Deutscher Bund 1815: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Bevollmächtigten von 39 deutschen Staaten unterzeichnen die Bundesakte zur Gründung des Deutschen Bundes. Gemäß der Präambel der Bundesakte beschließen „die souverainen Fürsten und freien Städte Deutschlands, […] von den Vorteilen überzeugt, welche aus ihrer festen und dauerhaften Verbindung für die Sicherheit und Unabhängigkeit Deutschlands, und die Ruhe und das Gleichgewicht Europas hervorgehen würden, […] sich zu einem beständigen Bunde zu vereinigen“. Folgende Inhalte werden vereinbart (Auszüge): <br>
 
Die Bevollmächtigten von 39 deutschen Staaten unterzeichnen die Bundesakte zur Gründung des Deutschen Bundes. Gemäß der Präambel der Bundesakte beschließen „die souverainen Fürsten und freien Städte Deutschlands, […] von den Vorteilen überzeugt, welche aus ihrer festen und dauerhaften Verbindung für die Sicherheit und Unabhängigkeit Deutschlands, und die Ruhe und das Gleichgewicht Europas hervorgehen würden, […] sich zu einem beständigen Bunde zu vereinigen“. Folgende Inhalte werden vereinbart (Auszüge): <br>
 
''Die in 20 Artikeln verfasste Bundesakte schafft die vertragliche Grundlage für den Deutschen Bund. Mitglieder des Deutschen Bundes sind gemäß der Präambel der Bundesakte alle „souveränen Fürsten und freien Städte“. Das sind 41 deutsche [[Staat]]en, davon vier freie Städte. Es wird unter anderem vertraglich vereinbart: <br>
 
''Die in 20 Artikeln verfasste Bundesakte schafft die vertragliche Grundlage für den Deutschen Bund. Mitglieder des Deutschen Bundes sind gemäß der Präambel der Bundesakte alle „souveränen Fürsten und freien Städte“. Das sind 41 deutsche [[Staat]]en, davon vier freie Städte. Es wird unter anderem vertraglich vereinbart: <br>
 
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Der König von '''[[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland|Großbritannien und Irland]]''' gehört als König von '''[[Königreich Hannover|Hannover]]''', der König von '''[[Königreich Dänemark|Dänemark]]''' als Herzog von '''[[Herzogtum Holstein|Holstein]]''' und '''[[Herzogtum Lauenburg|Lauenburg]]''' und der König der '''[[Königreich der Niederlande|Niederlande]]''' als Großherzog von '''[[Großherzogtum Luxemburg|Luxemburg]]''' dem Bund an. Sie sind Bundesfürsten wie alle anderen auch. <br>
 
Der König von '''[[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland|Großbritannien und Irland]]''' gehört als König von '''[[Königreich Hannover|Hannover]]''', der König von '''[[Königreich Dänemark|Dänemark]]''' als Herzog von '''[[Herzogtum Holstein|Holstein]]''' und '''[[Herzogtum Lauenburg|Lauenburg]]''' und der König der '''[[Königreich der Niederlande|Niederlande]]''' als Großherzog von '''[[Großherzogtum Luxemburg|Luxemburg]]''' dem Bund an. Sie sind Bundesfürsten wie alle anderen auch. <br>
Der '''[[Kaisertum Österreich|Kaiser von Österreich]]''' und der '''[[Königreich Preußen|König von Preußen]]'' gehören dem Deutschen Bund mit allen ihren vormals zum '''[[HRR|Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation]]''' zählenden Besitzungen an: Österreich ohne die polnischen, ungarischen und italienischen Gebietsteile; Preußen ohne Westpreußen und Ostpreußen, Posen und '''[[Schweizerische Eidgenossenschaft|den Kanton Neuenburg]]'''. <br>
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Der '''[[Kaisertum Österreich|Kaiser von Österreich]]''' und der '''[[Königreich Preußen|König von Preußen]]''' gehören dem Deutschen Bund mit allen ihren vormals zum '''[[HRR|Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation]]''' zählenden Besitzungen an: Österreich ohne die polnischen, ungarischen und italienischen Gebietsteile; Preußen ohne Westpreußen und Ostpreußen, Posen und den Kanton '''[[Schweizerische Eidgenossenschaft|Neuenburg]]'''. <br>
: Die Bundesbeschlüsse gelten nicht für diese Territorien, und es ergibt sich aus der Bundesakte auch keinerlei militärische Beistandspflicht für den Fall eines Angriffes Dritter auf diese Gebiete.
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: ''Die Bundesbeschlüsse gelten nicht für diese Territorien, und es ergibt sich aus der Bundesakte auch keinerlei militärische Beistandspflicht für den Fall eines Angriffes Dritter auf diese Gebiete.'' <br>
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''' Artikel II '''
 
