|
Ereignis
|
1899  |
Deutsches Kaiserreich / Österreich-Ungarische Monarchie
Die deutschen Autokonstrukteure Daimler und Maybach beauftragen ihren Werkmeister und Testfahrer Wilhelm Bauer mit der Entwicklung eines „Mercedes 35 PS“-Rennwagens, der besonders das Interesse von Kunden an der französischen Riviera wecken soll. Auch Emil Jellinek, der reiche Generalkonsul des österreich-ungarischen Reiches, Geschäftsmann und Autorennfahrer, ist in dieses Geschäft eingebunden.
|
17.01.1899  |
Französische Republik / Königreich Belgien
Geschwindigkeitsweltrekordler Gaston de Chasseloup-Laubat Geschwindigkeitsweltrekordler Camille Jenatzy Nur einen Monat, nachdem der französische Autorennfahrer Comte Gaston de Chasseloup-Laubat in Achètes auf einem Jeantaud einen Geschwindigkeitsrekord von 63,154 km/h aufstellte, fährt der Belgier Camille Jenatzy auf dem selben Kurs mit einem CGA Dogcart eine Geschwindigkeit von 66,66 km/h. Comte Gaston de Chasseloup-Laubat mit seinem Jeantaud Duc legt sofort nach und erreicht am selben Tag am selben Ort einen neuen Geschwindigkeitsrekord von 70,31 km/h. Beide Fahrzeuge werden durch einen Elektromotor angetrieben.
- Gaston Comte de Chasseloup-Laubat wurde 1866 in Frankreich geboren und ist seit 1895 Automobilrennfahrer. Der französische Adlige kaufte 1895 einen Dampfwagen von Trépardoux & Cie. in Paris, der Vorgängerfirma von De Dion-Bouton und bestritt damit mehrere als Zuverlässigkeitsfahrten ausgeschriebene Rennen in der Pionierära des Automobils. Dazu gehörten in der Saison 1895 Paris–Bordeaux–Paris (nachträglich als I Grand Prix de l’ACF bekannt geworden), 1896 Paris–Marseille–Paris (II Grand Prix de l’ACF) und 1897 Marseille–La Turbie sowie Paris–Trouville. Sein zweifellos größter Erfolg mit einem Dampfwagen war der Sieg des Rennens Marseille–La Turbie 1897 (nach der Fahrt von Paris nach Rouen 1894 der einzige Erfolg eines Dampfwagens an einer der großen Fernfahrten um die Jahrhundertwende und der dritte Platz bei der Tour de France für Automobile 1899. Chasseloup-Laubat war der erste, der einen anerkannten Landgeschwindigkeitsrekord aufstellte: Am 18. Dezember 1898 erreichte er mit einem Jeantaud-Elektroauto, der Jeantaud Duc, eine Geschwindigkeit von 61,15 km/h. Im Duell mit Camille Jenatzy verbesserte er im Frühling 1899 diese Leistung mit seinem Fahrzeug bis auf 92,16 km/h.
- Der belgische Automobilrennfahrer und Konstrukteur von Elektroautos Camille Jenatzy, der 1868 in Scherbeek geboren wurde, ist neuer Inhaber des Landgeschwindigkeitsrekords. Seinen ersten Rekord erfuhr Jenatzy heute mit 66,66 km/h auf einem CGA Dogcart, was ihn zum zweiten Rekordinhaber nach dem Erstrekord von Gaston de Chasseloup-Laubat machte.
|
26.01.1899  |
Französische Republik
Auf der Strecke Paris-Rouen-Paris wird das erste französische Autorennen in diesem Jahr ausgetragen. Es siegt der französische Autorennfahrer Léonce Girardot auf Panhard 6hp. Die Zeit, die Girardot für die 261 Kilometer braucht, ist nicht überliefert. Das Rennen wird für die inoffizielle Weltmeisterschaft nicht gewertet.
|
27.01.1899  |
Französische Republik / Königreich Belgien
Geschwindigkeitsweltrekordler Gaston de Chasseloup-Laubat Geschwindigkeitsweltrekordler Camille Jenatzy
Der vor zehn Tagen von dem französischen Autorennfahrer Comte Gaston de Chasseloup-Laubat in Achètes aufgestellte Geschwindigkeitsrekord von 70,31 km/h wird von dem belgischen Autorennfahrer Camille Jenatzy mit 80,35 km/h überboten. Jenatzy war vor dem Comte für ein paar Stunden schon einmal der „schnellste Autorennfahrer der Welt“. Auch die neue Rekordfahrt geschieht auf einem Elektromobil des Typs CGA Dogcart.
|
04.03.1899  |
Französische Republik / Königreich Belgien
Der belgische Autorennfahrer Camille Jenatzy, der vor fünf Wochen mit 80,35 km/h einen neuen Geschwindigkeitsrekord für Automobile aufstellte, muss diesen Titel wieder an den Comte Gaston de Chasseloup-Laubat zurückgebe, der die neue Marke auf 92,78 km/h festsetzt. Der Comte fährt eine Weiterentwicklung seines bisherigen Fahrzeuges, einen Jeantaud Duc Profilée, wieder ein durch Elektrik betriebenes Fahrzeug.
