Mesozoikum: Unterschied zwischen den Versionen
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* Im Gebiet des heutigen '''[[Deutschland - Vorzeit|Deutschland]]''', vornehmlich in Baden-Württemberg, kommen die ersten Schildkröten auf. Sie existieren in zwei unterschiedlichen Gruppen: Die eine davon hat einen hochgewölbten Panzer wie die Gattung Proterochersis und die andere einen bis zu einen Meter langen, sehr flachen Panzer wie Proganochelys. Die Urschildkröte Proganochelys kann bei Gefahr ihren Schädel nicht unter den Panzer ziehen, weil ihr Hals ebenso wie der Schwanz mit Knochendornen versehen ist. Sie hat auf dem Gaumen Zähne und einen zahnlosen Hornschnabel, wie er für moderne Schildkröten typisch ist. Mit Proganochelys ist die aus Halberstadt in Sachsen-Anhalt bekannte Gattung Triassochelys identisch. | * Im Gebiet des heutigen '''[[Deutschland - Vorzeit|Deutschland]]''', vornehmlich in Baden-Württemberg, kommen die ersten Schildkröten auf. Sie existieren in zwei unterschiedlichen Gruppen: Die eine davon hat einen hochgewölbten Panzer wie die Gattung Proterochersis und die andere einen bis zu einen Meter langen, sehr flachen Panzer wie Proganochelys. Die Urschildkröte Proganochelys kann bei Gefahr ihren Schädel nicht unter den Panzer ziehen, weil ihr Hals ebenso wie der Schwanz mit Knochendornen versehen ist. Sie hat auf dem Gaumen Zähne und einen zahnlosen Hornschnabel, wie er für moderne Schildkröten typisch ist. Mit Proganochelys ist die aus Halberstadt in Sachsen-Anhalt bekannte Gattung Triassochelys identisch. | ||
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* Das Hettangium (im Deutschen oft verkürzt zu Hettang, seltener auch abgewandelt zu Hettangien), die erste chronostratigraphische Stufe des Juras, beginnt. Das Hettangium wurde nach dem Ort Hettange-Grande (Dépt. Moselle) in Lothringen (Frankreich) benannt. Der Beginn des Hettangiums wird durch das Erstauftreten der Ammoniten-Art Psiloceras spelae definiert. Als Obergrenze wird das Erstauftreten der Ammoniten-Gattungen Vermiceras und Metophioceras festgelegt. | * Das Hettangium (im Deutschen oft verkürzt zu Hettang, seltener auch abgewandelt zu Hettangien), die erste chronostratigraphische Stufe des Juras, beginnt. Das Hettangium wurde nach dem Ort Hettange-Grande (Dépt. Moselle) in Lothringen (Frankreich) benannt. Der Beginn des Hettangiums wird durch das Erstauftreten der Ammoniten-Art Psiloceras spelae definiert. Als Obergrenze wird das Erstauftreten der Ammoniten-Gattungen Vermiceras und Metophioceras festgelegt. | ||
* Am Ende der Trias beginn die Blütezeit der Cycadeen, die bis in die Kreide andauern wird. Die ersten Kiefernartigen haben sich bereits im Karbon entwickelt (Cordaitales, Voltziales). Aber das Aussterbeereignis am Ende des Perms trifft auch diese Gruppe. So sterben zum Beispiel die Cordaiten am Ende des Perms vollständig aus, die Voltziales entwickelten sich in der Trias weiter. | * Am Ende der Trias beginn die Blütezeit der Cycadeen, die bis in die Kreide andauern wird. Die ersten Kiefernartigen haben sich bereits im Karbon entwickelt (Cordaitales, Voltziales). Aber das Aussterbeereignis am Ende des Perms trifft auch diese Gruppe. So sterben zum Beispiel die Cordaiten am Ende des Perms vollständig aus, die Voltziales entwickelten sich in der Trias weiter. | ||
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Der '''[[Indien - Vorzeit|Indische Subkontinent]]''' trennt sich von Gondwana und steuert auf die asiatische Platte zu. <br> | Der '''[[Indien - Vorzeit|Indische Subkontinent]]''' trennt sich von Gondwana und steuert auf die asiatische Platte zu. <br> | ||
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Das Sinemurium (auch Sinemur, oder seltener auch Sinemurien), in der Erdgeschichte eine chronostratigraphische Stufe des Jura, beginnt. Das Sinemurium wurde nach dem lateinischen Namen Sinemurum Briennense castrum von Semur-en-Auxois (Département Côte-d’Or in Burgund benannt. Der Beginn des Sinemuriums wird durch das Erstauftreten der Ammoniten-Gattungen Vermiceras und Metophioceras festgelegt. Die Obergrenze (und damit die Untergrenze des Pliensbachiums) bildet das erste Auftreten der Ammoniten-Art Bifericeras donovani und der Ammoniten-Gattung Apoderoceras. Der Meeresspiegel zeigt im Sinemurium generell ansteigende Tendenz. Darüber legt sich ein Muster aus Vordringen, Zurückweichen und Vordringen ("Transgression-Regression-Transgression" des Meeres über größere Gebiete des Festlandes. | Das Sinemurium (auch Sinemur, oder seltener auch Sinemurien), in der Erdgeschichte eine chronostratigraphische Stufe des Jura, beginnt. Das Sinemurium wurde nach dem lateinischen Namen Sinemurum Briennense castrum von Semur-en-Auxois (Département Côte-d’Or in Burgund benannt. Der Beginn des Sinemuriums wird durch das Erstauftreten der Ammoniten-Gattungen Vermiceras und Metophioceras festgelegt. Die Obergrenze (und damit die Untergrenze des Pliensbachiums) bildet das erste Auftreten der Ammoniten-Art Bifericeras donovani und der Ammoniten-Gattung Apoderoceras. Der Meeresspiegel zeigt im Sinemurium generell ansteigende Tendenz. Darüber legt sich ein Muster aus Vordringen, Zurückweichen und Vordringen ("Transgression-Regression-Transgression" des Meeres über größere Gebiete des Festlandes. | ||
