Mesopotamien: Unterschied zwischen den Versionen
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Nur fünf Jahre nach seinem Sohn Lamech stirbt der älteste Mensch der Welt, Metuschelach, mit 969 Jahren. Sein Enkel Noah und seine Kinder, die ihn betrauern, arbeiten bereits seit Jahrzehnten an dem Bau einer Arche, die die Familie während der bevorstehenden "Großen Flut" zusammen mit einer Auswahl von Landtieren retten soll. Noah ist mittlerweile 600 Jahre alt. <br> | Nur fünf Jahre nach seinem Sohn Lamech stirbt der älteste Mensch der Welt, Metuschelach, mit 969 Jahren. Sein Enkel Noah und seine Kinder, die ihn betrauern, arbeiten bereits seit Jahrzehnten an dem Bau einer Arche, die die Familie während der bevorstehenden "Großen Flut" zusammen mit einer Auswahl von Landtieren retten soll. Noah ist mittlerweile 600 Jahre alt. <br> | ||
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− | | | + | | <center>'''[[Chronik 2500 BC|10.02.2488 BC]]''' </center> || '''[[Mesopotamien]]''' <br> |
+ | Nach 100 Jahren Bauzeit gelingt Noah und seinen Söhnen Sem, Ham und Japhet die Fertigstellung der "Arche Noah". Gott sorgt dafür, dass von allen Tieren, die auf der Erde leben, jeweils ein Paar den Weg zur Arche findet, um die Sicherung der Arten bei der kommenden "Sintflut" zu ermöglichen. Der "Kasten", den Noah und seine Söhne bauten, hat die Größe eines Kreuzfahrtschiffes des 20. Jahrhunderts. Es ist genügend Platz für die Aufnahme der von Gott geforderten Tiere sowie der benötigten Nahrungsmittel vorhanden. Schließlich befiehlt Gott Noah, mitsamt seiner Familie in die Arche zu gehen. Nachdem die Menschen das rettende Schiff betreten haben, schließt Gott selbst hinter ihnen zu. <br> | ||
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+ | | <center>'''[[Chronik 2500 BC|17.02.2488 BC]]''' </center> || '''[[Mesopotamien]]''' <br> | ||
+ | Laut biblischer Überlieferung beginnt nun die Überschwemmung angeblich der ganzen Erde. Es regnet ununterbrochen Tag und Nacht und auch Quellen in der Tiefe der Meere brechen auf. Die Bibel macht in ihrem Bericht unmissverständlich klar, dass es sich bei dieser "Sintflut" nicht um eine lokal begrenzte Überschwemmung handelt, sondern um eine weltweite Flut. Dies wird auch durch viele Sintflutüberlieferungen in allen Teilen der Welt bestätigt. Eine davon ist das berühmte Gilgamesch-Epos. Allerdings ist davon auszugehen, dass die acht Menschen in Noahs Arche nicht die Einzigen sind, die überleben, da auch an anderen Orten Rettungsmaßnahmen ergriffen werden. Bemerkenswert ist auch, dass das Wort "Schiff" eines der ersten chinesischen Schriftzeichen wird. Dieses besteht aus drei Einzelzeichen, und zwar aus den Zeichen für "Behälter", für "Person" und für "acht", also "ein Gefäß mit acht Personen". Auch dies ist offensichtlich eine Reminiszenz an die "Arche Noah". Die Bibel berichtet über den großen Regen im 1. Buch Mose im 7. Kapitel (mit Versangaben): <br> | ||
+ | <table border rules="1"> | ||
+ | <tr><td colspan="1"> | ||
+ | 1 Und der HERR sprach zu Noah: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus; denn dich habe ich gerecht vor mir erfunden in dieser Generation. <br> | ||
+ | 2 Von allem reinen Vieh sollst du je sieben zu dir nehmen, ein Männchen und sein Weibchen; und von dem Vieh, das nicht rein ist, [je] zwei, ein Männchen und sein Weibchen; <br> | ||
+ | 3 auch von den Vögeln des Himmels je sieben, ein Männliches und ein Weibliches: um Nachwuchs am Leben zu erhalten auf der Fläche der ganzen Erde! <br> | ||
+ | 4 Denn noch sieben Tage, dann lasse ich auf die Erde regnen vierzig Tage und vierzig Nächte lang und lösche von der Fläche des Erdbodens alles Bestehende aus, das ich gemacht habe. - <br> | ||
+ | 5 Und Noah tat nach allem, was der HERR ihm geboten hatte. <br> | ||
+ | 6 Und Noah war 600 Jahre alt, als die Flut kam, Wasser über die Erde. <br> | ||
+ | 7 Und Noah und seine Söhne und seine Frau und die Frauen seiner Söhne mit ihm gingen vor den Wassern der Flut in die Arche. <br> | ||
+ | 8 Von dem reinen Vieh und von dem Vieh, das nicht rein ist, und von den Vögeln und von allem, was auf dem Erdboden kriecht, <br> | ||
+ | 9 kamen je zwei zu Noah in die Arche, ein Männliches und ein Weibliches, wie Gott dem Noah geboten hatte. <br> | ||
+ | 10 Und es geschah nach sieben Tagen, da kamen die Wasser der Flut über die Erde. <br> | ||
+ | 11 Im 600. Lebensjahr Noahs, im zweiten Monat, am siebzehnten Tag des Monats, an diesem Tag brachen alle Quellen der grossen Tiefe auf, und die Fenster des Himmels öffneten sich. <br> | ||
+ | 12 Und der Regen fiel auf die Erde vierzig Tage und vierzig Nächte lang. <br> | ||
+ | 13 An eben diesem Tag gingen Noah und Sem und Ham und Jafet, die Söhne Noahs, und die Frau Noahs und die drei Frauen seiner Söhne mit ihnen in die Arche, <br> | ||
+ | 14 sie und alle Tiere nach ihrer Art und alles Vieh nach seiner Art und alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen, nach ihrer Art und alle Vögel nach ihrer Art, jeder Vogel jeglichen Gefieders. <br> | ||
+ | 15 Und sie gingen zu Noah in die Arche, je zwei und zwei von allem Fleisch, in dem Lebensodem war. <br> | ||
+ | 16 Und die, die hineingingen, waren [je] ein Männliches und ein Weibliches von allem Fleisch, wie Gott ihm geboten hatte. Und der HERR schloss hinter ihm zu. <br> | ||
+ | <td></tr></table> | ||
+ | Im Gilgamesch-Epos der Mesopotamier wird folgende Begebenheit berichtet: <br> | ||
+ | <table border rules="1"> | ||
+ | <tr><td colspan="1"> | ||
+ | Mann von Schuruppak, Sohn Ubara-Tutus! <br> | ||
+ | Reiß ab das Haus, erbau ein Schiff, <br> | ||
+ | Laß fahren Reichtum, dem Leben jag nach! <br> | ||
+ | Besitz gib auf, dafür erhalt das Leben! <br> | ||
+ | Heb hinein allerlei beseelten Samen ins Schiff! <br> | ||
+ | Das Schiff, welches du erbauen sollst - <br> | ||
+ | Dessen Maße sollen abgemessen sein, <br> | ||
+ | Gleichgemessen seien ihm Breite und Länge; <br> | ||
+ | Du sollst es wie das Apsû bedachen! <br> | ||
+ | <td></tr></table> | ||
+ | Es fällt auf, dass die Ausmaße dieser Arche von denen der Arche Noahs abweichen. Die Grundfläche ist quadratisch, nicht rechteckig. Wörtlich heißt es zu den Maßen weiter: <br> | ||
+ | <table border rules="1"> | ||
+ | <tr><td colspan="1"> | ||
+ | Ein Feld groß war seine Bodenfläche, <br> | ||
+ | Je zehnmal zwölf Ellen hoch seine Wände, <br> | ||
+ | Zehnmal zwölf Ellen ins Geviert der Rand seiner Decke. <br> | ||
+ | Ich entwarf seinen Aufriß und stellte es dar: <br> | ||
+ | Sechs Böden zog ich ihm ein, <br> | ||
+ | In sieben Geschosse teilt' ich es ein. <br> | ||
+ | <td></tr></table> | ||
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+ | | <center>'''[[Chronik 2500 BC|26.03.2488 BC]]''' </center> || '''[[Mesopotamien]]''' <br> | ||
+ | Der vor 40 Tagen begonnene starke Regen ("Sintflut") hört nach dem Befehl Gottes auf. Das Wasser steht nunmehr mehr als sieben Meter über den höchsten Bergen der Erde. Gott hat durch Noah für diese Zeit vorgesorgt. Für die Monate, die nun vor den Menschen und Tieren in der "Arche Noah" liegen, bis die Arche auf festes Land treffen wird, sind genügend Vorräte an Bord genommen worden. Theologen gehen heute davon aus, dass Gott die meisten Tiere in eine Art "Winterschlaf" versetzte, was bedeutet, dass die Tiere keine oder nur wenig Nahrung zunehmen müssen und dass auch der Stoffwechsel zum Erliegen kommt, was für die hygienische Situation in der Arche vorteilhaft ist. Die Bibel schreibt über die nächsten Wochen im 1. Buch Mose im 7. Kapitel (mit Versangaben): <br> | ||