|
14.03.1899  |
Königreich Italien / Französische Republik
In Italien findet das erste Autorennen des Jahres statt. Die „Rennwagen“ sowie die Tricycles (die in dieser inoffiziellen Wertung nicht berücksichtigt werden) starten in Verona und fahren über Brescia und Mantua wieder zum Ausgangspunkt zurück; hierbei legen sie 161 Kilometer zurück. Sieger des Rennens wird der italienische Industrielle Giovanni Agnelli auf einem zweisitzigen Panhard Phénix mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 31,88 km/h. Der Italiener Guglielmo Bressi scheidet mit seinem Ricordi aus, als der Wagen ein Rad verliert. Der Franzose Émile Laporte erleidet einen nicht näher bezeichneten Unfall. Das Ergebnis:
1 Giovanni Agnelli auf Panhard Phénix, Zeit: 5h03m23s
2 Louis Bouvier auf Bollée, 5h42m37s
3 Virginio Benedetti auf Prinetti-Stucchi, 6h03m27s
4 Giacomo Miari auf Miari-Giusti, 6h58m12s
5 Edoardo Corinaldi auf Miari-Giusti, 7h38m38s
DNF Guglielmo Bressi auf Mors wegen Radverlust
DNF Francesco Giusti auf Miari-Giusti wegen Mechanik
DNF Émile Laporte auf Orio-Marchand Voiturette wegen Unfall
DNF Massimo Ricordi auf Benz aus unbekannten Gründen.
|
21.03.1899  |
Französische Republik
In Südfrankreich findet das dritte Autorennen des Jahres statt. Die „Rennwagen“ sowie die Tricycles (die in dieser Wertung nicht berücksichtigt werden) starten in Nizza und fahren über Castellane wieder zum Ausgangspunkt zurück. Sieger des Rennens wird der französische Autorennfahrer und Weltranglisten-Achte Georges Lemaître auf einem Peugeot mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 41,98 km/h. Außer den Automobilen sind auch 15 Tricycles am Start, von denen der Beste aus dem Haus De Dion in der Gesamtwertung Zweiter wird. Mit dem zweiten Platz in Nizza wird Girardot der bis jetzt erfolgreichste Autorennfahrer des Jahres. Das Rennen wird in der inoffiziellen Wertung für die Automobilmeisterschaft nicht berücksichtigt, da es nicht international genug besetzt ist. Das Ergebnis bei den Automobilen:
1 Georges Lemaitre auf Peugeot, Zeit: 2h52m50
2 Léonce Girardot auf Panhard, 3h19m20
3 André Koechlin auf Peugeot, 3h22m45
4 Loysel auf Bollée, 3h25m55
5 Adrien Ferdinand Baron de Turckheim auf de Dietrich, 3h26m45
6 Georges auf Peugeot, 3h35m30
7 Fernand Charron auf Panhard, 3h35m40
8 Ernest Archdeacon auf Delahaye, 3h40m45
9 Eugène de Dietrich auf de Dietrich, 3h43m50
10 Alfred Velghe (Levegh) auf Mors, 3h51m40
11 Roscoff auf Mors, 3h54m30
12 Buissot auf Delahaye, 4h01m10
13 Gustave Leys auf Panhard, 4h10m30
14 Théophile Schneider auf Rochet-Schneider, 4h24m00
15 Paul-Armand Decauvilleauf Decauville, 4h27m30
16 Charles Brouhot auf Brouhot, 4h59m00
DNF Étienne Giraud auf Bollée, ohne Zeitangabe
|
02.04.1899  |
Deutsches Kaiserreich
02.04.1899 - Deutsches Kaiserreich
Das erste Langstrecken-Autorennen Deutschlands findet zwischen Dresden und Berlin statt. Sieger wird S. Kraus auf einem französischen Phébus-Aster, der die 180 Kilometer lange Strecke in 9 Stunden und 26 Minuten zurücklegt, was eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 19,08 km/h bedeutet. Weitere Ergebnisse sind nicht bekannt. Das Rennen wird nicht für die inoffizielle Weltmeisterschaft gewertet, da es sich mutmaßlich nicht um ein internationales Rennen handelt.
|
06.04.1899  |
Französische Republik
In Frankreich findet ein weiteres Autorennen statt; dieses Mal muss die Strecke von Pau nach Bayonne und zurück gefahren werden, insgesamt 206 Kilometer. Sieger wird Albert "Georges" Lemaître auf einem Peugeot, der bereits vor zwei Wochen das Rennen in Nizza gewann und damit der derzeit erfolgreichste Fahrer in diesem Jahr ist. Für Étienne Giraud ist es das zweite Rennen in Folge, das er nicht beenden kann. Das Ergebnis:
1 Georges Albert Lemaître auf Peugeot 10 hp, Zeit: 3h57m36
2 Henri Barbereau auf Torpilleur, Zeit unbekannt
DNF Étienne Giraud auf Bollée
|
29.04.1899  |
Französische Republik / Königreich Belgien
Weniger als zwei Monate, nachdem der französische Autorennfahrer Comte Gaston de Chasseloup-Laubat mit 92,78 km/h den derzeit gültigen Geschwindigkeitsrekord für Automobile aufstellte, setzt der belgische Autorennfahrer und frühere Rekordinhaber Camille Jenatzy mit 105,88 km/h die neue Bestmarke; es ist das erste Mal, dass ein Automobil nachweislich schneller als 100 km/h fährt. Der Rekord findet in Achères in Frankreich mit dem Elektrofahrzeug „CITA No 25, La Jamais Contente“ statt.
