Slawonischen Raum abzieht, in dem sich bereits Bandenkräfte befinden. Jedoch ist noch nicht bekannt, um wen es sich handelt (Bulgaren? Panzer dabei?). Bestätigt sich diese Nachricht, so könnte es sich um einen Versuch handeln, durch einen Angriff hier und an der Donau die Syrmische Front zu umfassen und zum Einsturz zu bringen.
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  • Bomberverbände der britischen Luftwaffe fliegen in zwei aufeinander folgenden Nächten Großangriffe auf die Stadt Magdeburg, über der rund 1100 Tonnen Bomben abgeworfen werden. Magdeburg wird fast vollständig zerstört. Nur der große Dom und das romanische Kloster „Unser lieben Frauen“ bleiben weitgehend erhalten. Fast alle anderen Gebäude im Zentrum sind so schwer beschädigt, dass sie als nicht mehr zu retten kategorisiert werden.
  • Britische und US-amerikanische Truppen treffen im Zuge ihrer Gegenoffensive in den Ardennen bei Houffalize (Ostbelgien) aufeinander.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:

  • Der Abzug der Briten nach Norden bestätigt sich. An der Mosel haben die Amerikaner jetzt die bisher vor Lorient benutzte 94. Infanteriedivisionen eingesetzt; dadurch erklärt sich der im Orscholzer Riegel erzielte Überraschungserfolg. Ein Versuch der Kriegsmarine, die Brücke bei Nimwegen zu sprengen, ist gescheitert. Der linke Flügel des Armee-Oberkommando 15 wurde in die Angriffe des Feindes gegen die 6. Panzerarmee mit einbezogen, deren Front wiederum sehr schweren Angriffen ausgesetzt war. Trotz des Wetters, trotz Ermüdung und der Betriebsstoffknappheit haben sich die eigenen Truppen jetzt wieder gefangen. Der eigene Widerstand versteift sich, wofür auch die Zahl der abgeschossenen Panzer spricht, nämlich 75. Die befohlene Hauptkampflinie ist jetzt im wesentlichen eingenommen (Tonglaize - Houffalize und von dort in südlicher Richtung und nach Südosten bis Longwy). Nur an einzelnen Stellen wird noch Vorgelände gehalten. Die Heftigkeit der Kämpfe bindet einen beträchtlichen Teil der eigenen Reserven oder zwang zu deren Wiedereinsetzung.
  • Heeresgruppe G : Im Orscholzer Riegel bei Tattingen erweiterte der Gegner mit der neu eingeschobenen Division seinen Einbruch. Zur Abgabe wurde die 11. Panzerdivision, die zur Zeit in Auffrischung ist, freigegeben. An den unteren Vogesen örtliche Kämpfe; die 6. SS-Gebirgsdivision wird jetzt herausgezogen. Heftige Angriffe des Feindes bei Rittershofen und Hatten, wo der Feind wieder herausgeworfen wurde. Die 43. Infanteriedivision kommt schnell voran. Am Oberrhein entspannte Lage. Bei La Rochelle schlug ein eigener Angriff durch.
  • Angriff von 400 viermotorigen Bombern, vornehmlich gegen Wien. Aus dem Westen 600 viermotorige Bomber gegen Augsburg, Reutlingen, Tübingen; schwere Schäden in Augsburg, ferner 200 Briten gegen Bochum und Umgebung. Nachts nur geringe Tätigkeit. Am letzten Tage fielen 55 Lokomotiven aus.
  • Britische und US-amerikanische Truppen treffen im Zuge ihrer Gegenoffensive in den Ardennen bei Houffalize (Ostbelgien) aufeinander.
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Großdeutsches Reich / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien / Vereinigte Staaten von Amerika (USA)

Die militärische Lage der Seekriegsführung:

  • Es wurden drei Dampfer mit 9 000 BRT versenkt. Ferner kehrte ein U-Boot zurück, das sechs Schiffe (darunter drei Tanker) mit 43.000 BRT vor der Kanadischen Küste versenkte. [Meldung wird am 23.01.1945 im Kriegstagebuch als "Nachtrag" vermerkt].
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Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Großdeutsches Reich / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage der Luftkriegsführung:
TBD

  • In Peenemünde startet eine V-2-Rakete mit der Bezeichnung V-2 Ma380 V6. Die Rakete soll 320
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    Kilometer weit fliegen und explodiert 30 Meter über der Startbasis. Es werden zwei weitere Raketen mit der Bezeichnung V-2 4275 und V-2 4293 gestartet, ein Erfolg wird nicht bekannt.
  • Die illegale Zeitung „Parool“ einen Artikel, in dem die deutschen Zivilbehörden die deutschen Offiziere auffordern, die Starts in der Stadt Den Haag einzustellen, da selbst für die deutschen Soldaten durch Unfälle viel nutzloses Leid entstanden sei. Der deutsche Befehlshaber der V-Waffen antwortet, dass alle Fehlschläge der V-2 ausschließlich dem niederländischen Volk zuzuschreiben seien, da eine V-2 nur durch niederländische Sabotage versagen könne. Von der V-2-Startbatterie 485 mit der Leitstelle in Den Haag starten folgende Raketen:
    • 2028 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Cock Clarks in Essex in ein gepflügtes Feld ein, wo leichte Schäden an Häusern und Stromkabeln entstehen.
    • 2056 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Harlow in Essex ein, wo leichte Schäden an Häusern und Stromkabeln entstehen, sieben Menschen werden verletzt.
  • Von der V-2-Lehr- und Versuchsbatterie 444 in Walcheren an der niederländischen Nordseeküste starten folgende V-2-Raketen:
    • 0254 GMT - Eine von einer Startplattform in Hoek van Holland gestartete V-2-Rakete schlägt in Havering-atte-Bower in Essex ein und fliegt in ein Feld; es entstehen mäßige Schäden an einem Bungalow und leichte Schäden an einem anderen.
    • 0906 GMT - Eine von einer Startplattform in Scheveningse Bosjes, N of Waterpartij (Site 47) gestartete V-2-Rakete schlägt in der Nordsee nahe Herne Bay in Kent ein, leichte Explosionsschäden an Häusern und an einem Geschäft.
    • 1055 GMT - Eine von der Startplattform in Wassenaar (Duindigt - Rennbahn) gestartete V-2-Rakete explodiert über Chingford in East London, leichte Schäden in den umliegenden Gebäuden durch herabfallende Fragmente.
    • 1209 GMT - Eine von einer Startplattform in Scheveningse Bosjes, N of Waterpartij (Site 47) gestartete V-2-Rakete explodiert auf der Startrampe, weitere Schäden werden nicht bekannt.
    • 1455 GMT - Eine von der Startplattform in Wassenaar (Duindigt - Rennbahn) gestartete V-2-Rakete schlägt in der Nordsee in der Nähe des Deiches des Flusses Blackwater in Essex ein. Es entstehen keine Schäden.
    • 1845 GMT - Eine von der Startplattform 71 gestartete V-2-Rakete schlägt in unbekanntem Gebiet auf, Verluste oder Schäden sind nicht bekannt.
    • Etwa um 1905 GMT - Eine von einer nicht näher definierten Startplattform explodiert über Chislehurst in Kent ein, Schäden werden nicht bekannt.
    • 1945 GMT - Eine von der Startplattform 71 gestartete V-2-Rakete schlägt in unbekanntem Gebiet auf, Verluste oder Schäden sind nicht bekannt.
    • 2148 GMT - Eine von einer Startplattform in Hoek van Holland gestartete V-2-Rakete schlägt in Banstead in Surrey ein und fliegt in einen Wald; es entstehen leichte Schäden an Häusern, sechs Personen werden verletzt.
  • Die SS-Abteilung 500 in Dalfsen (Hessum) in der Provinz Overijsel starten folgende V-2-Raketen:
    • Die V-2-Batterie der SS Abteilung 500 in Hessum in den besetzten Niederlanden startet um 1204 GMT eine V-2-Rakete in Richtung Antwerpen in Belgien. Die Rakete trifft die Steenbergstraat. 58 Menschen werden getötet, 64 verletzt und 31 Häuser werden zerstört.


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Großdeutsches Reich / Alpen- und Donau-Reichsgaue

In Wien werden wegen staatsfeindlicher Tätigkeit 98 Mitarbeiter der Firma Donau-Chemie festgenommen, darunter Fremdarbeiter, Strafgefangene und Kriegsgefangene verschiedener Nationen, die in dem Werk zum Arbeitsdienst eingesetzt worden waren. Festgenommen werden aber auch die zwei Justizbeamten, die zur Bewachung der Männer angestellt waren, und führende deutsche Mitarbeiter der Firma. Das Werk war zu einer Zentrale für eine multinationale Widerstandsgruppe geworden.

Die Kriegslage in den Alpen- und Donau-Reichsgauen:
TBD

USA 1912-1959.png Großbritannien.png

Italien 1861-1946.png Italienische Sozialrepublik.png

Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Königreich Italien / Italienische Sozialrepublik / Großdeutsches Reich

Wehrmachtsbericht: Die Lage im Südraum:

  • An allen Fronten wird schwer gekämpft, nur in Italien kommt es laut Wehrmachtbericht 'zu keinen Kampfhandlungen von Bedeutung'.
  • Keine wesentlichen Ereignisse im Südwesten, bei Gibraltar reger Verkehr.


USA 1912-1959.png Philippinen 1941-1945.png

Japan 1889-1945.png
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik der Philippinen / Kaiserreich Großjapan
17.01.1945
Großdeutsches Reich.png Ungarn 1919-1946.png

UdSSR 1923-1955.png Schweden.png
siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Ungarn / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken / Königreich Schweden
  • Die in der ungarischen Hauptstadt Budapest von Einheiten der Roten Armee eingeschlossenen deutschen Truppenverbände ziehen sich in den Stadtteil Buda zurück.
  • Der schwedische Diplomat Raoul Wallenberg,
    Raoul Wallenberg
    der in Budapest Tausende Juden vor der Deportation gerettet hat und während der Kämpfe um die Stadt festgenommen worden ist, wird vom sowjetischen Geheimdienst NKWD nach Moskau überführt. Den Befehl hat Stalins Vertrauter Nikolaj Bulganin gegeben.
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siehe Fußnote
Großdeutsches Reich
Großdeutsches Reich.png USA 1912-1959.png

siehe Fußnote
Polen.png UdSSR 1923-1955.png
Großdeutsches Reich / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik Polen / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Politischer Lageüberblick der Wehrmacht:

  • Churchill legte sich im englischen Unterhaus erneut auf die Forderung nach bedingungsloser Kapitulation Deutschlands fest.
  • In Argentinien ist der Außenminister zurückgetreten.
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siehe Fußnote
Großdeutsches Reich
  • Aus dem Brief Pfarrer Dietrich Bonhoeffers an seine Eltern aus der Todeszelle: "... Mit wie wenig der Mensch auskommt, habe ich ja in den letzten zwei vergangenen Jahren gelernt. Wenn man bedenkt, wie viele Menschen jetzt täglich alles verlieren, hat man eigentlich gar keinen Anspruch mehr auf irgendwelchen Besitz."
  • Urteil des Volksgerichtshofs: "Hermann Kaiser und Busso Thoma machten sich zu Komplizen der meuchlerischen Verräter vom 20. Juli. Sie werden mit dem Tode bestraft. Ihr Vermögen verfällt dem Reich. Wenn es unter den Verrätern des 20. Juli überhaupt eine Steigerung an Gemeinheit geben kann, so ist einer der gemeinsten Hermann Kaiser. Wir alle sind davon zutiefst durchdrungen, dass dies ein uns aufgezwungener Krieg ist, der um unser und unserer Kinder Sein oder Nichtsein geht. Er aber hat die moralische Grundlage dieses Krieges anzuzweifeln gewagt."
Großdeutsches Reich.png Polen 1939-1945.png

Polen.png UdSSR 1923-1955.png
siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Republik Polen / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken
  • Die sowjetische 47. Armee und die polnische 1. Armee umfassen Warschau, das sie bis zum Abend erobern. Die 8. Gardearmee unter General Tschuikow, welche zusammen mit der 5. Stoßarmee aus dem Brückenkopf von Magnuszew antritt, durchbricht die Front des VIII. Armeekorps beiderseits der Pilica und stößt auf Tomaszow durch. Dabei wird die deutsche 6. Volksgrenadierdivision aufgerieben. Die 19. Panzerdivision kann in ihrem Bereich den gegnerischen Angriff zum Stehen bringen. Der hinausgezögerte Gegenangriff der 25. Panzer-Division stieß auf durchgebrochene sowjetische Panzer und blieb erfolglos. Mit diesen beiden Angriffen waren die operativen Reserven der 9. Armee aufgebraucht.
  • Die sowjetische Rote Armee erobert den polnischen Wallfahrtsort Czenstochowa (deutsch: Tschenstochau).
  • Die letzten 47 lebenden Insassen des deutschen Vernichtungslagers Chelmno in Polen versuchen einen Aufstand gegen die Wachmannschaften, den lediglich ein Häftling überlebt.

Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Polen:

  • Die Truppen der 1. Weißrussischen Front vollzogen ein schnelles Umgehungsmanöver westlich von Warschau und setzten nördlich von Warschau über die Weichsel über. Auf diese Weise schnitten sie Warschau von Westen her ab. [Heute] eroberten sie zusammen mit der 1. Polnischen Armee durch einen kombinierten Schlag von Norden, Westen und Süden aus die Hauptstadt unseres Verbündeten Polen – einen der wichtigsten strategischen Verteidigungsknoten der Deutschen an der Weichsel.
  • Die Truppen der 1. Ukrainischen Front bauten ihre Offensive erfolgreich aus; sie setzten über den Fluss Warta über und eroberten durch einen entschlossenen Schlag von Panzereinheiten und Infanterie die Stadt Czenstochowa, einen wichtigen Verteidigungsknoten der Deutschen an der Warta. Im Laufe der Angriffe wurden mehr als 700 Ortschaften eingenommen.
  • Die Truppen der 2. Weißrussischen Front gingen am 14. Januar nach mächtiger Artillerievorbereitung von zwei Brückenköpfen am Westufer des Narew nördlich von Warschau aus zum Angriff über. Die feindliche Verteidigung bestand in diesem Raum aus Langzeitbefestigungen und gut ausgebauten Verteidigungsanlagen. Dem Feuerwall der Artillerie folgten unsere Sturmbataillone; sie attackierten die vordersten Stellungen des Gegners und drangen in seine Gräben ein. Ihnen schlossen sich unsere Hauptkräfte an. Sie überwanden den hartnäckigen Widerstand der Deutschen, durchbrachen die zweite und dann auch die dritte Verteidigungslinie des Gegners.
  • Die Offensive wurde fortgesetzt und wir eroberten u.a. die Städte Makow und Pultusk. Schließlich wurde auf einem langen Abschnitt die Eisenbahnverbindung nach Ostpreußen abgeschnitten. Der Feind zog in Eile unter anderem die SS-Panzerdivision „Großdeutschland“ heran und warf sie in den Kampf. Unsere Truppen wehrten die erbitterten Gegenangriffe des Feindes ab, rückten innerhalb von vier Tagen um 40 Kilometer vor und besetzten mehr als 500 Ortschaften. Der Feind hat riesige Verluste zu verzeichnen. Die Zahl der Gefangenen wächst ständig.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:

  • Im Weichselbogen hat sich die Lage verschärft. Im Verlauf schwerer Kämpfe konnten die feindlichen Panzerspitzen bis in den Raum nordöstlich Krakau, in den Raum von Tschenstochau und Tomaschow vordringen. Nördlich Warschau erzielte der Feind im Angriff tiefe Einbrüche.
  • Heeresgruppe A : Abwehr bei der Armeegruppe Heinrici. An der übrigen Front Fortgang des Großangriffs. Von Jas&lstrok;o vorgehend, erreichte der Gegner die Straße Gorlice - Bielitz. Feindliche Panzerspitzen überschritten an mehreren Stellen die A2-Stellung und erreichten den Ostrand von Tschenstochow. Im Bereich der 9. Armee erweitert der Feind die Frontlücke nördlich Radom und erreichte die A2-Stellung bei Sochaczew. Grodziec und Pruszkow (südwestlich Warschau) gingen verloren.
  • Heeresgruppe Mitte: In beiden Großkampfräumen schwere Panzerschlachten, geführt von den erstmalig in den Kampf geworfenen großen feindlichen Panzerverbänden und unterstützt durch die Luftwaffe. Große Einbrüche [in Masowien bei Mieszki-Atle und] bei Zichenau (Zjechanow, später Ciechanow). Dagegen erfolgreiche Abwehr an der ostpreußischen Front.
Großdeutsches Reich.png UdSSR 1923-1955.png

siehe Fußnote
Schweden.png
Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken / Königreich Schweden

TBD

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage im Nordraum.
TBD

UdSSR 1923-1955.png Ungarn 1919-1946.png

Slowakei 1939-1945.png Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Königreich Ungarn / Slowakische Republik / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:

  • Die 711. Infanteriedivision nahm vor überlegenem Feind einen Frontbogen zurück. Nördlich der Donau rückten die eigenen Kräfte acht Kilometer vor. Gegen Budapest rollende Luftangriffe des Feindes; äußerste Anspannung der Munitions- und Betriebsstofflage.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:

  • Die 297. Infanteriedivision beginnt den Weitermarsch von Serajewo (heute Sarajewo). Am 17.1. Beginn des Angriffs in Syrmien mit der 7. SS-Gebirgsdivision und der 117. Jägerdivision entlang des Südufers der Donau; weiteres Vordringen der Kampfgruppe Fischer; im Kosaken-Raum nur örtliche Fortschritte.
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siehe Fußnote

Frankreich.png Belgien.png

Niederlande.png Großbritannien.png
Großdeutsches Reich / Reichsland Elsaß-Lothringen / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Französische Republik / Königreich Belgien / Königreich der Niederlande / Großherzogtum Luxemburg / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:

  • Fortdauer der Ardennen-Abwehrschlacht, wodurch erneut der Einsatz der 2. Panzerdivision und der Führer-Grenadierbrigade erforderlich wird. Mehrere Einbrüche auf der Naht der 15. Armee zur 6. Panzerarmee, die der Befehlshaber des LXVII. Armeekommando übernimmt. Schwerpunkt im Raum zwischen Noville und Oberwambach an der Südfront.
  • Heeresgruppe C : In den unteren Vogesen wurde durch die 6. SS-Gebirgsdivision eine US-amerikanische Kampfgruppe eingeschlossen. Bei Rittershofen - Hatten Wechselvolle Kämpfe und feindlichen Umgruppierungen, erfolgreiche Abwehr im Brückenkopf.
  • 500 - 600 US-amerikanische viermotorige Bomber gegen Magdeburg - Dessau - Dresden - Bitterfeld (Hydrierwerk Schwarzheide nicht getroffen), ferner 330 mittlere zwischen Saar und Mosel, 1000 Jäger über Westdeutschland. In der Nacht Angriff von 250 Flugzeugen erneut gegen Magdeburg und 250 gegen Brüx (später Most in Böhmen), 250 gegen Bochum und Wanne-Eickel. Eigener Einsatz in der Nacht 128, ferner Abschirmung bei Weißenburg.
Großdeutsches Reich.png Großbritannien.png

siehe Fußnote
Belgien.png USA 1912-1959.png
Großdeutsches Reich / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien / Vereinigte Staaten von Amerika (USA)

Die militärische Lage der Seekriegsführung:
TBD

USA 1912-1959.png Großbritannien.png

Belgien.png Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Großdeutsches Reich / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage der Luftkriegsführung:
TBD

  • In Peenemünde startet eine V-2-Rakete mit der Bezeichnung V-2 Ma390 V7.
    V 2
    Die Rakete soll 320 Kilometer weit fliegen und explodiert etwa 20 Meter über der Startbasis.
  • Von der V-2-Startbatterie 485 mit der Leitstelle in Den Haag starten folgende Raketen:
    • 1137 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Bengeo in Hertfordshire in ein Feld ein, wo Explosionsschäden an zehn Häusern entstehen.
    • 1212 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Essendon in Hertfordshire ein, eine Person wird schwer verletzt, es entstehen Explosionsschäden an fünf Häusern.
    • 1412 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Corringham in Essex ein und fliegt auf das Marschland, es werden keine Schäden beobachtet.
    • 1638 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Ingrave in Essex ein und fliegt in eine Tannenplantage ein, leichte Explosionsschäden an Häusern werden festgestellt.
    • 1655 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Hatfield Broad Oak in Essex ein und fliegt in Feld, sieben Personen werden schwer verletzt.
    • 1831 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Much Hadham in Hertfordshire ein, ein Bauernhaus wird schwer beschädigt, eine Person wird verletzt.
    • 1931 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Chingford in East London ein, ein Friedhof wird zerstört und umliegendes Eigentum erhält Explosionsschäden, 40 Menschen werden verletzt.
  • Von der V-2-Lehr- und Versuchsbatterie 444 in Walcheren an der niederländischen Nordseeküste startet folgende V-2-Rakete:
    • 0814 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt in Maryland in Essex ein, ein Bauernhaus wird beschädigt.
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siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Alpen- und Donau-Reichsgaue

Alle Oberschülerinnen und Hauptschülerinnen, die im 3., 4. und 5. Wiener Bezirk wohnen, werden, soweit sie nicht im Kriegseinsatz sind, aufgefordert, sich in den Dienststellen des Bannes 503 in Einsatzkleidung zu melden. Alle verfügbaren Arbeitskräfte werden zur Beseitigung von Fliegerschäden eingesetzt.

Die Kriegslage in den Alpen- und Donau-Reichsgauen:
TBD

Schweiz.png USA 1912-1959.png

Großbritannien.png Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Schweizerische Eidgenossenschaft / Vereinigte Staaten von Amerika / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Großdeutsches Reich

Über die Schweiz wurde der Austausch von Kriegsgefangenen vereinbart. Es sollen in der zweiten Januarhälfte rund 5.000 deutsche Verwundete gegen 2.500 amerikanische und britische, sowie rund 900 Zivilinternierte ausgetauscht werden.