+ | <table border rules="1"> | ||
+ | <tr><td colspan="1"> | ||
+ | 17 Und die Flut kam vierzig Tage lang über die Erde. Und die Wasser wuchsen und hoben die Arche empor, so dass sie sich über die Erde erhob. <br> | ||
+ | 18 Und die Wasser schwollen an und wuchsen gewaltig auf der Erde; und die Arche fuhr auf der Fläche der Wasser. <br> | ||
+ | 19 Und die Wasser schwollen sehr, sehr an auf der Erde, so dass alle hohen Berge, die unter dem ganzen Himmel sind, bedeckt wurden. <br> | ||
+ | 20 Fünfzehn Ellen darüber hinaus schwollen die Wasser an; so wurden die Berge bedeckt. <br> | ||
+ | 21 Da kam alles Fleisch um, das sich auf der Erde regte, [alles] an Vögeln und an Vieh und an Tieren und an allem Gewimmel, das auf der Erde wimmelte, und alle Menschen; <br> | ||
+ | 22 alles starb, in dessen Nase ein Hauch von Lebensodem war, von allem, was auf dem trockenen Land [lebte]. <br> | ||
+ | 23 So löschte er alles Bestehende aus, das auf der Fläche des Erdbodens war, vom Menschen bis zum Vieh, bis zu den kriechenden Tieren und bis zu den Vögeln des Himmels; und sie wurden von der Erde ausgelöscht. Nur Noah blieb übrig und das, was mit ihm in der Arche war. <br> | ||
+ | 24 Und die Wasser schwollen an auf der Erde 150 Tage lang. <br> | ||
+ | <td></tr></table> | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center>'''[[Chronik 2500 BC|17.07.2488 BC]]''' </center> || '''[[Armenien - Vorzeit|Armenien]]''' <br> | ||
+ | 150 Tage nach dem Beginn des Regens setzt die "Arche Noah" auf dem Berg Ararat auf. Die Menschen und Tiere in dem Schiff müssen sich auf noch viele Wochen an Bord der Arche einstellen, da man den Boden noch nicht betreten kann. Die Bibel schreibt hierüber im 1. Buch Mose Kapitel 8 (mit Versangaben): <br> | ||
+ | <table border rules="1"> | ||
+ | <tr><td colspan="1"> | ||
+ | 1 Und Gott gedachte des Noah und aller Tiere und alles Viehs, das mit ihm in der Arche war; und Gott liess einen Wind über die Erde fahren, da sanken die Wasser. <br> | ||
+ | 2 Und es schlossen sich die Quellen der Tiefe und die Fenster des Himmels, und der Regen vom Himmel her wurde zurückgehalten. <br> | ||
+ | 3 Und die Wasser verliefen sich von der Erde, allmählich zurückgehend; und die Wasser nahmen ab nach Verlauf von 150 Tagen. <br> | ||
+ | 4 Und im siebten Monat, am siebzehnten Tag des Monats, liess sich die Arche auf dem Gebirge Ararat nieder. <br> | ||
+ | <td></tr></table> | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center>'''[[Chronik 2500 BC|01.10.2488 BC]]''' </center> || '''[[Armenien - Vorzeit|Armenien]]''' <br> | ||
+ | Die Menschen in der Arche können nunmehr weitere Berge in der Ferne erkennen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass das Wasser weiter am Sinken ist. Die Bibel schreibt hierüber im 1. Buch Mose Kapitel 8 (mit Versangaben): <br> | ||
+ | <table border rules="1"> | ||
+ | <tr><td colspan="1"> | ||
+ | 5 Und die Wasser nahmen immer weiter ab bis zum zehnten Monat; im zehnten [Monat], am ersten des Monats, wurden die Spitzen der Berge sichtbar. <br> | ||
+ | <td></tr></table> | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center>'''[[Chronik 2500 BC|10.11.2488 BC]]''' </center> || '''[[Armenien - Vorzeit|Armenien]]''' <br> | ||
+ | Noah, der sich nun mit seiner Familie und den überlebenden Tieren seit fast neun Monaten in der "Arche Noah" befindet, lässt einen Raben fliegen, der nicht zur Arche zurückkehrt. <br> | ||
+ | Die Bibel schreibt hierüber im 1. Buch Mose Kapitel 8 (mit Versangaben): <br> | ||
+ | <table border rules="1"> | ||
+ | <tr><td colspan="1"> | ||
+ | 6 Und es geschah am Ende von vierzig Tagen, da öffnete Noah das Fenster der Arche, das er gemacht hatte, und liess den Raben hinaus; <br> | ||
+ | 7 und der flog aus, hin und her, bis das Wasser von der Erde vertrocknet war. <br> | ||
+ | <td></tr></table> | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center>'''[[Chronik 2500 BC|11.11.2488 BC]]''' </center> || '''[[Armenien - Vorzeit|Armenien]]''' <br> | ||
+ | Noah lässt eine Taube fliegen, die nach ein paar Stunden wieder zur Arche zurückkehrt. Offenbar hat sie kein Land gefunden, da noch alles Land von den großen Wassermassen, die 40 Tage auf die Erde niedergingen, eingenommen ist. Die Bibel schreibt hierüber im 1. Buch Mose Kapitel 8 (mit Versangaben): <br> | ||
+ | <table border rules="1"> | ||
+ | <tr><td colspan="1"> | ||
+ | 8 Und er liess die Taube von sich hinaus, um zu sehen, ob die Wasser weniger geworden seien auf der Fläche des Erdbodens; <br> | ||
+ | 9 aber die Taube fand keinen Ruheplatz für ihren Fuss und kehrte zu ihm in die Arche zurück; denn [noch] war Wasser auf der Fläche der ganzen Erde; da streckte er seine Hand aus, nahm sie und holte sie zu sich in die Arche. <br> | ||
+ | <td></tr></table> | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center>'''[[Chronik 2500 BC|19.11.2488 BC]]''' </center> || '''[[Armenien - Vorzeit|Armenien]]''' <br> | ||
+ | Noah lässt zum dritten Mal einen Vogel aus der "Arche Noah" herausfliegen. Es ist die zweite Taube, die er auf "Erderkundung" schickt. Diese kommt beim nächsten Versuch nicht wieder zur Arche zurück. Da es zurzeit keine natürlichen Feinde für Tauben auf dem Planeten gibt, können die Menschen in der Arche davon ausgehen, dass die Taube Land gefunden hat und dort geblieben ist. Die Bibel schreibt hierüber im 1. Buch Mose Kapitel 8 (mit Versangaben): <br> | ||
+ | <table border rules="1"> | ||
+ | <tr><td colspan="1"> | ||
+ | 10 Und er wartete noch sieben weitere Tage, dann liess er die Taube noch einmal aus der Arche; <br> | ||
+ | 11 und die Taube kam um die Abendzeit zu ihm [zurück], und siehe, ein frisches Olivenblatt war in ihrem Schnabel. Da erkannte Noah, dass die Wasser auf der Erde weniger geworden waren. <br> | ||
+ | 12 Und er wartete noch weitere sieben Tage und liess die Taube hinaus; da kehrte sie nicht mehr wieder zu ihm zurück. <br> | ||
+ | <td></tr></table> | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center>'''[[Chronik 2500 BC|17.12.2488 BC]]''' </center> || '''[[Armenien - Vorzeit|Armenien]]''' <br> | ||
+ | Nach insgesamt 300 Tagen in der "Arche Noah" ist das Wasser vollkommen zurückgegangen. Die Bibel schreibt hierüber im 1. Buch Mose Kapitel 8 (mit Versangaben): <br> | ||
+ | <table border rules="1"> | ||
+ | <tr><td colspan="1"> | ||
+ | 13 Und es geschah im 601. Jahr, im ersten [Monat], am ersten des Monats, da waren die Wasser von der Erde weggetrocknet. Und Noah entfernte das Dach von der Arche und sah: und siehe, die Fläche des Erdbodens war trocken. <br> | ||
+ | 14 Im zweiten Monat, am 27. Tag des Monats, war die Erde trocken. <br> | ||
+ | <td></tr></table> | ||
+ | |} | ||
+ | |||
+ | == <CENTER>'''Die biblische Geschichte von Noah bis Abram I'''</center> == | ||
+ | == <CENTER>'''[[Chronik 2500 BC|2488]] - [[Chronik 2500 BC|2401 BC]]'''</center> == | ||
+ | |||
+ | {| class="wikitable" | style="color:blue;background-color:#ffffcc;" cellpadding="5" cellspacing="0" border="2" | ||