|
30.04.1899  |
Königreich Italien / Französische Republik
In Italien findet das erste internationale Autorennen in diesem Jahr statt, das auf der Strecke von Turin über Pinerolo und Avigliana zurück nach Turin durchgeführt wird. Peugeots belegen den ersten und dritten Platz und ein Panhard wird Zweiter. Die Fahrer traten bislang international nicht in Erscheinung. Für die Wertung zur inoffiziellen Weltmeisterschaft wird das Ergebnis nicht herangezogen:
1 de Gras auf Peugeot 10 hp, Zeit: 1h59m20
2 Paul Chauchard auf Panhard 8 hp, 2h02m35
3 Gondoin auf Peugeot 7 hp, 2h26m12
4 Carlo Quagliotti auf De Dion-Bouton 2-seater, 2h34m48
5 Count Carlo Biscaretti auf Panhard Phénix, 2h35m35
6 Émile Laporte auf Orio-Marchand Voiturette, 2h36m12
7 Clérissy auf Peugeot 8 hp, 2h42m18
8 Letanturier auf Panhard 8 hp, 2h57m25
9 Cesare Goria-Gatti auf Welleyes Vetturette, 3h10m09
10 Azimonti auf Hurtu 5 hp, 3h14m41
11 Siegfried auf Panhard 8 hp, 3h29m54
12 Massimo Ricordi auf Aigle Vetturette, 3h36m00
13 Fortuné Neveux auf Decauville Voiturette, 5h03m45
14 Guidi auf Panhard 6 hp, 5h13m20
|
01.05.1899  |
Französische Republik / Königreich Belgien
Nur zwei Tage, nachdem der neue Inhaber des Geschwindigkeitsrekordes für Automobile, Camille Jenatzy, die erste Fahrt jenseits der 100 km/h erfolgreich absolvierte, schafft Jenatzy auch mit einem Elektromobil, erstmals schneller als 100 km/h zu fahren.
|
08.05.1899  |
Königreich Italien / Französische Republik
Das erste Mal wird die Reggio Emilia gefahren, die einen 85 Kilometer langen Kurs von Reggio über Brescello, Parma zurück nach Reggio beschreibt. Paul Chauchard gewinnt das Rennen mit einem Panhard, dessen Durchschnittsgeschwindigkeit mit 50,58 km/h ermittelt wird. Neben acht Automobilen kommen auch 3 Tricycles durch das Ziel, allen voran der spätere Autobauer Ettore Bugatti auf einer Prinetti-Stucchi, der nur 1h18m35 brauchte und damit fast 65 km/h gefahren ist. Für die Wertung zur inoffiziellen Weltmeisterschaft wird das Ergebnis nicht herangezogen: Das Ergebnis der Automobile:
1 Paul Chauchard auf Panhard 8 hp, Zeit: 1h40m50
2 Louis Bouvier auf Bollée Voiturette, 2h16m24
3 Baron Georges Duquesne auf Panhard 8 hp, 2h30m05
4 Émile Laporte auf Orio-Marchand Voiturette, 2h34m32
5 C. Gilbert auf Panhard 8 hp, 2h57m20
|
14.05.1899  |
Königreich Belgien
In Antwerpen findet ein Rennen statt, dessen Länge unbekannt und von dem lediglich der Sieger bekannt ist. Es ist der Belgier Pierre de Crawhez auf einem Daimler. Das Rennen wird für die inoffizielle Weltmeisterschaft nicht gewertet.
|
22.05.1899  |
Königreich Italien
In Italien findet zwischen Bologna, Poggio, Renatico, Malalbergo und Bologna ein 80 Kilometer langes Rennen statt, das von dem Monegassen Georges Duquesne in einem Panhard gewonnen wird. Vor ihm gehen zwei Voiturettes ins Ziel, die hier nicht aufgeführt werden. Das Ergebnis geht nicht in die Wertung für die inoffizielle Weltmeisterschaft ein:
1 Émile Laporte auf Orio-Marchand Voiturette, Zeit: 2h23m00
2 Louis Bouvier auf Bollée Voiturette, 2h32m00
3 Baron Georges Duquesne auf Panhard 8 hp, 2h35m00
4 Marco Conti auf Phébus, Zeit: ?
5 Guido Sanguinetti auf einer Voiturette, Zeit: ?
|
 |
Französische Republik
- Zwischen Aubagne und Aix findet ein Autorennen statt, über das nur noch der Sieger bekannt ist: Ein Franzose namens de Gras, der auf einem Peugeot siegt. Das Rennen wird für die inoffizielle Weltmeisterschaft nicht gewertet.