* Die Meere werden von den Ichthyosauriern mit dem Taxon Ichthyosaurus und den Plesiosauriern mit den Taxa Eretmosaurus und Plesiosaurus bevölkert. | * Die Meere werden von den Ichthyosauriern mit dem Taxon Ichthyosaurus und den Plesiosauriern mit den Taxa Eretmosaurus und Plesiosaurus bevölkert. |
Version vom 31. Oktober 2016, 18:35 Uhr
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Phanerozoikum – Mesozoikum – Trias – Untertrias - Indusium - Pangaea
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Phanerozoikum – Mesozoikum – Trias – Untertrias – Olenekium Das Olenekium (im Deutschen häufig verkürzt zu Olenek), eine weitere Stufe der Unteren Trias, beginnt. Die Typlokalität liegt beim Fluss Olenek in Sibirien. Der Beginn der Stufe wird das Erstauftreten der Conodonten-Art Neospathodus waageni und dem Erstauftreten der Ammoniten-Gattungen Flemingites und Euflemingites definiert. Das Erstauftreten der Conodonten-Art Chiosella timorensis markiert das Ende der Stufe. Ein GSSP (globale Typlokalität und Typprofil) ist bisher noch nicht festgelegt worden. Regional wird das Olenekium noch in die Unterstufen Smithium und Spathium untergliedert. Das Olenekium war früher zusammen mit dem Indusium ein Teil der Skyth-Stufe (Skythium), die jedoch keine offiziell anerkannte Stufe mehr ist und nur noch regional (z.B. in den Alpen) benutzt wird. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Trias – Untertrias – Olenekium Die ersten Echsen (Sauria) und Eidechsen (Lacertilia) treten auf. Sie sind noch relativ klein (einige Arten weniger als 20 Zentimeter lang ) und ernähren sich von Insekten. Im Gebiet des heutigen Deutschland lebt der Protorosaurus. Er wird bis zu zwei Meter lang und lebt in wüstenhaften Landstrichen. "Protosaurus" heißt zu deutsch "frühe Echse". Fossilien werden in der Nähe von Eisenach und in Nordhessen gefunden. Bald treten die ersten Brückenechsen auf. Der Begriff Brückenechsen beruht auf der knöchernen Überbrückung der Schläfengegend. Die Brückenechsen gehören zur Ordnung Sphenodontia. Sie besitzen oberhalb des Augenpaares ein so genanntes „drittes Auge“ oder Scheitelauge, einen Rückenkamm und eine Haut mit kleinen Schuppen. Außerdem erscheinen auf der Erde die ersten Pflasterzahnsaurier. Als einer der ersten Pflasterzahnsaurier mit einem schildkrötenartigen Panzer gilt Placochelys. Dieses gut an das Leben im Wasser angepasste Reptil war vom Kopf bis zum Ende des kurzen Schwanzes maximal 90 Zentimeter lang. Es hatte einen schildkrötenartigen, aus Knochenplatten bestehenden Rücken- und Bauchpanzer. Die Gliedmaßen waren zu Schwimmpaddeln umgewandelt. Anders als Placodus besaß Placochelys keine langen Greifzähne am vorderen Ende des Kiefers, sondern einen Hornschnabel. Phanerozoikum – Mesozoikum – Trias – Untertrias – Olenekium - Pangaea / Indien | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Trias – Untertrias – Olenekium - Pangaea In Pangaea ist es wüstenartig und heiß. In der Untertrias kommt es in Mitteleuropa zur Ablagerung der terrestrischen Sedimente des Buntsandsteins. Cycadeen und Benettiteen erscheiben, Nadelbäume breiten sich aus. In der Fauna breiten sich Ammoniten aus sowie Grashüpfer und erste fleisch- und pflanzenfressende Saurier. Die Säugetiere spalten sich ab von den säugetierartigen Reptilien (Therapsiden). | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Trias – Mitteltrias - Anisium Das Anisium (im deutschen Sprachgebrauch meist verkürzt zu Anis), in der Erdgeschichte die erste bzw. untere chronostratigraphische Stufe der Mittleren Trias, beginnt. Der Name ist abgeleitet von Anisus, dem lateinischen Namen der Enns. Als Untergrenze der Stufe (und damit auch der Untergrenze der Mitteltrias) werden zwei Horizonte diskutiert; das Erstauftreten der Conodonten-Art Chiosella timorensis oder die Basis der Magnetozone MT1n. Die Obergrenze des Anisium (und die Untergrenze des Ladinium) ist durch das Erstauftreten der Ammoniten-Art Eoprotrachyceras curionii und das Einsetzen der Ammoniten-Familie Trachyceratidae definiert. Die Grenze fällt auch zusammen mit dem Erstauftreten der Conodonten-Art Neogondolella praehungarica. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Trias – Mitteltrias - Anisium Das größte Amphibium aller Zeiten, der Urlurch "Mastodonsaurus", tritt auf. Dieses auf den ersten Blick wie eine riesige Kröte wirkende Tier erreicht eine Länge von maximal drei Metern. Der größte, bisher von einem Mastodonsaurus bekannte Unterkiefer misst 1,40 Meter. Er wird 1977 bei Grabungen des Stuttgarter Naturkundemuseums an der Autobahn bei Kupferzell im Hohenloher Land (Baden-Württemberg) geborgen. Im Saurier-Massengrab von Kupferzell kommen auch Schädelknochen von Larven des Mastodonsaurus mit etwa 10 Zentimeter langen Schädeln zum Vorschein. Mastodonsaurus wird wegen der charakteristischen Struktur seiner Zähne auch „Zitzenzahnsaurier“ genannt. Er lauert im Wasser oder am Ufer Beutetieren auf. Bissstellen auf Knochen von 5 Meter langen, an Land lebenden Dinosaurier-Ahnen zeigen, dass der Mastodonsaurus auch diese gefährlichen Räuber angriff. Das rätselhafteste Organ der Amphibien ist das so genannte „dritte Auge“ auf dem Scheitelbein. Es besitzt wie ein echtes Auge eine Linse, eine Netzhaut und einen zum Gehirn ziehenden Nerv, aber keine Regenbogenhaut. Man vermutet, dass das „dritte Auge“ vor allem eine Funktion als thermoregulatorisches Organ hat, das durch die Aufnahme des Sonnenlichtes die Aktivität, unter anderem die Körpertemperatur, regelt. Ein „drittes Auge“ ist bei Fischen, den meisten Amphibien und Reptilien bekannt. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Trias – Mitteltrias - Anisium - Pangaea Im Gebiet des heutigen Mato Grosso in Brasilien schlägt der Asteroid Araguainha Dome ein und verursacht einen Krater von 40 Kilometern Durchmesser. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Trias – Mitteltrias - Ladinium Das Ladinium (im deutschen Sprachgebrauch meist verkürzt zu Ladin), in der Erdgeschichte die obere chronostratigraphische Stufe der Mittleren Trias, beginnt. Die Stufe wurde nach der Volksgruppe der Ladiner benannt. Der Beginn der Stufe wird durch das Erstauftreten der Ammoniten-Art Eoprotrachyceras curionii definiert. Die Grenze zum Karnium ist noch nicht abschließend festgelegt worden. Wahrscheinlich wird die Grenze mit dem Erstauftreten der Ammoniten-Gattungen Daxatina oder Trachyceras, und dem Erstauftreten der Conodonten-Art Metapolygnathus polygnathiformis definiert. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Trias – Obertrias - Karnium
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Phanerozoikum – Mesozoikum – Trias – Obertrias - Karnium
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Phanerozoikum – Mesozoikum – Trias – Obertrias - Norium Das Norium (Nor), in der Erdgeschichte die mittlere chronostratigraphische Stufe der Obertrias, beginnt. Die ursprüngliche Typlokalität liegt in den Norischen Alpen (Österreich), die namensgebend für die Stufe ist. Der Beginn der Stufe wird durch die Basis der Ammoniten-Zone Klamathites macrolobatus oder Stikinoceras kerri und durch die Conodonten-Zonen Metapolygnathus communisti oder Metapolygnathus primitius definiert. Das Ende der Stufe wird das Erstauftreten der Ammoniten-Art Cochloceras amoenum definiert. Außerdem treten nahe der Basis auch die Conodonten Misikella spp. und Epigondolella mosheri erstmals auf, ebenso die Radiolarien-Art Proparvicingula moniliformis. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Trias – Obertrias - Norium Im Gebiet des heutigen Deutschland leben Krokodile der Gattung Saltoposuchus, deren Überreste hauptsächlich in Württemberg gefunden werden. Er ist 1-1,5 Meter lang und wiegt 10-15 Kilogramm. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Trias – Obertrias - Norium Im Gebiet des heutigen Manitoba schlägt der Asteroid Saint Martin ein und verursacht einen Krater von 40 Kilometern Durchmesser. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Trias – Obertrias - Norium Im Gebiet des heutigen Québec schlägt der Asteroid Manicouagan ein und verursacht einen Krater von 100 Kilometern Durchmesser. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Trias – Obertrias - Norium
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Phanerozoikum – Mesozoikum – Trias – Obertrias - Norium
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Phanerozoikum – Mesozoikum – Trias – Obertrias - Rhaetium Das Rhaetium (Rhät, auch Rät), die dritte und letzte geologische Stufe der Obertrias, beginnt. Das Rhaetium ist nach den Rätischen Alpen (alte Schreibweise Rhätische Alpen) in der Ostschweiz und dem anschließenden Grenzgebiet Italiens und Österreichs benannt. Die Basis des Rhaetium ist bisher noch nicht eindeutig festgelegt; die tiefste (erste) Ammonitenzone des Rhaetiums ist im Tethysbereich Sagenites reticulatus. Im borealen Bereich kommt dieser Ammonit nicht vor. Hier ist die Zone des Cochloceras amoenum die tiefste Ammonitenzone des Rhaetiums. Außerdem treten nahe der Basis auch die Conodonten Misikella und Epigondolella mosheri erstmals auf, ebenso die Radiolarien-Art Proparvicingula moniliformis. Die oberste Ammonitenzone des Rhaetium ist im Tethys-Bereich die Zone des Choristoceras marshi. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Trias – Obertrias - Rhaetium
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Datei:Archaeopterix.jpg Der "Urvogel" Archaeopterix ![]() |
Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Unterjura - Hettangium - Pangaea
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Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Unterjura - Hettangium - Gondwana / Indien - Vorzeit / Asien Der Indische Subkontinent trennt sich von Gondwana und steuert auf die asiatische Platte zu. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Unterjura – Sinemurium Das Sinemurium (auch Sinemur, oder seltener auch Sinemurien), in der Erdgeschichte eine chronostratigraphische Stufe des Jura, beginnt. Das Sinemurium wurde nach dem lateinischen Namen Sinemurum Briennense castrum von Semur-en-Auxois (Département Côte-d’Or in Burgund benannt. Der Beginn des Sinemuriums wird durch das Erstauftreten der Ammoniten-Gattungen Vermiceras und Metophioceras festgelegt. Die Obergrenze (und damit die Untergrenze des Pliensbachiums) bildet das erste Auftreten der Ammoniten-Art Bifericeras donovani und der Ammoniten-Gattung Apoderoceras. Der Meeresspiegel zeigt im Sinemurium generell ansteigende Tendenz. Darüber legt sich ein Muster aus Vordringen, Zurückweichen und Vordringen ("Transgression-Regression-Transgression" des Meeres über größere Gebiete des Festlandes.