+ | |- | ||
+ | ! style="width:20%"| <center> </center> !! style="width:80%"| <center>Ereignis</center> | ||
+ | |- valign="top" | ||
+ | | <center>'''[[Chronik 2500 BC|01.01.2487 BC]]''' </center> || '''[[Armenien - Vorzeit|Armenien]]''' <br> | ||
+ | Noah und seine Söhne entfernen das Dach der "Arche Noah" und sehen kein Wasser mehr über der Erde stehen. Dennoch verlassen sie und die Tiere die Arche noch nicht. <br> | ||
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+ | | <center>'''[[Chronik 2500 BC|27.02.2487 BC]]''' </center> || '''[[Armenien - Vorzeit|Armenien]]''' <br> | ||
+ | Die Erde ist offenbar wieder trocken. Gott befiehlt Noah, mit allen Menschen und Tieren die Arche zu verlassen und sich auf dem Weg vom Berg Ararat hinunter ins fruchtbare Tal zu machen. 377 Tage waren Mensch und Tier in der Arche verborgen. Nun opfert Noah Gott einige von den nach biblischer Überlieferung "reinen Tieren" und Gott verspricht Noah und damit der gesamten Menschheit, dass er künftig nie wieder eine Flut schicken wird. Gott schließt mit Noah einen Bund, dessen äußeres Zeichen am Himmel der Regenbogen sein soll. Gottes Wille ist, dass die Menschen den Planeten wieder bevölkern sollen. Der Mensch soll auch das Herrschaftsrecht über die Tiere behalten. Gott gibt dem Menschen ausdrücklich die Tiere zur Nahrung frei. Er verbietet dem Menschen aber, Fleisch zu essen, das noch fließendes Blut in sich hat. Gott verbietet darüberhinaus rigoros, Menschenblut zu vergießen, weil der Mensch ein Abbild Gottes sei. Wer es dennoch tut, soll mit dem Tod bestraft werden. Die Bibel schreibt hierüber im 1. Buch Mose Kapitel 8 (mit Versangaben): <br> | ||
+ | <table border rules="1"> | ||
+ | <tr><td colspan="1"> | ||
+ | 15 Und Gott redete zu Noah und sprach: <br> | ||
+ | 16 Geh aus der Arche heraus, du und deine Frau und deine Söhne und die Frauen deiner Söhne mit dir! <br> | ||
+ | 17 Alle Tiere, die bei dir sind, von allem Fleisch, an Vögeln und an Vieh und an allen kriechenden Tieren, die auf der Erde kriechen, lass mit dir hinausgehen, dass sie wimmeln auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden! <br> | ||
+ | 18 Da ging Noah hinaus, [er] und seine Söhne und seine Frau und die Frauen seiner Söhne mit ihm. <br> | ||
+ | 19 Alle Tiere, alle kriechenden Tiere und alle Vögel, alles was kriecht auf der Erde nach ihren Arten, gingen aus der Arche. <br> | ||
+ | 20 Und Noah baute dem HERRN einen Altar; und er nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar. <br> | ||
+ | 21 Und der HERR roch den wohlgefälligen Geruch, und der HERR sprach in seinem Herzen: Nicht noch einmal will ich den Erdboden verfluchen um des Menschen willen; denn das Sinnen des menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an; und nicht noch einmal will ich alles Lebendige schlagen, wie ich getan habe. <br> | ||
+ | 22 Von nun an, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. <br> | ||
+ | <td></tr></table> | ||
+ | Der Begriff "Ararat" ist ein hebräischer. Auch die Armenier des 21. Jahrhunderts werden den Berg, der später auf dem Staatsgebiet der Türkei stehen wird, immer noch als "ihren" Berg bezeichnen. Auf assyrisch wird der Berg "Urartu", auf kurdisch "Ciyaye Agiri" und auf türkisch "Büyük Agri Dagi" genannt werden. Der Ararat ist zum Zeitpunkt der Landung der Arche ein aktiver Vulkan, der im 20. Jahrhundert AD eine Gipfelhöhe von 5137 Metern haben wird. Daher bedeutet die kurdische Bezeichnung des Berges auch auf deutsch "feuriger Berg". Die Vulgata des Mittelalters, die auch "katholische" Bibel genannt wird, da sie auf lateinisch geschrieben ist, spricht von den "montes Armeniae", also den "Bergen Armeniens", während die "Nova Vulgata" vom "montes Ararat", also "Berge von Ararat" spricht. Tatsächlich besteht der Ararat aus zwei Vulkanen, dem "Ararat" und dem kleineren "Masis". <br> | ||
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+ | | <center>'''[[Chronik 2500 BC|2486 BC]]''' </center> || '''[[Armenien - Vorzeit|Armenien]]''' <br> | ||
+ | Etwa zwei Jahre nach der Großen Flut wird Sems Sohn Arpachschad (deutsch: "Heiler") geboren. Sem ist 130 Jahre alt. Arpachschad ist der Enkel Noahs. <br> | ||
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+ | | <center>'''[[Chronik 2500 BC|2480 BC]]''' </center> || '''[[Mesopotamien]]''' <br> | ||
+ | Sem, der Sohn Noahs, ist jetzt Vater von mindestens fünf Söhnen. Ihre Namen sind Arpachschad, Elam, Aschur, Lud und Aram. <br> | ||
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+ | | <center>'''[[Chronik 2500 BC|2451 BC]]''' </center> || '''[[Armenien - Vorzeit|Armenien]] / [[Mesopotamien]]''' <br> | ||
+ | Der Enkel Noahs und Sohn Sems, Arpachschad, wird Vater eines Sohnes namens Schelach. Arpachschad ist 35 Jahre alt und wird später von dem römischen Geschichtsschreiber Josephus Flavius als "Stammvater der Chaldäer" bezeichnet werden. Der Ur-Enkel Noahs, Enkel Hams und Sohn von Kusch wird Vater eines Sohnes namens Nimrod. Über Nimrod wird sowohl in der Bibel als auch im Koran berichtet. <br> | ||
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+ | | <center>'''[[Chronik 2500 BC|2421 BC]]''' </center> || '''[[Armenien - Vorzeit|Armenien]] / [[Mesopotamien]]''' <br> | ||
+ | Schelach, der Nachkomme Noahs aus der Linie Sems in fünfter Generation, wird Vater von Eber. Schelach ist 30 Jahre alt und stammt. <br> | ||
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+ | | <center>'''[[Chronik 2500 BC|2420 BC]]''' </center> || '''[[Mesopotamien]]''' <br> | ||
+ | Nimrod, ein Enkel Hams und Urenkel Noahs, wird etwa 70 Jahre nach der Flut der erste Gewaltherrscher auf der Erde. Nimrod ist bisher als großer Jäger bekannt, der dann aber vor allem Menschen unterjochte und Städte gründete und kleine Reiche errichtete. Sein Hauptreich existiert rund um die Stadt Babylon herum. Der Bibel zufolge führt Nimrod vom Kerngebiet seines Reiches, „Babel, Erech, Akkad und Kalne im Land Schinar“ Eroberungszüge „nach Assur aus und erbaut Ninive, Rehobot-Ir, Kelach sowie Resen zwischen Ninive und Kelach“ (1. Buch Mose Kapitel 10, Verse 6-12): ): <br> | ||
+ | <table border rules="1"> | ||
+ | <tr><td colspan="1"> | ||
+ | 6 Die Kinder von Ham sind diese: Chus, Mizraim, Put und Kanaan. <br> | ||
+ | 7 Aber die Kinder von Chus sind diese. Seba, Hevila, Sabtha, Raema und Sabtecha. Aber die Kinder von Raema sind diese: Scheba und Dedan. <br> | ||
+ | 8 Chus aber zeugete den Nimrod. Der fing an ein gewaltiger Herr zu sein auf Erden, <br> | ||
+ | 9 und war ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn. Daher spricht man: Das ist ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn, wie Nimrod. <br> | ||
+ | 10 Und der Anfang seines Reichs war Babel, Erech, Ackad und Kalne im Lande Sinear. <br> | ||
+ | 11 Von dem Land ist danach kommen der Assur und bauete Ninive und Rehoboth-Ir und Kalah, <br> | ||
+ | 12 dazu Resen zwischen Ninive und Kalah. Dies ist eine große Stadt. <br> | ||
+ | <td></tr></table> | ||
+ | Der biblische Prophet Micha wird Nimrod später mit dem "Land Assur" gleichsetzen. Im Buch Micha steht im 5. Kapitel (mit Versangabe): <br> | ||
+ | <table border rules="1"> | ||
+ | <tr><td colspan="1"> | ||