USA 1912-1959.png Großbritannien.png

Italien 1861-1946.png Italienische Sozialrepublik.png

Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Königreich Italien / Italienische Sozialrepublik / Großdeutsches Reich

Wehrmachtsbericht: Die Lage im Südraum:
TBD

USA 1912-1959.png Philippinen 1941-1945.png

Japan 1889-1945.png
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik der Philippinen / Kaiserreich Großjapan
18.01.1945
Großdeutsches Reich.png USA 1912-1959.png

siehe Fußnote
Polen.png UdSSR 1923-1955.png
Großdeutsches Reich / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik Polen / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Politischer Lageüberblick der Wehrmacht:

  • In England fand eine erregte Unterhausdebatte über die griechische Frage statt.
  • Die innere Lage Frankreichs gab Anlass zu einer Rundfunkansprache von de Gaulle; er erwähnte die großen Schwierigkeiten der Versorgung mit Kohle und Lebensmitteln, betonte jedoch, dass die Kriegseinschränkungen in Kauf genommen werden müssten, um eine neue französische Armee aufzustellen.
  • Auffällig ist, dass de Gaulle die angelsächsischen Hilfe mit keinem Wort erwähnt, es kann daraus geschlossen werden, dass diese wegen Schiffsraummangels überhaupt nicht oder nur sehr wenig erfolgt ist.
  • Der Ostteil von Budapest (Pest) ist vollständig in der Hand der Roten Armee. Deutsche Einheiten unternehmen einen erneuten, massiven Entsatzvorstoß auf die von sowjetischen Truppen eingeschlossene ungarische Hauptstadt Budapest.
  • Die internationale Konferenz des Instituts für Pazifik-Fragen beendete in den USA ihre Tätigkeit mit der Unterzeichnung einer sogenannten Pazifik-Charta.
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siehe Fußnote
Großdeutsches Reich
  • Die Deutsche Physikalische Gesellschaft feiert ihr 100jähriges Jubiläum im Hörsaal des Physikalischen Instituts der Berliner Universität mit einer Feierstunde.
  • Bericht "Sondereinsatz Berlin". In den Lokalen der Innenstadt, aber auch in Lokalen am Kurfürstendamm kann beobachtet werden, dass sich deutsche Frauen derartig bewegen, dass es schon mehr als anstößig ist. Anscheinend finden sie nichts dabei, sich von Ausländern freihalten zu lassen oder diese um Zigaretten anzuschnorren. Außerordentlich bedauerlich ist, dass diese so genannten deutschen Frauen um Zigaretten sogar ihre Ehre verkaufen.
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siehe Fußnote
UdSSR 1923-1955.png
Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Polen:

  • Der Zusammenbruch der deutschen Weichselverteidigung wird beschleunigt, als die sowjetische 8. Gardearmee sowie Spitzen der 1. Gardepanzerarmee die taktische Verteidigungszone durchbricht. Um nicht von der Roten Armee eingekesselt zu werden, setzt sich die Division in unorganisch zusammengesetzten Kolonnen ohne jegliche Führung durch die Armee oder Heeresgruppe nach Westen ab. Der Angriff der sowjetischen 33. Armee aus dem Brückenkopf von Pulawy zielte auf die Stadt Radom, die bis 16. Januar zusammen mit der südlicher vorgehenden 69. Armee umschlossen und erobert wurde. Die 1. und 2. Garde-Panzer-Armee führten nach dem Einbruch an der Front des deutschen XXXXVI. Panzerkorps den operativen Durchbruch in Richtung auf Kutno und Lodz, in der zweiten Phase nördlich der Warthe über Posen bis zur Oder.
  • Generaloberst Ferdinand Schörner (* 1892 München)
    Generaloberst Ferdinand Schörner
    wird vom Führer und Reichskanzler Adolf Hitler als Nachfolger von Generaloberst Josef Harpe zum Oberbefehlshaber der deutschen Heeresgruppe A, die der sowjetischen 1. Weißrussischen Front unter Marschall Georgi K. Schukow gegenübersteht, ernannt. Schörner ist der einzige Soldat, der seinen Dienst in der deutschen Armee als Einjährig-Freiwilliger begann und in die Führung aufgestiegen ist. Er ist ein überzeugter Nationalsozialist.
  • Bis jetzt sind die sowjetischen Truppen gegenüber der Heeresgruppe A auf 300 km Breite bis zu 150 km tief eingebrochen und haben die Hauptkräfte der deutschen Verteidigung überrannt. Abgeschnittene deutsche Truppen versuchten nach Kämpfen mit sowjetischen Armeetruppen und polnischen Partisanen die Verbindung mit der inzwischen weit nach Westen abgedrängten deutschen Front wiederherzustellen.
  • Streitkräfte der deutschen Wehrmacht räumen die Stadt Krakau. Der 2. Weißrussischen Front unter dem Befehl von Marschall Konstantin K. Rokossowski gelingt bei M&lstrok;awa/Ostrolenka (Polen) der Durchbruch durch die deutschen Linien.
  • Das Konzentrationslager Auschwitz wird von der SS geräumt. In Kolonnen müssen jeweils 500 bis 1000 Häftlinge auf einmal auf den „Todesmarsch“ Richtung Westen gehen. Knapp 7000 extrem schwache Insassen bleiben zurück. Insgesamt gehen fast 98.000 Menschen in die Ungewissheit.

Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Polen:

  • Die Truppen der 1. Weißrussischen Front setzen die Offensive erfolgreich fort. Unsere Panzerbesatzungen, Infanteristen und Artilleristen haben sich nach der tiefen Umgehung von Warschau und der gestrigen Einnahme von Zirardow nach Westen gewandt. Die sowjetischen Abteilungen rückten 30 Kilometer vor und drangen in die 50 Kilometer nordöstlich von Lodz entfernte Stadt Lowicz ein. Nach einem erbitterten Kampf nahmen sie die Stadt, einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt, heute ein. Die Deutschen wurden aus 500 weiteren Ortschaften verdrängt.
  • Im Raum Nowe Miasto zerschlugen unsere Truppen Teile der 25. Deutschen Panzerdivision, die es nicht geschafft hatten, über den Fluss Pilica überzusetzen. Bei der Liquidierung dieser feindlichen Gruppe wurden 63 Panzer und Selbstfahrlafetten sowie bis zu 3000 deutsche Soldaten und Offiziere vernichtet. Mehr als 3000 Mann wurden gefangen genommen, darunter der Kommandeur des 130. Regiments der 45. Deutschen Infanteriedivision und der Kommandeur des 91. Artillerieregiments der 25. Deutschen Panzerdivision.
  • Sowjetische Piloten flogen starke Angriffe gegen Verteidigungsknoten und zurückflutende Kolonnen des Gegners. Bei einem Angriff auf die Eisenbahnstation Lodz wurden zehn deutsche Militärzüge vernichtet. Der Vormarsch auf Kraków konnte fortgesetzt werden. Nach harten Kämpfen befinden sich die sowjetischen Truppen jetzt im Vorraum der Stadt.
  • Joseph Cieply, Häftling des Konzentrationslagers Auschwitz, schreibt später über den "Todesmarsch" in sein Tagebuch: "Der Marsch wurde noch dadurch erschwert, dass starker Frost herrschte und die Straße vereist war. Die meisten Leichen sah ich zwischen Miedzna und Cwiklice. Es waren die Leichen der Häftlinge, die vor uns marschiert waren. Leichen lagen quer auf der Straße, man musste um sie herumlaufen. Einer der Kapos versuchte, die Leichen an den Straßenrand zu ziehen. Als er eine dieser Leiche anfasste, floss der ganze Inhalt des Schädels, der offenbar bei dem Schuss aufgeplatzt war, auf die Straße."
  • Erinnerungen von Marschall Konjew: "Beileibe nicht alle Deutschen waren sich schon über den bevorstehenden Untergang klar. Die schwierige Lage beeinflusste das Verhalten des deutschen Soldaten vorläufig noch nicht wesentlich. Die Organisation des Heeres war immer noch auf der Höhe; die Divisionen waren aufgefüllt und verfügten nahezu über ihre gesamte Bewaffnung und Ausrüstung."
  • Brief des Rotarmisten Alexei A.: "Der Himmel ist frei von Wolken, die Sterne leuchten hell. In der Erdhütte ist es gemütlich. Ein Nachrichtensoldat kam und meldete die Einnahme Warschaus."
  • Major Friedrich "Fritz" Neuhaus, der erfahrendste Wetterpilot der Wetterflugstelle Hamburg, stürzt mit seiner Crew Wetterdienst-Oberinspektor Heinz Köhler und Bordfunker Oberfeldwebel Leo Hammling mit ihrer Focke Wolf 58 E am frühen Morgen aus unbekannten Gründen ab. Alle Insassen werden getötet. Für Kommandant Neuhaus war dies der 4999. Wettererkundungsflug in seiner Laufbahn.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:

  • Nördlich der Weichsel konnten die Bolschewisten nach Zuführung weiterer Verbände ihre Einbrüche trotz der hartnäckigen Gegenwehr unserer Truppen erweitern. Am fünften Tag der Abwehrschlacht im ostpreußischen Grenzgebiet errangen unsere Verbände gegen den Ansturm von 35 sowjetischen Divisionen erneut einen Abwehrerfolg.
  • Heeresgruppe A : Gegen Armeegruppe Heinrici zahlreiche Angriffe, die abgewiesen wurden. Das XXXXIX. Gebirgskorps setzt sich ab. Nach Sammeln und Aufschließen der Verbände trat der Feind aus dem Raum westlich Litzmannstadt (&Lstrok;ód&zdot;) erneut nach Westen und Nordwesten an. Der Feind errang wieder breites Gelände. 17. Armee: Der Feind überschritt den Dunajez; der Brückenkopf Tarnow wurde geräumt. Einbrüche bei der in Nordosten eingesetzten 339. Infanteriedivision. Absetzen des IX. Armeekorps in die A2-Stellung. In Krakau selbst schwere Kämpfe; westlich der Stadt erreichte der Feind die Weichsel. 9. Armee: Ostwärts Litzmannstadt halten noch eigene Kräfte. Die Verwendung des Panzerkorps „Großdeutschland" verzögerte sich durch feindliche Angriffe. An Litzmannstadt vorbeistoßend erreichte der Feind Bruckstadt und den Raum ostwärts Kutno. Sochaczew wurde zurückgenommen; doch wurden die eigenen Kräfte dann nach Gombin abgedrängt.
  • Heeresgruppe Mitte: Erneut Krisen in den Angriffsräumen. Der Zusammenhang der 2. Armee ist gefährdet, da der Feind die Front zwischen Modlin und Sochaczew an zahlreichen Stellen tief durchbrach und - westlich Mielau ausholend - über Soldau nach Nordwesten und ostwärts Mielau über Praschnitz nach Norden vorstieß. Bei der 4. Armee griff der Feind den Abschnitt des Fallschirm-Panzerkorps „Hermann Göring" an; doch konnte er zum Teil im zweiten Graben aufgefangen werden. Bei der 3. Panzerarmee stieß der Gegner bis zur Inster vor. An der Inster-Stellung wurde er abgewiesen. Durch Zurücknahme der Front auf diese wird der Durchbruch voraussichtlich vermieden werden.
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Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage im Nordraum.
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Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:

  • In Budapest haben die Truppen der 2. Ukrainischen Front die Säuberung der Osthälfte der Stadt (Pest) vom Gegner beendet und sind bis zum Ufer der Donau vorgedrungen, wobei etwa 5.000 Häuserblocks eingenommen wurden. In den Händen des Gegners verbleibt also nur noch ein kleiner Teil der Westhälfte der Stadt (Buda). Nach vorläufigen Angaben haben die Truppen der 2. Ukrainischen Front während der Kämpfe zur Liquidierung der in Budapest eingekreisten Gruppierung des Gegners zwischen dem 28. Dezember 1944 und dem 18. Januar 1945 59.390 deutsche und ungarische Soldaten und Offiziere gefangen genommen, 20.000 davon am 18. Januar. Unter den Gefangenen sind der Kommandeur der 10. Ungarischen Infanteriedivision Andros Sandor und sein Stab.
  • Heeresgruppe Süd: Am 18.1. um 5 Uhr Beginn des Angriffs des IV. SS-Panzerkorps aus der Nordostecke des Plattensees, der die tiefgegliederte Front des Feindes durchstieß. Abschirmung nach Westen, Bildung eines Brückenkopfes über den W-Kanal bei Kaloz und den Malew-Kanal. Der Angriff der 23. Panzerdivision in Richtung Stuhlweißenburg blieb jedoch liegen. Nördlich der Donau wurden abermals fünf Kilometer zurückgewonnen. Bei der 8. Armee Ruhe.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:

  • Südlich Mostar lebhaftere Tätigkeit. Im Drina-Save-Dreieck verschärfte Lage durch die Banden. Angriff der 41. Infanteriedivision nördlich anschließend; weitere Erfolge der eigenen Kräfte südlich der Donau gegen 5., 6., 1. und 21. Tito-Division. An der Drau-Front wurden bulgarische Gefangene eingebracht. Im Kosakenraum feindliche Gegenangriffe.
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Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:

  • Heeresgruppe H: Kommando-Unternehmien gegen die Insel Schouwen. Beginn eines britischen Angriffs aus einem am 16.1. erzielten kleinen Einbruch nördlich Sittard, um den Roer-Brückenkopf in Besitz zu nehmen (7. Panzerdivision, 43. und 52. Infanteriedivision sowie 8. Panzerbrigade, wohl auch Garde-Panzerdivision).
  • Heeresgruppe B: Fortdauer der Angriffe im Raume Houffalize - Oberwampach. Houffalize wurde geräumt. Ein Gegenangriff bei Oberwambach und Schaupach wurde zurückgewiesen.
  • Die Einbruchsstelle bei Orscholz-Riegel (Tettingen) konnte der Gegner nicht erweitern. Erfolgreiche Abwehr zahlreicher Angriffe bei Rittershofen - Haiten. Am Oberrhein Durchstoß der 7. Fallschirmjäger-Division bei Dengolsheim; in Sesenheim Ortskämpfe.
  • 750 viermotorige Bomber gegen Hamburg, Paderborn und Bielefeld. 100 Jäger gegen das westfälische Industriegebiet. Nachts 60 - 80 Moskitos gegen Magdeburg und 130 im Westraum. Geringer eigener Einsatz.
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Großdeutsches Reich / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien / Vereinigte Staaten von Amerika (USA)

Die militärische Lage der Seekriegsführung:
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In der Sowjetunion wird mit der Entwicklung einer Kopie der V-1-Rakete begonnen. Der Volkskommissar für Luftfahrtindustrie erlässt den Erlass Nr. 7350 "Über die Beauftragung von OKB-51 mit der Entwicklung einer Kopie der Fi-103-Rakete" wird erlassen.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage der Luftkriegsführung:
TBD

  • Von der V-2-Startbatterie 485 mit der Leitstelle in Den Haag starten folgende Raketen:
    V 2
    • 1022 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete explodiert auf der Plattform.
  • Von der V-2-Startbatterie 836 in einem Waldgebiet zwischen Hachenburg und Hillscheid im Westerwald werden folgende Raketen gestartet:
    • Zwei V-2-Raketengruppen werden nach Westen abgefeuert. Die Einschlagorte sind unbekannt. Alle Starts werden als "erfolgreich" bezeichnet.
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Großdeutsches Reich / Alpen- und Donau-Reichsgaue
  • Im Filmprogramm der Deutschen Filmindustrie für 1945 befinden sich immerhin 72 Spielfilme, berichtet die "Kleine Wiener Kriegszeitung' darunter "Menschen unter Haien" von Hans Hass.
  • Das Gausportamt der NS-Gemeinschaft "Kraft durch Freude" kündigt die Wiederaufnahme des Kinderturnens in der Gymnastikschule Hegelgasse im 1. Bezirk an.
  • Das Ernährungshilfswerk beginnt mit der Verteilung von EHW-Haussammeleimern für Bio-Abfall für die Schweinefütterung, die durch die Hausbesitzer aufgestellt werden sollen.

Die Kriegslage in den Alpen- und Donau-Reichsgauen:
TBD

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Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Königreich Italien / Italienische Sozialrepublik / Großdeutsches Reich

Wehrmachtsbericht: Die Lage im Südraum:

  • Den Engländern stehen für einen neuen Schwerpunkt drei Infanteriedivisionen und zwei Panzerdivisionen zur Verfügung. Am Ostflügel Schwächung der Front durch Einsatz von Italienern und Sicherungskräften; also kein Angriff geplant. Keine besonderen Kampfhandlungen.
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Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik der Philippinen / Kaiserreich Großjapan
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siehe Fußnote
Großdeutsches Reich
  • Das Oberkommando der Wehrmacht weist darauf hin, dass versprengte Volkssturmsoldaten sofort nach Abschluss der Kampfhandlungen an die zuständigen Volkssturmeinheiten abzugeben sind.
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siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Vereinigte Staaten von Amerika

Das deutsche Auswärtige Amt protestiert gegen Völkerrechtsverletzungen der US Army. Hauptvorwurf ist die Erschießung deutscher Sanitäter nach deren Gefangennahme. Dazu ist es tatsächlich gekommen, nachdem die Leichen von 80 teilweise mit Kopfschüssen hingerichteten GIs bei Malmedy entdeckt worden sind.

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siehe Fußnote
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Großdeutsches Reich / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik Polen / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Politischer Lageüberblick der Wehrmacht:

  • Der General Bradley hat wieder die Führung der 1. und 9. US-amerikanische Armee übernommen. In einer Rede im Unterhaus unterstrich Churchill den Großeinsatz der Amerikaner und ihre Opfer.
  • In seiner Rede vor dem Unterhaus trat Churchill für Tito ein auf Kosten von König Peter und erklärte, die Alliierten bedürften der ital. Hilfe nicht.
  • Die Gegenregierung von Lublin hat ihren Sitz nach Warschau verlegt.
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siehe Fußnote
Großdeutsches Reich
  • Der Wehrmachtsführungsstab wird von Friedberg nach Zossen verlegt. Codewort des neuen Standortes ist "Maybach I".
  • Tagebuch des Philosophen und Redakteurs Matthias Menzel (eigentlich Karl Willy Beer): "Ich höre, wie die vielen Gräben, mit denen der Volkssturm die rasende Jagd einer entfesselten Maschinenarmee stoppen sollte, überrollt worden sind wie Maulwurfshaufen. Wo waren sie alle geblieben, die Adolf-Hitler-Linie, die Bracht-Linie, die Heimatlinie, geschanzt und gebuddelt von Hunderttausenden vom ersten Frühlicht bis zum Versinken des Tages, ohne Pause und Sonntag?! Die Russen sind gekommen, ihre Schaufelpanzer haben die Aufschüttungen vor sich her geschoben, und sogleich war das primitive Werk von Wochen ein Nichts."
  • Bericht aus Groß Nappern bei Osterode in Ostpreußen: Schon vor acht Uhr kommt Lehrer H. und sagt: "Es ist soweit! Richten Sie sofort Ihren Treck!" Fieberhaftes Rennen treppauf, treppab. Was soll aus Tante Käthe werden? Sie ist 81, krank und will von nichts wissen.
  • Die Berliner Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus und Schriftstellerin Ruth Andreas-Friedrich schreibt in ihr Tagebuch: "Ein Unfall fesselt Himmler ans Bett. Seit mehr als 14 Tagen schon. Im Trubel der Silvesterfeier ist er auf einen Heizofen getreten. Versengte Sohle, Brandblasen. Eine Wunde, die eitert und nicht heilen will. Soll Freya Moltkes Gnadengesuch tatsächlich von verbrannten Fußsohlen abhängen?"
  • Der Unteroffizier G. an seine Frau: "Nun, da ich hier an der Front unsere schöne deutsche Heimat schützen helfe, hängt unsere Skikleidung unnütz im Schrank. Du weißt, worauf ich hinaus will: Das Volksopfer braucht auch diese Sachen. Auch unsere Gabe soll dazu beitragen, dass wir den Krieg siegreich beenden. Dein Erwin."
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siehe Fußnote
UdSSR 1923-1955.png
Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Lodz und Kraków werden von der Roten Armee eingenommen. Nach der Besetzung des Verwaltungssitzes des Generalgouvernements mit dem Verwaltungssitz in Kraków wird das Generalgouvernement aufgelöst. Diese sowjetische Offensive greift auf die anschließenden Fronten über, die sich jetzt in Ostpreußen und Schlesien auf das Reichsgebiet verschieben. Die Rote Armee nimmt Tilsit (Sowjetsk) und Wroclawek ein. Die polnische Industriestadt Lódz wird von Einheiten der 1. Weißrussischen Front der Roten Armee unter dem Oberbefehl von Marschall Georgi K. Schukow erobert. Sowjetische Truppen überqueren die Grenzen des Deutschen Reiches; danach beginnt der Kampf um das Schlesische Industriegebiet, das von der deutschen 17. Armee verteidigt wird. Sowjetische Bomber greifen Breslau an. Krakau wird von der sowjetischen 59. Armee freigekämpft. Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an der Front in Polen:

  • Die Truppen der 3. Weißrussischen Front gingen in Ostpreußen zum Angriff über. Der Gegner hatte dort im Laufe der Zeit ein mächtiges Verteidigungssystem errichtet. Nachdem die sowjetischen Truppen im Herbst letzten Jahres erstmals in Ostpreußen einmarschiert waren, hatten die Deutschen die Befestigungen noch weiter ausgebaut. Sie errichteten eine tief gestaffelte Verteidigung mit Artillerie- und MG-Bunkern sowie gepanzerten Abdeckungen. Die Zugänge zu den vordersten Stellungen wurden mit durchgängigen Minenfeldern, Panzerabwehrgräben und Höckern versehen. Um ihre Höhle zu verteidigen, verwandelten die Hitleristen alle Steinhäuser in den umliegenden Dörfern und Gehöften in Feuernester. Die deutsche Führung konzentrierte in Ostpreußen ihre Elitedivisionen.
  • Dem Angriff unserer Truppen gingen mächtige Schläge von Artillerie und Kampfbombern voraus. Die Kämpfe waren äußerst erbittert. Besonders hart war die Stadt Pillkallen, ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, umkämpft. Die Hitleristen setzten sich in den Häusern fest und wehrten sich mit einer Verzweiflung von Leuten, die dem Tode geweiht sind. Unsere Einheiten mussten die Deutschen aus jedem einzelnen Haus verdrängen.
  • Nicht weniger erbittert verliefen die Kämpfe um die Städte Schillehnen und Lasdehnen. Mit entschlossenen Schlägen nahmen unsere Truppen diese Städte ein. Sie zermalmten die Abwehr des Gegners, rückten unentwegt weiter vor und nahmen mehr als 600 Ortschaften ein. Der Gegner hatte im Raum des Durchbruchs Hunderte Panzer und Selbstfahrlafetten zusammengezogen. Die feindlichen Gegenangriffe erfolgten ununterbrochen. Doch fehlte den Deutschen die Kraft, die Offensive unserer Truppen aufzuhalten.
  • Die Verteidigung des Gegners in Ostpreußen ist durchbrochen. Im Laufe der Gefechte hatten die Deutschen riesige Verluste an Mensch und Gerät. Nach unvollständigen Angaben haben unsere Truppen während der Kämpfe bis zu 300 Panzer und 600 Geschütze des Gegners vernichtet. Allein an Gefallenen haben die Deutschen Tausende von Soldaten und Offizieren verloren.
  • Die Truppen der 2. Weißrussischen Front setzen die Offensive fort und haben die Stadt Mlawa eingenommen. Sie liegt zwölf Kilometer von der Südgrenze Ostpreußens entfernt. Die Deutschen haben den Raum Mlawa mit bisher ungekannter Härte verteidigt. Der Gegner hat eilends eine motorisierte Division aus Ostpreußen herangezogen und bei den Gegenangriffen Bataillone des „Volkssturms“ in den Kampf geworfen. Als diese Abteilungen zerschlagen waren, kamen Kadetten der Panzerschule in Mlawa und einzelne MG-Bataillone aus der Reserve des Oberkommandos zum Einsatz. Die Straßenkämpfe zogen sich die ganze Nacht hin. Gegen Morgen nahmen die sowjetischen Truppen die Stadt im Sturm ein. Die Reste der zerschlagenen Kräfte des Gegners ziehen sich in Panik zurück. Viele Speicher, Automobile und mehr als 100 Geschütze wurden erbeutet; 800 deutsche Soldaten und Offiziere wurden gefangen genommen.
  • Die Truppen der 1. Weißrussischen Front haben nach erbitterten Kämpfen die Stadt Lodz von den deutschen Besatzern befreit. Lodz ist die zweitgrößte Stadt Polens mit einst 600.000 Einwohnern. Hier konzentrieren sich 60 Prozent der polnischen Textilindustrie. Auch Kraków, eine der ältesten und größten Städte Polens, wurde vom Feind gesäubert. In Kraków befand sich die Residenz von Generalgouverneur Hans Michael Frank, eines Erzfaschisten und Henkers des polnischen Volkes. In Kraków waren Tausende von deutschen beamteten Plünderern am Werke, die das mit uns verbündete Polen ausraubten und verwüsteten.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:

  • Heeresgruppe A : Der Feind erreichte die Dunajez-Talsperre; nördlich davon gleichfalls Absetzbewegungen. Nordostwärts Krakau wird noch ein Brückenkopf gehalten. Jedoch steht der Feind in der Stadt und ist westlich von ihr mit Panzern vorgedrungen. Panzerstöße an der Reichsgrenze wurden abgewiesen. Jedoch gelang es Panzern, in das Industriegebiet vorzustoßen. Bei Tschenstochow feindliche Bereitstellungen. An der Straße nach Wielun stieß der Feind nordwestlich vor. Von den vorn eingesetzten Verbänden fehlen Meldungen. Nordostwärts anschließend stieß der Feind in Bereitstellungen der Div. „Großdeutschland". Er umfaßt Litzmannstadt. Kutno wird von dem Panzerkorps „Hermann Göring" gehalten. Kämpfe im Raum von Sochaczew und Gombin.
  • Heeresgruppe Mitte: Vordringen des Feindes im Raum Zichenau und südostwärts Soldau. Das XX. Armeekorps setzte sich ab. In Ostpreußen kleinere Einbrüche. Im Raum von Gumbinnen und nördlich davon gelang es dem Gegner, mit Teilen die Inster zu überschreiten.
  • 4500 Lufteinsätze, 23 Abschüsse, drei Verluste. Erstmalig 60 russische Flugzeuge in dem Raum von Breslau.
Großdeutsches Reich.png UdSSR 1923-1955.png

siehe Fußnote
Schweden.png
Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken / Königreich Schweden

TBD

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage im Nordraum.

  • An Stelle des Generaloberst Rendulic, der die Führung der Heeresgruppe Nord übernehmen wird, wird der General der Gebirgstruppen Böhme als Oberbefehlshaber der 20. Gebirgsarmee und als Wehrmachtsbefehlshaber Norwegen treten. Die Kilpisjärvi-Stellung („Semmering"=Stellung) soll bis Frühjahr gehalten werden. Dadurch wird noch ein ganz kleiner Streifen von Finnland besetzt gehalten. Die endgültige Stellung ist die „Tauern"=Stellung.
  • Das Geneneralkommando XVIII. Armeekorps ist mit der Eisenbahn zum größten Teil abgefahren und kann bis Ende des Monats in den Vogesen eintreffen. Die 163. Infanteriedivision ist bereits zur Hälfte abgefahren. Um Kräfte gegen Sabotage und Unruhen zur Hand zu haben, werden Teile aus Nordnorwegen nach Süden verlegt.
UdSSR 1923-1955.png Ungarn 1919-1946.png

Slowakei 1939-1945.png Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Königreich Ungarn / Slowakische Republik / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:

  • Beim Angriff der Gruppe Breith stießen die drei Panzerdivisionen weiter nach Süden vor, die Divisionen "Wiking" und "Totenkopf" nach Osten, nördlich von ihnen die 1. Panzerdivision. Aus dem anschließenden Bogen stieß die 23. Panzerdivision nach Süden vor, kam jedoch nur gering voran. 135 Flugzeuge unterstützen den Angriff. In Budapest, das durch 132 Flugzeuge versorgt wurde, mußte der Brückenkopf ostwärts der Donau geräumt werden. Nördlich der Donau kamen die eigenen Kräfte weiter voran. Bei der 8. Armee nur örtliche Kampfhandlungen. Bei Malinez griff der Feind weiter an.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:

  • Die Engländer sollen in Saloniki Kräfte gelandet haben. Die Spitze der 22. Infanteriedivision erreichte Vlasenica; die 297. Infanteriedivision im Vormarsch über Serajewo (später Sarajewo) an die Drau-Front. In Syrmien wurde der Angriff fortgesetzt und ist bisher bereits 5 - 8 km über das Ziel hinausgestoßen, da der feindliche Widerstand sich als mürbe erwies. Die eigenen Kräfte sind jetzt durch den Oberbefehlshaber angehalten worden. Die Gruppe Fischer kam weiter nach Westen und Süden vor, wird jetzt jedoch auf das Eintreffen der 297. Infanteriedivision warten. Deshalb ist keine unmittelbare Entspannung für den Angriff im Kosakenraum zu erwarten. In diesem feindliche Gegenangriffe.
Großdeutsches Reich.png USA 1912-1959.png
siehe Fußnote

Frankreich.png Belgien.png

Niederlande.png Großbritannien.png
Großdeutsches Reich / Reichsland Elsaß-Lothringen / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Französische Republik / Königreich Belgien / Königreich der Niederlande / Großherzogtum Luxemburg / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:

  • Im Hafengebiet von Hamburg schwere Schäden (davon vier neue U-Boote, ferner 13 beschädigt). Die Verteidigung durch 200 bis 300 Flakrohre ist nicht ausreichend für ein so großes Gebiet. Der Gegner versuchte wieder einen Großanflug, wurde aber durch schlechtes Wetter behindert, das heißt nur 150 gegen Kaiserslautern. Nachts 80 Moskitos. Zwischen Hamburg und Berlin trieben acht Ballone mit Störkabeln an, die die Hochspannungsleitungen beschädigen sollen, ohne Schaden angerichtet zu haben. Eigener Einsatz nur gering.
  • Die Amerikaner haben, nachdem sie an der Nordfront eine Division aus der Reserve im Raum Verviers eingesetzt haben, noch sieben operative Verbände bereit. Aus den unteren Vogesen wurde die 36. US-amerikanische nach Osten verschoben. Unklar ist die Feindlage im Raum von Straßburg (3. algerische und 2. französische Panzerdivision).
  • Bei der Heeresgruppe H im Bogen von Arnheim ein eigener Vorstoß. Bei dem Vorstoß nördlich Sittard scheint es sich um einen Angriff zu handeln, der geplant war, als die eigene Offensive begann. Die Briten stellen ihr Unternehmen als Großoffensive heraus, um ihre Tätigkeit gegenüber den Amerikanern zur Geltung zu bringen. Sie führen ihre Angriffe langsam, aber stetig in nordwestlicher Richtung vor. Drei Divisionen stehen hier einer eigenen gegenüber. Herangeführt werden die 12. Volksgrenadierdivision und die 116. Panzerdivision. Die Wege sind, da die Temperatur um 0 Grad liegt, schlecht. Dadurch verzögert sich auch die Zuführung der (an sich bereitstehenden, starken) Benzinbestände.
  • Heeresgruppe B: Der Druck gegen die Nordostfront ist so stark wie bisher. Nur geringe Einbrüche. An der Südfront bei Diekirch konnte der Gegner einen Überraschungserfolg erzielen. Er überschritt die Sauer in breiter Front. Eigene Kräfte wurden abgeschnitten. Neue Kräfte sind im Herankommen. Der Oberbefehlshaber West ist nicht sicher, ob diese genügen werden.
  • Heeresgruppe G : Beim Gegenstoß im Orscholz-Riegel erzielte die 11. Panzerdivision Erfolge, wurde jedoch aus Tattingen wieder herausgedrückt. In den unteren Vogesen wehrt sich die eingeschlossene US-amerikanische Gruppe; sie soll nicht mehr angegriffen, sondern ausgehungert werden. Am 20.1. wird die 25. Panzerdivision durch die 47. Volksgrenadierdivision herausgelöst. Die 10. SS-Panzerdivision im Stoß nach Süden. Ferner Vorstöße aus dem Brückenkopf nach Osten.
Großdeutsches Reich.png Großbritannien.png

siehe Fußnote
Belgien.png USA 1912-1959.png
Großdeutsches Reich / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien / Vereinigte Staaten von Amerika (USA)

Die militärische Lage der Seekriegsführung:
TBD

USA 1912-1959.png Großbritannien.png

Belgien.png Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Großdeutsches Reich / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage der Luftkriegsführung:
TBD