- In Frankreich findet ein weiteres Autorennen statt, und zwar auf der Strecke Bordeaux nach Périgueux und zurück. Das Rennen hat eine Länge von 232 Kilometer und wird von dem Franzosen Barbereau gewonnen. Er siegt auf einem Bollée in 4h46m45s. Das Rennen wird für die inoffizielle Weltmeisterschaft nicht gewertet.
|
24.05.1899  |
Französische Republik / Königreich Belgien
PARIS - BORDEAUX TRAIL
565 Kilometer
Zwischen Paris und Bordeaux findet auf einer Strecke von 565 Kilometern ein weiteres Autorennen statt, bei dem Autos der Firma Panhard die ersten fünf Plätze und neun der ersten zehn Plätze belegen. Sieger werden die Franzosen Fernand Charron und Léonce Girardot und der Belgier René de Knyff. Der Sieger legt die Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 48,20 km/h zurück. Der prominente Rennfahrer Georges Lemaître (Peugeot) fährt in der Nähe von Montretout mit zu hoher Geschwindigkeit in den Wagen von Gilles Hourgières; sein Mechaniker, der einen schlimmen Aufprall erwartet, erleidet schwere Verletzungen, als er sich durch einen Sprung von dem Wagen retten will. Obwohl Lemaîtres Wagen nicht sehr beschädigt ist, bleibt der Fahrer bei seinem verletzten Mechaniker, dessen Verletzungen sich als tödlich erweisen, und fährt nicht ins Ziel. Das Ergebnis:
Pos.
|
Fahrer
|
Konstrukteur
|
Zeit
|
(inoffizielle) Punkte
|
(inoffizielle) Herstellerpunkte
|
1 |
Fernand Charron |
Panhard |
11h43m20 |
10 |
10
|
2 |
René de Knyff |
Panhard |
11h51m26 |
9 |
9
|
3 |
Léonce Girardot |
Panhard |
12h32m35 |
8 |
8
|
4 |
Archambault |
Panhard |
12h37m45 |
7 |
|
5 |
Gilles Hourgières |
Panhard |
13h03m44 |
6 |
|
6 |
Antony |
Mors |
13h17m43 |
5 |
7
|
7 |
Leys |
Panhard |
13h32m03 |
4 |
|
8 |
Carl Voigt |
Panhard |
13h49m11 |
3 |
|
9 |
Maurice Farman |
Panhard |
14h40m32 |
2 |
|
10 |
Broc |
Mors |
15h19m48 |
1 |
6
|
11 |
Gaetan de Knyff |
Peugeot |
15h23m25 |
0 |
5
|
12 |
Huguet |
Panhard |
15h25m00 |
0 |
|
13 |
Hénon |
Panhard |
15h48m16 |
0 |
|
14 |
Alfred Velghe (Levegh) |
Mors |
15h51m26 |
0 |
4
|
15 |
De Castelnau |
Bollée |
15h52m06 |
0 |
3
|
16 |
Fougerat |
Mors |
16h33m40 |
0 |
|
|
19.06.1899  |
Königreich Italien
Zwischen den Städten Padua, Vincenza, Thiena, Bassano, Revisio und Padua findet ein 175 Kilometer langes Autorennen statt, bei dem 10 Automobile durchs Ziel; fünf Tricycles oder Quadricycle beenden ebenfalls das Rennen. Ettore Bugatti geht mit seinem Prinetti-Stucchi Quadricycle nach 3h55m30 durchs Ziel. Während er eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 44,59 km/h hielt, fuhr der Sieger bei den Automobilen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 34,27 km/h durchs Ziel. Mangels Internationalität wird dieses Rennen für die inoffizielle Weltmeisterschaft nicht gewertet. Das Ergebnis:
Das Ergebnis:
1 Rossati auf Mors, Zeit: 5h06m25
2 Lauro Bernardi auf Bernardi Vetturette, 7h08m15
3 Giuseppe Ruini auf Orio-Marchand Voiturette, 7h25m05
4 Giacomo Miari auf Bernardi (light car), 7h36m37
5 Edoardo Corinaldi auf Bernardi Vetturette, 8h06m00
6 Comtessa Elsa Albrizzi auf Benz, 8h12m15
7 Alfredo Glisenti auf Bernardi (light car), 9h10m18
|
01.07.1899  |
Königreich Belgien
In Belgien wird ein weiteres Autorennen durchgeführt, das von Brüssel über Namur nach Spa ging. Von diesem Rennen ist nur der Sieger überliefert. Sieger wird der Belgier Gaétan de Knyff auf Panhard. Mangels Internationalität wird dieses Rennen für die inoffizielle Weltmeisterschaft nicht gewertet.
|
02.07.1899  |
Deutsches Kaiserreich
Zwischen Frankfurt am Main und Köln findet ein Autorennen über etwa 180 Kilometer statt, das der Deutsche Fritz Held auf einem Benz gewinnt. Dieses Rennen wird mangels Internationalität für die inoffizielle Weltmeisterschaft nicht gewertet.