''' Artikel II '''
 
Der Zweck desselben ist Erhaltung der äußeren und inneren Sicherheit Deutschlands und der Unabhängigkeit und Unverletzbarkeit der einzelnen deutschen Staaten.  
 
Der Zweck desselben ist Erhaltung der äußeren und inneren Sicherheit Deutschlands und der Unabhängigkeit und Unverletzbarkeit der einzelnen deutschen Staaten.  
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''' Artikel IV, V & IX '''
 
''' Artikel IV, V & IX '''
''Einziges Bundesorgan ist die Bundesversammlung – auch Bundestag genannt – mit dem Tagungsort Frankfurt am Main. Zuständig für die Bundesangelegenheiten im Allgemeinen ist der "Engere Rat", in dem elf größere Staaten jeweils eine Stimme und die übrigen insgesamt sechs haben. Er entscheidet mit einfacher Mehrheit, bei Stimmengleichheit entscheidet der österreichische Vertreter, weil Österreich die Präsidialmacht des Bundes ist.'' <br>
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Einziges Bundesorgan ist die Bundesversammlung – auch Bundestag genannt – mit dem Tagungsort Frankfurt am Main. Zuständig für die Bundesangelegenheiten im Allgemeinen ist der "Engere Rat", in dem elf größere Staaten jeweils eine Stimme und die übrigen insgesamt sechs haben. Er entscheidet mit einfacher Mehrheit, bei Stimmengleichheit entscheidet der österreichische Vertreter, weil Österreich die Präsidialmacht des Bundes ist. <br>
 
* '''Stimmenverteilung im Engeren Rat:'''<br>
 
* '''Stimmenverteilung im Engeren Rat:'''<br>
'''1.''' [[Kaisertum Österreich|Österreich]] – ''1 Stimme''  <br>
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'''12.''' Die Herzoglich Sächsischen Häuser [[Großherzogtum Sachsen]], [[Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg]], [[Herzogtum Sachsen-Hildburghausen]], [[Herzogtum Sachsen-Meiningen]] und [[Herzogtum Sachsen-Coburg-Saalfeld]] – ''1 Stimme'' <br>
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'''12.''' Die Herzoglich Sächsischen Häuser [[Großherzogtum Sachsen]], [[Herzogtum Sachsen-Gotha]], [[Herzogtum Sachsen-Hildburghausen]], [[Herzogtum Sachsen-Meiningen]], [[Herzogtum Sachsen-Weimar]] und [[Herzogtum Sachsen-Coburg]] – ''1 Stimme'' <br>
 
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'''16.''' [[Fürstentum Hohenzollern-Hechingen]], [[Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen]], [[Fürstentum Liechtenstein]], [[Fürstentum Reuß jüngere Linie]], [[Fürstentum Schaumburg-Lippe]], [[Fürstentum Lippe-Detmold]] und [[Fürstentum Waldeck]] – ''1 Stimme'' <br>
'''17.''' Die freien Städte: [[Freie und Hansestadt Lübeck]], [[Freie Stadt Frankfurt]], [[Freie Hansestadt Bremen]] und [[Freie Stadt Hamburg]] – ''1 Stimme''.
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'''17.''' Die freien Städte: [[Freie und Hansestadt Lübeck]], [[Freie Stadt Frankfurt]], [[Freie Hansestadt Bremen]] und [[Freie Stadt Hamburg]] – ''1 Stimme''. <br>
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''' Artikel VI & VII '''
 