  • In Peenemünde wird eine V-2-Rakete mit der Seriennummer 20 338... gestartet, weitere Einzelheiten
    V 2.jpg
    sind nicht bekannt.
  • Von der V-2-Startbatterie 485 mit der Leitstelle in Den Haag starten folgende Raketen:
    • 1058 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt westlich von Wijnegem in der Provinz Antwerpen ein, Schäden oder Verluste werden nicht bekannt.
    • 1143 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete explodiert nach dem Start, Schäden oder Verluste werden nicht bekannt.
    • 1254 GMT - Eine in Burgsteinfurt (Heek - Oerscher Wald) gestartete V-2-Rakete schlägt in Groot Hagelkruis in Wilmarsdonk nordwestlich von Antwerpen ein, 18 Gebäude werden schwer beschädigt.
    • 1541 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt in einem Erdöllager in Antwerpen-Kiel ein, acht Menschen sterben, 20 Menschen werden verletzt.
    • 1729 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt westlich von Wilmarsdonk nordwestlich von Antwerpen ein, Schäden oder Verluste werden nicht bekannt.
    • 1735 GMT - Eine in Burgsteinfurt (Heek - Oerscher Wald) gestartete V-2-Rakete schlägt an einem unbekannten Ort ein, Schäden oder Verluste werden nicht bekannt.
    • 1751 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete wird zu einem Fehlschlag.
    • 1826 GMT - Eine in Burgsteinfurt (Heek - Oerscher Wald) gestartete V-2-Rakete schlägt in der Berendrechtstraat in Antwerpen ein, 41 Menschen werden getötet, 75 verletzt, 28 Häuser zerstört.
    • 1958 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt in Wilmarsdonk nordwestlich von Antwerpen ein, Schäden oder Verluste werden nicht bekannt.
    • 2025 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt in Schoten in der Provinz Antwerpen ein, Schäden oder Verluste werden nicht bekannt.
    • 2028 GMT - Eine in Burgsteinfurt (Heek - Oerscher Wald) gestartete V-2-Rakete schlägt in der Nähe des südöstlichen Stadtteils von Antwerpen, Berchem, ein, Schäden oder Verluste werden nicht bekannt.
    • 2309 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt in Wanstead im südwestlichen Essex ein, zwei Menschen sterben, elf werden schwer verletzt, zwei Gebäude werden zerstört.
    • 2337 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt auf einem Feld in Great Parndon in Essex ein, leichte Schäden an einem Bauernhaus und an Cottages.
  • Von der V-2-Lehr- und Versuchsbatterie 444 in Walcheren an der niederländischen Nordseeküste startet um 2305 GMT eine V-2-Rakete, die Merksem in der Provinz Antwerpen trifft, Schäden oder Verluste werden nicht bekannt.
  • Von der V-2-Startbatterie 836 in einem Waldgebiet zwischen Hachenburg und Hillscheid im Westerwald werden folgende Raketen gestartet:
    • 0139 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt an einem unbekannten Ort ein, Schäden oder Verluste werden nicht bekannt.
    • 0500 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt an einem unbekannten Ort ein, Schäden oder Verluste werden nicht bekannt.
    • 1238 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete zielt aufgrund von Treibstoffproblemen auf Lüttich, Einschlag in einem Waldstück östlich von Eupen, nahe der deutsch-belgischen Grenze.
    • 1741 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt östlich von Brasschaat im Großraum Antwerpen ein, Schäden oder Verluste werden nicht bekannt.
  • Die SS-Abteilung 500 in Dalfsen (Hessum) in der Provinz Overijsel starten folgende V-2-Raketen:
    • 1548 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt im Nachtegalenpark in Antwerpen ein, sechs Gebäude werden beschädigt.
    • 1626 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt an einem unbekannten Ort ein, Schäden oder Verluste werden nicht bekannt.
    • 2006 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt in Merksem in der Provinz Antwerpen ein, Schäden oder Verluste werden nicht bekannt.
    • 2107 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt im Melselepolder in Zwijndrecht in Südholland ein, keine Schäden oder Verluste.
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siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Alpen- und Donau-Reichsgaue
  • Die Bestimmungen über die Verdunkelung im Straßenverkehr werden modifiziert. So wird für Kraftfahrzeuge vorgeschrieben, "dass bei den Hauptscheinwerfern, soweit sie nicht mit zugelassenen Tarnblenden versehen sind, der Lichtschlitz mit einer mindestens 8 Zentimeter langen Schute so abgeschirmt sein muss dass kein Licht nach oben austreten kann. Die Bemalung der Wagenfenster mit blauer Farbe fällt künftig weg. Ab sofort sind die Fenster der Straßenbahnwagen mit Vorhängen zu verdunkeln, die sichtdicht abschließen. Bei Bombenalarm sind die Straßenbahnfahrer verpflichtet, vor dem Verlassen des Zuges sämtliche Fenster zur Gänze zu öffnen, damit diese nicht durch den Luftdruck zerstört werden können".
  • Es gibt kein Glas mehr für Ersatzfenster. Im ganzen Reich werden Beamte und NSDAP-Funktionäre angewiesen, als Glasersatz die Glasrahmen von Bildern - ausdrücklich auch jene von Hitler-Bildern - zu verwenden.
  • Kalender für das Jahr 1945 sind selten. Wer noch einen alten Kalender aus dem Jahr 1934 zu Hause liegen hat, hilft sich damit. Wochentage und sogar die beweglichen Feste stimmen mit denen von 1945 genau überein.
  • Die Schulferien werden verlängert, damit die Jugendlichen bei den Aufräumungsarbeiten (Kriegshilfsdienst) helfen können.

Die Kriegslage in den Alpen- und Donau-Reichsgauen:
TBD

USA 1912-1959.png Großbritannien.png

Italien 1861-1946.png Italienische Sozialrepublik.png

Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Königreich Italien / Italienische Sozialrepublik / Großdeutsches Reich

Wehrmachtsbericht: Die Lage im Südraum:

  • Umgruppierungen wurden eingeleitet. Die 157. Reservedivision übernahm den Abschnitt der 4. Fallschirmjäger-Division, die nach Osten verschoben wird, um als Reserve eine Panzerdivision freizumachen. Die 98. Infanteriedivision wird eingeschoben, um Auffrischung zu ermöglichen. Die 710. Infanteriedivision wird durch die 111 . Jägerdivision abgelöst und dann an das Adriatische Küstengebiet verlegt. Die 356. Infanteriedivision wird ab 22.1. in den Osten abtransportiert, und zwar über den Brenner und über Tarvis im Tempo 4 + 4 .
  • Vorstoß nach Nizza durch 2 Kleinst-U-Boote, von denen eines zurückkehrte (geringe Belegung). Im Süden von Livorno Erfolge durch Kleinst-U-Boote. In Ancona nur geringe Belegung mit Landebooten.


USA 1912-1959.png Philippinen 1941-1945.png

Japan 1889-1945.png
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik der Philippinen / Kaiserreich Großjapan
USA 1912-1959.png Japan 1889-1945.png
Vereinigte Staaten von Amerika / Kaiserreich Großjapan

Die japanischen Kawasaki Flugzeug- und Motorenwerke werden bei US-amerikanischen Luftangriffen stark beschädigt; die Produktionskapazität sinkt dadurch um rund 45%.


20.01.1945
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siehe Fußnote
Polen.png UdSSR 1923-1955.png
Großdeutsches Reich / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik Polen / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Politischer Lageüberblick der Wehrmacht:

  • Nach Abschluss der Debatte über Griechenland erhält die englische Regierung im Unterhaus ein Vertrauensvotum von 340 zu 7.
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siehe Fußnote
Großdeutsches Reich
  • Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erklärt Posen, die Hauptstadt des Warthelandes, zum "Festen Platz" (alter deutscher Militärbegriff für "Festung").
  • Wehrmachtsbericht: Der Großkampf um den deutschen Osten hat noch zugenommen, Krakau konnte der Feind nach schwersten Kämpfen nehmen. Im oberschlesischen Grenzgebiet setzten unsere Truppen dem weiter angreifenden Feind erbitterten Widerstand entgegen.
  • Geheimbericht der Wehrmacht: Bei Streifen durch das abendliche bzw. nächtliche Berlin konnte festgestellt werden, dass viele Volksgenossen es anscheinend nicht mehr für notwendig erachten, sorgfältig zu verdunkeln. Bei Fliegeralarmen, zumal wenn erst nur "Öffentliche Luftwarnung" gegeben wurde, sind immer wieder Fackelzüge in Richtung der öffentlichen Luftschutzbunker zu sehen.
  • Der deutsche Historiker Wilhelm Hausenstein schreibt in sein Tagebuch: "Wenn die Bombardements eine Spekulation auf die Bevölkerung der Städte bedeuten, darauf nämlich, dass diese in die Länge unruhig würde, dann ist offenbar, dass solche Spekulation danebengreift: Die Betroffenen werden durch die Katastrophen von allem Politischen abgelenkt, auf ihre allerprivatesten Sorgen konzentriert und gegenüber den Ereignissen, allgemeinen wie individuellen, resigniert, wo nicht apathisch."
  • Die Journalistin Ursula von Kardorff schreibt in ihr Tagebuch: "Ungefähr jeden Tag zweimal Alarm, fast mit dem Glockenschlag, abends um acht und dann noch einmal um elf. "Einflug Hannover-Braunschweig" heißt die Vorformel, ehe das Rennen in den Bunker beginnt. Gehe jetzt meist in den Speer-Bunker, der sehr komfortabel ist, mit fließendem Wasser. Sitze oft neben dem alten Eulenburg, der von vergangenen Zeiten erzählt, in denen er Vortänzer am Kaiserhof war. Mitunter taucht auch Speer selber auf, der einen freundlichen Eindruck macht. Nichts bonzenhaftes.
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siehe Fußnote
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Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken

Die militärische Nachrichtenagentur der Sowjetunion, "SowInformbüro", berichtet über die Lage an den Fronten:

  • Die sowjetischen Abteilungen brachen den hartnäckigen Widerstand des Gegners und verdrängten die Hitleristen nach erbitterten Kämpfen aus der Stadt Aulowehnen 18 Kilometer nördlich von Insterburg. Nach harten Nahkämpfen nahmen die sowjetischen Truppen Tilsit im Sturm, das ein mächtiger Verteidigungsknotenpunkt des Feindes in Ostpreußen war. Diese Stadt liegt am linken Ufer des Neman. Tilsit ist die drittgrößte Stadt von Ostpreußen und steht an Bevölkerungszahl nur hinter Königsberg und Elbing zurück.
  • Die Truppen der 2. Weißrussischen Front rücken unter Kämpfen voran. Westlich von Ostroleka wurde ein großes Waldmassiv von den Deutschen gesäubert und zum Abend hin die Stadt Janowo an der Südgrenze von Ostpreußen eingenommen. Nicht weit davon entfernt befreite die Rote Armee 15.000 Sowjetbürger aus der faschistischen Gefangenschaft.
  • Nach vorläufigen Angaben haben die Truppen der 1. und 2. Weißrussischen und der 1. Ukrainischen Front bei den Kämpfen zwischen dem 12. und 19. Januar dieses Jahres mehr als 25.000 deutsche Soldaten und Offiziere gefangen genommen und 480 Panzer und 1079 Geschütze erbeutet. Der Gegner verlor allein an Gefallenen 65.000 Soldaten und Offiziere. In der letzten Zeit haben unsere Truppen in Angriffskämpfen Soldaten und Offiziere der 344., 595. und 712. Infanteriedivision und der 11. Panzerdivision gefangen genommen, die vom westlichen Kriegsschauplatz an die sowjetisch-deutsche Front geworfen worden waren.
  • Im Raum Budapest setzten unsere Truppen die Kämpfe zur Liquidierung der Garnison des im Westteil der Stadt (Buda) eingeschlossenen Gegners fort. Südlich und südöstlich der Stadt Szekesfehervar haben unsere Truppen die Angriffe von massierten Infanterie- und Panzerkräften des Gegners zurückgeschlagen, der versuchte, nach Osten Richtung Donau durchzustoßen.
  • Die Truppen der 3. Weißrussischen Front setzten die Offensive fort. Die Deutschen haben starke Stützpunkte und unternehmen von dort aus wütende Gegenangriffe. Nach wie vor haben sie eine Großzahl an Panzern und Artilleriegeschützen. Alle gefangenen Soldaten und Offiziere geben an, dass die deutsche Führung ihnen befohlen hatte, bis zum letzten Mann zu stehen, aber keinen Schritt zurückzugehen.
  • Die Truppen der 4. Ukrainischen Front setzten die Offensive fort. Um den Zugang zu den Gebieten in Südpolen und der Nordtschechoslowakei abzuriegeln, hat der Feind monatelang sein Verteidigungssystem in den Karpaten ausgebaut. Dafür nutzten die Deutschen natürliche Hindernisse wie Schluchten und Abhänge, sumpfige Täler und Bergflüsse. Außerdem errichteten die Hitleristen viele Abwehranlagen.
  • Die sowjetischen Truppen durchbrachen die Linie des Gegners westlich von Sanok und kesselten die an den Nordhängen der Karpaten gelegene Stadt Nowy Sacz ein. Nach zwei Tage andauernden Kämpfen haben unsere Einheiten die deutsche Garnison vernichtete und die polnische Stadt Nowy Sacz befreit.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Ostfront:

  • Es gelang dem Gegner erneut, die Hauptkampflinie vor Oberschlesien zu durchbrechen. Litzmannstadt ging verloren. Über Kutno drang der Gegner nach Westen vor; außerdem stieß er in nördlicher Richtung über W&lstrok;oc&lstrok;awek vor. An der Südfront erreichte er Soldau.
  • Die ostpreußische Front hielt bis auf einen größeren Einbruch im Raum von Hohensalza.
  • Bei Neusandec wurde der Gegner abgewiesen; nur bei der Dunajez-Talsperre drang er weiter vor. Krakau ging verloren. Südlich der Stadt halten sich eigene Kräfte. Nordwestlich davon hielt die 75. Infanteriedivision ihren Abschnitt; nördlich davon stieß der Gegner bis Oberschlesien heran. An Divisionen sind im Zulauf unter anderem: 712. Infanteriedivision von der unteren Maas, die mit Teilen schon eingesetzt ist. Über Tschenstochow drang der Gegner bis an den Wald westlich der Stadt vor. Bei Landsberg wurde er abgewiesen. Es kämpfen sich zurück die 342., die 16. Panzer- und die 10. Panzergrenadierdivision. Von den übrigen Verbänden fehlen Meldungen. Der General Hohn, Führer der Gruppe Hohn, ist gefallen. Südlich Litzmannstadt (Lodz) hielten die eigenen Kräfte; die Stadt selbst ging verloren. Über Kutno stieß der Gegner gegen W&lstrok;oc&lstrok;awek vor, wo ein eigener Brückenkopf gebildet worden ist.
  • Heeresgruppe Mitte: Das XXVIII. und XXIII. Armeekorps setzte sich, da der Feind in ihre Front einbrach, nach Osten ab. Panzerspitzen des Feindes erreichten Soldau und stießen in Richtung Gilgenberg vor. Die ostwärts anschließende Front setzte sich in nordostwärtiger Richtung ab. Die 3. Panzerarmee schloß sich mit dem rechten Flügel dieser Bewegung an. In Ostpreußen erweiterte der Gegner seinen Einbruch bei Hohensalza nach Osten zu einem tiefen Keil. Ragnit ging verloren; doch konnte der Feind hier abgeriegelt werden. Bei Tilsit wurde er abgewiesen.
  • Bei der Heeresgruppe Nord keine besonderen Kampfhandlungen. Zwei Infanteriedivisionen jetzt auf dem Marsch zum Abtransport, eine weitere soll folgen. Aus Memel wird eine Panther-Abteilung abgezogen. Wegen der Verminungen zwischen Lübeck und Danzig ein Stopp von noch 62 Schiffen.
  • 1900 feindliche und 408 eigene Einsätze. Die Luftflotte 7 erhält außer den schon zugeführten zwei Jagdgeschwadern jetzt noch ein drittes aus dem Westen.
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siehe Fußnote
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Großdeutsches Reich / Generalgouvernement / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken / Königreich Schweden

TBD

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage im Nordraum.

  • Nach feindlichen Nachrichten ist jetzt eine norwegische Kompanie, die von Schweden aus in US-amerikanischen Flugzeugen überflogen wurde, am Porsanger=Fjord eingesetzt. Das Wetter verzögerte die eigenen Übersetzbewegungen. Da Sabotage in Oslo droht, wird erwogen, ob die Einladungen in kleineren Häfen erfolgen sollen.
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Slowakei 1939-1945.png Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Königreich Ungarn / Slowakische Republik / Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken
  • Die Truppen der 2. Ukrainischen Front haben, wie bereits berichtet, die Liquidierung der eingekreisten Gruppierung des Gegners im östlichen Teil von Budapest abgeschlossen. Bei den Kämpfen zur Säuberung des Ostteils der Stadt (Pest) vom Gegner wurden viele Trophäen erbeutet. Allein am 18. Januar haben unsere Truppen 64 Panzer und Selbstfahrlafetten, 318 Geschütze unterschiedlichen Kalibers, 765 Maschinengewehre, mehr als 18.000 Gewehre und Maschinenpistolen und verschiedene Speicher mit Militärgut erbeutet.
  • Béla Dálnoki-Miklós, der Oberbefehlshaber der 1. Ungarischen Armee, der am 23. Dezember 1944 in Debrecen eine provisorische Regierung der "Ungarischen Nationalen Unabhängigkeitsfront" bildete und am 31. Dezember dem Großdeutschen Reich den Krieg erklärte, unterzeichnet in Moskau nach dreitägigen Verhandlungen mit der UdSSR und den Westmächten einen Waffenstillstandsvertrag, in dem er auf alle Erwerbungen Ungarns in den letzten Jahren verzichtet und Reparationen verspricht. Ungarn tritt damit auf Seiten der alliierten Staaten in den Krieg ein.

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Ungarn und in der Slowakei:

  • Der Angriff der Gruppe Breith stieß in südostwärtiger Richtung bis zur Donau vor. Angriffe des Gegners in die Flanke waren noch nicht stark. Die nördlich anschließenden Kräfte kamen bis in den Raum von Stuhlweißenburg vor. Der Gegner zieht zwei mechanische Korps von Norden heran. Eigene Gegenangriffe, um den Gegner zu fesseln. 57 Flugzeuge zur Versorgung von Budapest. Nach Oberschlesien ist das Generalkommando LXXII. Armeekorps verlegt, um die bereits abtransportierte 20. und die nachfolgende 8. Pamzerdivision zu führen. Die 271. Infanteriedivision wird nach Nordosten in die Slowakei verschoben. Die Gruppe Heinrici setzte sich weiter ab. Nachdrängender Gegner wurde abgewiesen

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage in Südosteuropa:

  • Die 22. Infanteriedivision im Vormarsch über Vlasenica zum Vorstoß entlang der Drina. Am 19.1. Beginn eines Unternehmens der 114 . Jägerdivision im Raum von Travnik. Im Drina-Save-Dreieck hat der Gegner seine Kräfte unter der 2. Tito-Armee zusammengefaßt. Bei dem eigenen Unternehmen in Syrmien wurden 12.000 feindliche Tote gezählt. Die 7. SS-Gebirgsdivision wird jetzt herausgelöst. Über

ihre weitere Verwendung ist noch nicht entschieden. In Syrmien wird eine neue Hauptkampflinie vorbereitet, hinter der die Nachhuten zurückgenommen werden sollen.

  • Die Kampfgruppe Fischer kam wieder etwas voran. Bei Virovitica stieß der Gegner vor, wurde jedoch abgewiesen. Der Einsatz der Bulgaren an der Drau ist zur Zeit ungewiss; unklar ist ferner, ob bulgarische Kräfte auch an die Front der 2. Panzerarmee geführt werden. Angriffe von 350 viermotorigen Bombern gegen den Raum von Budapest.
  • Das Lazarettschiff GRADISCA ist in Leros eingetroffen.
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siehe Fußnote

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Großdeutsches Reich / Reichsland Elsaß-Lothringen / Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Französische Republik / Königreich Belgien / Königreich der Niederlande / Großherzogtum Luxemburg / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage an der deutschen Westfront:

  • Der englische Angriff bezweckt wohl Fesselung eigener Kräfte. Die britischen Reserven sind vorläufig so aufgelockert aufgestellt, daß die Bildung eines neuen Schwerpunktes nicht erkennbar ist. Die eigenen Vorstöße im Raum von Arnheim wurden fortgesetzt. Bei Roermond keine Angriffe. Nördlich Sittard setzte der Gegner seine Angriffe fort, wodurch einige Orte verlorengingen. Durch den Einsatz einer Sturmgeschütz-Brigade konnte der Durchbruch verhindert werden. Außerdem sind schon Teile der 12. Volksgrenadierdivision da.
  • Heeresgruppe B: Gegen die 6. Panzerarmee wieder Angriffe mit Schwerpunkt bei St. Vith und ostwärts Vilsalm. Die 1., 12 . und 2. SS-Panzerdivisionen mit den beiden Panzergeneralkommandos sind jetzt herausgelöst. Schneeverwehungen hemmen die Bewegungen. Von der 5. Panzerarmee wird die Panzer-Lehrdivision zur 7. Armee verlegt. Bei Diekirch, wo der Gegner anscheinend Panzer zuführt, konnte ein Durchbruch verhindert werden. Aber der Feind errang doch wieder neues Gelände.
  • Heeresgruppe G : Im Orscholz=Riegel ist jetzt die aus den USA neu zugeführte 8. Panzerdivision aufgetaucht. Der Angriff der 11. Panzerdivision gegen Nenniz schlug nicht durch. Ein Angriff gegen den in Hatten eingedrungenen Feind schlug nicht durch. Aus dem Brückenkopf stieß die 10. SSPan. nach Westen vor. Die 7. Fallschirmjäger-Division stellte bei Drusenheim die Verbindung her.

7. Fallsch.=Jäg.=Div. stellte bei Drusenheim die Verbindung her.

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siehe Fußnote
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Großdeutsches Reich / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage der Luftkriegsführung:
Wegen schlechten Wetters nur ganz geringe Lufttätigkeit.