|
04.07.1899  |
Königreich Belgien
In Belgien wird ein weiteres Autorennen durchgeführt, das von Spa nach Bastogne geht. Von diesem Rennen ist nur der Sieger überliefert. Sieger wird René de Knyff auf Panhard 16p. Mangels Internationalität wird dieses Rennen für die inoffizielle Weltmeisterschaft nicht gewertet.
|
11.07.1899  |
Königreich Italien
Der 33 Jahre alte italienische Unternehmer und Bürgermeister von Villar Perosa Giovanni Agnelli gründet zusammen mit Roberto Biscaretti di Ruffia, Carlo Racca, Emanuele Cacherano di Bricherasio, Michele Ceriano, Cesare Goria Gatti, Lodovico Scarfiotti, Alfonso Ferrero di Ventimiglia und Luigi Damevino die „Fabbrica Italiana Automobili Torino“ (FIAT).
|
14.07.1899  |
Deutsches Kaiserreich
Zwischen Mainz, Bingen und Koblenz findet ein Autorennen über etwa 100 Kilometer statt, das der Deutsche Eugène de Dietrich auf einem de Dietrich gewinnt. Dieses Rennen wird mangels Internationalität für die inoffizielle Weltmeisterschaft nicht gewertet.
|
23.07.1899  |
Deutsches Kaiserreich / Österreichisch-Ungarische Monarchie
Zwischen Innsbruck und München findet ein Rennen über 149 Kilometer statt, das der Deutsche Eugène de Dietrich auf einem de Dietrich 16 hp gewinnt. Dieses Rennen wird mangels Internationalität für die inoffizielle Weltmeisterschaft nicht gewertet.
|
24.07.1899  |
Französische Republik / Königreich Belgien
16.-24. Juli 1899
TOUR DE FRANCE TRAIL
2172,5 Kilometer
In Frankreich findet das Rennsport-Großereignis, der IV. Grand Prix des französischen Automobilclubs ACF, statt. 19 Automobile, 4 Voiturettes und 25 Motorräder nehmen an der siebentägigen Rallye durch Frankreich teil, die als „Tour de France Trail“ in die Geschichte eingeht. 2172,5 Kilometer sind zurückzulegen. In der inoffiziellen Punktewertung erhalten alle Etappengewinner pro Sieg einen zusätzlichen Punkt, höchstens aber zwei zusätzlich zum Gesamtwertungspunkt. René de Knyff aus Nordfrankreich geht nach 44 Stunden und 44 Minuten als Erster durchs Ziel, fünf Stunden vor dem Zweiten Léonce Girardot. Hier die Etappensieger:
Etappe
|
Strecke
|
Sieger
|
Konstrukteur
|
(inoffizielle) Punkte
|
1 |
Champigny-Nancy |
René De Knyff |
Panhard |
1 Extra
|
2 |
Nancy-Ambérieu |
René De Knyff |
Panhard |
1 Extra
|
3 |
Aix les Bains-Vichy |
Fernand Charron |
Panhard |
1 Extra
|
4 |
Vichy-Perigueux |
René De Knyff |
Panhard |
1 Extra
|
5 |
Perigueux-Nantes |
Comte Chasseloup Laubat |
Panhard |
1 Extra
|
6 |
Nantes-Cabourg |
Alfred Velghe (Levegh) |
Mors |
1 Extra
|
7 |
Cabourg-Saint Germain |
René De Knyff |
Panhard |
1 Extra
|
Der Sieger des bislang längsten Autorennens der Welt hatte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 48,57 km/h. Das Rennergebnis:
Pos.
|
Fahrer
|
Konstrukteur
|
Zeit
|
(inoffizielle) Punkte
|
(inoffizielle) Herstellerpunkte
|
1 |
René de Knyff |
Panhard |
44h04m39 |
10+4 |
10
|
2 |
Léonce Girardot |
Panhard |
49h37m39 |
9 |
9
|
3 |
Gaston Comte de Chasseloup Laubat |
Panhard |
49h44m18 |
8+1 |
8
|
4 |
Pinson |
Panhard |
52h34m18 |
7 |
|
5 |
Boileau de Castelnau |
Bollée |
53h29m07 |
6 |
7
|
6 |
George Heath |
Panhard |
58h47m26 |
5 |
|
7 |
Adolphe Clément |
Panhard |
80h14m59 |
4 |
|
8 |
Alfred Velghe (Levegh) |
Mors |
80h14m59 |
3+1 |
6
|
9 |
Camille Jenatzy |
Mors |
166h06m03 |
2 |
5
|
DNF |
Fernand Charron |
Panhard |
|
5 Etappen 0+1 |
|
DNF |
Étienne Giraud |
Bollée |
|
4 Etappen |
|
DNF |
Avis |
Bollée |
|
3 Etappen |
|
DNF |
Georges Richard |
Richard |
|
3 Etappen |
|
DNF |
Paul Jamin |
Bollée |
|
2 Etappen |
|
DNF |
Antony |
Mors |
|
1 Etappe |
|
DNF |
Broc |
Mors |
|
1 Etappe |
|
DNF |
Lefèbvre |
Bollide |
|
1 Etappe |
|
DNF |
Leys |
Panhard |
|
< 1 Etappe |
|
DNF |
Flash (Dr. Lehwess) |
Vallée |
|
< 1 Etappe |
|
|
30.07.1899  |
Französische Republik
Zwischen Lyon und Vals findet ein Rennen über 175 Kilometer statt, das der Franzose Lara auf einem Benz gewinnt. Dieses Rennen wird mangels Internationalität für die inoffizielle Weltmeisterschaft nicht gewertet. Er braucht 3h58m10s für diese Strecke.