+ | 5 Dazu werden wir auch Frieden haben vor dem Assur, der jetzt in unser Land gefallen ist und unsere Häuser zertreten hat. Denn es werden sieben Hirten und acht Fürsten über ihn erwecket werden. <br> | ||
+ | <td></tr></table> | ||
+ | Der hebräische Name Nimrod im Deutschen wiedergegeben bedeutet "der Widerstreitende" oder "der sich Empörende" und passt zur überlieferten Charakterisierung eines Herrschers, der Autorität, unabhängig vom Walten Gottes, an sich reißt. Nach jüdischer Überlieferung ist Nimrod der Gründer sowohl des Assyrischen als auch des Babylonischen Reiches. Nach ihm soll die Stadt Nimrud am Tigris benannt worden sein. Nimrod gilt gewöhnlich als derjenige, der den Bau des Turmes von Babel anregt. Die Frau des Nimrod ist in der rabbinischen Tradition Semiramis. <br> | ||
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| style="color:blue;background-color:#f6f610;"| <center>'''''später''''' </center> || style="color:blue;background-color:#f6f610;"| '''''[[Irak|Hier geht es zur Geschichte des Iraks]]''''' <br> | | style="color:blue;background-color:#f6f610;"| <center>'''''später''''' </center> || style="color:blue;background-color:#f6f610;"| '''''[[Irak|Hier geht es zur Geschichte des Iraks]]''''' <br> |
Version vom 9. Dezember 2016, 14:04 Uhr
MESOPOTAMIEN
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Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Vorderasien Die Menschen der Mittelsteinzeit in der Levante leben in Gemeinden von etwa 40 bis 50 Personen. Ihr Leben als Halbnomaden reduziert sich auf das Weiden von Schafen und Ziegen. Er besitzt Steinwerkzeuge, die in der Lage sind, die harten Schalen der Getreidekörner aufzubrechen. Die Werkzeuge sind klein, geometrisch ausgerichtet und präzise. Die von ihnen hergestellten Waffen ermöglichen die Jagd auf Gazellen. Die Menschen dieser Kultur sind die Vorläufer der Menschen im heutigen Palästina und Israel und im heutigen Irak. | |||||||||
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) Von jetzt an steigt der Meeresspiegel der Erde alle hundert Jahre um einen Meter. Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Vorderasien Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Vorderasien / Mitteleuropa | |||||||||
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium)
Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Asien
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Mesopotamien Die Architektur der Hütten der Steinzeit-Kultur der Völker Mesopotamiens beginnt sich von rund zu eckig zu wandeln. Es werden Feuersteinklingen benutzt und inzwischen wird auch damit begonnen, Getreide anzubauen. Vorderasien Die altorientalischen Reiche liegen im klimatisch begünstigten Gebiet des Fruchtbaren Halbmonds zwischen Mittelmeer, Persischem Golf und arabischer Wüsten. Dieses Gebiet gilt als Ausgangspunkt der Neolithischen Revolution, in dem Menschen erstmals von der nomadischen Lebensweise zu Ackerbau und Viehzucht übergehen. In der heutigen Südost-Türkei entsteht die älteste heute noch bekannte Tempelanlage auf dem Göbekli Tepe. Der Göbekli Tepe (deutsch bauchiger Hügel) liegt auf einem langgestreckten, 750 Meter hohen Bergzug 15 Kilometer nordöstlich der heutigen südostanatolischen Stadt ?anl?urfa. Es handelt sich um einen durch wiederholte Besiedlung entstandenen Hügel (Tell) mit einer Höhe von 15 Metern und einem Durchmesser von rund 300 Metern. Derzeit werden im Wesentlichen zwei Nutzungsphasen unterschieden, von denen die erste bis in das 10. Jahrtausend BC zurückreicht. Aus dieser Nutzungsphase existieren mehrere Steinkreisanlagen, die aus zum Teil reliefierten T-förmigen Pfeilern bestehen. Aufgrund geophysikalischer Untersuchungen kann vermutet werden, dass sich dort über 200 solcher Pfeiler in etwa 20 Kreisanlagen befinden. Die einzelnen Pfeiler sind dabei bis zu 6 Meter hoch und bis zu 20 Tonnen schwer und sind in aus dem anstehenden Felsen geschlagene Sockel eingefasst. Welchem Kult die Tempelanlage dient, ist bis heute unbekannt; möglicherweise ist es ein Schamanen-Kult. In der Levante beginnt die Jungsteinzeit mit dem Präkeramischen Neolithikum und beginnt damit, sich nach Anatolien und den Balkan auszubreiten. | |||||||||
Terra
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Mesopotamien Die bislang runden Wohnstätten Mesopotamiens wandeln sich zu eckigen Häusern, die nun auch über mehrere Räume verfügen. | |||||||||
Vorderasien / China / Mittelamerika Es ereignet sich ein Umbruch in der Ernährungsweise der Menschen, zunächst in der Levante, später in China, Mittelamerika und anderen Teilen der Welt: die Jäger und Sammler beginnen, Getreide und andere Pflanzen anzubauen sowie Ziegen, Schafe und andere Tiere zu domestizieren. Diese „Neolithische Revolution“ verbreitet sich nach und nach auch in Richtung Europa. Erste archäologische Nachweise für die Landwirtschaft gehen auf diese Zeit zurück. Im Gebiet des heutigen China wird das Schaf domestiziert. Bislang gibt es nur Schafe im Vorderen Orient als Haustiere. Auf dem Gelände von Abu Hureyra im heutigen Syrien bauen die Bauern Erbsen, Weizen und Oliven an. | |||||||||
Vorderasien Bereits im frühen Neolithikum wird von der Südküste aus, dem heutigen Pamphylien, Handel mit Obsidian aus dem mittleren Kleinasien nach Syrien und Palästina betrieben. Auf dem zuvor menschenleeren Zypern wird mit der Besiedelung begonnen. | |||||||||
Mesopotamien Im Norden Mesopotamiens bilden sich die Bauerndörfer der Hassunna-Kultur und der Halaf-Kultur sowie im Osten der Samarra-Kultur, die durch die Obed-Kultur abgelöst wird, in der die Besiedlung des südlichen Mesopotamiens durch Ackerbauern erfolgt. Bald wird Keramik auf der Töpferscheibe hergestellt und es finden sich die ersten Schriftzeugnisse. Im Zweistromland ist inzwischen auch ein Totenkult entstanden, was bedeutet, dass man damit beginnt, den Tod als Übergang zu einer anderen Existenzform anzusehen und sich gleichzeitig an seine Vorfahren erinnert. | |||||||||
Mesopotamien Die bewusste Heilsgeschichte Gottes mit der Menschheit beginnt damit, dass Gott dem Menschen, den er aus dem Staub des Erdbodens geschaffen hat, den Atem des Lebens durch die Nase einhaucht. So wird der Mensch zu einer lebendigen Seele. Die geografische Lage des Paradieses ist sehr genau in der Bibel im 1. Buch Mose (Genesis) im zweiten Kapitel beschrieben (mit Versangaben):
In der jüdischen Tradition wird der Name Gan Eden zum Sammlungsort der Gerechten nach dem Tod (Auferstehung oder der religiöse Himmel), und die Spekulation über dessen geographische Lage auf Erden wird vermieden. Hierzu sei die Weigerung des Judentums betont, sowohl den Ort des Paradieses, des Berges der Offenbarung, des Berges Sinai und anderes genau festzulegen, um die Gefahren der Anbetung, Anrufung, des Kultus der Pilgerung, wie der Verehrung heiliger Stätten oder des „Götzendienstes“ etc. zu vermeiden, da selbst der Name Gottes nur sehr zurückhaltend gebraucht wird. Das Wort Paradies stammt aus dem avestischen pairi.daêza (wörtlich „umgrenzter Bereich“); es bezeichnete einen (ummauerten) Park als Teil persischer Repräsentationsarchitektur. Das griechische "parádeisos" (deutsch „Tiergarten“ oder auch „Park“) und das lateinische "paradisus" sind in der Bedeutung davon abgeleitet.