''' Artikel VI & VII '''
 
Für bestimmte Bundesangelegenheiten ist das Plenum zuständig. Hier hat jedes Mitglied – mit Ausnahme von drei Fürstentümern – mindestens eine Stimme, die größeren Staaten bis zu vier. <br>
 
Für bestimmte Bundesangelegenheiten ist das Plenum zuständig. Hier hat jedes Mitglied – mit Ausnahme von drei Fürstentümern – mindestens eine Stimme, die größeren Staaten bis zu vier. <br>
 
* '''Stimmenverteilung im Plenum:''' <br>
 
* '''Stimmenverteilung im Plenum:''' <br>
'''1.''' Österreich – ''4 Stimmen'' <br>   
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'''21.''' [[Großherzogtum Oldenburg]] – ''1 Stimme''  <br>
 
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'''22.''' [[Anhalt-Dessau]] – ''1 Stimme''  <br>
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'''22.''' [[Herzogtum Anhalt-Dessau]] – ''1 Stimme''  <br>
'''23.''' [[Anhalt-Bernburg]] – ''1 Stimme''  <br>
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'''23.''' [[Herzogtum Anhalt-Bernburg]] – ''1 Stimme''  <br>
'''24.''' [[Anhalt-Köthen]] – ''1 Stimme''  <br>
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'''25.''' [[Schwarzburg-Sondershausen]] – ''1 Stimme''  <br>
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'''25.''' [[Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen]] – ''1 Stimme''  <br>
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'''26.''' [[Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt]] – ''1 Stimme''  <br>
'''27.''' [[Hohenzollern-Hechingen]] – ''1 Stimme''  <br>
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'''29.''' [[Hohenzollern-Sigmaringen]] – ''1 Stimme''  <br>
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'''30.''' [[Waldeck]] – ''1 Stimme''  <br>
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'''30.''' [[Fürstentum Waldeck]] – ''1 Stimme''  <br>
'''31.''' [[Reuß ältere Linie]] – ''1 Stimme'' <br>  
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'''31.''' [[Fürstentum Reuß ältere Linie]] – ''1 Stimme'' <br>  
 
'''32.''' [[Reuß jüngere Linie]] (Reuß-Lobenstein, Reuß-Schleiz, Reuß-Ebersdorf) – ''1 Stimme''  <br>
 
'''32.''' [[Reuß jüngere Linie]] (Reuß-Lobenstein, Reuß-Schleiz, Reuß-Ebersdorf) – ''1 Stimme''  <br>
'''33.''' Schaumburg-Lippe – ''1 Stimme''  <br>
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'''33.''' [[Fürstentum Schaumburg-Lippe]] – ''1 Stimme''  <br>
'''34''' Lippe – ''1 Stimme''  <br>
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'''34.''' [[Fürstentum Lippe-Detmold]] und [[Fürstentum Schaumburg-Lippe]] – ''1 Stimme''  <br>
'''35.''' Die freie Stadt Lübeck – ''1 Stimme''  
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'''35.''' [[Freie und Hansestadt Lübeck]] – ''1 Stimme''  
'''36.''' Die freie Stadt Frankfurt – ''1 Stimme''  
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'''37.''' Die freie Stadt Bremen – ''1 Stimme''  
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'''38.''' Die freie Stadt Hamburg – ''1 Stimme''.
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: Anders als ursprünglich von ihnen beabsichtigt, können die Großmächte Österreich und Preußen die Mittel- und Kleinstaaten nicht vollständig majorisieren: Im Engeren Rat haben selbst die sechs größeren Staaten nur 6 von 17 Stimmen, im Plenum, wo für Entscheidungen eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist, nur 24 von 69. Rein formal vermeidet damit die Konstruktion des Deutschen Bundes jede hegemoniale Vormachtstellung. <br>
 