PARIS - SAINT MALO TRAIL
372 Kilometer
Der Sieger des Autorennens von Paris nach Saint Malo legt die Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 49,35 km/h in 7h32m00 zurück. Erstmals gibt es einen Doppelsieg der Mors vor den Panhards. Dieses Autorennen geht in die Geschichte des frühen Motorsports als bedeutendes Ereignis ein, denn der Automobilbau steckt praktisch noch in den Kinderschuhen und es für die interessierte Menschheit wichtig ist, zu wissen, wie die Leistungsfähigkeit der neuen motorisierten Fahrzeuge ermittelt werden und die Öffentlichkeit für diese innovative Technologie begeistert werden kann. Der Name des Siegers, "Antony", gehört einem frühen Autorennfahrer, der unter einem Pseudonym antritt; die Gründe dafür sind unbekannt; vielleicht will er sich ja mit dieser Entscheidung besser von der Konkurrenz abheben?
Pos.
|
Fahrer
|
Konstrukteur
|
Zeit
|
(inoffizielle) Punkte
|
(inoffizielle) Herstellerpunkte
|
1 |
Antony |
Mors |
7h32m00 |
10 |
10
|
2 |
Alfred Velghe (Levegh) |
Mors |
7h40m30 |
9 |
9
|
3 |
Hénon |
Panhard |
8h32m00 |
8 |
8
|
4 |
George Heath |
Panhard |
8h35m00 |
7 |
7
|
5 |
Flash (Dr. Lehwess) |
Vallée |
8h51m00 |
6 |
6
|
6 |
Champrobert |
Bolide |
9h56m00 |
5 |
5
|
7 |
Camille Jenatzy |
Mors |
10h06m30 |
4 |
4
|
8 |
Huguet |
Peugeot |
10h11m00 |
3 |
3
|
9 |
Hachette |
Panhard |
10h38m00 |
2 |
2
|
10 |
Ravel |
Peugeot |
11h28m00 |
1 |
1
|
11 |
De Lucenski |
Panhard |
11h51m00 |
|
|
|
15.08.1899  |
Königreich Italien
Zwischen Piacenza - Cremona - Borgo - Piacenza findet ein Autorennen über 100 Kilometer Länge statt, an dem Automobile, Tricycles und Quadricycles teilnehmen. Schnellstes Automobil ist eine Orio-Marchand-Voiturette mit dem Franzosen Émile Laporte am Steuer, der 3h01m00s für die Strecke benötigt, was eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 33,33 km/h bedeutet. Das Rennen wird nicht für die inoffizielle Weltmeisterschaft gewertet.
|
27.08.1899  |
Königreich Italien / Französische Republik
Zwischen Paris und Trouville findet auf 168 Kilometer Länge findet das erste "Handicap-Rennen" für Automobile, Motorräder, Fahrräder, Pferde und Läufer. Das Rennen wird von einem Pferd gewonnen. Am selben Tag wird das Voiturette-Rennen "Coupe des Chauffeurs Amateurs" durchgeführt, das von Louis Renault auf einem Renault gewonnen wird. Der Sieger bei den Automobilen fährt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 56,47 km/h. Das Rennen wird für die inoffizielle Weltmeisterschaft der Automobilisten nicht berücksichtigt. Hier die Wertung der Automobile:
1 Antony auf Mors, Zeit: 2h58m30 (Automobile)
1 Louis Renault auf Renault, Zeit unbekannt (Voiturette)
2 Teste
3 Hénon auf Panhard-Levassor
|
01.09.1899  |
Französische Republik / Königreich Belgien
PARIS - OOSTENDE TRAIL
323,5 Kilometer
Die französischen Piloten Léonce Girardot, der derzeit erfolgreichste Rennfahrer, und Levegh fahren gleichzeitig über die Ziellinie, was in der Geschichte des Automobilrennsports zum ersten Mal geschieht. Beide fuhren das Rennen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit 52,32 km/h.