Gott hat das Universum, die Erde und deren Bewohner perfekt erschaffen. Aus Gründen, die noch nicht erklärbar sind, findet sich unter den Geschöpfen auch Gegner des Schöpfers und seiner Schöpfung. Unmittelbar nach den bereits beschriebenen Ereignissen kommt dieser Widersacher in Gestalt einer Schlange auf die Bildfläche der Geschichte. Aufgrund des biblischen Berichtes wird die Schlange von nun das klassische Symbol für das Böse in der Welt werden. Der Mensch und seine Frau gehen auf das raffinierte Reden des Feindes ein, ohne sich bei Gott Rat einzuholen. Sie müssen bald feststellen, dass der Feind sie betrogen hat, der ihnen versprochen hatte, göttlich zu werden. Stattdessen aber fühlen sie sich bloßgestellt und verlieren ihre Stellung nah bei Gott. Im 1. Buch Mose (Genesis) wird im 3. Kapitel darüber berichtet (mit Versangaben):
Adam und Eva wird bewusst, dass sie die Nähe Gottes wegen ihrer Übertretung nicht mehr aushalten können. Sie verstecken sich zwischen den Bäumen des Gartens Eden, aber Gott findet sie und stellt Adam zur Rede. Dieser aber mag die Verantwortung für das Vorgefallene nicht übernehmen und schiebt die Schuld auf seine Frau, die diese wiederum am die Schlange weitergeben will. Gott spricht daraufhin über jeden der drei Beteiligten ein Urteil, nicht ohne an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass Er bereits den Plan gefasst hat, dass Er in ferner Zukunft einen Weg bereiten wird, der es von Ihm abgefallenen Menschheit ermöglichen soll, wieder zu Ihm zurückzukehren. Im 1. Buch Mose (Genesis) im 3. Kapitel liest sich das so (mit Versangaben):
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Mesopotamien Nach der jüdischen Überlieferung des "Buches der Jubiläen" wird Eva, die von Gott geschaffene Frau Adams, zum ersten Mal Mutter; sie schenkt Kain (arab. Kabil) "in der 3. Jahrwoche im 2. Jubiläum" das Leben. Eine "Jahrwoche" beschreibt den Zeitraum von 7 Jahren und ein "Jubiläum" ist der Zeitraum von 49 Jahren (7 mal 7 Jahre). Demzufolge sind Adam und Eva etwa 70 Jahre alt. | |||||||||
Mesopotamien Sieben Jahre nach der Geburt des Kain werden Adam und Eva erneut Eltern eines Sohnes, den sie Abel nennen (Abel ist hebr. "Hevel", arab. "Habil", und bedeutet "Atem, Hauch"). Das zweite Kind des Paares wird nach jüdischer Überlieferung in der "4. Jahrwoche im 2. Jubiläum" geboren. | |||||||||
Mesopotamien Nach der in dem Buch der Jubiläen niedergeschriebenen jüdischen Überlieferung werden Adam und Eva Eltern einer Tochter namens Awan. | |||||||||
Mesopotamien Seit Jahrzehnten lebt nun der Mensch außerhalb des Paradieses. Adam und Eva haben ihre ersten Kinder bekommen. Nachdem die Söhne erwachsen wurden, wird die Macht der Sünde in eindrucksvoller und entsetzlicher Weise sichtbar, als der etwa 29jährige Kain, der älteste Sohn, aufgrund einer religiös motivierten Eifersucht den etwa 22 Jahre alten Bruder Abel erschlägt. Die erste Todesursache eines Menschen in der Menschheitsgeschichte ist Mord. Der erste Mord in der Menschheitsgeschichte ist ein Brudermord. In eindrucksvoller Kürze und Klarheit berichtet die Bibel im 1. Buch Mose (Genesis) im Kapitel 4 darüber (mit Versangaben):
Der Theologe Philo wird später vermuten, dass der Totschlag im Gebiet des späteren Jerusalem geschah und dass Abel das gleiche Lebensalter erreichte wie rund 4000 Jahre später Jesus Christus, nämlich 37 Jahre.
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Mesopotamien Die Frau von Kain wird Mutter eines Sohnes namens Henoch (ben Kain). Die Bibel berichtet hierüber im 1. Buch Mose (Genesis) im 4. Kapitel in Vers 17a.
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Mesopotamien Seth (arab. Schith), der dritte Sohn von Adam und Eva und Ersatz für den totgeschlagenen Abel, wird geboren, nachdem dessen Eltern vier Jahrwochen (mindestens 28 Jahre) um diesen trauerten. Sein Vater Adam ist inzwischen bereits 130 Jahre alt. Gottesdienste und Gebete zu Jahwe, dem Schöpfergott, sind in dieser Zeit immer noch unbekannt, vielleicht deswegen, weil Adam und Eva immer noch in einem wirklichen Dialog mit Gott stehen. Der Name Seth bedeutet auf deutsch "Ersatz". Im 1. Buch Mose (Genesis) Kapitel 4 Vers 25 steht:
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Mesopotamien Kain, der sich nach dem Mord an seinem Bruder von seinen Eltern zurückgezogen hat und eine eigene Familie gründete, fängt damit an, eine Stadt zu errichten und nennt sie nach seinem Sohn Henoch (ben Kain). Die Bibel berichtet hierüber im 1. Buch Mose (Genesis) im 4. Kapitel ab Vers 17b.
Adam und Eva haben der jüdischen Überlieferung des "Buches der Jubiläen" weitere Kinder bekommen. Eva wurde Mutter von insgesamt 13 Kindern. | |||||||||
Mesopotamien Seth, der Sohn von Adam und Eva, heiratet nach der jüdischen Überlieferung des "Buches der Jubiläen" seine Schwester Asura. | |||||||||
Mesopotamien Enosch, der erste Sohn von Seth und Asura und Enkel von Adam und Eva, wird geboren. Im 1. Buch Mose (Genesis) heißt es im 5. Kapitel Vers 6:
Die Übersetzung des Namens Enosch ist "Mensch". Der Bibel zufolge (Genesis 4,26) fängt man zu dieser Zeit an, den Namen des Herrn anzurufen. Die Menschen erkennen ihre innere Sündhaftigkeit und sehen, dass es keine menschlichen Mittel gibt, um Gottes gerechten Zorn über ihre vielen Übeltaten zu besänftigen. So wenden sie sich an Gott und ersuchen seine Gnade und Barmherzigkeit und hoffen auf eine Wiederherstellung der persönlichen Beziehung zu ihm. Die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche lehrt dass Enosch als erster Mensch beginnt, den Namen des Herrn anzurufen und "Gottesdienste" zu feiern und betrachtet ihn deswegen al gläubigen und gerechten Diener Gottes. Ebenso schreibt die Kirche ihm zu, nach einer göttlichen Offenbarung das ursprüngliche Konsonantenalphabet eingeführt zu haben, in dem die äthiopische Kirchensprache, das Ge'ez, geschrieben wird. | |||||||||
Mesopotamien Enosch, der Enkel Adams, ist der jüdischen Überlieferung zufolge mit seiner Schwester Noam verheiratet. In seinem 90. Lebensjahr zeugt er mit ihr seinen Sohn Kenan. Die Bibel berichtet darüber im 1. Buch Mose (Genesis) Kapitel 5 im Vers 9. Die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche behauptet, dass es Enosch und nicht dessen Vater Seth ist, der als erster Mensch nach Adam begann, den Namen des Herrn anzurufen und "Gottesdienste" zu feiern und betrachtet. Der Name Kenan beinhaltet den selben Wortstamm wie "Kain", dessen Bedeutung der Volksetymologie zufolge "Schmied" sein könnte. | |||||||||
Mesopotamien Die älteste bekannte Landkarte der Welt entsteht. Sie zeigt eine kartographische Darstellung des nördlichen Mesopotamiens auf einer Tontafel. | |||||||||
Mesopotamien Kenan, der Urenkel Adams, der der jüdischen Überlieferung des "Buches der Jubiläen" zufolge mit seiner Schwester Mualetet verheiratet ist, zeugt in seinem 70. Lebensjahr seinen Sohn Mahalalel. Der Name bedeutet "Aufleuchtend ist Gott" oder "Anerkennung durch Gott". Der Name ist nicht identisch mit Mehujael, einem Nachkommen Kains. | |||||||||
Mesopotamien Mahalalel, der Ur-Ur-Enkel Adams, der der jüdischen Überlieferung des "Buches der Jubiläen" zufolge mit Dina, der Tochter Barakiels, die eine Tochter der Schwester seines Vaters ist, verheiratet ist, zeugt in seinem 65. Lebensjahr seinen Sohn Jered (auch: Jared genannt, wohl nach dem arabischen "Rose"). Der Name ist nicht identisch mit Irad, einem Enkel Kains. | |||||||||
Mesopotamien Jered, der Ur-Ur-Ur-Enkel Adams, der der jüdischen Überlieferung des "Buches der Jubiläen" zufolge mit Baraka, der Tochter Rasujals, der Tochter der Schwester seines Vaters, verheiratet ist, zeugt in seinem 162. Lebensjahr seinen Sohn Henoch (auch: Enoch, hebr. "Chanoch", auf deutsch: "Gefolgsmann Gottes" oder "Einweihung"). Der Name ist nicht zu verwechseln mit Henoch, dem Sohn Kains, nach dem auch eine Stadt benannt wurde. | |||||||||
Vorderasien / Mesopotamien / Ägyptisches Reich - Vordynastische Zeit Ein reger Handel zwischen Mesopotamien und dem Mittelmeergebiet führt zur Gründung der ersten Küstenstädte im heutigen Syrien, Libanon und Palästina. Der Seehandel nach Westen führt entlang der Küste von Kleinasien in die Ägäis und in Richtung Süden nach Ägypten. | |||||||||
Mesopotamien Henoch, Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel Adams, der der jüdischen Überlieferung des "Buches der Jubiläen" zufolge mit Edna verheiratet ist, wird in seinem 65. Lebensjahr Vater seines Sohnes Metuschelach (im deutschen Sprachgebrauch auch Methusalem genannt; die Bedeutung des Namens ist "Speerwerfer"). | |||||||||
Mesopotamien In Mesopotamien werden die Schrift, die schnell drehende Töpferscheibe und Lehmziegel erfunden. | |||||||||
Mesopotamien