: Anders als ursprünglich von ihnen beabsichtigt, können die Großmächte Österreich und Preußen die Mittel- und Kleinstaaten nicht vollständig majorisieren: Im Engeren Rat haben selbst die sechs größeren Staaten nur 6 von 17 Stimmen, im Plenum, wo für Entscheidungen eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist, nur 24 von 69. Rein formal vermeidet damit die Konstruktion des Deutschen Bundes jede hegemoniale Vormachtstellung. <br>
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''' Artikel XI ''' <br>
 
''' Artikel XI ''' <br>
 
Alle Mitglieder des Bundes versichern, sowohl ganz Deutschland als auch jeden einzelnen Bundesstaat gegen  Angriffe zu schützen und garantieren sich gegenseitig ihre sämtlichen zum Deutschen Bund gehörenden Besitzungen zu. Bei einem einmal erklärten Bundeskrieg darf kein Mitglied einseitige Unterhandlungen mit dem Feinde eingehen oder Waffenstillstand und Frieden schließen. Die Bundesglieder behalten zwar das Recht der Bündnisse aller Art; verpflichten sich jedoch in keine Verbindungen einzugehen, welche gegen die Sicherheit des Bundes oder einzelner Bundesstaaten gerichtet wären. Die Bundesglieder machen sich ebenfalls verbindlich, einander unter keinerlei Vorwand zu bekriegen, noch ihre Streitigkeiten mit Gewalt zu verfolgen, sondern sie bei der Bundesversammlung anzubringen. Dieser liegt alsdann ob, die Vermittlung durch einen Ausschuß zu versuchen; falls dieser Versuch fehlschlagen sollte, und demnach eine richterliche Entscheidung nothwendig würde, solche durch eine wohlgeordnete Austrägal-Instanz zu bewirken, deren Ausspruch die streitenden Theile sich sofort zu unterwerfen haben. <br>
 
Alle Mitglieder des Bundes versichern, sowohl ganz Deutschland als auch jeden einzelnen Bundesstaat gegen  Angriffe zu schützen und garantieren sich gegenseitig ihre sämtlichen zum Deutschen Bund gehörenden Besitzungen zu. Bei einem einmal erklärten Bundeskrieg darf kein Mitglied einseitige Unterhandlungen mit dem Feinde eingehen oder Waffenstillstand und Frieden schließen. Die Bundesglieder behalten zwar das Recht der Bündnisse aller Art; verpflichten sich jedoch in keine Verbindungen einzugehen, welche gegen die Sicherheit des Bundes oder einzelner Bundesstaaten gerichtet wären. Die Bundesglieder machen sich ebenfalls verbindlich, einander unter keinerlei Vorwand zu bekriegen, noch ihre Streitigkeiten mit Gewalt zu verfolgen, sondern sie bei der Bundesversammlung anzubringen. Dieser liegt alsdann ob, die Vermittlung durch einen Ausschuß zu versuchen; falls dieser Versuch fehlschlagen sollte, und demnach eine richterliche Entscheidung nothwendig würde, solche durch eine wohlgeordnete Austrägal-Instanz zu bewirken, deren Ausspruch die streitenden Theile sich sofort zu unterwerfen haben. <br>

Version vom 7. August 2016, 01:34 Uhr

Deutschland.gif
Wappen des Deutschen Bundes ab 1848
Franz II.
(* 1768 Florenz)
Präsident des Deutschen Bundes
Franz Joseph von Albini zu Dürrenried
(* 1748 St. Goar)
Präsidialgesandter
Graf Johann Anton Rudolf von Buol-Schauenstein
(* 1763 Wien)
Präsidialgesandter
Clemens Wenceslaus Nepomuk Lothar Fürst von Metternich-Winneburg zu Beilstein
(* 1773 Koblenz)
Kanzler Österreichs
Friedrich Wilhelm III.
(* 1770 Potsdam)
König von Preußen
Karl August von Hardenberg
(* 1750 Essenrode)
Kanzler von Preußen