Pos.
|
Fahrer
|
Konstrukteur
|
Zeit
|
(inoffizielle) Punkte
|
(inoffizielle) Herstellerpunkte
|
1 |
Léonce Girardot |
Panhard |
6h11m |
10 |
10
|
|
Alfred Velghe (Levegh) |
Mors |
6h11m |
10 |
10
|
3 |
George Lemaître |
Peugeot |
6h32m |
8 |
8
|
4 |
Fernand Charron |
Panhard |
6h39m |
7 |
7
|
5 |
Camille Jenatzy |
Mors |
6h40m |
6 |
6
|
6 |
Broc |
Mors |
6h54m |
5 |
5
|
7 |
Dr. Lehwess (Flash) |
Vallée |
7h47m |
4 |
4
|
8 |
Perrot |
Mors |
8h30m |
3 |
|
9 |
Louis Renault |
Renault Voiturette |
9h31m |
2 |
3
|
10 |
Auguste Doriot |
Peugeot Voiturette |
10h53m |
1 |
2
|
|
11.09.1899  |
Königreich Italien
Ein neues Autorennen findet in Italien auf einem 223 Kilometer langen Rundkurs von Brescia über Cremona, Mantua, Verona zurück nach Brescia statt Von 26 Startern erreichen 17 das Ziel. Der Sieger Giuseppe Alberti fährt das Rennen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 44,21 km/h. Mangels Internationalität wird das Rennen für die inoffizielle Weltmeisterschaft nicht gewertet. Das Ergebnis:
1 Giuseppe Alberti auf Mors, Zeit: 5h02m38
2 Toussaint auf Mors, 5h25m31
3 Guglielmo Bressi auf Benz 8 hp, 6h39m33
4 Paolo Meda auf Benz, 8h07m35
5 E. Castelfranco auf Orio-Marchand, 9h05m00
|
17.09.1899  |
Französische Republik
PARIS - BOULOGNE TRAIL
231,5 Kilometer
Erneut gewinnt Léonce Girardot ein Rennen und Levegh wird Zweiter. Der Sieger fährt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 53,89 km/h. Das Ergebnis:
1 Léonce Girardot auf Panhard, Zeit: 4h17m44
2 Alfred Velghe (Levegh) auf Mors, 4h19m20
3 Broc auf Mors, 4h32m20
4 Charles Rolls auf Panhard, 6h11m30
|
20.09.1899  |
Königreich Italien
In Italien findet zwischen Bergamo, Treviglio, Crema und wieder Bergamo ein 92 Kilometer langes Autorennen statt. Wegen der Kürze und des Mangels an Internationalität des Rennens wird dieses nicht für die inoffizielle Weltmeisterschaft gewertet. Von 13 Startern erreichen 11 das Ziel. Der Sieger Camillo Martinoni fährt das Rennen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 33,25 km/h. Das Ergebnis:
1 Camillo Martinoni auf Prinetti-Stucchi Vetturette, 2h46m00
2 Pagani auf Orio-Marchand, 4h05m00
3 Alfredo Lechi auf De Dion-Bouton (Heavy Car), 4h12m00
4 Giuseppe Ruini auf Orio-Marchand, 4h17m00
5 Bartolomeo Orio auf Orio-Marchand, 5h22m00
6 Giuseppe Tamagni auf einem Heavy Car, 5h33m00
7 Pinelli auf einem Heavy Car), 5h47m00
8 Guido Sanguinetti auf einem (Heavy Car), 5h59m00
|
 |
Deutsches Kaiserreich
Von einem 170 Kilometer langen Autorennen zwischen Berlin und Leipzig sind nur die Sieger Fritz Held und Richard Benz bekannt, die die Strecke auf einem Benz 12 hp bewältigen. Dieses Rennen wird für die inoffizielle Weltmeisterschaft der Automobilisten nicht gewertet.
|
01.10.1899  |
Königreich Italien
Zwischen Bordeaux und Biarritz findet ein 231,5 Kilometer langes Automobilrennen statt, das wegen mangelnder Internationalität für die inoffizielle Weltmeisterschaft nicht gewertet wird. Endlich gewinnt Levegh ein Automobilrennen und Antony wird Zweiter. Der Sieger fährt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 59,66 km/h. Das Ergebnis:
1 Alfred Velghe (Levegh) auf Mors, Zeit: 4h31m30
2 Antony auf Mors, 4h31m30
3 Petit auf Peugeot, 4h53m08
4 André Koechlin auf Peugeot, 5h19m02
5 Broc auf Mors, 4h53m08
6 Georges auf Peugeot, 5h38m00
7 Ravenez auf Decauville Voiturette, 6h23m00
|
30.10.1899  |
Königreich Italien / Französische Republik
Auf einem etwa 100 Kilometer langen Rundkurs von Treviso über Oderzo, Codogne, Conegliano zurück nach Treviso findet ein weiteres Autorennen statt, welches für die inoffizielle Weltmeisterschaft nicht gewertet wird. Die Durchschnittsgeschwindigkeit des Siegers beträgt 40,5 km/h. Das Ergebnis:
1 Andrea Antonini aufBenz, Zeit: 2h28m00s
2 Émile Laporte auf Orio-Marchand, 2h32m00s
3 Edoardo Corinaldi auf Bernardi, 2h39m30s
4 Giacomo Miari auf Bernardi, 3h09m00s
DNF Nicola Braida
DNF Agostino Tozzi
DNF Francesco Carnera
DNF Alessandro Rossi
|
31.12.1899 Léonce Girardot Der erfolgreichste Autorennfahrer des Jahres 1899 Alfred Velghe alias "Levegh" Platz 2 der erfolgreichsten Autorennfahrer des Jahres 1899 René de Knyff Ebenfalls Platz 2 der erfolgreichsten Autorennfahrer des Jahres 1899 |
Die erfolgreichsten Autorennfahrer des Jahres 1899 (inoffizielle Wertung)
Pos.