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Mesopotamien Adam, der älteste und - nach der biblischen Überlieferung der erste Mensch der Erde - stirbt nach einem 930 Jahre langen Leben in Mesopotamien. Adam und seine Frau Eva sind dem 1. Buch Mose (Genesis) zufolge das erste Menschenpaar und Stammeltern aller Menschen. Auch der Koran erwähnt Adam und Eva. Adam (hebräisch für „Mensch“) wurde demnach von Gott aus Lehm (hebräisch ?d?m?h, „Ackerboden“) erschaffen, danach wurde ihm der Lebensatem (hebräisch n?š?m?h) eingehaucht. Adam gab den Tieren Namen, fand aber kein partnerschaftliches Gegenüber. Darauf ließ Gott Adam in einen tiefen Schlaf fallen, entnahm ihm eine Rippe bzw. Seite und schuf aus dieser sein Gegenüber Eva (hebräisch ?aww?h oder c?awwah, „die Belebte“). Wurde in der Erzählung bis dahin immer von „dem Menschen“ (Adam) gesprochen, erkannte Adam in der Begegnung mit dem neuen Wesen in sich den Mann und in seinem Gegenüber die Frau (hebräisch išš?h). Der erste biblische Schöpfungsbericht besagt, dass Gott den Menschen zu seinem Bilde als Mann und Weib geschaffen hat. Adam und Eva lebten zunächst im Garten Eden. Dort überredete sie die Schlange entgegen dem Verbot Gottes vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen. Diese Schlange wird in der christlichen Tradition oft auf den Teufel bezogen. Diese Gleichsetzung findet sich im Neuen Testament im Buch der Offenbarung des Johannes im 12. Kapitel. Die in dem Essen der verbotenen Frucht zum Ausdruck kommende Abkehr von Gottes Geboten gilt sowohl in der jüdischen als auch in der christlichen Religion als Ungehorsam gegenüber Gott, wie auch die Rebellion des Teufels gegen diesen. Hier als Übertrag vom Teufel auf dem Menschen, welcher den Menschen in seiner seelischen und körperlichen Beschaffenheit veränderte. Das Christentum spricht vom "Sündenfall". Als Folge der Rebellion beschreibt die Bibel, dass Adam und Eva ihre Nacktheit erkannten, woraufhin sie sich Kleidung aus Feigenblättern anfertigten. Vor Gott versuchten sie sich zu verstecken. Zum ersten Mal ist etwas im Paradies vorhanden, was vorher nicht bekannt war: Die Verletzung des Schamgefühls. Gott stellte sie zur Rede, woraufhin Adam die Schuld Eva zuschrieb und Eva der Schlange. Beide wurden aus dem Garten Eden vertrieben. Eva musste fortan Kinder unter Schmerzen gebären, Adam wurde der harte und mühselige Ackerbau auferlegt. Die klassischen Worte aus dem 1. Buch Mose Kapitel 3 Vers 19: „Denn Staub bist du und zum Staub zurück kehrst du“ weisen zunächst auf den Ritus der Erdbestattung hin und bringen zudem nach christlicher Interpretation zum Ausdruck, dass nun der Tod in die Welt getreten war. In der biblischen Erzählung zeugt Adam nach der Vertreibung aus dem Paradies mit Eva Kain, Abel und Set. Das biblische Buch Mose erwähnt außerdem nicht namentlich genannte Töchter und weitere Söhne, die Adam nach der Geburt Sets zeugte. Vorstellungen zu einem Stammelternpaar gibt es auch in anderen Schöpfungsberichten. So findet sich in der germanischen Mythologie die Geschichte von Ask und Embla. Aus 1. Buch Mose Kapitel 2 Vers 18: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei wird nach rabbinischer Deutung die Verpflichtung des Menschen zur Eheschließung abgeleitet. Mit dem Tod Adams ist nun - nach der biblischen Überlieferung - dessen Sohn Seth mit 800 Lebensjahren der älteste Mensch auf der Erde. | |||||||||
Mesopotamien Henoch (oder Enosch, hebr. Chanoch, was vielleicht "Gefolgsmann (Gottes)" bedeutet), wird vor seinem Tod von der Erde weggenommen. Diese "Entrückung" wird im biblischen Buch der Genesis im 1. Mose Kapitel 5 folgendermaßen beschrieben (mit Versangaben):
Aufgrund der unklaren Umstände seines Verschwindens wird dies viele unterschiedliche, darunter auch symbolhafte, mystische und esoterische Interpretationen hervorrufen. Henoch ist nach biblischer Überlieferung der erste von heute mindestens zwei bekannten Menschen, der ohne sterben zu müssen, von Gott in Seine Gegenwart "entrückt" wird. Im Judasbrief des Neuen Testamentes wird ein Ausspruch Henochs zitiert, der auch im apokryphischen äthiopischen Henochbuch (Kapitel 1 Vers 9)zu finden ist. Außerdem wird Henoch über 3000 Jahre später im Lukas-Evangelium im 3. Kapitel Vers 37 in einem der Stammbäume Jesu Christi genannt werden. Bei den Summerern ist Henoch bekannt unter dem Namen "Enmeduranki". | |||||||||
Mesopotamien Der derzeit nach biblischer Überlieferung älteste Mensch der Erde, Seth, stirbt im Alter von 912 Jahren. Seth war der Stammeltern Adam und Eva. Adam starb bereits vor zwölf Jahren im Alter von 930 Jahren. Nach Kain und Abel war Seth der dritte Sohn des Paares. Im 1. Buch Mose Kapitel 4 wird im 26. Vers darauf hingewiesen, dass man zu Lebzeiten des Seth damit begann, den Namen Gottes, JHWH, anzurufen. Im deuterokanonischen Buch "Himmelfahrt des Jesaja" wird Seth als einer der Gerechten erwähnt, die sich im Himmel bei Gott befinden. Seth war mit seiner Schwester Asura verheiratet. | |||||||||
Mesopotamien Noah wird in der zehnten Generation nach dem in der Bibel überlieferten ersten Menschenpaar Adam und Eva in der Nähe von Eden geboren. Noah ist der Sohn von Lamech und seiner Frau Aschmua (Betnos), die beide aus der Stadt Henoch stammen. Lamech ist 182 Jahre alt uns prophezeit bei Noahs Geburt: „Er wird uns aufatmen lassen von unserer Arbeit und von der Mühe unserer Hände um den Ackerboden, den der Herr verflucht hat.“ | |||||||||
Mesopotamien Der derzeit nach biblischer Überlieferung älteste Mensch der Erde, Enosch, stirbt im Alter von 905 Jahren und wird damit der Mensch mit der bislang drittlängsten Lebenszeit. Enosch war der Enkel Adams und Evas. Enosch war Sohn von Seth, der laut Überlieferung des "Buches der Jubiläen" mit seiner Schwester Asura verheiratet war. Bei seiner Zeugung war sein Vater 105 Jahre alt gewesen. Im 4. Kapitel des 1. Buches Mose wird im 26. Vers erwähnt, dass man zu den Zeiten Seths auf der Erde begann, den Namen des Herrn JHWH anzurufen; im "Buch der Jubiläen", einer kanonischen Schrift der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche findet sich im 4. Kapitel der Hinweis, dass es Enosch selbst und nicht sein Vater war, der begann, den Namen Gottes anzurufen. Daher wird er in der äthiopisch-orthodoxen Tradition als ein gläubiger und gerechter Diener Gottes betrachtet. Ebenso schreibt man ihm zu, nach einer göttlichen Offenbarung das ursprüngliche Konsonantenalphabet eingeführt zu haben, in dem die altäthiopische Kirchensprache geschrieben wurde. Auch für die Christen der Armenisch-Apostolischen Kirche ist Enosch ein sehr geachteter Heiliger. | |||||||||
Europa / Skandinavien / Griechenland / Georgien / Armenien / Türkei / Aserbaidschan / Iran / Russland / Syrien / Israel / Königreich Ägypten / Iberische Halbinsel Die Angehörigen der Kurgan-III-Kultur unternehmen eine dritte Auswanderungswelle von der Wolgasteppe aus, die 200 Jahre lang andauern wird. Diese indoeuropäischen Zuzügler verstärken die schon einige Generationen früher nach Mitteleuropa gezogenen Migranten. Damit wird das Gebiet von sogenannten Kurgan-Abkömmlingen insbesondere nach Westen erweitert, bis jenseits des Rheins, nach Norden bis Skandinavien und ins nördliche Russland. Auch in die Gebiete um die Ägäis (Griechenland, West-Anatolien) sowie die Länder südlich des Kaukasus (Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Ost- und Mittel-Anatolien, und den nördlichen Iran). Die Historiker Schmoeckel und Wolf versuchen den Nachweis, sogenannte Kurgangruppen seien bis nach Syrien, Palästina und bis nach Ägypten vorgedrungen (Lit.: Schmoeckel, 1999). Ausgrabungen und die Mythologie zeigen die Verschiebungen der matriarchalen Lebensweise der Urbevölkerung hin zu den Sitten, die ihnen von den patriarchalen Eroberern aufgezwungen werden. Die Mobilität der Kurganvölker basiert auf der Domestikation des Pferdes in dieser Region, sowie die Haltung von Rindern, Schafen und Ziegen und - am Rand des Waldgürtels - auch Schweinehaltung. Pferde sind den Ackerbauern des Alten Europa zwar bislang nicht unbekannt (Iberische Pferde), bisher wurden diese allerdings nicht domestiziert. Archäologische Funde, untermauert durch eine vergleichende indoeuropäische Sprach- und Mythologieforschung, sprechen für eine die kulturellen Grundfesten erschütternde Kollision zweier Ideologien, Gesellschaftssysteme und Wirtschaftsformen. Durch diesen Zusammenprall der Kulturen verändert sich das Alte Europa nach der Theorie von Gimbutas, und in der späteren europäischen Vorgeschichte und Geschichte gehen vorindoeuropäische und indoeuropäische Elemente ineinander über. Beispielsweise wird in Sprache und Mythologie ein starkes nichtindoeuropäisches Fundament erhalten bleiben. Volk der Semiten / Mesopotamien / Palästina Königreich Ägypten / Reich der Amoriter / Land Kanaan / Reich der Hurriter / Stamm der Aramäer | |||||||||