DEUTSCHER BUND

Chronik des Zeitraums vom 8. Juni bis zum 31. Dezember 1815

Hauptstadt: Frankfurt am Main
Auf dem Wiener Kongress wird der Deutsche Bund gegründet

Hauptseite Deutscher Bund.png
Jahres-Chroniken
Länderchroniken
Wichtige Ereignisse des Jahres im Deutschen Bund
frühere Chroniken Deutschlands
Chronik des Heiligen Römischen Reiches des Jahres ... 1805 - 1806
Chronik des Rheinbundes des Jahres ... 1806 - 1807 - 1808 - 1809 - 1810 - 1811 - 1812 - 1812 - 1812 - 1813
Chronik des Zentralen Verwaltungsrates für Deutschland des Jahres ... 1813 - 1814 - 1815
08.06.1815
Zentraler Verwaltungsrat für Deutschland / Deutschland.gif Deutscher Bund

Während des Wiener Kongresses wird der Deutsche Bund, ein Staatenbund ohne ein gemeinsames Staatsoberhaupt, gegründet. Die Deutsche Bundesakte ist ein völkerrechtlicher Vertrag und das erste Bundes-„Verfassungsgesetz“ über die Gründung des Deutschen Bundes. In den Artikeln 53 bis 63 ist sie ein offizieller Bestandteil der Wiener Kongress-Akte.

10.06.1815
Deutschland.gif Deutscher Bund

Die Bevollmächtigten von 39 deutschen Staaten unterzeichnen die Bundesakte zur Gründung des Deutschen Bundes. Gemäß der Präambel der Bundesakte beschließen „die souverainen Fürsten und freien Städte Deutschlands, […] von den Vorteilen überzeugt, welche aus ihrer festen und dauerhaften Verbindung für die Sicherheit und Unabhängigkeit Deutschlands, und die Ruhe und das Gleichgewicht Europas hervorgehen würden, […] sich zu einem beständigen Bunde zu vereinigen“. Folgende Inhalte werden vereinbart (Auszüge):
Die in 20 Artikeln verfasste Bundesakte schafft die vertragliche Grundlage für den Deutschen Bund. Mitglieder des Deutschen Bundes sind gemäß der Präambel der Bundesakte alle „souveränen Fürsten und freien Städte“. Das sind 41 deutsche Staaten, davon vier freie Städte. Es wird unter anderem vertraglich vereinbart:
Artikel I
Der König von Großbritannien und Irland gehört als König von Hannover, der König von Dänemark als Herzog von Holstein und Lauenburg und der König der Niederlande als Großherzog von Luxemburg dem Bund an. Sie sind Bundesfürsten wie alle anderen auch.
Der Kaiser von Österreich und der König von Preußen gehören dem Deutschen Bund mit allen ihren vormals zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation zählenden Besitzungen an: Österreich ohne die polnischen, ungarischen und italienischen Gebietsteile; Preußen ohne Westpreußen und Ostpreußen, Posen und den Kanton Neuenburg.

Die Bundesbeschlüsse gelten nicht für diese Territorien, und es ergibt sich aus der Bundesakte auch keinerlei militärische Beistandspflicht für den Fall eines Angriffes Dritter auf diese Gebiete.

Artikel II Der Zweck desselben ist Erhaltung der äußeren und inneren Sicherheit Deutschlands und der Unabhängigkeit und Unverletzbarkeit der einzelnen deutschen Staaten.
Artikel III Alle Bundesglieder haben die gleichen Rechte, sie verpflichten sich alle gleichmäßig die Bundesakte unverbrüchlich zu halten.
Artikel IV, V & IX Einziges Bundesorgan ist die Bundesversammlung – auch Bundestag genannt – mit dem Tagungsort Frankfurt am Main. Zuständig für die Bundesangelegenheiten im Allgemeinen ist der "Engere Rat", in dem elf größere Staaten jeweils eine Stimme und die übrigen insgesamt sechs haben. Er entscheidet mit einfacher Mehrheit, bei Stimmengleichheit entscheidet der österreichische Vertreter, weil Österreich die Präsidialmacht des Bundes ist.