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Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Unterjura – Pliensbachium Das Pliensbachium (im Deutschen meist verkürzt zu Pliensbach), in der Erdgeschichte eine chronostratigraphische Stufe des Jura, beginnt. Das Pliensbachium wurde nach Pliensbach benannt, dem kleineren Teilort der Gemeinde Zell unter Aichelberg im Landkreis Göppingen im Vorland der mittleren Schwäbischen Alb, etwa 30 km östlich von Stuttgart. Der Beginn der Stufe wird durch das erstmalige Erscheinen von Bifericeras donovani sowie der Gattungen Apoderoceras und Gleviceras bestimmt. Das Ende wird durch das erstmalige Auftreten der Ammonitengattung Eodactylites definiert. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Unterjura - Pliensbachium - Pangaea
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Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Unterjura – Toarcium Das Toarcium (seltener auch Toarc oder Toarcien), in der Erdgeschichte eine chronostratigraphische Stufe des Unterjura, beginnt. Das Toarcium wurde nach der französischen Stadt Thouars benannt. Thouars liegt auf halbem Weg zwischen Angers und Poitiers. Die stratigraphische Bestimmung des Toarcium beruht auf der Gruppe der Ammoniten. Der Beginn des Toarcium wird durch das Auftreten der Ammonitengattung Eodactylites definiert. Das Ende wird durch das Auftreten der Gattung Leioceras definiert. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Unterjura - Toarcium - Pangaea / Gondwana Die Landverbindung zwischen Gondwana und Nordamerika löst sich auf. Dadurch wird Gondwana wieder zu einem eigenständigen Großkontinent. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Mitteljura - Aalenium Das Aalenium (deutsch verkürzt auch Aalen, auch Aalenien), in der Erdgeschichte eine chronostratigraphische Stufe des Jura, beginnt. Die Stufe ist benannt nach der Stadt Aalen in Baden-Württemberg. Die ersten Fossilienfunde dieser Stufe wurden unter anderem im Tiefen Stollen in Aalen gemacht. Hiervon ist ein großer Teil im städtischen Urweltmuseum Aalen ausgestellt. Der Beginn der Stufe ist durch das Erstauftreten der Ammonitengattung Leioceras definiert. Das Erstauftreten der Ammonitengattung Hyperlioceras markiert das Ende der Stufe. Im Mitteljura dehnt sich das Meer weiter zum heutigen Osteuropa aus. Fast die gesamte osteuropäische Plattform wird überflutet. Weite Teile Skandinaviens und Teile Böhmens und die Rheinische Insel bleiben jedoch Festland während des beinahe gesamten Jura und werden damit zu einer Insel, die das norddeutsche und das süddeutsche Jura, voneinander trennt. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Mitteljura - Bajocium Das Bajocium (selten auch verkürzt zu Bajoc, auch Bajocien), die zweite chronostratigraphische Stufe der Mitteljura-Serie im Jura, beginnt. Die Stufe ist nach dem gallo-römischen Stadtnamen Bajocae für Bayeux im französischen Département Calvados benannt. Der Beginn der Stufe ist durch das Erstauftreten der Ammoniten-Gattung Hyperlioceras definiert. Das Ende wird durch das Erstauftreten der Ammoniten-Art Parkinsonia convergens markiert. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Mitteljura - Bajocium Ein Erdenjahr hat jetzt 376 Tage. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Mitteljura - Bathonium Das Bathonium (auch verkürzt zu Bathon), in der Erdgeschichte die dritte chronostratigraphische Stufe der Mitteljura-Serie im Jura, beginnt. Die Typlokalität der Stufe liegt in der Nähe der Stadt Bath am Fluss Avon (Somerset, England). Die Bezeichnung Bathonium ist eine latinisierte Version des Stadtnamens. Die untere Grenze der Stufe ist mit den Ersteinsetzen der Ammoniten-Art Parkinsonia (Gonolkites) convergens definiert. Die Stufe endet mit dem Einsetzen der Ammoniten-Gattung Kepplerites. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Unterjura - Bathonium - Pangaea Im Gebiet des heutigen Nischnij Nowgorod schlägt der Asteroid Puchezh-Katunki ein und verursacht einen Krater von 80 Kilometern Durchmesser. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Mitteljura - Callovium Callovium (im Deutschen häufig verkürzt zu Callov, seltener auch Callovien), in der Erdgeschichte die oberste chronostratigraphische Stufe der Mitteljura-Serie des Jura, beginnt. Bei dem Begriff handelt es sich um die latinisierte Form von Kellaways, einer Ortschaft in Wiltshire, England (nahe Chippenham). Im England wird für diese Schichtstufe auch der Begriff "Kelloway rock" gebraucht. Die Stufe beginnt mit dem Erstauftreten der Ammoniten-Gattung Kepplerites (Macrocephalites herveyi Zone), sie endet mit dem Erstauftreten der Ammoniten-Art Brightia thuouxensis an der Basis der ersten Ammonitenzone des Oxfordiums. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Mitteljura - Bajocium Der gemeinsame Vorfahre aller heutigen Säugetiere lebt nach Auffassung der meisten Evolutionisten in dieser Zeit und sieht einem heutigen Reptil ähnlich. Das Tier trägt ein Fell und legt Eier. Das noch heute in Australien lebende Schnabeltier ist der bekannteste Vertreter dieser Art, obwohl es sich im Laufe der Millionen Jahre an seinen Lebensraum natürlich angepasst haben muss. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Mitteljura - Oxfordium Das Oxfordium (häufig verkürzt auch nur Oxford, seltener auch Oxfordien), in der Erdgeschichte die untere chronostratigraphische Stufe der Oberjura-Serie im Jura, beginnt. Bei dem Begriff handelt es sich um den latinisierten Namen der englischen Stadt Oxford. Der Beginn der Stufe ist durch das Erstauftreten der Ammoniten-Art Brightia thuouxensis definiert. Sie endet mit dem ersten Auftreten des Ammoniten Pictonia baylei im Fossilbericht. Die jetzt vorkommene Gattung Castorocauda lutrasimilis (Docodonta) ähnelt einem Biber und zeigt bereits die Weiterentwicklung der Säugetiere. Die ältesten Fossilien dieser Art werden in China entdeckt. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Unterjura - Oxfordium / (298) Baptistina Eine Computersimulation zur Rückrechnung von Umlaufbahnen von Asteroiden aus dem Jahre 2007 ergibt eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass Bruchstücke des heute noch existierenden Asteroiden (298) Baptistina mit der Erde kollidieren. Baptistina war vor diesem Ereignis etwa 170 Kilometer groß und kollidierte mit einem etwa 60 Kilometer großen Asteroiden. Dabei entstanden rund 100.000 Bruchstüke mit mehr als einem Kilometer Durchmesser und etwa 300 mit mehr als 10 Kilometer Durchmesser. Etwa zwei Prozent dieser Bruchstücke wurden durch die Schwerkraft von Mars und Jupiter ins innere Sonnensystem abgelenkt. Einige Bruchstücke treffen Erde und Mond. Heute ist der Asteroid nur noch 40 Kilometer groß. Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Unterjura - Hettangium - Pangaea | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Mitteljura - Kimmeridgium Das Kimmeridgium (im Deutschen oft verkürzt zu Kimmeridge, seltener auch Kimmeridgien), in der Erdgeschichte die mittlere chronostratigraphische Stufe des Oberjura im Jura, beginnt. Bei dem Begriff „Kimmeridgien“ handelt es sich m den latinisierten Namen der Ortschaft Kimmeridge auf der Isle of Purbeck, in der Grafschaft Dorset an der Ärmelkanalküste von England. Die Stufe beginnt mit den Schichten, in denen erstmals die Ammoniten-Art Pictonia baylei auftritt. Das Ende der Stufe ist mit dem Einsetzen des Ammoniten Hybonoticeras hybonotum definiert. Das Ende der Stufe fällt auch zusammen mit der Magnetanomalie M22An. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Oberjura - Tithonium Das Tithonium (im Deutschen oft verkürzt zu Tithon, seltener auch Tithonien, bis 1990 zum Teil auch als Portlandium bezeichnet), die höchste chronostratigraphische Stufe des Jura, beginnt. Der Name des Tithoniums geht auf Tithonos zurück, einer Figur aus der griechischen Mythologie. Tithonos war der Gatte der Eos, der Göttin der Morgenröte. Die Stufe beginnt mit der Ammoniten-Zone des Hybonoticeras hybonotum und endet mit dem Einsetzen des Ammoniten Berriasella jacobi. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Oberjura - Tithonium - Gondwana / Laurasia / Laurentia Die ältesten noch vorhandenen Anteile der dünnen Ozeankruste existieren erst jetzt. Der Großkontinent Gondwana beginnt vom Kontinent Pangaea abzubrechen. Madagaskar löst sich vom afrikanischen Kontinent. Laurasia teilt sich durch Öffnung des Nordatlantiks in Laurentia (das heutige Nordamerika) und Eurasien (noch ohne Indien und Arabien). Alle beteiligten Kratone - bis auf Grönland, Irland und England - sind bis heute zusammengeschlossen, wobei sich bereits erste Riftzonen in der Region des Baikalsees bilden. So wie bei jeder Gebirgsbildung kommt es auch hier zur Hebung älterer Gesteinsschichten: In der Böhmischen Masse des Waldviertels in Niederösterreich werden durch die variszischen Hebungsereignisse Gneise aus dem Superkontinent Rodinia von vor 1,1 Milliarden Jahren zutage gefaltet beziehungsweise auf jüngere Gesteinsschichten überschoben. Die variszischen Gebirgsbildungen haben auch Magma-Aufstiege aus der Tiefe zur Folge, die verschiedenorts zu Erzlagerstätten führen. Durch die im Vorland der Geosynklinalen auftretenden Senkungen werden dort auch abgetragene Massen von Gebirgsschutt und Feinsedimenten abgelagert. Diesen Vorgängen verdankt unter anderem das Ruhrgebiet seine zahlreichen Kohlenflöze. Durch plattentektonische Vorgänge und unter Ausbildung der Parathethys im heutigen Mitteleuropa und Südeuropa erstehen vorerst noch einmal die Großkontinente Laurasia und Gondwana, aus denen Pangaea ursprünglich entstanden war. In dem Meer über dem heutigen Norddeutschland leben die größten Schmelzschuppenfische der Jurazeit, die später zum Beispiel in der Gegend von Solnhofen in Bayern entdeckt werden. Diese Fische sind bis zu 2,50 Meter lang und werden Lepidotes maximus genannt. Zu ihrer Nahrung gehören hartschalige Muscheln und Krebse, die sie mit ihren Pflasterzähnen knacken. Das Gebiet des heutigen Deutschland, insbesondere Bayern, erlebt die Hoch-Zeit der Schildkröten. Die Gattungen heißen Plesiochelys, Idiochelys, Eurysternum und Solnhofia. Phanerozoikum – Mesozoikum – Jura – Oberjura - Tithonium - Laurentia | ||||||||||||||||||||||||||
Datei:Archaeopterix.jpg Archaeopteryx |
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Unterkreide – Berriasium
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Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Unterkreide – Berriasium