Mesopotamien Kenan, der älteste Sohn von Enosch und Enkel des Seth, stirbt im Alter von 910 Jahren und wird gemäß der biblischen Überlieferung der Mensch mit der bislang drittlängsten Lebensspanne nach Adam mit 930 Jahren und Seth mit 912 Jahren. Kenan wurde im Alter von 70 Jahren Vater seines ältesten Sohnes Mahalalel, der nun mit 840 Jahren der älteste lebende Mensch der Erde ist. | |||||||||
Mesopotamien Mahalalel, der Sohn von Kenan, des Urenkels Adams, stirbt im Alter von 895 Jahren in Mesopotamien. Von den in der Bibel aufgeführten männlichen Nachkommen Adams leben nur noch Jared, der mit 830 Jahren der derzeit älteste lebende Mensch auf der Erde ist, dessen Sohn Metuschelach mit 603 Jahren, sein Enkel Lamech mit 416 Jahren und sein Ur-Enkel Noah mit 234 Jahren. Noah ist noch kinderlos. | |||||||||
Mesopotamien Jared, der Sohn von Mahalalel und ein Nachkomme Seths, stirbt im Alter von 962 Jahren in Mesopotamien und ist damit laut biblischer Überlieferung der Mensch, der am längsten auf der Erde gelebt hat. Adam, der bis jetzt als der Mensch mit der längsten Lebenszeit galt, lebt 930 Jahre, sein Sohn Seth 912 Jahre. Von den in der Bibel aufgeführten männlichen Nachkommen Adams leben nur noch Metuschelach, der mit 735 Jahren der derzeit älteste lebende Mensch auf der Erde ist, dessen Sohn Lamech mit 548 Jahren und sein Ur-Enkel Noah mit 366 Jahren. Noah ist noch kinderlos. | |||||||||
Terra / Mesopotamien Der biblischen Überlieferung zufolge existieren auf der Erde Gewaltherrscher, die sich "Gottessöhne" nennen. Diese Zeit wird in der Bibel als die "Zeit der Riesen" bezeichnet. Im 1. Buch Mose im 6. Kapitel wird davon so berichtet (mit Versangaben):
Im Urteil Gottes hat sich der Mensch seit Adam in seinem ganzen Denken und Streben grundsätzlich negativ entwickelt. Allein Noah findet Gnade vor Gott, weil er ihm glaubt und ihm gehorsam ist. Im 1. Buch Mose im 6. Kapitel wird deutlich, dass Gott es gereut, den Menschen geschaffen zu haben, allerdings ist diese Äußerung nicht so zu verstehen, dass Gott denkt, etwas falsch gemacht zu haben und dies nun bereue. Es ist eher so, dass er Kummer und Enttäuschung darüber empfindet, wie die von ihm selbst geschaffene Menschheit sich entwickelt hat. Somit beschließt Gott, dass er ein Gericht an der Menschheit vollziehen muss (mit Versangaben):
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Mesopotamien Noah ist jetzt 560 Jahre alt, seine drei Söhne sind 60, 58 und 57 Jahre alt. Gott befiehlt Noah den Bau eines Kastens, der 133,5 Meter lang, 22,3 Meter breit und 13,4 Meter hoch und mit drei Stockwerken versehen ist. Mit diesen Ausmaßen hat das Schiff, das in die Geschichte als "Arche Noah" eingehen wird, die Größe eines Kreuzfahrtschiffes des 20. Jahrhunderts nach der heutigen Zeitrechnung (zum Vergleich: Die "HMS Queen Elizabeth II" ist 293,5 Meter lang und 32,03 Meter breit). Den Rauminhalt der "Arche Noah" kann man mit rund 40.000 Kubikmetern und einer Deckfläche von etwa 8500 Quadratmetern annehmen. Diese Abmessungen sind auch nötig für die Aufnahme der von Gott geforderten Tiere und den benötigten Nahrungsmitteln. Es ist, wie spätere Wissenschaftler errechnen werden, zugleich die ideale Abmessung, um bei sparsamem Materialeinsatz eine hohe Stabilität für den Aufenthalt auf See zu erreichen. Auffallend ist, dass das Verhältnis von 6:1 von Länge zu Breite noch Tausende von Jahren später im Schiffsbau verwendet werden wird. Der Bruttoraumgehalt der Arche ist der gleiche, den die "HMS Titanic" haben wird. Noah wird mit seinen Söhnen 100 Jahre an dem Projekt arbeiten. Der Haupt-Baustoff wird das Gopher-Holz sein, was vermutlich eine Zypressenart ist, die äußerst wasserbeständig ist und später auch von den Phöniziern und den Schiffsbauern Alexanders des Großen hauptsächlich verwendet werden wird. Die Bibel berichtet hierüber im 1. Buch Mose im 6. Kapitel (mit Versangaben):
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Mesopotamien Lamech, der Vater von Noah, stirbt mit 777 Jahren. Diese im Vergleich zu den meisten Vorvätern Lamechs geringe Lebenszeit ist damit zu erklären, dass die Große Flut, die Gott Noah und seiner Familie angekündigt hat, bald stattfinden wird. Noah, der inzwischen 595 Jahre alt geworden ist und sein Großvater Metuschelach, der mit nunmehr 964 Jahren seit zwei Jahren der Mensch mit der längsten Lebenszeit auf Erden geworden ist, betrauern Lamech. | |||||||||
Mesopotamien Nur fünf Jahre nach seinem Sohn Lamech stirbt der älteste Mensch der Welt, Metuschelach, mit 969 Jahren. Sein Enkel Noah und seine Kinder, die ihn betrauern, arbeiten bereits seit Jahrzehnten an dem Bau einer Arche, die die Familie während der bevorstehenden "Großen Flut" zusammen mit einer Auswahl von Landtieren retten soll. Noah ist mittlerweile 600 Jahre alt. | |||||||||
Mesopotamien Nach 100 Jahren Bauzeit gelingt Noah und seinen Söhnen Sem, Ham und Japhet die Fertigstellung der "Arche Noah". Gott sorgt dafür, dass von allen Tieren, die auf der Erde leben, jeweils ein Paar den Weg zur Arche findet, um die Sicherung der Arten bei der kommenden "Sintflut" zu ermöglichen. Der "Kasten", den Noah und seine Söhne bauten, hat die Größe eines Kreuzfahrtschiffes des 20. Jahrhunderts. Es ist genügend Platz für die Aufnahme der von Gott geforderten Tiere sowie der benötigten Nahrungsmittel vorhanden. Schließlich befiehlt Gott Noah, mitsamt seiner Familie in die Arche zu gehen. Nachdem die Menschen das rettende Schiff betreten haben, schließt Gott selbst hinter ihnen zu. | |||||||||
Mesopotamien Laut biblischer Überlieferung beginnt nun die Überschwemmung angeblich der ganzen Erde. Es regnet ununterbrochen Tag und Nacht und auch Quellen in der Tiefe der Meere brechen auf. Die Bibel macht in ihrem Bericht unmissverständlich klar, dass es sich bei dieser "Sintflut" nicht um eine lokal begrenzte Überschwemmung handelt, sondern um eine weltweite Flut. Dies wird auch durch viele Sintflutüberlieferungen in allen Teilen der Welt bestätigt. Eine davon ist das berühmte Gilgamesch-Epos. Allerdings ist davon auszugehen, dass die acht Menschen in Noahs Arche nicht die Einzigen sind, die überleben, da auch an anderen Orten Rettungsmaßnahmen ergriffen werden. Bemerkenswert ist auch, dass das Wort "Schiff" eines der ersten chinesischen Schriftzeichen wird. Dieses besteht aus drei Einzelzeichen, und zwar aus den Zeichen für "Behälter", für "Person" und für "acht", also "ein Gefäß mit acht Personen". Auch dies ist offensichtlich eine Reminiszenz an die "Arche Noah". Die Bibel berichtet über den großen Regen im 1. Buch Mose im 7. Kapitel (mit Versangaben):
Im Gilgamesch-Epos der Mesopotamier wird folgende Begebenheit berichtet:
Es fällt auf, dass die Ausmaße dieser Arche von denen der Arche Noahs abweichen. Die Grundfläche ist quadratisch, nicht rechteckig. Wörtlich heißt es zu den Maßen weiter:
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Mesopotamien Der vor 40 Tagen begonnene starke Regen ("Sintflut") hört nach dem Befehl Gottes auf. Das Wasser steht nunmehr mehr als sieben Meter über den höchsten Bergen der Erde. Gott hat durch Noah für diese Zeit vorgesorgt. Für die Monate, die nun vor den Menschen und Tieren in der "Arche Noah" liegen, bis die Arche auf festes Land treffen wird, sind genügend Vorräte an Bord genommen worden. Theologen gehen heute davon aus, dass Gott die meisten Tiere in eine Art "Winterschlaf" versetzte, was bedeutet, dass die Tiere keine oder nur wenig Nahrung zunehmen müssen und dass auch der Stoffwechsel zum Erliegen kommt, was für die hygienische Situation in der Arche vorteilhaft ist. Die Bibel schreibt über die nächsten Wochen im 1. Buch Mose im 7. Kapitel (mit Versangaben):
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Armenien 150 Tage nach dem Beginn des Regens setzt die "Arche Noah" auf dem Berg Ararat auf. Die Menschen und Tiere in dem Schiff müssen sich auf noch viele Wochen an Bord der Arche einstellen, da man den Boden noch nicht betreten kann. Die Bibel schreibt hierüber im 1. Buch Mose Kapitel 8 (mit Versangaben):
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Armenien Die Menschen in der Arche können nunmehr weitere Berge in der Ferne erkennen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass das Wasser weiter am Sinken ist. Die Bibel schreibt hierüber im 1. Buch Mose Kapitel 8 (mit Versangaben):
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Armenien Noah, der sich nun mit seiner Familie und den überlebenden Tieren seit fast neun Monaten in der "Arche Noah" befindet, lässt einen Raben fliegen, der nicht zur Arche zurückkehrt.