  • Stimmenverteilung im Engeren Rat:

1. Kaisertum Österreich1 Stimme
2. Königreich Preußen1 Stimme
3. Königreich Bayern1 Stimme
4. Königreich Sachsen1 Stimme
5. Königreich Hannover1 Stimme
6. Königreich Württemberg1 Stimme
7. Großherzogtum Baden1 Stimme
8. Kurfürstentum Hessen1 Stimme
9. Großherzogtum Hessen1 Stimme
10. Königreich Dänemark wegen Herzogtum Holstein1 Stimme
11. Königreich der Niederlande wegen des Großherzogtums Luxemburg1 Stimme
12. Die Herzoglich Sächsischen Häuser Großherzogtum Sachsen, Herzogtum Sachsen-Gotha, Herzogtum Sachsen-Hildburghausen, Herzogtum Sachsen-Meiningen, Herzogtum Sachsen-Weimar und Herzogtum Sachsen-Coburg1 Stimme
13. Herzogtum Braunschweig und Herzogtum Nassau1 Stimme
14. Herzogtum Mecklenburg-Schwerin und Herzogtum Mecklenburg-Strelitz1 Stimme
15. Großherzogtum Oldenburg, Herzogtum Anhalt-Dessau, Herzogtum Anhalt-Bernburg, Herzogtum Anhalt-Köthen und Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt1 Stimme
16. Fürstentum Hohenzollern-Hechingen, Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen, Fürstentum Liechtenstein, Fürstentum Reuß jüngere Linie, Fürstentum Schaumburg-Lippe, Fürstentum Lippe-Detmold und Fürstentum Waldeck1 Stimme
17. Die freien Städte: Freie und Hansestadt Lübeck, Freie Stadt Frankfurt, Freie Hansestadt Bremen und Freie Stadt Hamburg1 Stimme.

Artikel VI & VII Für bestimmte Bundesangelegenheiten ist das Plenum zuständig. Hier hat jedes Mitglied – mit Ausnahme von drei Fürstentümern – mindestens eine Stimme, die größeren Staaten bis zu vier.

  • Stimmenverteilung im Plenum:

1. Kaisertum Österreich4 Stimmen
2. Königreich Preußen4 Stimmen
3. Königreich Sachsen4 Stimmen
4. Königreich Bayern4 Stimmen
5. Königreich Hannover4 Stimmen
6. Königreich Württemberg4 Stimmen
7. Großherzogtum Baden3 Stimmen
8. Kurfürstentum Hessen3 Stimmen
9. Großherzogtum Hessen3 Stimmen
10. Herzogtum Holstein3 Stimmen
11. Großherzogtum Luxemburg3 Stimmen
12. Herzogtum Braunschweig2 Stimmen
13. Herzogtum Mecklenburg-Schwerin2 Stimmen
14. Herzogtum Nassau2 Stimmen
15. Herzogtum Sachsen-Weimar1 Stimme
16. Herzogtum Sachsen-Gotha1 Stimme
17. Herzogtum Sachsen-Coburg1 Stimme
18. Herzogtum Sachsen-Meiningen1 Stimme
19. Herzogtum Sachsen-Hildburghausen1 Stimme'
'
20. Herzogtum Mecklenburg-Strelitz1 Stimme 21. Großherzogtum Oldenburg1 Stimme
22. Herzogtum Anhalt-Dessau1 Stimme
23. Herzogtum Anhalt-Bernburg1 Stimme
24. Herzogtum Anhalt-Köthen1 Stimme
25. Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen1 Stimme
26. Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt1 Stimme
27. Fürstentum Hohenzollern-Hechingen1 Stimme
28. Fürstentum Liechtenstein - 1 Stimme
29. Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen1 Stimme
30. Fürstentum Waldeck1 Stimme
31. Fürstentum Reuß ältere Linie1 Stimme
32. Reuß jüngere Linie (Reuß-Lobenstein, Reuß-Schleiz, Reuß-Ebersdorf) – 1 Stimme
33. Fürstentum Schaumburg-Lippe1 Stimme
34. Fürstentum Lippe-Detmold und Fürstentum Schaumburg-Lippe1 Stimme
35. Freie und Hansestadt Lübeck1 Stimme 36. Freie Stadt Frankfurt1 Stimme 37. Freie Hansestadt Bremen1 Stimme 38. Freie Stadt Hamburg1 Stimme.