|
Fahrer
|
|
|
|
|
Punkte
|
1 |
Léonce Girardot |
8 |
9 |
|
10 |
27
|
2 |
René de Knyff |
9 |
14 |
|
|
23
|
|
Alfred Velghe (Levegh) |
|
4 |
9 |
10 |
23
|
4 |
Fernand Charron |
10 |
1 |
|
7 |
18
|
5 |
Antony |
5 |
|
10 |
|
15
|
6 |
George Heath |
|
5 |
7 |
|
12
|
|
Camille Jenatzy |
|
2 |
4 |
6 |
12
|
8 |
Flash (Dr. Lehwess) |
|
|
6 |
4 |
10
|
9 |
Gaston de Chasseloup Laubat |
|
9 |
|
|
9
|
10 |
Hénon |
|
|
8 |
|
8
|
|
Georges Lemaître |
|
|
|
8 |
8
|
12 |
Archambault |
7 |
|
|
|
7
|
|
Pinson |
|
7 |
|
|
7
|
14 |
Boileau de Castelnau |
|
6 |
|
|
6
|
|
Gilles Hourgières |
6 |
|
|
|
6
|
|
Broc |
1 |
|
|
5 |
6
|
17 |
Champrobert |
|
|
5 |
|
5
|
18 |
Adolphe Clément |
|
4 |
|
|
4
|
|
Gustave Leys |
4 |
|
|
|
4
|
20 |
Huguet |
|
|
3 |
|
3
|
|
Perrot |
|
|
|
3 |
3
|
|
Carl Voigt |
3 |
|
|
|
3
|
23 |
Maurice Farman |
2 |
|
|
|
2
|
|
Hachette |
|
|
2 |
|
2
|
|
Louis Renault |
|
|
|
2 |
2
|
26 |
Auguste Doriot |
|
|
|
1 |
1
|
|
Ravel |
|
|
1 |
|
1
|
Inoffizielle Konstrukteurswertung aller Compétitions oder Épreuves im Automobilgeschehen dieses Jahres
Um über die Jahrzehnte hinweg einen Vergleich der besten Fahrer und der besten Fabrikate zu realisieren, ist mangels einer offiziellen eine inoffizielle Wertung nötig. Die "ewige Wertung" bei Oteripedia erfolgt so:
- Gewertet werden nur internationale Rennen, bei denen Fahrer oder Fahrerinnen aus mindestens drei Nationen in die Wertung kommen.
- Gewertet werden nur Rennen, die mindestens 100 Kilometer Länge haben.
- Der Sieger erhält 10 Punkte, der Zweite 9 Punkte und so weiter bis zum Zehnten, der 1 Punkt erhält. Kommen keine 10 Fahrzeuge ins Ziel oder ist die Reihenfolge des Eintreffens im Ziel nicht mehr genau bekannt, werden die entsprechenden Punkte nicht mehr vergeben.
- Bei Langstreckenrennen, die in Etappen gefahren werden, kann es einen Extrapunkt für jeden Etappensieg geben, außerdem gibt es von der Einführung der Rundrennen an einen Punkt für die schnellste gefahrene Runde im Rennen, auch wenn das Fahrzeug nicht ins Ziel gekommen ist.
- Für die Qualifikationsrunden zur Startaufstellung wird im späteren Verlauf die Pole Position mit einem Punkt bewertet werden.
- Wechseln sich Fahrer ab, werden diese Punkte ebenfalls geteilt, und zwar geteilt durch die Anzahl der Beteiligten ungeachtet der zurückgelegten Kilometer.
- Bei Oteripedia gibt es keine "Konstrukteurswertung", sondern eine "Fabrikatswertung". Nur die drei besten Motoren eines Fabrikats kommen in die Wertung der ersten zehn Fahrzeuge, alle weiteren Motoren dieses Fabrikats werden nicht gewertet.
1899 - Inoffizielle Konstrukteurswertung der bisherigen Compétitions oder Épreuves im Automobilgeschehen des Jahres
Der Autorennsport ist eine Domäne der Franzosen. Die Firma Panhard gewinnt die inoffizielle Konstrukteurswertung.
Pos.
|
Konstrukteur
|
Punkte
|
1 |
Panhard |
84
|
2 |
Mors |
72
|
3 |
Peugeot |
19
|
4 |
Bollée |
10
|
|
Vallée |
10
|
6 |
Bolide |
5
|
7 |
Renault |
3
|
1899 - Inoffizielle Nationenwertung dieses Jahres
Pos.
|
Nation
|
|
|
|
|
Punkte
|
1 |
Frankreich |
52 |
54 |
38 |
45 |
185
|
2 |
Belgien |
|
2 |
4 |
6 |
12
|
|
USA |
|
5 |
7 |
|
12
|
4 |
Argentinien |
|
|
6 |
4 |
10
|
5 |
Deutsches Reich |
3 |
|
|
|
3
|
|