Im Gebiet der heutigen Barentssee schlägt der Asteroid Mjølnir ein und verursacht einen Krater von 40 Kilometern Durchmesser. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Unterkreide – Berriasium - Gondwana Im Gebiet des heutigen Libyen schlagen die Asteroiden Arkenu 1 und Arkenu 2 ein und verursachen zwei Krater von 6,8 und 10,3 Kilometern Durchmesser. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Unterkreide – Valanginium Das Valanginium (im Deutschen oft verkürzt zu Valangin), in der Erdgeschichte eine chronostratigraphische Stufe der Unterkreide, beginnt. Die ursprüngliche Typlokalität liegt in der Seyon-Schlucht in der Nähe von Valangin in der Schweiz; die Stufe ist nach diesem Ort benannt. Das Valanginium beginnt mit dem Erstauftreten der Calpionelliden-Art Calpionellites darderi und endet mit dem Erstauftreten der Ammoniten-Gattung Acanthodiscus. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Unterkreide – Valanginium - Pangaea / Gondwana / Laurasia
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Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Unterkreide – Hauterivium Das Hauterivium (im deutschen Sprachgebrauch oft verkürzt zu Hauterive), in der Erdgeschichte eine chronostratigraphische Stufe der Unterkreide, beginnt. Die ursprüngliche namengebende Typlokalität liegt in der Nähe des Ortes Hauterive in der Schweiz und ist danach benannt worden. Der Beginn der Stufe ist mit dem Ersteinsetzen der Ammoniten-Gattung Acanthodiscus definiert. Sie endet mit dem Ersteinsetzen der Ammoniten-Art Spitidiscus hugii. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Unterkreide – Barremium Das Barremium (im deutschen Sprachgebrauch auch häufig verkürzt zu Barrême), in der Erdgeschichte eine chronostratigraphische Stufe der Unterkreide, beginnt. Die ursprüngliche Typlokalität für die Stufe liegt in der Nähe des Ortes Barrême (Dépt. Alpes-de-Haute-Provence, Frankreich). Die Stufe beginnt mit dem Ersteinsetzen der Ammoniten-Art Spitidiscus hugii und endet mit der Magnetanomalie M0. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Unterkreide – Barremium - Australia Im Gebiet des heutigen Queensland in Australien schlägt der Asteroid Tookoonooka ein und verursacht einen Krater von 55 Kilometern Durchmesser. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Unterkreide – Aptium Das Aptium (im deutschen Sprachgebrauch auch verkürzt nur Apt genannt, seltener auch Aptien), in der Erdgeschichte die Bezeichnung für eine chronostratigraphische Stufe in der oberen Unterkreide, beginnt. Das Aptium ist nach der französischen Kleinstadt Apt in der Provence benannt, in dessen Nähe die ursprüngliche Typlokalität der Stufe liegt. Der Beginn der Stufe wird durch die Basis der Magnetanomalie M0 definiert, das Ende durch das Erstauftreten der Coccolithophoriden-Art Praediscosphaera columnata. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Unterkreide – Aptium Der bis jetzt längste Pliosaurier der Kreidezeit tritt im Gebiet des heutigen Australien auf. Er hat die nähere Bezeichnung Kronosaurus und erreicht eine Länge von maximal 12,80 Meter, wobei allein der Schädel 2,70 Meter misst. Letzterer übertrifft an Größe sogar den des später auftretenden Tyrannosaurus rex. Der Kronosaurus ernährt sich von Fischen. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Unterkreide – Aptium - Laurentia Im Gebiet des heutigen Saskatchewan schlägt der Asteroid Carswell ein und verursacht einen Krater von 39 Kilometern Durchmesser. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Unterkreide – Albium Das Albium (im deutschen Sprachgebrauch häufig auch verkürzt zu Alb, seltener auch Albien), in der Erdgeschichte die Bezeichnung für eine chronostratigraphische Stufe in der höchsten Unterkreide, beginnt. Die Stufe ist nach dem französischen Fluss Aube (lat. Albia) benannt. Die Namensgleichheit der geologische Stufe Alb(ium) und der Regionsname Schwäbische Alb und Fränkische Alb beruht auf Zufall. Die Basis der Stufe ist durch das Erstauftreten der Coccolithophoriden-Art Praediscosphaera columnata definiert, das Ende der Stufe durch das Erstauftreten der Foraminiferen-Art Rotalipora globotruncanoides. Zu den herausragenden Ereignissen der mittleren Kreidezeit zwischen etwa 120 Millionen und 80 Millionen Jahre BC gehört eine gewaltige Superplume-Aktivität im Bereich des westlichen Pazifiks. Der 40 Millionen Jahre anhaltende Vulkanismus riesigen Ausmaßes auf dem pazifischen Ozeanboden hat globale Konsequenzen. Trotz der in der Kreide vorherrschenden vergleichsweise sehr warmen Temperaturen gibt es Hinweise auf eine Vereisungsphase im Bereich der Pole vor etwa 91,2 Millionen Jahren. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Cenomanium ![]() Das Cenomanium (meist verkürzt als Cenoman bezeichnet), in der Erdgeschichte die unterste chronostratigraphische Stufe der Oberkreide, beginnt. Die ursprüngliche Typlokalität liegt in der Nähe von Le Mans (Département Sarthe, Frankreich). Der (neu-)lateinische Name von Le Mans ist Cenomanum und davon ist der Stufenname gebildet. Die Basis der Stufe ist durch das Erstauftreten der Foraminiferen-Art Rotalipora globotruncanoides definiert. Die Stufe endet mit dem Erstauftreten der Ammoniten-Art Watinoceras devonense. Wichtige Leitfossilien für das Cenomanium sind die Ammoniten-Arten Calycoceras naviculare, Acanthoceras rhotomagense und Mantelliceras mantelli. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Cenomanium - Gondwana / Laurasia / Indien Der Kontinent Gondwana bricht endgültig auseinander. Als Bruchstück des ehemaligen Superkontinent Pangaea prallt die Afrikanische Platte im Zuge der Kontinentaldrift auf Europa, wobei die Alpen aufgewöblt werden, während der Aufprall Indien auf Laurasia den Himalaya entstehen lässt. Dieser Vorgang wird als "alpidische Orogenese" bezeichnet. Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Cenomanium - Gondwana Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Cenomanium - Antarktika / Zealandia | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Turonium Das Turonium (im deutschen Sprachgebrauch häufig verkürzt zu Turon), in der Erdgeschichte eine chronostratigraphische Stufe der Oberkreide, beginnt. Die ursprüngliche namensgebende Typlokalität dieser Stufe liegt in der französischen Landschaft Touraine in der Nähe der französischen Stadt Tours (Département Indre-et-Loire, Frankreich). Der lateinische Name der Landschaft ist Turonia. Der Beginn der Stufe ist durch das Ersteinsetzen der Ammoniten-Art Watinoceras devonense definiert. Die Grenze zum Coniacium, der darauf folgenden Stufe, durch das Erstauftreten der Inoceramen-Art Cremnoceramus rotundatus. Im Turonium entsteht eine durchgehende Verbindung zum Nordatlantik. Im Nordatlantik schreitet die bereits im Jura begonnene Ozeanspreizung zwischen Nordafrika und der nordamerikanischen Ostküste weiter nach Norden vor. Im Laufe der Unterkreide bildet sich das Teilstück zwischen der Iberischen Halbinsel und Neufundland. In der höheren Unterkreide und der tieferen Oberkreide spreizt auch die Biskaya, deren Verlängerung in den Pyrenäenraum reicht. In der Oberkreide entsteht westlich von Irland ein Tripelpunkt – ein Ast mündet in ein Grabensystem zwischen Nordamerika und Grönland, der andere weitet sich in der Oberkreide und im Känozoikum zum heutigen nördlichen Nordatlantik. In den Alpen ereignen sich erste Kollisionen ("vorgosauische Gebirgsbildung"). Die Pole sind weiterhin eisfrei und dementsprechend hoch ist der Meeresspiegel. Jetzt, im Turonium erreicht er seinen Höchstwert in der Erdgeschichte. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Turonium - Laurasia / Cimmeria Die indische Kontinentalplatte beginnt ihre schnelle Nordbewegung mit durchschnittlich 16 cm pro Jahr, generiert zuerst den Tethysgraben und wird in der Folge den asiatischen Teil des alpinen Gebirgsgürtels generieren. Auch heute drückt Indien auf einer Strecke von 2400 Kilometer mit fünf Zentimeter pro Jahr und einer Drehung gegen den Uhrzeigersinn von bis heute 33 Grad in Richtung der Kontinentalplatten Kasachstan, Sibirien, Süd- und Nordchina. Die kontinentale Kruste Indiens und die Kratone Tibets sowie die anderen Cimmerischen Terrane werden dabei zusammengepresst und Teile in komplexen Akkretions-, Faltungs- und Subduktionsvorgängen gehoben. Ein Teil dieser nunmehr alpidisch genannten Gebirgsbildung ist der Himalaya. Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Turonium - Südamerika | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Coniacium Das Coniacium (im deutschen Sprachgebrauch häufig verkürzt zu Coniac), in der Erdgeschichte eine chronostratigraphische Stufe der Oberen Kreide, beginnt. Die für diese Stufe typischen Gesteinseinheiten liegen in der historischen Landschaft Saintonge in der Nähe der Stadt Cognac (Département Charente, Frankreich). Die untere Grenze der Stufe wird durch das Erstauftreten der Inoceramen-Art Cremnoceramus rotundatus (identisch mit Cremnoceramus deformis erectus) definiert, die obere Grenze durch das Erstauftreten der Inoceramen-Art Cladoceramus undulatoplicatus. Das Coniacium bildete früher zusammen mit dem Santonium die stratigraphische Stufe des Emscher. Das gesamte Coniacium gehört magnetostratigraphisch zur C34-Anomalie, der so genannten „kretazisch magnetisch ruhigen Zone“ mit normaler Polarität. Nach Erreichen des absoluten Meeresspiegelhöchststands im Unterturon macht sich im Coniacium ein allmählicher erneuter Rückgang des Meeresspiegels bemerkbar. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Santonium Das Santonium (auch Santon), eine chronostratigraphische Stufe der Oberkreide, beginnt. Die Gesteinsserien, die diese Stufe typisieren, liegen in der historischen Landschaft Saintonge in der Nähe der französischen Stadt Saintes. Der lateinische Name „Santonum“ für diese Landschaft gibt der Stufe den Namen. Der Beginn der Stufe wird durch das Erstauftreten der Inoceramen-Art Cladoceramus undulatoplicatus definiert. Die Stufe endet mit dem Aussterben der Seelilien-Art Marsupites testudinarius. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Santonium In Laurentia (Nordamerika) lebt der älteste flugunfähige Vogel, der etwa ein Meter lange pinguinähnliche "Hesperornis" (deutsch: "Vogel des Westens"), dessen Flügel verkümmert sind. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Campanium Das Campanium (im Deutschen häufig verkürzt zu Campan), in der Erdgeschichte eine chronostratigraphische Stufe der Oberkreide, beginnt. Die Stufenbezeichnung bezieht sich auf "La Grande Champagne", einen Höhenrücken bei Aubeterre-sur-Dronne im französischen Département Charente. Die Untergrenze ist durch das Aussterben der Seelilien-Art Marsupites testudinarius definiert, die obere Grenze durch das Erstauftreten der Ammoniten-Art Pachydiscus neubergicus. Im Campanium erfolgt ein großer Sprung in der Artenvielfalt der Dinosaurier. Von den zu Beginn des Campaniums beispielsweise in Nordamerika gefundenen vier Gattungen steigt die Anzahl der verschiedenen Dinosauriergattungen auf diesem Kontinent bis zum Ende des Campaniums auf 48. Man spricht in Analogie zur "Kambrischen Explosion" der Artenvielfalt der Tiere im Kambrium von der "Campanischen Explosion" der Artenvielfalt der Dinosaurier. Es ist aber noch nicht klar erwiesen, wie sehr die Annahme einer solchen Radiation auf die Fundlage zurückzuführen ist, das heißt, dass aus dem frühen Campanium entweder weniger fossile Belege von Sauriern existieren oder diese noch nicht gefunden wurden. Jedenfalls dürfte das Campanium mit seinem fast über den gesamten Erdball verbreiteten heißen Klima und den ausgedehnten Flachmeeren eine hervorragende ökologische Grundlage für die Verbreitung der Dinosaurier und auch anderer Tiere bieten. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Campanium - Mauritia Zwischen 83,5 bis 61 Millionen Jahre BC bildet sich der Mikrokontinent Mauritia im Indischen Ozean durch eine Abspaltung von Madagaskar, auf dem sich unter anderem heute die Insel Mauritius befindet und sich unter der Meeresoberfläche nach Norden bis zu den Seychellen erstreckt. Die gefundenen Bestandteile dieses Kontinents stammen aus der Zeit zwischen 840 und 660 Millionen Jahre BC. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Campanium - Laurentia Im Gebiet des heutigen Iowa schlägt der Asteroid Manson ein und verursacht einen Krater von 35 Kilometern Durchmesser. | ||||||||||||||||||||||||||
Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Maastrichtium
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Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Maastrichtium - Australia / Antarktika / Zealandia Der Kontinent Zealandia, der sich bereits zwischen 130 und 85 Millionen Jahre BC von Antarktika löste, jedoch noch mit Australien verbunden blieb, löst sich nun auch zwischen 85 und 60 Millionen Jahre BC von Australien. Daraufhin verliert der Kontinent an Höhe und wird im Laufe von Millionen Jahren im Meer verschwinden. Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Maastrichtium - Indien Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Maastrichtium - Gondwana
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Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Maastrichtium
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Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Maastrichtium - Nordamerika Ein etwa zehn Kilometer großes Trümmerteil des bis heute existierenden Asteroiden (298) Baptistina schlägt mit einer Geschwindigkeit von 79.200 km/h im heutigen Yucatan in Mexico ein und verursacht mit einer Kraft von 300 Millionen Hiroshima-Bomben den 180 Kilometer großen Chicxulub-Krater. Die darauf folgenden Erdbeben, Tsunamis, Schwefelsäurewolken und die Kälte führen zum massenhaften Aussterben von zwei Dritteln der Tier- und Pflanzenarten der Erde, unter anderem aller Großsaurier. Diese Theorie konkurriert mit der Tatsache eines enormen Vulkanismus bei der Entstehung der Dekkan-Plateaubasalte. Einige Forscher meinen, dass der Asteroid nach seinem Einschlag einen Regen von glühendem Gestein erzeugt, der alle Kontinente betrifft und überall auf der Erde Brände auslöst. Auf diese Weise steigt innerhalb einer Stunde die Temperatur auf dem Land auf 260 Grad Celsius, genug, um die meisten Lebewesen bei lebendigem Leib zu verbrennen. Anschließend dürfte die Rauch- und Staubwolke das Sonnenlicht für sechs Monate um die Hälfte und einige weitere Jahre lang um 10–20 Prozent reduzieren, was die Photosynthese der Pflanzen reduziert. Drei Jahre herrschen auf der Erde Frosttemperaturen. Weitere Folgen sind wahrscheinlich weitere Tsunamis und saurer Regen. | ||||||||||||||||||||||||||
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Phanerozoikum – Mesozoikum – Kreide – Oberkreide - Maastrichtium - Gondwana
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Phanerozoikum – Quartär – Pleistozän – Jungpleistozän (Tarantium) - Nordafrika / Kultur der Iberomauren / Kultur der Capsier Die Cro-Magnon-Menschen der Ibéromaurusien-Kultur in Nordafrika erreichen mit dem Boot die Kanarischen Inseln. Die Hauptsiedlungsgebiete liegen allerdings in den heutigen Staaten Marokko und Algerien. Bei den Ibéromaurusien findet sich eine starke Tendenz hin zu einer Miniaturisierung, besonders kleine Pfeilspitzen werden aus Klingen oder Lamellen gewonnen. Die Technik des abgeschlagenen Rückens durch steile Retuschen ist weit verbreitet. Häufig sind Rückenspitzen, die zu Kompositgeräten verarbeitet wurden. Daneben gab es größere Schaber, Mikrostichel und dreiseitige Spitzen. Mahlsteine zum Zerreiben von Grassamen deuten auf eine bereits weiterführende Nutzung von pflanzlichen Rohstoffen hin. Aus Knochen werden Pfrieme, Geschossspitzen, Messer und Glätter zur Lederbearbeitung gefertigt. Schmuck wird aus marinen Muscheln und Fossilien hergestellt. Die Menschen des Ibéromaurusien sind hauptsächlich Jäger und Sammler. An Wohnstätten finden sich Höhlen und Abris, die zumindest auf Vorformen einer Sesshaftigkeit bei noch weitgehend nomadisierender Lebensweise hindeuten. In den Abris finden sich räumliche Aufteilungen in Werkstatt-, Lebens- und Bestattungsbereiche. Eine künstlerische Betätigung wird nur sehr selten angetroffen - so in Marokko (Ifri n'Ammar) Spuren einer Malerei. Schildkrötenpanzer wuerden offensichtlich als Behälter für Rötel genutzt, dem roten Ocker, der zur Bemalung von Mensch und Gerät verwendet wird. Die bedeutendste der Nachfolgekulturen ist das Capsien, das allerdings von einer anderen Population- bzw. Volksgruppe (mediterraner Typus) getragen wird. | |
Nordafrika Die Gebiete der heutigen Staaten Marokko, Algerien, Libyen, (Nord-)Mauretanien und Westsahara werden von zahlreichen unabhängigen viehzüchtenden (hellhäutigen) Berber-Stämmen besiedelt. | |
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