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Armenien Noah lässt eine Taube fliegen, die nach ein paar Stunden wieder zur Arche zurückkehrt. Offenbar hat sie kein Land gefunden, da noch alles Land von den großen Wassermassen, die 40 Tage auf die Erde niedergingen, eingenommen ist. Die Bibel schreibt hierüber im 1. Buch Mose Kapitel 8 (mit Versangaben):
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Armenien Noah lässt zum dritten Mal einen Vogel aus der "Arche Noah" herausfliegen. Es ist die zweite Taube, die er auf "Erderkundung" schickt. Diese kommt beim nächsten Versuch nicht wieder zur Arche zurück. Da es zurzeit keine natürlichen Feinde für Tauben auf dem Planeten gibt, können die Menschen in der Arche davon ausgehen, dass die Taube Land gefunden hat und dort geblieben ist. Die Bibel schreibt hierüber im 1. Buch Mose Kapitel 8 (mit Versangaben):
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Armenien Nach insgesamt 300 Tagen in der "Arche Noah" ist das Wasser vollkommen zurückgegangen. Die Bibel schreibt hierüber im 1. Buch Mose Kapitel 8 (mit Versangaben):
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Die biblische Geschichte von Noah bis Abram I
2488 - 2401 BC
Armenien Noah und seine Söhne entfernen das Dach der "Arche Noah" und sehen kein Wasser mehr über der Erde stehen. Dennoch verlassen sie und die Tiere die Arche noch nicht. | |||||
Armenien Die Erde ist offenbar wieder trocken. Gott befiehlt Noah, mit allen Menschen und Tieren die Arche zu verlassen und sich auf dem Weg vom Berg Ararat hinunter ins fruchtbare Tal zu machen. 377 Tage waren Mensch und Tier in der Arche verborgen. Nun opfert Noah Gott einige von den nach biblischer Überlieferung "reinen Tieren" und Gott verspricht Noah und damit der gesamten Menschheit, dass er künftig nie wieder eine Flut schicken wird. Gott schließt mit Noah einen Bund, dessen äußeres Zeichen am Himmel der Regenbogen sein soll. Gottes Wille ist, dass die Menschen den Planeten wieder bevölkern sollen. Der Mensch soll auch das Herrschaftsrecht über die Tiere behalten. Gott gibt dem Menschen ausdrücklich die Tiere zur Nahrung frei. Er verbietet dem Menschen aber, Fleisch zu essen, das noch fließendes Blut in sich hat. Gott verbietet darüberhinaus rigoros, Menschenblut zu vergießen, weil der Mensch ein Abbild Gottes sei. Wer es dennoch tut, soll mit dem Tod bestraft werden. Die Bibel schreibt hierüber im 1. Buch Mose Kapitel 8 (mit Versangaben):
Der Begriff "Ararat" ist ein hebräischer. Auch die Armenier des 21. Jahrhunderts werden den Berg, der später auf dem Staatsgebiet der Türkei stehen wird, immer noch als "ihren" Berg bezeichnen. Auf assyrisch wird der Berg "Urartu", auf kurdisch "Ciyaye Agiri" und auf türkisch "Büyük Agri Dagi" genannt werden. Der Ararat ist zum Zeitpunkt der Landung der Arche ein aktiver Vulkan, der im 20. Jahrhundert AD eine Gipfelhöhe von 5137 Metern haben wird. Daher bedeutet die kurdische Bezeichnung des Berges auch auf deutsch "feuriger Berg". Die Vulgata des Mittelalters, die auch "katholische" Bibel genannt wird, da sie auf lateinisch geschrieben ist, spricht von den "montes Armeniae", also den "Bergen Armeniens", während die "Nova Vulgata" vom "montes Ararat", also "Berge von Ararat" spricht. Tatsächlich besteht der Ararat aus zwei Vulkanen, dem "Ararat" und dem kleineren "Masis". | |||||
Armenien Etwa zwei Jahre nach der Großen Flut wird Sems Sohn Arpachschad (deutsch: "Heiler") geboren. Sem ist 130 Jahre alt. Arpachschad ist der Enkel Noahs. | |||||
Mesopotamien Sem, der Sohn Noahs, ist jetzt Vater von mindestens fünf Söhnen. Ihre Namen sind Arpachschad, Elam, Aschur, Lud und Aram. | |||||
Armenien / Mesopotamien Der Enkel Noahs und Sohn Sems, Arpachschad, wird Vater eines Sohnes namens Schelach. Arpachschad ist 35 Jahre alt und wird später von dem römischen Geschichtsschreiber Josephus Flavius als "Stammvater der Chaldäer" bezeichnet werden. Der Ur-Enkel Noahs, Enkel Hams und Sohn von Kusch wird Vater eines Sohnes namens Nimrod. Über Nimrod wird sowohl in der Bibel als auch im Koran berichtet. | |||||
Armenien / Mesopotamien Schelach, der Nachkomme Noahs aus der Linie Sems in fünfter Generation, wird Vater von Eber. Schelach ist 30 Jahre alt und stammt. | |||||
Mesopotamien Nimrod, ein Enkel Hams und Urenkel Noahs, wird etwa 70 Jahre nach der Flut der erste Gewaltherrscher auf der Erde. Nimrod ist bisher als großer Jäger bekannt, der dann aber vor allem Menschen unterjochte und Städte gründete und kleine Reiche errichtete. Sein Hauptreich existiert rund um die Stadt Babylon herum. Der Bibel zufolge führt Nimrod vom Kerngebiet seines Reiches, „Babel, Erech, Akkad und Kalne im Land Schinar“ Eroberungszüge „nach Assur aus und erbaut Ninive, Rehobot-Ir, Kelach sowie Resen zwischen Ninive und Kelach“ (1. Buch Mose Kapitel 10, Verse 6-12): ):
Der biblische Prophet Micha wird Nimrod später mit dem "Land Assur" gleichsetzen. Im Buch Micha steht im 5. Kapitel (mit Versangabe):
Der hebräische Name Nimrod im Deutschen wiedergegeben bedeutet "der Widerstreitende" oder "der sich Empörende" und passt zur überlieferten Charakterisierung eines Herrschers, der Autorität, unabhängig vom Walten Gottes, an sich reißt. Nach jüdischer Überlieferung ist Nimrod der Gründer sowohl des Assyrischen als auch des Babylonischen Reiches. Nach ihm soll die Stadt Nimrud am Tigris benannt worden sein. Nimrod gilt gewöhnlich als derjenige, der den Bau des Turmes von Babel anregt. Die Frau des Nimrod ist in der rabbinischen Tradition Semiramis. | |||||
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