  • Von der V-2-Startbatterie 485 mit der Leitstelle in Den Haag starten folgende Raketen:
    V 2
    • 0252 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt auf offenem Feld in Canewdon in Essex ein, landwirtschaftliche Gebäude werden beschädigt.
    • 0634 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete explodiert über East Ham im Londoner Stadtbezirk Newham, Schäden oder Verluste werden nicht bekannt.
    • 1048 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in Potters Bar ein, 21 Menschen sterben, 27 werden schwer verletzt, acht Gebäude werden zerstört und die Kirche schwer beschädigt.
    • 1109 GMT - Eine in Burgsteinfurt (Heek - Oerscher Wald) gestartete V-2-Rakete schlägt in Nijmegen in den Niederlanden ein, über Schäden oder Verletzte wird nichts bekannt.
    • 1255 GMT - Eine in Burgsteinfurt (Heek - Oerscher Wald) gestartete V-2-Rakete schlägt nahe Boechout ein, über Schäden oder Verletzte wird nichts bekannt.
    • 1312 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt in East Barnet ein, elf Menschen sterben, 60 werden schwer verletzt, elf Gebäude werden zerstört.
    • 1418 GMT - Eine in Burgsteinfurt (Heek - Oerscher Wald) gestartete V-2-Rakete schlägt nördlich von Antwerpen ein, über Schäden oder Verletzte wird nichts bekannt.
    • 1513 GMT - Eine in Burgsteinfurt (Heek - Oerscher Wald) gestartete V-2-Rakete schlägt ein paar Kilometer nördlich von Eindhoven ein, über Schäden oder Verletzte wird nichts bekannt.
    • 1600 GMT - Eine von der Startplattform in Loosduinen gestartete V-2-Rakete schlägt auf der Hauptfahrbahn in East Horndon in Essex ein, leichter Sachschaden durch Explosion.
    • 1627 GMT - Eine in Burgsteinfurt (Heek - Oerscher Wald) gestartete V-2-Rakete schlägt in Stabroek ein, über Schäden oder Verletzte wird nichts bekannt.
    • 1837 GMT - Eine in Burgsteinfurt (Heek - Oerscher Wald) gestartete V-2-Rakete schlägt nördlich von Antwerpen ein, über Schäden oder Verletzte wird nichts bekannt.
    • 1919 GMT - Eine in Burgsteinfurt (Heek - Oerscher Wald) gestartete V-2-Rakete schlägt kurz nach dem Start in der Nähe des Abschussplatzes ein, über Schäden oder Verletzte wird nichts bekannt.
    • 2123 GMT - Eine in Burgsteinfurt (Heek - Oerscher Wald) gestartete V-2-Rakete wird in Richtung Zentrum Antwerpen abgeschossen, schlägt aber in der Vrijheidstraat in Antwerpen ein, 15 Menschen sterben.
  • Von der V-2-Lehr- und Versuchsbatterie 444 in Walcheren an der niederländischen Nordseeküste starten folgende V-2-Raketen:
    • 0111 GMT - Eine von der Startplattform in Wassenaar (Duindigt - Rennbahn) gestartete V-2-Rakete schlägt in Upminster in Essex ein, drei Personen werden schwer verletzt, es entsteht ein umfangreicher Sachschaden durch Explosion.
    • 0456 GMT - Eine von der Startplattform in Scheveningen gestartete V-2-Rakete explodiert über Walthamstow im Marshland, über Schäden oder Verletzte wird nichts bekannt.
    • 0537 GMT - Eine von der Startplattform in Wassenaar (Duindigt - Rennbahn) gestartete V-2-Rakete schlägt an einem unbekannten Ort ein, über Schäden oder Verletzte wird nichts bekannt.
    • 0851 GMT - Eine von einer Startplattform in Scheveningse Bosjes, N of Waterpartij (Site 47) gestartete V-2-Rakete schlägt in Takeley in Essex in einem Feld ein, weitere Schäden werden nicht bekannt.
    • 1000 GMT - Eine von einer Startplattform in Hoek van Holland gestartete V-2-Rakete schlägt in Bishops Stortford in Hertfordshire in einem Feld ein, einige Häuser werden durch die Explosion leicht beschädigt.
    • 1116 GMT - Eine von der Startplattform in Wassenaar (Duindigt - Rennbahn) gestartete V-2-Rakete explodiert über Barking in East London, eine Person wird schwer verletzt, die Splitter werden weit verstreut, über weitere Schäden oder Verletzte wird nichts bekannt.
    • 1605 GMT - Eine von einer Startplattform in Scheveningse Bosjes, N of Waterpartij (Site 47) gestartete V-2-Rakete schlägt in Navestock in Essex in einem Feld ein, acht Menschen werden verletzt, ein Haus wird zerstört. (Der offizielle Bericht über diesen Abschuss gibt die Zeit mit 1505 Uhr an, dies ist jedoch nicht richtig).
    • 1632 GMT - Eine von der Startplattform in Wassenaar (Duindigt - Rennbahn) gestartete V-2-Rakete schlägt in einen Wald in Riverhead in Kent ein, der vom Militär als Munitionslager genutzt wird. Hütten werden verschoben und Fenster eingeschlagen, aber keine Munition wird beschädigt.
    • 1804 GMT - Eine von einer Startplattform in Scheveningse Bosjes, N of Waterpartij (Site 47) gestartete V-2-Rakete explodiert über Broxbourne in Hertfordshire, es werden keine Verletzungen oder Schäden bekannt.
    • 1920 GMT - Eine von einer Startplattform in Hoek van Holland gestartete V-2-Rakete schlägt im Londoner Stadtteil Greenwich ein, 19 Personen werden schwer verletzt, es wird ein mittlerer Schaden am Warteraum und am Fahrkartenschalter des Bahnhofs angerichtet.
    • ungefähr 1950 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete wird von einer nicht bekannten Plattform abgefeuert und trifft auf den Londoner Stadtteil Tottenham, wo 23 Menschen sterben und 39 schwer verletzt werden. Es gibt keine offiziellen Aufzeichnungen über diesen Flug, die britische Radarverfolgung gibt jedoch als Abschussort ein Gebiet an, in dem die Batterie 444 nachweislich im Einsatz war.
    • 2246 GMT - Eine von einer Startplattform in Hoek van Holland gestartete V-2-Rakete schlägt in Wanstead im südwestlichen Essex ein, 17 Menschen sterben, 19 werden schwer verletzt, 17 Gebäude müssen abgerissen werden, eine Gastleitung wird beschädigt.
  • Die SS-Abteilung 500 in Dalfsen (Hessum) in der Provinz Overijsel starten folgende V-2-Raketen:
    • 0330 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt in der Nähe des südöstlichen Stadtteils von Antwerpen, Berchem, ein, es werden keine Verletzungen oder Schäden bekannt.
    • 0353 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete schlägt nahe Broechem in der Provinz Antwerpen ein, es werden keine Verletzungen oder Schäden bekannt.
    • 1421 GMT - Eine gestartete V-2-Rakete wird mit einem Leitstrahl geführt und schlägt im Dokken 28 in Antwerpen ein, 20 Menschen sterben.
  • Britische Behörden stellen fest: "Die derzeitigen britischen Verluste liegen deutlich unter den Opferzahlen der Großangriffe vom Herbst 1940 auf London oder den täglichen Verlusten der deutschen Bevölkerung."


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siehe Fußnote
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Großdeutsches Reich / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien / Vereinigte Staaten von Amerika (USA)

Die militärische Lage der Seekriegsführung:

  • Der Oberbefehlshaber der Marine nimmt nachmittags an der Führerlage teil. Der wichtigste Punkt ist der, dass der Oberbefehlshaber der Marine im Hinblick auf die bedrohliche Ostlage 20.000 Soldaten der Kriegsmarine für das Heer zur Verfügung gestellt hat. Der Führer stimmt diesem Angebot zu und entscheidet, dass Ausbildungseinheiten der Kriegsmarine in entsprechender Stärke in den dänischen Raum zu verlegen und in die dortige Landverteidigung einzugliedern sind, damit hierdurch Heereskräfte herausgelöst werden können.
  • Vor Gibraltar eigene U-Boot-Erfolge.
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siehe Fußnote
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Großdeutsches Reich / Reichskommissariat Niederlande / Königreich Belgien

Wehrmachtsbericht. Die militärische Lage der Luftkriegsführung:
TBD

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siehe Fußnote
Großdeutsches Reich / Alpen- und Donau-Reichsgaue
  • Die Telefonbesitzer Wiens müssen Einschränkungen der Fernsprechdienste in Kauf nehmen. Verbindungen zwischen bestimmten Nummerngruppen sind wegen der Bombenschäden nicht möglich.
  • Aufgrund der Knappheit und des Bedarfes für die Rüstungsindustrie werden an Private nur mehr 70 Prozent der zugestandenen Hausbrandkohle ausgegeben.
  • Der Verkauf von frischem Brot ist verboten, damit immer ein Tagesvorrat von Brot für den Bedarf nach Luftangriffen bereitsteht.

Die Kriegslage in den Alpen- und Donau-Reichsgauen:
TBD

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Italien 1861-1946.png Italienische Sozialrepublik.png

Großdeutsches Reich.png
siehe Fußnote
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland / Königreich Italien / Italienische Sozialrepublik / Großdeutsches Reich

Wehrmachtsbericht: Die Lage im Südraum:
TBD


USA 1912-1959.png Philippinen 1941-1945.png

Japan 1889-1945.png
Vereinigte Staaten von Amerika (USA) / Republik der Philippinen / Kaiserreich Großjapan
USA 1912-1959.png
Vereinigte Staaten von Amerika (USA)
Franklin D. Roosevelt
In der US-amerikanischen Hauptstadt Washington legt Präsident Franklin Delano Roosevelt den Amtseid für seine vierte Wahlperiode ab; neuer Vizepräsident wird Harry Spencer Truman. Der bisherige Vizepräsident Henry Agard Wallace übernimmt das Staatssekretariat für Wirtschaft. Roosevelt ist der erste US-Präsident, der länger als zwei Wahlperioden amtiert.
Chronik 1945.01
Hier geht es zur ersten Dekade des Januar 1945
Chronik 1945.01-III
Hier geht es zur dritten Dekade des Januar 1945
Hier geht es zu den Ereignissen der Monate des Jahres 1945 Januar / Februar / März / April / Mai / Juni / Juli / August / September / Oktober / November / Dezember
Hier geht es zu den Ereignissen der Monate des Jahres 1946 Januar / Februar / März / April / Mai / Juni / Juli / August / September / Oktober / November / Dezember
Hier geht es zu den Ereignissen der Jahre... 1947 / 1948 / 1949 / 1950 / 1951 / 1952 / 1953 / 1954 / 1955
Weblinks
Fußnote
Hakenkreuz.jpg
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Für Österreich gilt der § 3 des Verbotsgesetzes. In anderen Ländern können ähnliche Regelungen bestehen. Die Rechtslage in der Schweiz, in Südtirol, Luxemburg, Liechtenstein, den deutschsprachigen Gemeinschaften Belgiens und anderen deutschsprachigen Gebieten kann davon abweichen.