Anders als ursprünglich von ihnen beabsichtigt, können die Großmächte Österreich und Preußen die Mittel- und Kleinstaaten nicht vollständig majorisieren: Im Engeren Rat haben selbst die sechs größeren Staaten nur 6 von 17 Stimmen, im Plenum, wo für Entscheidungen eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist, nur 24 von 69. Rein formal vermeidet damit die Konstruktion des Deutschen Bundes jede hegemoniale Vormachtstellung.

Artikel XI
Alle Mitglieder des Bundes versichern, sowohl ganz Deutschland als auch jeden einzelnen Bundesstaat gegen Angriffe zu schützen und garantieren sich gegenseitig ihre sämtlichen zum Deutschen Bund gehörenden Besitzungen zu. Bei einem einmal erklärten Bundeskrieg darf kein Mitglied einseitige Unterhandlungen mit dem Feinde eingehen oder Waffenstillstand und Frieden schließen. Die Bundesglieder behalten zwar das Recht der Bündnisse aller Art; verpflichten sich jedoch in keine Verbindungen einzugehen, welche gegen die Sicherheit des Bundes oder einzelner Bundesstaaten gerichtet wären. Die Bundesglieder machen sich ebenfalls verbindlich, einander unter keinerlei Vorwand zu bekriegen, noch ihre Streitigkeiten mit Gewalt zu verfolgen, sondern sie bei der Bundesversammlung anzubringen. Dieser liegt alsdann ob, die Vermittlung durch einen Ausschuß zu versuchen; falls dieser Versuch fehlschlagen sollte, und demnach eine richterliche Entscheidung nothwendig würde, solche durch eine wohlgeordnete Austrägal-Instanz zu bewirken, deren Ausspruch die streitenden Theile sich sofort zu unterwerfen haben.
Artikel XII
Bundesstaaten, deren Bevölkerung nicht 300.000 Einwohner übersteigt, werden sich mit größeren Mitgliedern des Bundes oder mit den ihnen verwandten Häusern, mit welchen sie wenigstens eine solche Bevölkerungszahl ausmachen, zur Bildung eines gemeinschaftlichen Obersten-Gerichts vereinigen. Den vier freien Städten steht das Recht zu, sich untereinander über die Errichtung eines gemeinsamen obersten Gerichts zu vereinigen.
Artikel XIII
In allen Bundesstaaten wird eine landständische Verfassung stattfinden.
Artikel XVI
Die Verschiedenheit der christlichen Religionen darf in den Ländern des deutschen Bundes keinen Unterschied in der Wahrnehmung der bürgerlichen und politischen Rechte begründen. Die Bundesversammlung wird darüber beraten, wie auf eine möglichst übereinstimmende Weise die bürgerliche Verbesserung der Bekenner des jüdischen Glaubens in Deutschland zu bewirken sei.
Artikel XVIII
Vertraglich fixiert wird der Erwerb und Besitz von Eigentum an Grund und Boden für das gesamte Gebiet des Deutschen Bundes, so wie die freie Wahl des Wohnortes. Die Bundesversammlung wird sich bei ihrer ersten Zusammenkunft mit Abfassung gleichförmiger Verfügungen über die Pressefreiheit und die Sicherstellung der Rechte der Schriftsteller und Verleger gegen den Nachdruck beschäftigen.
Artikel XIX
Die Bundesstaaten behalten sich vor, bei der ersten Zusammenkunft der Bundesversammlung in Frankfurt wegen des Handels und Verkehrs zwischen den einzelnen Bundesstaaten sowie der Schifffahrt, nach den Grundsätzen und Beschlüssen des Wiener Kongresses, in Beratung zu treten.
Artikel XX
Der gegenwärtige Vertrag wird von allen beteiligten Staaten ratifiziert. Die Ratifikationsurkunden sollen innerhalb von sechs Wochen oder wenn möglich noch früher nach Wien an die Kaiserlich Österreichische Hof- und Staatskanzlei eingesand werden und bei der Eröffnung des Bundes in das Archiv desselben niedergelegt werden.

20.06.1815
Zentraler Verwaltungsrat für Deutschland / Deutschland.gif Deutscher Bund

Der Zentrale Verwaltungsrat für Deutschland stellt seine Arbeit ein; der österreichische Kaiser Franz I. (als früherer Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war seine Bezeichnung Franz II.) wird zum Präsidenten des Deutschen Bundes berufen. Die Teilnehmerstaaten versichern sich ausdrücklich, dass der Präsident nicht als ein Staatsoberhaupt anzusehen sei.

28.06.1815
Deutschland.gif Deutscher Bund

Mit dem Reichsgesetz über die Einführung einer provisorischen Zentralgewalt für Deutschland richtet die Nationalversammlung eine provisorische Regierung ein, die "Provisorische Zentralgewalt".

12.07.1815
Deutschland.gif Deutscher Bund

Der Bundestag beschließt, seine Befugnisse der am 28. Juni geschaffenen Zentralgewalt zu übertragen und seine Tätigkeit einzustellen. Die Bundesakte tritt damit faktisch außer Kraft.

05.10.1815
Deutschland.gif Deutscher Bund

Der kurmainzische Staatsmann und Generalfeldzeugmeister Franz Joseph Freiherr von Albini auf Dürrenried wird zum Präsidialgesandten des Präsidenten des Deutschen Bundes in Frankfurt bestellt.

16.12.1815
Deutschland.gif Deutscher Bund

Der Präsidialgesandte des Präsidenten des Deutschen Bundes, Franz Joseph Freiherr von Albini auf Dürrenried, muss aufgrund einer schweren Erkrankung sein Amt niederlegen. Seine Aufgabe übernimmt Johann Rudolf Graf von Buol-Schauenstein.

31.12.1815
Deutschland.gif Deutscher Bund
Die Vorsitzenden des Deutschen Bundes am Ende des Jahres
Deutschland.gif Funktion Name seit Tage
Franz II.jpg
Präsident des Deutschen Bundes
Kaiser von Österreich
König von Böhmen und Ungarn
Franz II.
20.06.1815
194
Johann Rudolf von Buol-Schauenstein.jpg
Präsidialgesandter
Graf Johann Anton Rudolf von Buol-Schauenstein
16.12.1815
15
Die obersten Verwaltungsbeamten und Kanzler des Deutschen Bundes mit der längsten Amtszeit
Funktion und Amtszeit Name und Herkunft Tage im Amt
Karl August von Hardenberg.jpg
Kanzler Preußens
1804-1806
1807, seit 1810
Karl August Freiherr von Hardenberg
2786
Metternich.jpg
Kanzler Österreichs
seit 1809
Clemens Wenceslaus Nepomuk Lothar Fürst von Metternich-Winneburg zu Beilstein
2275
Franz Joseph von Albini.jpg
Präsidialgesandter
1815
Franz Joseph von Albini zu Dürrenried
72
Die bisherigen Staatsoberhäupter Deutschlands mit der längsten Amtszeit
Funktion und Amtszeit Name und Herkunft Tage im Amt
Friedrich III. (HRR).jpg
Kaiser und König des HRR
1440-1493
Friedrich III.
19557
Leopold I. (HRR).jpg
Kaiser und König des HRR
1658-1705
Leopold I.
17093
Friedrich I. Barbarossa.jpg
Kaiser und König des HRR
1152-1190
Friedrich I. Barbarossa
13977
Chronik des Deutschen Bundes des Jahres ... 1816 - 1817 - 1818 - 1819 - 1820 - 1821 - 1822 - 1823 - 1824 - 1825
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